franka

ständiges rechtfertigen

so, nachdem ich dieses forum gründlich durchforstet habe, denke ich, dass ich hier unter gleichgesinnten bin. ich habe einen vorbiss, der nicht gerade ein härtefall ist, aber dennoch schlimm genug, dass mein biss offen ist und ich vor allem später probleme dadurch bekomme. jetzt hab ich mich nach einigen monaten und beratungen von kfo und kc zu einer op (uk vorverlagerung, 10 mm) entschlossen, vertrauen zu ihnen gefasst und eingesehen, dass es gesundheitlich wirklich nötig ist.

nur mein umfeld macht mir probleme. jedem/jeder, dem/der ich von der op erzähle, macht große augen und sagt: "mach das nicht, lass dich nicht aufschnieden, du bist jung und gesund, du siehst doch so gut aus! den vorbiss sieht man ja fast nicht!"

mir gehts ja auch gar nicht um mein leicht fliehendes kinn, damit kann ich leben! aber damit, dass mit 40 meine zähne locker werden, nicht! und ich hab das ziehen im oberkiefer satt, das mich immer daran erinnert, dass meine vorderzähne sich noch weiter nach außen drehen! vor allem will ich endlich wissen, wie sich richtiges aufeinanderbeißen anfühlt! nur gar nicht so leicht, meinem umfeld das klarzumachen. das ständige aufs-neue-erklären nervt. gut, dass ich jetzt zumindest selber fest entschlossen bin ;)

kennt das jemand hier?

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Du musst aber bedenken, dass die Leute in deinem Umfeld keine kieferorthopädischen Probleme haben (nehm ich mal an) bzw. dass sie sich nicht damit befasst haben wie du, sie haben sich nicht so informiert wie du und deswegen würde ich mir da auch keine großen Gedanken machen über das was sie sagen.

Ich habe zwar keine OP aber auch bevor ich meine Spange bekommen habe, gab es ähnliche Meldungen: "Ah geh, wozu eine Spange? ... Mach das bloß nicht."

Ich würd mich da an deiner Stelle nicht verunsichern lassen. Klar, diese Leute finden dich wohl wirklich so hübsch wie du bist und so ein Eingriff kann das Aussehen schon ganz schön verändern und auch nicht immer positiv. Vielleicht geht es deinem Umfeld hauptsächlich um dieses Risiko.

Jedenfalls viel Glück bei denen Entscheidungen betreffend der Behandlung!

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Hallo Franka,

das, was du hier schilderst kommt mir ziemlich bekannt vor. Du hast Recht, da kann man dann nur froh sein, dass man selbst schon fest entschlossen ist. Ich hab ne ähnliche Fehlstellung wie du (auch nen offenen Biß) und wenn meine Entscheidung jemand so in Frage stellt, wie du es schilderst, dann nenne ich ihm das Argument, das auch für mich letztlich das Entscheidende war: nämlich dass mein Kiefergelenk jetzt schon ziemlich abgenutzt ist, und ich somit ein stark erhöhtes Risiko habe, an Kiefergelenksarthrose zu erkranken. Und dass man darauf keinen Bock hat, sondern lieber präventiv was tut, sehen die meisten dann ein...

...und bei manchen ist es vielleicht auch einfach die Angst davor, dass dir was passiert, oder der Neid, dass du etwas in deinem Leben veränderst, sie das vielleicht auch gern schaffen würden, aber nicht den Mut dazu haben. Du kannst stolz auf dich sein!

ich wünsch dir noch viel Standhaftigkeit, und einen guten Start der Behandlung,

johanna

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hi,

ich kann mich nur anschließen. Hab auch immer noch zu kämpfen. Bei mir steht allerdings der UK hervor aber auch nur minimal. Ich konnte nur mit Mühe meine Mutter überzeugen. Die sagt auch du bist zu jung und hast das nicht nötig. Aber ich hab mich jetzt dafür entschieden und BASTA!

Halt durch und lass dich nicht entmutigen.

