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I30R6

Die besseren Zähne

Was spricht dagegen jedem Menschen die Zähne zu ziehen und durch Implantate zu ersetzen?

Die Frage ist natürlich nicht wirklich ernst gemeint, aber mal so aus medizinischer Sicht, wieso eigentlich nicht?

 

Soweit ich gehört habe, ist diese Zirkoniumoxidkeramik ca. 30 Jahre lang haltbar, bis sie ausgewechselt werden muss, diese künstlichen Zähne sind dann ja nicht mehr anfällig für die üblichen Zahnerkrankungen, somit wäre es doch ein großer Vorteil sein ursprüngliches Gebiss ersetzen zu lassen, sofern man Schmerzen der Behandlung und Gesundheitsrisiken nicht scheut.

 

Ich bin in der Situation das ich dem Zähneputzen krankheitsbedingt nicht nachkommen kann, und immer wieder Phasen habe, wo ich komplett auf Zahnhygiene verzichten muss. Nach dieser Zeit sind meine Zähne meist ramponiert und müssen dann teils kostenaufwendig wieder repariert werden. Würde es in meinem Fall nicht Sinn machen alle Zähne komplett durch Implantate auszuwechseln?

 

Gruß I30R6

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  1. Das Auswechseln kann nach 30 Jahren fällig sein, vielleicht aber auch früher, und es macht keinen Spaß. Sofern die Dinger nicht schon völlig rausgeeitert sind, muss man sie irgendwie aus dem Knochen bekommen. Einfach rausschrauben kann man sie nicht.
  2. Ist die Entfernung der alten Implantate geglückt, heißt das noch lange nicht, dass der Knochen danach bereit für die Aufnahme neuer Implantate ist oder jemals wieder sein wird.
  3. Implantate müssen mindestens genauso gut gepflegt werden wie natürliche Zähne. Ansonsten gibt es irgendwann eine Periimplantitis.
  4. Propriozeption: Auch wurzelgefüllte, ramponierte, unansehnliche Zähne sind so mit dem Knochen verbunden, dass Nerven im Parodontalspalt eine Rückmeldung über die Belastung erlauben. Beißt man auf etwas zu hartes, merkt man das sofort.

Implantate sind eine hervorragende Art des Zahnersatzes, aber leider immer noch nicht so gut wie echte Zähne.

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Ich würde mich meinen Vorrednern anschließen

Auch Implantate können sich entzünden,wenn sie nicht richtig bearbeitet werden.

 

"Was ist Periimplantitis?

Eine Entzündung des Zahnbettes ( Zahnfleisch und Knochen um die Zähne herum ) wird als Parodontitis bezeichnet. Analog dazu heisst eine Entzündung um ein Implantat Periimplantitis.
Da Ihre Implantate genau wie eigene Zähne eine Parodontitis (in diesem Fall eine Periimplantitis) bekommen können, ist es wichtig vor der Implantation gegebenenfalls die benachbarten Zähne durch eine Parodontitistherapie vorzubehandeln und nach der Implantation durch eine regelmäßige Prophylaxe/Zahnreinigung dafür zu sorgen, dass keine neue Entzündung an den Implantaten entsteht."

http://www.leipziger14.de/spezialist-fuer-implantate/

 

Also lieber unsere eigenen Zähne pflegen.Die sind mir eh viel lieber als irgendwelche Fremdkörper :P

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Danke für eure Antworten 

 

 

Das Auswechseln kann nach 30 Jahren fällig sein, vielleicht aber auch früher, und es macht keinen Spaß. Sofern die Dinger nicht schon völlig rausgeeitert sind, muss man sie irgendwie aus dem Knochen bekommen.

 

Wie wahrscheinlich ist den so was, oder sind das nur Worst Case Szenarios?

 

Eigentlich dachte ich die 30 Jahre spanne gilt für die Aufgesetzten Kronen und nicht für die Stifte die im Kiefer verankert sind, dachte eigentlich die bleiben ein Leben lang drinne.

 

 

 

 

Ansonsten klingt das für mich so als wäre das Ganze kein großes Problem, solange man es im Blick behält.

 

Paradontitis war bislang noch kein Problem bei mir, Karries hingegen schon, und das auch die Implantate nicht völlig frei von Nachteilen und Anfälligkeiten sind, ist irgendwo auch klar.

