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Retentionsschienen bei Jugendlichen

Ist sowas üblich? Beeinträchtigt das nicht das noch ausbleibende natürliche Kieferwachstum, da der Zahnbogen festgehalten wird?

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Retention ist nach Abschluß notwendig damit sich nichts zurückbewegt.

Das natürliche Wachsen geht seinen Gang.

Handwurzelknochenanalyse zeigt das Stadium "Wachstum", nicht das Alter auf dem Papier.

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Danke für die Antwort :)
 

"Das natürliche Wachsen geht seinen Gang."

 

Aber ist denn der Kiefer durch so eine Schiene nicht in seiner Entwicklung beeinträchtigt? Schließlich kann der Kiefer ja nicht in die Breite wachsen, wenn der Zahnbogen so strikt festgehalten wird oder?

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Nein, das wächst nicht so einfach in die Breite. Das Ganze ist ein komplexer Vorgang, da hängt Eines an dem Anderen. Die Zahnstellung muß erst einmal gehalten werden.

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Danke nochmal :)

Aber ganz allgemein ist es schon so, dass der Kiefer mit Schiene anders wächst als ohne Schiene oder? Dass das ganze sogar uU wünschenswert ist, um die Stabilität der aktuellen Zahnstellung zu gewährleisten bleibt jetzt mal außen vor.

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Schienen und übrigens auch Kleberetainer haben keinerlei Einfluss auf das Kieferwachstum, sondern nur auf die Stellung der Zähne auf den Kiefern. Das hat damit zu tun, wie die Kiefer wachsen: Sie werden nicht einfach mit der Zeit größer wie ein Luftballon, den man aufpustet. Stattdessen gibt es bestimmte Bereiche, in denen Knochen angelagert oder auch abgebaut wird.

 

Beim Oberkiefer wird hinten/oben Knochen angelagert, so dass er nach vorne/unten wächst. Der Bereich, in dem die Zähne stecken, muss sich dafür nicht verändern.

 

Beim Unterkiefer spielt sich das Wachstum im Wesentlichen am Ramus ab. Das ist der senkrechte Teil dieses in der Seitenansicht entfernt L-Förmigen Knochens. Am Ramus-Hinterrand wird neuer Knochen gebildet, während am Vorderrand ein Abbau erfolgt. Dadurch wird der Corpus, der horizontale Teil, mit der Zeit immer länger, was gut ist, da so Platz für die mit ca. 6 und 12 Jahren durchbrechenden Molaren entsteht.

 

Eine in sehr jungen Jahren eingesetzte, festsitzende Apparatur oder Kinderprothese könnte immerhin das Breitenwachstum des Oberkiefers hemmen. Retentionsgeräte werden jedoch in der Regel viel später gebraucht, so dass es kein Wachstum mehr gibt, das gehemmt werden könnte.

bearbeitet von Mush

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Eine in sehr jungen Jahren eingesetzte, festsitzende Apparatur oder Kinderprothese könnte immerhin das Breitenwachstum des Oberkiefers hemmen. Retentionsgeräte werden jedoch in der Regel viel später gebraucht, so dass es kein Wachstum mehr gibt, das gehemmt werden könnte.

 

Das Alter sollte geklärt sein. Die Unsitte immer früher zu behandeln und damit auch frühzeitig die Behandlung abzuschließen gibt es leider viel zu oft. Für Schienen als Retention sollte man mindestens 17 oder noch älter sein. Eine perfekte Okklusion vorausgesetzt, denn eine physiologische Feineinstellung (settling) ist mit Schienen nicht möglich.

 

Gruß Norbert

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Das Breitenwachstum des Oberkiefers ist in aller Regel schon lange vor Abschluss des Zahnwechsels vorbei. Das verbleibende sagittale und vertikale Restwachstum wird durch die Schiene nicht behindert. Es gibt somit keinen Grund zu warten bis der Patient 17 ist.

"Klassische" Retentionsschienen werden erst nach erfolgtem Settling eingesetzt. Das gilt nicht für den Schienen verwandte Endbehandlungsgeräte wie Osamu-Retainer, die das Settling gezielt unterstützen können.

