melsn

UK-VV am 18.02.14 in Salzburg

Nachdem ich in einem anderen Thread bereits kurz über meine OP geschrieben habe, möchte ich trotzdem noch einen etwas ausführlicheren Bericht schreiben.

Montag, Tag vor der OP:

Um 9 Uhr hatte ich den Aufnahmetermin, gegen Mittag bekam ich dann mein Bett. Ich hatte mir mit zwei ganz lieben Frauen das Zimmer geteilt, die ebenfalls am Montag aufgenommen wurden. Wir haben uns super unterhalten, die Wartezeit war auch gleich viel angenehmer und ich hatte weniger Zeit um nervös zu werden. Abends gab's dann noch ein nettes Thrombosespritzchen und Blutdruck sowie Fieber wurden gemessen.

Dienstag, Tag der OP:

Über Nacht kam dann doch die Nervösität und ich hab dann erst so richtig realisiert, dass es gleich soweit ist. Um halb 6 wurde ich und eine meiner Zimmergenossinnen geweckt. Wir waren duschen, schmissen uns in unser tolles OP-Outfit und haben unsere Aufregung weggelacht. Eine halbe Stunde vor der OP haben wir noch eine Schlaftablette genommen und dann ging's los.

Ich erinnere mich noch daran, dass ich von meinem Bett aus auf die Trage rüberrutschen musste und mir dann eine Haube aufgesetzt wurde, die mit Klebeband fixiert wurde. Dann wurde ich in einen anderen Raum geschoben und da wurden dann die Messgeräte angeschlossen und die Nadel für die Narkose gelegt. Ich weiß nur noch, dass ich mich irgendwie nackt in meinem Kleidchen fühlte und ich mir dieses am liebsten zurechtgezupft hätte. Dann hieß es ich soll an etwas Schönes denken und kurz darauf war ich eingeschlafen.

Im Aufwachraum kam ich dann wieder zu mir. Ich hab gesagt das mir kalt ist und hab dann noch eine Decke bekommen. Soweit ich mitbekommen hab, lag ich 40 Minuten dort und wurde gegen 13 Uhr ins Zimmer gebracht. Es war dann einfach ein tolles Gefühl, es endlich hinter mir zu haben!

Im Zimmer bekam ich dann noch einen Anästhesiepass in die Hand gedrückt und es hieß, die Narkoseärztin würde deshalb nochmals zu mir kommen. Meine Zungengrundmandeln sind so groß, dass man beim Beatmen Probleme hatte, da der Einblick kompett verdeckt war. Jemand von der HNO-Abteilung hatte dann aber "blind" den Weg gefunden. Ich sollte diesen Ausweis für den Notfall nun in der Geldbörse bei mir tragen.

Dann hab ich erstmal mit dem Handy Fotos gemacht um das Ergebnis zu sehen. Ich hatte weder einen Splint noch sonst irgendeine Fixierung bekommen und der erste Eindruck war positiv. An den Schneidezähnen ging während der OP ein Bracket ab und da hat sich gleich ordentlich etwas verschoben. Am Abend hab ich Suppe und Pudding bekommen, was überraschender Weise sehr gut zu Essen ging.

Mittwoch, Tag 1 Post OP:

Ich hab kaum geschlafen. Entweder ich wurde von der Schnarcherei meiner Zimmergenossinnen oder vom Lärm am Gang geweckt. Um sieben Uhr bekamen wir Frühstück und kurz darauf war auch schon die Visite da. Pünktlich um halb acht wurde dann die Hilti angeschmissen.. Die Station wird gerade neu gebaut und 10 Meter von unserem Zimmer entfernt war eine riesen Baustelle. Einerseits wurde der Umbau ja auch Zeit (eine einzige Damen-Dusche und ein WC für die ganze Station am Gang), andererseits für die Erholung weniger gut. Wie auch immer. Als Bauchschläfer war meine Schwellung dann aufgetaucht und Mittwoch/Donnerstag voll ausgeprägt. Hab immer brav gekühlt, aber mich nie daran gestört. Schmerzen hatte ich sehr selten und meistens nur dann, wenn ich mal zuviel gesprochen oder gelacht hab. Ein Schnitt an der Wange fing dann mal zu bluten an und daraufhin wurden gleich die Pflaster gewechselt. Mittag- und Abendessen waren wieder dreierlei Suppen und Pudding bzw. Joghurt.