 

Wenn ich bislang noch keinen Fall von Paradontose hatte, und die Implantate regelgerecht reinige und "warten" lasse, sind sie dann immer noch anfälliger für Beschwerden als echte zähne

 

 

Propriozeption: Auch wurzelgefüllte, ramponierte, unansehnliche Zähne sind so mit dem Knochen verbunden, dass Nerven im Parodontalspalt eine Rückmeldung über die Belastung erlauben. Beißt man auf etwas zu hartes, merkt man das sofort

 

Das wäre tatsächlich ein Manko, wie schwer wirkt sich diese Beeinträchtigung den aus? Gibt es weitere Einschränkungen im funktionellen Sinne, also das die Wahrnehmung irgendwie negativ beeinflusst wird?

 

 

Gruß

I30R6

 

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Hallo I30R6,

 

Du hast Probleme mit Deinen Zähnen, weil Du sie manchmal nicht ausreichend putzen kannst.

Deshalb würdest Du mit hohem Aufwand Implantate setzen lassen, die Du dann wahrscheinlich auch wieder nicht richtig putzen kannst? Verstehe ich nicht.

Was wäre der Vorteil? Natürlich können die keine Karies entwickeln, aber das Entzündungsrisiko besteht, vor allem bei unzureichender Pflege.

 

Abgesehen davon kann man auch nie ganz sicher sein, dass ein Implantat überhaupt in den Knochen einwächst. Und was dann? Gebiss?

Außerdem wäre es bestimmt sehr schwierig, einen Behandler zu finden, der noch erhaltenswürdige Zähne zieht, um dann Implantate zu setzen. Das dürfen die Zahnärzte nicht einfach so.

 

Ich verstehe, dass Deine Situation blöd ist, aber das scheint mir keine gute Lösung zu sein. Da könntest Du vom Regen in die Traufe kommen.

Vielleicht wäre es in solchen Krankheitsphasen möglich, wenigstens mit einem Mundwasser zu spülen (wenn Du das nicht schon versucht hast ...) ?

 

LG, Iris

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Dazu ist es alles andere als einfach, insbesondere Schneidezähne, so durch Implantate und Kronen zu ersetzen, dass das kein Mensch sieht.

 

Und alle Zähne duch Implantate ersetzen ? Hast du mal eben 50.000€ über ?

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Naja das Thema kosten interessiert momentan nicht, ich will mich nur über den Nutzen der Behandlung informieren.

 

Und ich weiß das Zahnmediziner eigentlich keine Gesunden (bzw. Erhaltungswürdigen Zähne ziehen) ich kenne aber einen der es tut.

 

 

.... hmm bin immer noch unschlüssig.

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Und was machst Du, wenn die Implantate nicht einheilen? Gebiss?

 

Dieser Zahnarzt würde sich sogar strafbar machen.

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Ich hatte mal etwas von einer 95%-igen Überlebensrate nach 5 Jahren gelesen. Gehen wir mal davon aus, dass das stimmt. Nehmen wir außerdem noch an, dass nicht alle 28 Zähne ersetzt werden, sondern dass man mit 24 Implantaten auskommt. Dann hätten wir nach 5 Jahren eine Erfolgsrate von 0,95^24=ca. 0,29. Damit läge die Wahrscheinlichkeit, dass mindestens eines der Implantate die ersten 5 Jahre nicht überlebt bei 71%.

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Ich würde mir bei den Implantaten folgende Sorgen machen:

1. Bei mangelnder Mundhygiene (weil du schreibst, dass du das manchmal nicht kannst) würde ich mir sorgen machen, dass das Zahnfleisch schwindet, ich denk mir, bei IMplantaten ist das bestimmt schlimmer als bei echten Zähnen.

2. Ist die Frage, ob dein Kieferknochen dick genug ist im Frontbereich im speziellen, um die Implantate überhaupt zu halten. Ist nämlcih bei vielen Menschen nicht so und dann bleibt dir da nur die Brücke übrig.

 

lg,

Ramona

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Danke für die Beiträge, habe mich entschlossen erst mal wieder etwas Abstand von der Idee zu nehmen, es aber weiterhin im Auge zu behalten, vielleicht kommt in den nächsten Jahren ja noch die Optimallösung auf den Markt.

 

Gruß I30R6

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