Gruß

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danke für die netten reaktionen! euch auch allen viel erfolg und durchhaltevermögen! und allen die es noch nicht sicher wissen: lasst euch von niemandem verunsichern!

das ist wohl richtig, dass, wenn man sich mit diesem thema nicht wirklich auskennt, es schwer zu verstehen ist. so schlimm ist es bei mir ja eigentlich eh nicht, meine mama zb hatte 2 kiefer-ops (eine bei meiner jetzigen kc!) und steht voll hinter mir. sie hat mich jedoch anfangs von der anderen seite genervt, sie hat geradezu gedrängt auf die op, als ich mir selber noch nicht ganz im klaren war. natürlich wusste sie, was richtig ist ;) aber ich wollts halt für mich selbst rausfinden. ich komm jetzt sicher auch leichter mit meinem umfeld klar, weil ich die entscheidung endlich und endgültig getroffen hab.

@lala: ja genau davor hab ich eher angst, dass der blick in den spiegel sehr ungewohnt wird! 1 cm uk vorverlagerung ist schon recht viel! aber vielleicht ändere ich nach der op auch gleich radikal meine frisur, damit erstmal die mundpartie nicht so ins auge springt ;)

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Ging mir ähnlich und ich hatte nur die abgeschwächte Version. Keine OP und auch immer gerade Zähne. Ich hatte eben nur noch einen Milchzahn, den ich gerne durch den Bleibenden ersetzen wollte (3er sind nunmal wichtig). Ergo: 1 1/2 Klammer im OK tragen. Die meisten haben es nicht verstanden und verstehen es bis heute nicht, denn man sieht keinen Unterschied, obwohl ich fertig bin.

Viele Menschen werden sich im Alter noch umsehen, wenn die ersten Zähne und Kiefergelenke aufgeben, weil sie nicht richtig stehen. Kaum einer ist aber dann dazu in der Lage, das darauf zurückzuführen, dass eine Behandlung beim KFO sie vor dem schlimmsten bewahrt hätte. Sei froh, dass Du das differenzieren kannst, bevor etwas Ernsthaftes passiert und diesem Schicksal damit (hoffentlich) entgehst.

Ich würde es jederzeit wieder machen und wenn ich mir so die Leidensberichte von den OPs anschaue, hat es selbst von den Hardcore-Patienten keiner bereut. Ich sehe es immer so: Man wächst an seinen Aufgaben! Für mich war es eine gute Zeit und ich habe eine Menge gelernt - auch über meine Mitmenschen :-). Und ich muss mir später nicht vorwerfen meine Zähne nicht gut behandelt zu haben :-). Und ich habe einen bleibenden 3er dazu gewonnen...das war's allemal wert.

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Hallo Franka,

lass dich nicht beirren. Zieh dein Ding durch, glaub mir, du wirst es nicht bereuen. Auch wenn der Eingriff kein kleines Mätzchen ist, so ist es doch sensationell beim Kauen zu merken, dass man auch mit mehr als nur 2 passenden Backenzähnen kauen kann. Und dass man mit den Schneidezähnen Dinge abbeißen kann und es nicht irgendwie mit Eckzähnen und Zunge machen muss.

Deine Geschichte deckt sich 100% mit meiner. Bei mir waren es sogar "nur" 8mm. Ich habe den Zweiflern die Folgen geschildert, was passiert, wenn ich es nicht machen lasse und es versucht so sachlich wie möglich zu erklären. Dann war das Thema meistens gekärt.

Selten hab ich den Spruch "Du bist doch gesund, warum eine Op bla bla" gehört, dann habe ich meistens gesagt "ja klar und vor allem schön, wenn ich mit 40 dann schicke neue Zähne bekomme". Einigen habe ich auch deutlich gesagt, dass es sich hier NICHT um eine Schönheits OP handelt, sondern um einen notwendigen chirurgischen Eingriff und dass ich mir die nervenden Brackets dann hätte sparen können, wenn der Eingriff nicht gemacht wird.

Jetzt ist die OP 4 Monate her und ein paar Leute haben gar nicht gesehen, dass sich was geändert hat, der Rest sagt, es sieht viel besser aus. Obwohl alle vorher doch gesagt haben, dass man den kurzen Unterkiefer gar nicht sieht. Alle haben letztendlich Respekt davor gezeigt, dass ich das habe machen lassen, Mitleid gabs auch (was direkt nach der OP gut getan hat ;-) ) Aber ich habe es noch keinen Tag bereut.

Auch, wenn man es vielleicht sooooo dolle gar nicht gesehen hat, dass was nicht stimmt.