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Hallo Mush, wie verhält sich das Breitenwachstum des Oberkiefers bei Dysgnathiepatienten, die einen transversal verschmälerten Oberkiefer haben? Bei mir wurde im Alter von 9 Jahren das erste mal eine GNE durchgeführt, dann mit 12 wurde ein zweites mal eine GNE durchgeführt. Bei Abschluss der KFO-Behandlung mit 14 Jahren passte die Breite des Oberkiefers auch zum Unterkiefer.

 

Jahre danach, als Erwachsener, ist der Oberkiefer gegenüber dem Unterkiefer wieder deutlich verschmälert gewesen und es musste eine chir. GNE vorgenommen werden. Kommt das dann daher, dass sich der Oberkiefer wieder verschmälert hat (also ein Rezidiv eingetreten ist), oder ist der Unterkiefer noch in die Breite gewachsen?

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Dass ein Oberkiefer an der Gaumennaht schrumpft, kann nur kurz nach der GNE passieren, solange das neu gebildete Gewebe noch nicht mineralisiert ist. Danach ist die Breite in diesem Bereich stabil. Der Unterkiefer wächst ohnehin nicht in die Breite, sondern nach vorn. Da der Unterkiefer in der Draufsicht V-förmig ist, kann das zwar auch zu einem seitlichen Kreuzbiss führen, dann aber in Kombination mit einem frontalen Kreuzbiss bzw. einer Verringerung der Frontzahnstufe.
 
Interessant ist in diesem Zusammenhang aber der Alveolarfortsatz. Das ist der Teil eines Kiefers, in dem die Zähne stecken. Am Alveolarfortsatz können sich auch Jahre nach der Behandlung Veränderungen einstellen. Betrachtet man beispielsweise diese Schemazeichnung, sieht man, dass der Oberkiefer zwar zu schmal ist, doch wird dies dadurch ausgeglichen, dass der Molar auf der linken Seite des Bildes etwas nach außen gekippt steht. Es gibt somit, trotz des schmalen Oberkiefers, keinen Kreuzbiss. Die Stellung des Molaren muss aber nicht so bleiben, wie sie ist. Insbesondere, wenn er stark gekippt werden musste, um den Kreuzbiss zu überstellen, ist mit einer Rezidivtendenz zu rechnen. Verstärkt werden kann diese durch eine ungünstige Weichteilsituation, beispielsweise bei tiefer Zungenruhelage, doch auch bei harmonischen Weichteilen gibt es keine Stabilitätsgarantie.

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Mush:

 

Sie sollten Politiker werden.

 

Ihre Kunst Sachverhalte so darzustellen, dass niemandem (keinem Kieferorthopäden) damit weh getan wird, ist beeindruckend.

 

Hallo Mush, wie verhält sich das Breitenwachstum des Oberkiefers bei Dysgnathiepatienten, die einen transversal verschmälerten Oberkiefer haben? Bei mir wurde im Alter von 9 Jahren das erste mal eine GNE durchgeführt, dann mit 12 wurde ein zweites mal eine GNE durchgeführt. Bei Abschluss der KFO-Behandlung mit 14 Jahren passte die Breite des Oberkiefers auch zum Unterkiefer.

 

Jahre danach, als Erwachsener, ist der Oberkiefer gegenüber dem Unterkiefer wieder deutlich verschmälert gewesen und es musste eine chir. GNE vorgenommen werden. Kommt das dann daher, dass sich der Oberkiefer wieder verschmälert hat (also ein Rezidiv eingetreten ist), oder ist der Unterkiefer noch in die Breite gewachsen?

 

Dass ein Oberkiefer an der Gaumennaht schrumpft, kann nur kurz nach der GNE passieren, solange das neu gebildete Gewebe noch nicht mineralisiert ist. Danach ist die Breite in diesem Bereich stabil. Der Unterkiefer wächst ohnehin nicht in die Breite, sondern nach vorn. Da der Unterkiefer in der Draufsicht V-förmig ist, kann das zwar auch zu einem seitlichen Kreuzbiss führen, dann aber in Kombination mit einem frontalen Kreuzbiss bzw. einer Verringerung der Frontzahnstufe.

