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krambambuli

Kiefergelenksprobleme und Progenie

Hallo liebe Community,

 

Da ich selber mit meinem Leiden nicht mehr weiter komme, versuche ich auf diesem Wege Rat und Hilfe zu bekommen.

 

Kurz möchte ich mich aber vorstellen.

 

Mein Name ist Tobi und bin nun bald 26 Jahre alt. Zur Zeit Arbeite ich als Angestellter im Gesundheitswesen (IT) und möchte im Oktober noch einmal studieren.

 

Wie oben schon erwähnt, versuche ich auf diesem Weg Hilfestellung zu meinem Problem zu bekommen.

 

Zusammenfassend kann man sagen, dass ich eine leichte bis mittelschwere Progenie habe und seit ca. 1 Jahr massive Kiefergelenksprobleme.

 

Zur Vorgeschichte.

 

Als Kind war ich in Kieferorthopädischer Behandlung. Zuerst hatte ich eine lose Spange und als ich diese nicht ordentlich getragen hatte, habe ich eine feste bekommen.

Mit ca. 18 Jahren war die Behandlung erfolgreich abgeschlossen.

 

Behandelt wurde ich damals wohl auch wegen der Progenie.

 

Seit ca. 1 Jahr fällt mir auf, das mein Unterkiefer sich wieder vor dem Oberkiefer schiebt. Das ganze sieht, wenn der Kiefer nicht geschlossen ist, noch relativ

passabel aus. Sobald ich zubeiße, sieht man schon, dass etwas nicht stimmt. Leider sind mittlerweile auch die Frontzähne beschädigt (nicht sehr doll, aber sichtbar). 

Das möchte ich definitiv behandeln lassen.

 

Mein eigentlichen Problem sind die Kiefergelenke. Wenn ich den Mund öffne, dann springt das Gelenkt links aus der Pfanne. Beim schließen renkt es sich wieder ein. Dazu

kommt ein ständiger Kaudrang, sodass ich den Unterkiefer ständig hin und herschiebe.

 

Sobald sich eine gewisse Spannung aufgebaut hat knackt es laut und die linke Seite hört sich an wie ein Mahlwerk. Meistens legt sich das wieder über Nacht.

 

Desweiteren habe ich beim kauen auf der rechten Seite das Problem, das irgendwie die Knochen aneinander reiben. Das macht meistens "klock". Da sich der Zustand in

letzter Zeit verschlimmert hat, würde ich das gerne behandeln lassen.

 

Weiter Symptome sind unregelmäßige Kopfschmerzen, eine Art unangenehmer Druck an den Kiefergelenken und Hals bzw. Rückenschmerzen.

 

Jetzt war ich bei verschiedenen Anlaufstellen.

 

 

Als erstes war ich bei einem Kieferorthopäden wegen den Gelenksproblemen. Dieser konnte/wollte mich nicht behandeln und sagte, dazu müsse man in eine Spezialeinrichtung

(Uniklinik).

 

Danach war ich zu einem Kieferchirurg, der mich freundlich wieder an einem Kieferorthopäden verwies.

 

Danach habe ich die freie Kieferorthopädische Sprechstunde der Charité genutzt, um eine Unabhängige Meinung zu bekommen.

 

Diese boten zwar eine Spezialsprechstunde für Kiefergelenksprobleme an, wollten aber erst 250€ (es gab eine Art pauschaler Kosten und Heilplan) bevor sich das jemand 

überhaupt ansieht. Das ganze sollte dann eine Funktionsdiagnostische Analytik werden. Das habe ich erstmal aufgrund der Kosten abgelehnt.

 

Danach hatte ich noch einen Termin bei einem Kieferorthopäden gemacht, denn ich aber aufgrund von Bewertungen abgesagt habe. Dieser wollte auch, bevor er sich der

Sache annahm, 100€ ohne einen entsprechenden Kosten und Heilplan.

