alexnander

UK-Vorverlagerung am 12.12.2013 bei Prof. Friedrich am UKE-Hamburg

Hallo,

 

ich bin mittlerweile 7 Wochen Post-OP und möchte jetzt auch noch meinen OP-Erfahrungsbericht schreiben - soweit ich mich an die Details erinnern kann. ;)

 

Fr. 12.12.2013, Tag 1:

Nach der Aufnahme kam ich relativ schnell in den OP-Vorbereitungssaal. Nettes Personal und freundliche Anästhesistin. Als ich aufgewacht bin wurde mir gesagt, dass es Komplikationen gab. Ein Blutgefäß ist geplatzt. Demzufolge hatte mein Chirurg bedenken, dass das Blutgefäß nach der OP nochmal aufgehen könnte und ich bekam den Splint nicht in den Mund aber dafür einen starken Verband um den ganzen Kopf. Ein weiterer Grund für das Weglassen des Splintes war auch die Gefahr, dass ich mich übergeben könnte. Schmerzen hatte ich fast keine. Ich wurde auch sehr gut auf der Intensivstation von den Schwestern versorgt.

 

Tag 2:  

Ich kam dann auf die normale Station und dachte, dass ich dann am Samstag meinen Splint bekomme. Weil ja immer davon geredet wurde, dass der doch so wichtig sei für die Heilung und Stabilisierung der neuen Kieferstellung!?? Mein Chirurg war ja im Wochenende und der Diensthabende Arzt konnte mir dazu nichts sagen.

 

Schmerzen hatte ich immer noch nicht. Ich nahm auch nur noch vorm Schlafengehen die leichten Schmerzmittel.

 

Tag 3:

Die Schwellung war jetzt an seinem Höhepunkt und ich sah aus wie ein Hamster. Ich hatte eine Kühlmaschine, welche eine kühle Flüssigkeit durch eine Kühlmaske laufen lies. Das war wirklch sehr angenehm und praktisch. 

 

Etwas gewundert hatte ich mich über meine Kieferstellung. Der UK war meiner Meinung nach noch etwas zurückliegend. Da ich aber den Mund nicht schließen konnte hab ich mir keine großen Sorgen gemacht. Ein Arzt sagte auch, dass das dann passt wenn der Mund wieder schließt. 

 

Tag 4:

Meine Chirurg war da und meinte, dass alles gut aussieht und er zufrieden ist. Ich bekam jetzt auch den Splint rein.

 

Tag 5:

langeweile totschlagen..;)

 

Tag 6:

Mein Chirurg war immer noch zufrieden und hat mich entlassen.

 

Eine Woche später sollte ich zum Fädenziehen vorbeikommen. Da klagte ich über Schmerzen am linken Kiefergelenk. Die Schmerzen waren nur manchmal, aber Abends musste ich immer mit Ibo 400-600 zu Bett gehen. Mein Chirurg machte daraufhin Röntgenbilder und meinte, dass ich auf der rechten Seite nochmal unters Messer müsste. Am besten früher als später. Somit einigten wir uns auf den 30.12. Richtig erklären könnte er mir nicht, warum der Unterkiefer nicht ganz korrekt saß.

 

Am 29.12. wurde ich dann wieder im UKE  aufgenommen. Ich traf abends noch meine Kieferorthopädin und meinen Chirurg. Ich fragte nochmal nach den Gründen für das Misslingen und er sagte, dass er aufgrund des geplatzten Blutgefäßes nicht mehr so gut sehen konnte und deshalb der UK schief angebracht wurde. 

 

Für mich war das natürlich sehr ärgerlich, aber ich konnte ja nichts dran ändern und hoffte auf eine erfolgreiche 2. OP.

 

Die einzigen Unterschiede nach der OP waren, dass ich diesmal mit Splint im Mund aufwachte, welcher mit ca. 10 Gummies befestigt war. Ich konnte den Mund also kein Stück bewegen. War aber auch nicht schlimm. Richtig nervig fand ich die Magensonde, die ich bekommen habe, weil ich mich nachts übergeben könnte...Als ich dann auf normaler Station war, war das das erste was ich mir entfernen ließ. Danach war alles ganz easy. Am Montag war OP und am Donnerstag konnte ich schon das KH verlassen.

 

Ca. 2 Wochen danach hatte ich noch Kiefergelenkschmerzen auf der linken Seite, welche meine Kieferorthopädin dann über die Eisntellung der Zahnspange bzw. Zähne behoben hat. Heute habe ich nur manchmal ganz leichte Schmerzen in der linken Seite. Sollten aber bald ganz verschwinden. Die Einzige Sorge die ich jetzt noch habe ist eine schiefe Unterlippe beim sprechen, Essen und lachen. Ich hoffe, dass kommt von der Restschwellung auf der rechten Seite und wird dann irgendwann ganz verschwinden. Wenn das so bleiben sollte wäre das die totale Katastrophe. Vor den OP's wurde mir in den Aufklärungsgesprächen (ich hatte bestimmt 6 Gespräche, inkl. Kieferorthopäden) immer versichert, dass die Mimik sich nicht verändern wird bzw. das da kein Risiko besteht, lediglich die Taubheit von Unterlippe und Kinn wurde erwähnt.

 

Ich wundere mich auch, dass meine linke Seite schon nach 10 Tag wieder normal war - keine Schwellung und normale Mimik. 

 

Die Unterlippe und das Kinn sind bei mir übrigens auch noch Taub. Aber es kribbelt und wenn ich mich stark kneife merke ich auch schon wieder etwas.

 

Grüße

Alex

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und wenn der chirurg die geplatzte ader nicht hätte verschliessen können wärst du dann verblutet und gestorben oder wie? echt übel! :o

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Warum hat das denn der Prof. Friedrich gemacht? Das ist doch gar nicht sein Spezialgebiet, oder?

Gut, dass Du es jetzt überstanden hast! Das ist ja nicht so glatt gelaufen. Hoffentlich gibt sich das mit Deiner Lippe auch noch...

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