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Jefferson85

Welche Reihenfolge - KFO, MKG, Dysgnathie Sprechstunde?

So, ich stehe grad vor dem folgenden Problem:

 

Ich habe einen Rückbiss, also der UK ist zu weit hinten, und die oberen Frontzähne stehen über den unteren (siehe auch Fotos im Anhang).

 

Habe nun einen KFO besucht, welcher meint UKVV wäre übertherapiert. Er möchte lieber mittels Zahnspange obere Zähne nach hinten, untere nach vorne bringen.

 

Nun war ich bei einem MKG, welcher meint es handelt sich um Mandibuläre und Maxilläre Retrognathie. Man müsse beide Kiefer chirurgisch nach vorne bringen.

Außerdem wäre es falsch die oberen Zähne nach hinten zu bringen, da sie es eh schon sind und so der Nasenwinkel noch größer wird und oben noch mehr Lippenrot verschwindet.

 

Jetzt zum Problem: Der MKG gab mir eine Überweisung für eine MKG Klinik, ich soll mich dort in der Dysgnathie Sprechstunde vorstellen zur weiteren Abklärung. 

 

Jetzt wollte ich dort einen Termin machen, und man sagt mir das geht so nicht, da es der falsche Ablauf ist. Ich muss die Überweisung von einem KFO bekommen, der einen Behandlungsplan ausarbeitet und damit gehe ich dann in die Dysgnathie Sprechstunde. Aber der KFO ist doch gegen die Chirurgie? Was jetzt? Bin nun etwas verwirrt.

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Hallo Jefferson85,

 

vielleicht nochmal dort anrufen und fragen, ob sie Dir einen KFO empfehlen können?

Möglicherweise kennen sie einen, mit dem sie schon öfters zusammengearbeitet haben und der eine Überweisung ausstellen könnte.

Ansonsten bleibt nur die Möglichkeit, es selbstständig bei einem oder mehreren weiteren KFOs zu versuchen.

 

Dass der Oberkiefer nicht weiter nach hinten sollte, scheint mir (nach den Fotos) einleuchtend.

 

LG, Iris

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Ich bin in der Uniklinik Mainz in Behandlung: Dort geht man erst in die Dysgnathiesprechstunde - diese findet immer zusammen mit den KC und KFO statt - sie überlegen gemeinsam was zu tun ist und was möglich ist - ich bin dort sehr zufrieden. Vielleicht findest du eine Klinik wo es ebenso gehandhabt wird.

Viel Erfolg!

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Das findet sich bei der Uni-Hannover (MHH). Die sehen das mit der Vorbehandlung durch den KFO ein wenig anders und das erscheint mir sehr logisch. Eine schlecht gemachte Dekompensationsbehandlung limitiert den Chirurgen, verlängert den Ablauf und kann den Erfolg der Maßnahme in Frage stellen. Ich sehe in einer postoperativen KFO nur Vorteile.

 

Jede skelettale Dysgnathie beinhaltet dentoalveoläre Anpassungen oder Kompensationen, die im Wachstumsalter bei nicht rechtzeitigem Erkennen der Operationsindikation durch kieferorthopädische Maßnahmen weiter verstärkt werden können. Genannt seien hier z.B. bei der skelettalen Klasse II - Dysgnathie die frontale Supraokklusion mit einer Verstärkung der Spee'schen Kurve im Unterkiefer, oder bei der Klasse III - Dysgnathie der Kreuzbiss, die Protrusion der Oberkieferfront und die Retrusion der Unterkieferfront. Weitere kieferorthopädische Adaptationen sind bei ausschließlich kieferorthopädischer Behandlung einer nur mäßig ausgeprägten skelettalen Komponente durchaus legitim, einer operativen Umstellungsosteotomie laufen sie aber zuwider.

Lange Zeit wurde vom Kieferorthopäden die Erstellung einer präoperative „Kongruenz“ der Zahnbögen erwartet. Eine Kongruenz der Zahnbögen ist allerdings ggf. auch durch Adaptationen zu erreichen. Heute vermeiden wir den Begriff der Kongruenz bei dem präoperativen orthodontischen Wunsch und sprechen nur gezielte orthodontische Dekompensationswünsche an, die unausgesprochen natürlich letztlich auch zu einer „Kongruenz“ führen, nur ohne Kompensationen.

Unter der Verwendung von interokklusalen Splinten ist prinzipiell auch ohne kieferorthopädische präoperative Dekompensationsbehandlung möglich, die Umstellungsosteotomie vorzunehmen. Frühkontakte werden durch den Splint ausgeglichen, wobei nur allzu starke vertikale Desorientierungen durch Artikulatorfehler hier Ungenauigkeiten entstehen lassen. Dennoch hat sich die frühzeitige Operation vor vollständiger orthodontischer Dekompensationsbehandlung in unserem Hause bewährt. Nach skelettaler Korrektur entspricht die präoperative Dekompensationsbehandlung postoperativ einer Klasse I - Orthodontie, die Zahnbögen müssen nicht abstrakt ausgeformt werden und die kieferorthopädische Behandlung kann sich an der Okklusion orientieren. Zudem sind postoperativ die natürlichen Kompensationsmechanismen ausgeschaltet und es bestehen noch orthodontische Möglichkeiten, eventuelle leichte skelettale Rezidive oder Fehleinstellungen zu kompensieren.

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hallo jefferson85

 

beim Betrachten deiner Fotos muss ich sagen, dass dein "Kieferprofil" meinem wirklich sehr ähnelt: Dadurch dass dein Oberkiefer AUCH etwas zu weit hinten ist, fällt deine mandibuläre Rücklage nicht sooo sehr auf - das ist bei mir auch so...

Ich würd an deiner Stelle einfach zu einem anderen KFO gehen,

PS: Was bitte ist ein MKG?

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