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Uniklinik vs. niedergelassener KFC

Hi Leute,

 

ich werde meine Bimax in Münster machen lassen und habe die Qual der Wahl zwischen der Uniklinik und einem niedergelassenen KFC (der auch mal leitender Oberarzt an der MKG der Uniklinik war). Ich habe zwei Listen mit Unterschieden erstellt ... einige Punkte sind speziell für meine Situation, andere allgemein. Es würde mich interessieren, ob ihr noch andere Punkte habt, die man berücksichtigen sollte, und was ihr an meiner Stelle tun würdet.

 

Uniklinik

  • Eigene MKG-Station: Pflegepersonal hat u.U. mehr Bimax-Erfahrung
  • Große MKG-Abteilung mit mehreren MKG-Chirurgen
    • Vorteil: Fast immer ein Arzt mit Fachkenntnissen verfügbar
    • Nachteil: Unsicher, wer am Ende operiert
  • Nachteil/Vorteil: Verschnürung und Magensonde nach OP
Niedergelassener KFC
  • Chirurg hat mehr Erfahrung
  • MKG-Chirurg nicht immer verfügbar
  • Verschiedene Kliniken, Pflegepersonal u.U. mit weniger Bimax-Erfahrung
  • Nachteil/Vorteil: Keine Verschnürung und Magensonde nach OP
Viele Grüße

Lukas

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Schwere Entscheidung....

Aber seh eine Magensonde nicht unbedingt als Nachteil an! Vielen ist nach der OP mit Sonde nicht schlecht und auch dein Kiefer wird mal für 2-3 Tage richtig geschont.....

Ich selbst hatte meine GNE bei einem niedergelassenen KFC und auch die UKVV werde ich da machen. Es war immer ein KFC in der nähe und das Pflegepersonal musste auch mit mir umzugehen, weil sie doch einige Kiefer OP's haben....

Wirst für dich schon die richtige Entscheidung treffen. Viel erfolg!

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Uniklinik

  • Nachteil/Vorteil: Verschnürung und Magensonde nach OP
Niedergelassener KFC
  • Chirurg hat mehr Erfahrung
  • Nachteil/Vorteil: Keine Verschnürung und Magensonde nach OP

 

Das stimmt so nicht. Standardmäßig verschnürt wird heute niemand mehr. Das wird nur bei abnormalen Bruchlinien etc. gemacht.

Das mit der Erfahrung kann man auch nicht pauschal sagen. Die meisten niedergelassenen MKG-Chirurgen machen sehr selten Kieferumstellungen, sondern meistens Implantate, Weisheitszahnentfernung, etc.

Vorteile in einer Uniklinik können(!) noch sein: keine zusätzlichen Kosten für Modell-OP, 3D-Röntgen, Genioplasik

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Ach seh grad das du die Sonde als Vorteil siehst

Manche empfinden die Magensonde als belastend. Manche empfinden das Essen kurz nach der OP als belastender. Ich vermute, dass ich die Magensonde besser fände.

 

Standardmäßig verschnürt wird heute niemand mehr.

Am UKM laut Chirurgin für einen Tag nach der OP.

 

Die meisten niedergelassenen MKG-Chirurgen machen sehr selten Kieferumstellungen

Der, den ich meine, macht sie relativ häufig. Ich frage mich nur ... macht es einen Unterschied? Ich denke ich bin ein ziemlicher Standardfall, nichts außergewöhnliches. Allerdings denke ich mir dann auch ... warum nicht den nehmen, der wahrscheinlich schon mehr gesehen hat. Schaden kann es ja nicht.

 

keine zusätzlichen Kosten für Modell-OP, 3D-Röntgen, Genioplasik

Stimmt, für die Modell-OP, usw. wollen sie an der Uniklinik kein Geld von mir.

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Hallo Lukas,

 

ist schon fast witzig. Ich denke, ich weiß genau wo du warst, also welche Anlaufpunkte du hattest und auch ich bin mir nicht sicher, wo ich meine UKVV machen lassen werde... Hast du dich auch schon persönlich vorgestellt?

 

Ein paar Gedanken meinerseits zu deinem Thema:

 

- der von dir genannte, niedergelassene KFC wird ebenso viel Erfahrung haben, wie die KFC in der Uniklinik, zu der ich Kontakt hatte

- in der Uniklinik wirkt es mir auch etwas groß und von daher unpersönlich, vielleicht täusche ich mich aber auch

- stimmt, in der Uniklinik muss man die Modell-OP nicht bezahlen. Warum eigentlich nicht? Zu Lehrzwecken?

- die "Verschnürung in der Uniklinik soll einem sog. Schnellrezidiv vorbeugen, was ja tendenziell gut klingt. Ist halt die Frage, ob der niedergelassene KFC ein Risiko in Kauf nimmt, wenn er nicht verschnürt!??? Ich denke auch, es ist sicher angenehmer "nur" mit Gummis und nicht mit Draht verschnürt zu sein...