 

Interessant ist in diesem Zusammenhang aber der Alveolarfortsatz. Das ist der Teil eines Kiefers, in dem die Zähne stecken. Am Alveolarfortsatz können sich auch Jahre nach der Behandlung Veränderungen einstellen. Betrachtet man beispielsweise diese Schemazeichnung, sieht man, dass der Oberkiefer zwar zu schmal ist, doch wird dies dadurch ausgeglichen, dass der Molar auf der linken Seite des Bildes etwas nach außen gekippt steht. Es gibt somit, trotz des schmalen Oberkiefers, keinen Kreuzbiss. Die Stellung des Molaren muss aber nicht so bleiben, wie sie ist. Insbesondere, wenn er stark gekippt werden musste, um den Kreuzbiss zu überstellen, ist mit einer Rezidivtendenz zu rechnen. Verstärkt werden kann diese durch eine ungünstige Weichteilsituation, beispielsweise bei tiefer Zungenruhelage, doch auch bei harmonischen Weichteilen gibt es keine Stabilitätsgarantie.

 

Ihre Antwort sagt alles und nichts. Bei "floh 89" wurde versäumt die Zungenlage und das Schluckmuster zu verbessern. Folgt er ihrer Argumentation lässt er auch noch eine OP machen die auch wieder rezidiviert. Der Fall sollte exemplarisch in die Literatur eingehen, er zeigt sehr anschaulich dass mechanisch zu therapieren ohne in funktionellen Zusammenhängen zu denken keine brauchbaren, stabile Ergebnisse bringt. Ist es so schwer sich etwas klarer zu positionieren. Wenigstens der Hinweis, dass funktionelle Verbesserungen die Rezidivgefahr herabsetzen, sollte möglich sein.

 

Gruß Norbert

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Hallo Norbert,

 

eine chirurgische GNE wurde bei mir bereits durchgeführt und eine Umstellungsosteotomie steht mir noch bevor. Mein KFO hat mich auch zum Logopäden geschickt, um mir ein richtiges Schluckmuster und eine richtige Zungenlage anzugewöhnen. Aber bei meiner ersten Behandlung als Kind/Jugendlicher wurde es auf alle Fälle versäumt die myofunktionellen Störungen zu beheben, durch das falsche Schluckmuster ist nämlich auch ein offener Biss von 7mm entstanden. Man hat versucht den Biss mit Gummizügen zu schließen, aber da man die Ursache nicht therapiert hat war das natürlich nicht stabil...

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flo 89:

 

Schön für dich, dass die Zusammenhänge erkannt wurden und du in guten Händen bist. Aber du solltest deiner Zungenfunktion über lange Zeit große Aufmerksamkeit schenken. Auch nach der OP, man fällt sehr leicht in alte Muster zurück und das solltest du vermeiden.

 

Gruß Norbert

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@norbert vogel:

Sie sollten Politiker werden. [...] Ihre Antwort sagt alles und nichts. Bei "floh 89" wurde versäumt [...]

Sie sollten vielleicht einfach nachfragen, wenn Sie etwas nicht verstanden haben.

 

Wie genau das Rezidiv bei flo.89 entstanden ist, kann niemand von uns mit Sicherheit sagen, da wir die Situation nicht kennen. Rezidive können verschiedene Ursachen haben. Orofaziale Dyskinesien sind nur eine davon.

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Außerdem kommt bei mir noch dazu, dass eine sagittale Oberkieferrücklage besteht. Wie Mush geschrieben hat kann das auch ein Faktor sein, dass der Oberkiefer gegenüber dem Unterkiefer wieder zu schmal geworden ist.

 


"Da der Unterkiefer in der Draufsicht V-förmig ist, kann das zwar auch zu einem seitlichen Kreuzbiss führen, dann aber in Kombination mit einem frontalen Kreuzbiss bzw. einer Verringerung der Frontzahnstufe."
 