Donnerstag, Tag 2 Post OP:

War dank Schlaftablette eine sehr erholsame Nacht. Bei der Visite hieß es nur, ich muss aufgrund der Schwellung noch abwarten. Frühstück gab's Toastbroat und ein Brioche, dazu Joghurt und Kaffee. Mag sein, dass ich das schon hätte essen können, aber in dem Moment fühlte ich mich noch nicht bereit dazu von da an ging mir die ganze Situation dann ziemlich auf die Psyche. War sehr froh um meine Zimmergenossinnen.. Zu Mittag gab's Semmelknödel mit Bratensauce, ganz klein geschnibbelt, herrlich. ;) Dann wurde ich endlich zum Röntgen gerufen. Ich hatte (und habe auch heute noch) das Gefühl, dass mein UK noch zu weit hinten ist, aber vielleicht wird das ja mit den Gummizügen noch verbessert.

Freitag, Tag 3 Post OP:

Bei der Visite hieß es, ich müsste noch bis Samstag oder Sonntag bleiben. Zum Frühstück gab es wieder Toastbrot und Brioche, aber in Kaffee getunkt ging es ganz gut. Danach wurde ich ins Verbandszimmer gerufen und mein KFC sah schon wieder so skeptisch aus, als er sich sein Werk anssah. Da ich Angst vor der Antwort hatte, hab ich lieber nicht genauer nachgefragt. Mir wurden die Gummis eingehängt und dann hieß es, ich könnte doch schon nach Hause gehen. Hab meine Sachen gepackt, noch Handynummern ausgetauscht und nachdem ich meine Papiere bekommen habe, ging's endlich nach Hause!

Samstag, Tag 4 Post OP:

Wie schon in einem anderen Thread erwähnt, hatte ich eine Horrornacht von Freitag auf Samstag. Ich musste zwei von vier Gummiringen rausnehmen, weil ich sehr starke Schmerzen hatte und psychisch am Ende war. Am Morgen ging ich dann nochmals ins Krankenhaus und dort wurde festgestellt, dass es daran lag, da meine oberen Schneidezähne durch den Druck an die Brackets im Unterkiefer anstehen. Normalerweise kann man Brackets abschleifen, aber in meinem Fall war das nicht möglich. Mein KFO muss die Brackets im Unterkiefer nun etwas versetzen und bis dahin, reicht ein Gummi auf jeder Seite. Nun ist es auszuhalten und auch nervlich hab ich mich wieder einigermaßen beruhigt.

Ganz allgemein gesagt, hätte ich mir die Tage nach der OP schwieriger und schmerzhafter vorgestellt. Mit dem Zähneputzen und dem Essen geht es besser als erwartet. Ich hab es sogar geschafft, in diesen paar Tagen zuzunehmen.. Es ist rein die Psyche die mir zu schaffen macht und das ist laut Krankenhaus ganz normal. Ich hoffe ich bekomme schnell einen Termin bei meinem KFO und höre von ihm, dass alles in Ordnung ist.

Bilder folgen im Bilder-Forum.

Liebe Grüße,
melsn

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Ach hier steht's ja mim essen, da bin ich ja beruhigt :)

Psyche ist normal. Hab nach meiner GNE den totalen Heulanfall im KH bekommen und jeder dachte schon ich hätte schmerzen, dabei war dass das ganze Drum herum und vor allem das essen (morgens, mittags, abends NUR Suppe) und das morgens um 7:30 Uhr das war einfach zu viel für mich:-D beim nächsten mal weiß ich aber bescheid und spreche direkt mit denen ob es keine alternative für morgens gibt! Und jetzt wo ich weiß das es bei dir Klöße gab, umso besser :-P

Halt uns in deinem Bilderthread auf dem Laufenden, wünsche dir das du schnell zum Ziel kommst :)

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Dann bin ich ja beruhigt, wenn es auch anderen so geht.

Ich hab nur am ersten Tag nach der OP morgens, mittags und abends Suppe und Joghurt/Pudding bekommen. Da ich normalerweise nicht frühstücke, war ich mit dem Joghurt zufriedengestellt, aber Suppe hätte ich um diese Uhrzeit auch noch nicht runterbekommen. ;)

Am zweiten Tag nach der OP bekam ich dann schon weiche Kost. Spaghetti Carbonara, Knödel mit Bratensauce und Heidelbeerkuchen. Klein geschnitten und mit dem kleinen Löffel ging das alles echt gut!

Es gibt so viele weiche Leckereien, da sollte man nicht hungern müssen! :)

Danke dir!

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