- das mit dem Fachpersonal, den Gedanken hatte ich auch schon... Aber der niedergelassene Arzt operiert ja auch viele Fehlstellungen und hat Belegbetten im Krankenhaus. Die sollten sich mit unseren Nöten schon auskennen...

 

Wie du siehst: ich bin auch unentschieden...

 

Danke fürs Thema, vielleicht fällt mir noch mehr ein. Alles andere, was hier nicht öffentlich hingehört, auch gern per PN.

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Mängelexemplar, ich schreibe dir eine PN für die fallspezifischen Sachen.

 

in der Uniklinik wirkt es mir auch etwas groß und von daher unpersönlich

Das stimmt, aber objektiv gesehen wird man dort wahrscheinlich nicht mehr oder weniger Zeit für dich haben als anderswo. Vielleicht erlaubt das System Uniklinik weniger menschliche Fehler ... vielleicht lassen sich diese auch einfacher unter den Tisch kehren ... ich habe keine Ahnung :biggrin:. Ich hätte gerne eine Studie, die alle Prozesse in beiden Fällen aufdröselt und mir dann sagen kann, in welchem System man besser aufgehoben ist, aber sowas gibt es leider nicht ;).

 

an der Uniklinik muss man die Modell-OP nicht bezahlen. Warum eigentlich nicht?

 

Gute Frage ... könnten die niedergelassenen KFCs auch das ganze Kostenpaket an die KK weiterreichen, wie manche Unikliniken ... weiß hier jemand was genaueres?

 

die "Verschnürung in der Uniklinik soll einem sog. Schnellrezidiv vorbeugen

 

Von einem Schnellrezidiv habe ich noch nie was gehört. Durch die Verschnürung kann man natürlich verhindern, dass die Muskeln den frisch gebrochenen Knochen in die falsche Richtung ziehen ... allerdings frage ich mich dann, was die Verschnürung nur für einen Tag bringt, so schnell heilt der Knochen nicht. Ich habe das Gefühl, dass die KFCs aus wissenschaftlicher Sicht nicht viel dazu sagen können und  jeder KFC mit seiner eigenen intuitiven Risikobewertung daherkommt. An der Uniklinik sagte man mir, "man gehe lieber auf Nummer sicher".

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Zur Verschnürung: Der vielleicht kritischste Moment bei der Sache ist das Aufwachen, genaugenommen die Exzitationsphase. Dabei sind Kontraktionen der Muskulator möglich, und die Verschnürung sorgt dafür, dass trotzdem alles an seinem Platz bleibt. Auch danach hat man noch mit der Schwellung zu kämpfen, und die Muskeln müssen sich erst einmal an die neue Situation gewöhnen. Vor nicht allzu langer Zeit habe ich übrigens noch drei Tage mit Verschnürung als Standard erlebt.

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Ich wurde letzte Woche in einer Uniklinik operiert und bin auch froh dies getan zu haben. Denn allein zu wissen, es ist immer ein MKG-Chirurg/Assistenzarzt da, hat mich beruhigt. Und das Pflegepersonal hat auf der MKG-Station natürlich auch viel viel mehr Erfahrung mit der durchgeführten Operation, als in Kliniken wo dies nicht so häufig der Fall war. Eine Woche vor meinem Eingriff gab es laut meinem Chirurg 3 Bimax-Operationen. Ich war letzte Woche die Erste  :602:

 

 

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Ich würde (wenn möglich) immer den Chirurg mit der größten Erfahrung bevorzugen. Ob im Fall von Problemen nach der OP jemand erreichbar ist, sollte sich ja vorher herausfinden lassen können.

Was nicht heißen soll, dass die an der Uniklinik Münster keine Erfahrung haben. Vielleicht kannst Du Dir mal die Fallzahlen im Internet anschauen?

Nach Verschnürung oder Magensonde würde ich eher nicht gehen. Das Ergebnis kann mit oder ohne gut werden.

 

Mein Chirurg hier in Frankreich ist auch Belegarzt, macht aber im Jahr ca. 600 bis 700 solcher Operationen. Eine Uniklinik gibt es auch, die im Internet angegebene Zahl von OPs liegt aber nur bei ca. 50 im Jahr ... Da die Zahn- und KFO-Abteilung dort außerdem völlig chaotisch ist, fiel die Entscheidung leicht.

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Was nicht heißen soll, dass die an der Uniklinik Münster keine Erfahrung haben.

 

Die machen 200 Kieferosteotomien im Jahr, ist also schon eine der Top-Adressen in Deutschland. Eine andere Frage ist, wie viele der Chirurg / die Chirurgin schon persönlich durchgeführt hat. Allerdings kann man wahrscheinlich schon davon ausgehen, dass sie genügend Personal haben, um keine Anfänger in den OP schicken zu müssen ;)

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