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Eine Oberkiefer Rücklage gibt es nicht. Da spricht man von einem unterentwickelten (Wachstumshemmung) Oberkiefer. Die Gründe sind die Selben wie Defizite in der transversalen. Also myofunktionell, wenn Mush davon spricht, dass niemand  mit Sicherheit sagen kann wo die Ursachen für das Rezidiv liegen ist das seine Sache. Aber man kann mit Sicherheit sagen, wenn in funktionellen Zusammenhängen therapiert wurde, die Rezidivgefahr deutlich reduziert ist. Da gibt es reichlich Studien die das belegen.

 

Gruß Norbert

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Da spricht man von einem unterentwickelten (Wachstumshemmung) Oberkiefer. Die Gründe sind die Selben wie Defizite in der transversalen. Also myofunktionell

 

Mit einer Oberkieferrücklage meinte ich ja einen im Wachstum gehemmten Oberkiefer...Die Ursachen dafür liegen meiner Meinung nach aber eher in der genetischen Prädisposition, der fehlende Wachstumsreiz der Zunge kommt dann halt noch hinzu, mein offener Biss ist wahrscheinlich durch das falsche Schluckmuster bedingt.

 

Im Familienkreis gibt es mehrere Leute, die auch einen im Wachstum gehemmten Oberkiefer haben. Also spielt meiner Meinung nach die Genetik die größte Rolle, myofunktionelle Störungen sorgen dann noch für so Nebeneffekte wie einen offenen Biss.

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Darüber streiten sich die Experten. Ich halte mich da an Prof. Fränkel:

 

"nicht regelgerechte tonische Muster sind die primäre Ursache und genetische Dispositionen spielen eine untergeordnete Rolle"

 

Gruß Norbert

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Der Begriff "Oberkieferrücklage" ist durchaus gebräuchlich.

wenn Mush davon spricht, dass niemand  mit Sicherheit sagen kann wo die Ursachen für das Rezidiv liegen ist das seine Sache

Das klingt jetzt ein wenig nach "Es kann nicht sein, was nicht sein darf".

Wer sich einbildet, die genaue Ursache eines Rezidivs zu kennen ohne den Patienten auch nur gesehen zu haben, hat zumindest kein Problem mit dem Selbstbewusstsein.

 

Was den angeblichen Expertenstreit angeht, sollte man auch die in den letzten 30 Jahren gewonnenen Erkenntnisse beachten: Genetik spielt, in Abhängigkeit von der Dysgnathieform, mitunter eine sehr große Rolle.

bearbeitet von Mush

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Ich:

 

Aber man kann mit Sicherheit sagen, wenn in funktionellen Zusammenhängen therapiert wurde, die Rezidivgefahr deutlich reduziert ist. Da gibt es reichlich Studien die das belegen.

 

Mush:

 

Wer sich einbildet, die genaue Ursache eines Rezidivs zu kennen ohne den Patienten auch nur gesehen zu haben, hat zumindest kein Problem mit dem Selbstbewusstsein.

 

Logik:

 

Fehlanzeige

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Aber Herr Vogel, versuchen Sie doch bitte, Ihre geschätzte Contenance zu wahren. 

 

Ich helfe Ihnen natürlich jederzeit  sehr gern beim Verständnis der logischen Zusammenhänge.

Bei der Gelegenheit: Ihre vollständige Aussage lautete:

 

Die Gründe sind die Selben wie Defizite in der transversalen. Also myofunktionell, wenn Mush davon spricht, dass niemand  mit Sicherheit sagen kann 

wo die Ursachen für das Rezidiv liegen ist das seine Sache.

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Danke für das Angebot aber in diesem Fall sehe ich keinen Bedarf. Und bisher habe ich meine Contenance gewahrt aber einfach ist das nicht. Ein wenig lospoltern ist schon befreiender. Aber leider reagieren sie darauf so empfindlich und es wird als Verstoß gegen die "Netiquette" gewertet.

 

Gruß Norbert

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