 

Dann habe ich bei einem weiteren Kieferorthopäden einen Termin gemacht mir Spezialisierung auf Kiefergelenke. Da ich nun auch die Progenie mit einem Rutsch behandeln

lassen wollte, hab ich das gleich mit angesprochen. Er bot mir an, alles zu behandeln. Zuerst die Kiefergelenksprobleme nach der DIR-Methode (ebenfalls

Funktionsdiagnostik) und danach die Progenie. Dazu wurde ein Kosten und Heilplan für die Kiefergelenke erstellt und mir zugesandt.

 

Nun zu meinem Fragen:

 

Der Kieferorthopäde meinte, die Kiefergelenksprobleme müssen vor der Zahn- bzw. Kieferkorrektur behandelt werden. So richtig begründen konnte er das nicht.

Für mich als Laien ist es so, dass sich doch nach der Zahnspange die Zähne wieder verändern und damit auch der Kiefer?

 

Ist es sinnvoll, zuerst die Gelenksprobleme und danach die Progenie zu behandeln?

 

Desweiteren kostet diese Methode sehr viel Geld, welches eine Privatleistung darstellt. Leider ist es mir noch nicht gelungen, eine Behandlung zu finden, die die

gesetzl. Krankenkassen (zumindest Anteilig) übernehmen.

 

Gibt es sowas überhaupt. Mittlerweile glaube ich nicht mehr daran.

 

Vielen Dank an jeden, der sich die Zeit genommen hat, den Text zu lesen.

 

Viele Grüßt Tobi

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Geh zu einem anderen KFO. Das Standardprogramm ist Ausformen der Zahnbögen und dann eine Kieferop, damit die Kieferfehlstellung behoben wird.

Was soll es bringen eine Kiefergelenkstherapie zu  machen, wenn das Probelm vermutlich skelettal ist?

Die Erstellung der Anfangsunterlagen (Röntgenbilder, Abdrücke, Analyse etc.) wirst du erstmal selber zahlen müssen. Die Behandlung (Zahnspange + OP) wird von der Kasse übernommen, wenn du bestimmt Kriterien bzgl der Fehlstellung erfüllst. Bei einer Progenie ist davon aber ziemlich sicher auszugehen.

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Bei Kiefergelenksproblemen stellt sich meistens die Frage, ob eine Veränderung der Position des Gelenkkopfs in der Gelenkgrube eine Linderung bringt. Ist das der Fall, kann eine Dysgnathie-OP dafür sorgen, dass die richtige Gelenkposition mit der richtigen Verzahnung übereinstimmt. Lässt sich die CMD-Problematik mit einer Schiene nicht merklich bessern, ist zumindest fraglich, ob die OP diesbezüglich etwas bringt.

Gerade wenn muskuläre Verspannungen vorliegen, ist es auch nicht gerade verkehrt, diese vor der OP soweit möglich zu lindern, da so die intraoperative Einstellung der proximalen Ukterkiefersegmente (das sind die Teile des Kiefers wo die Gelenke dranhängen) verbessert werden kann.

Um also gnarz' Frage zu beantworten: Es bringt unter gewissen Umständen ein vorhersagbareres, ggf. sogar besseres Ergebnis.

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Patienten mit progenen Tendenzen sind sehr schwer zu therapieren. Alleine mit einer Schiene wirst du nicht weiterkommen. Da liegen ausgeprägte Zungenhabits und meistens ein behandlungsbedürftiges Schluckmuster vor. Es ist sehr schwer Verbesserungen zu erreichen da diese Muster bereits in der Kindheit erworben wurden und neuronal automatisiert sind. Nach meinen Erfahrungen braucht es einen sehr guten Logopäden (myofunktionelle Therapie nach Kittel) und intensive Mitarbeit damit sich ein Therapieerfolg einstellt. Patienten mit großem Leidensdruck die entsprechend motiviert sind und erkannt haben, dass sie alleine mit Hilfsmitteln (Schienen) nicht weiterkommen haben gute Prognosen. Halbherzig funktioniert das nicht.

Das ist unbedingt vor invasiven Maßnahmen notwendig, nur mit verbesserten tonischen Mustern kann man mit vertretbarem Risiko invasiv therapieren.

Leider bekommen diese Patienten häufig von der Medizin eine falsche Orientierung und sind austherapiert bevor sie diesen Weg gehen.

 

Gruß Norbert

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