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Ich kann und konnte die Leute schon verstehen. Wir selber haben ja auch nicht laut hurra geschrien als das Thema OP aufkam, oder? Kritisches Hinterfragen ist mir alle Male lieber als dieser komische Blick nach dem Motto ist die eitel und dumm (krass gesagt). Und wenn man sich nicht wie wir mit dem Thema beschäftigt hat, klingt es doch auch wirklich merkwürdig: Kiefer durchsägen, etc. Klingt doch geradezu gruselig.

Mir geht's es im Moment richtig an die Nerven, dass ich mich 6 Monate nach der OP immer noch rechtfertigen muss. Ich hatte ja so einige Probleme: Hämatom im Mund, verwachsene Fäden, bis heute Schmerzen durch eine Neuralgie im Gesichtsnerv, etc. Habe in den letzten Monaten reichlich Medikamente genommen, die nicht spurlos an einem vorüber gehen. Und irgendwann hat dann der Kopf nicht mehr mitgespielt und ich habe mit einem kleinen Nervenzusammenbruch beim Hausarzt gehockt.

Und wenn die Leute mich Fragen wie es mir geht und ich a Bisserl' was erzähle, habe ich manchmal das Gefühl, dass sie denken: biste doch selber Schuld....

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Rechtfertigen verstehe ich nicht so ganz.

Entscheiden und dann allenfalls erklären, aber rechtfertigen für die Behandlung einer Fehlstellung?

Man muss doch niemanden überzeugen und es fiel mir schwerer den Kauf meines unvernünftigen Autos zu erklären, als auf evtl. Unverständnis fett grinsend zu sagen "musst Du ja nicht verstehen", und das gilt bei Op desto mehr.

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Hallo Franka!

Ich kenne das nur zu gut und es ist mir langsam echt auch auf den Zeiger gegangen :evil: Jeder hat immer gemeint, dass ich es nur wegen dem Aussehen mache. Jemand der keine Kiefer Probleme hat, versteht einfach nicht was es für ein Gefühl ist nicht richtig kauen zu können. Bei mir kamen auch noch die Kiefergelenks- und Kopfschmerzen hinzu..... sogar drei Tage vor der OP meinte ne Kollegin noch ob ich mir das auch gut überlegt hätte usw..... :roll:

Laß Dich davon nicht beirren und zieh Dein Ding durch. Du wirst es keinesfalls bereuen, wenn Du einmal das Ergebnis siehst.

Viele Grüße

Manuela (15 Tage Post OP)

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... sich rechtfertigen müssen - damit musste ich auch umzugehen lernen.

Gerade gegenüber engen Verwandten - wie etwa Eltern (obwohl ich schon mitte dreißig bri) und Geschwistern . Bei der Mutter hat es wohl damit zu tun, dass sie sich angegriffen fühlt wohl nicht alles richtig gemacht zu haben...., bei anderen oft aus Unwissenheit über den Sachverhalt - aber auf jeden Fall was dazu sagen!:roll:

Es ist jedem seine Entscheidung solch eine OP vornehmen zu lassen, wichtig ist, wie ich es schon vielfach geschrieben habe, dass man es in der Hauptsache für sein eigenes Wohlergehen tut - sei es für die seelische oder körperliche Gesundheit!

Auch sollte man immer mehrere Ärzte aufsuchen, dies versteht sich von selbst, besonders bei dieser Angelgenheit!

matze

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hallo zusammen,

ich muß mal meine family, freunde und kollegen loben, ich mußte mich noch nie wirklich rechtfertigen. es wurde halt neugierig gefragt, warum ich das mache und als ich das erklärt habe, haben sie alle es eingesehen.

natürlich waren skeptiker dabei, die fragten, ob das wirklich nötig ist. als ich dann aber erklärt habe, daß ich bei 2 versch. zahnärzten, 2 kfos und 2 kics war und die alle meinten, es wäre nötig, haben auch die es für gut gehalten, daß ich es machen lasse.

ich habe eigentlich nur bemerkt, daß manche nicht darüber reden wollen. aber mir bleibt ja das forum und manche sind auch richtig neugierig und fragen immer wieder nach, so daß es mich dann manchmal schon langweilt ;-)

also großes lob an "meine leute" ;-) und euch anderen kopf hoch und glücklicherweise habts ihr ja das forum.

lg janet

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Ich denke heutzutage gibt es doch prima Argumente, die man anbringen kann,

... ich bin dem Schönheitswahn verfallen..

... ich bin voll auf der Gesundheitswelle...

... ich leiste mir das, bin mir das wert...

:lol:

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