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J-D

UKVV sinnvoll oder nicht?

38 Beiträge in diesem Thema

Hallo,

 

ich habe seit einigen Jahren ein Kiefergelenk-Knacken. Zur Vorgeschichte:

 

Mit ca. 12: Herausnehmbare Zahnspange, Behandlung beendet. Überbiss ca. 8 mm.

Mit 18-20: Erst herausnehmbare, dann feste Zahnspange. Der KFO hat mit einer herausnehmbaren Apperatur (nachts zu tragen) meinen Unterkiefer weiter vorne fixiert.

 

Seitdem habe ich 2 Bisspositionen, einmal mit dem alten 8mm Überbiss, und einmal "richtig" aussehend. Zwischen diesen beiden Positionen wechsle ich munter hin und her (kauen tue ich mit Überbiss). Wenn ich zwischen den Positionen wechsle, knackt es rechts.

 

Mit ca. 30: Das Knacken stört, zudem vermute ich meinen Tinnitus daher. Vorstellung bei Gebiss-Spezialist. Nach MRT steht fest: Die "richtige" Bissposition ist mit Überbiss, da sollte das Kiefergelenk auch immer hin.

 

Nun bin ich 35 und würde das jetzt endlich mal final angehen. Ich war bei 2 KFO und habe nach alledem nun 3 Möglichkeiten:

 

1. Es zu lassen wie es ist. Was könnte passieren? Was für Folgeschäden kann es geben, wie wahrscheinlich sind diese, und wie gut wären diese zu beheben?

 

2. KFO-Behandlung, Variante 1: Oben die 4er Zähne ziehen und die Bissapperatur oben gesamt zurücknehmen, dass der Biss passt.

 

3. KFO-Behandlung, Variante 2: UKVV

 

Zu was würdet ihr tendieren? Insbesondere die Risikoabwägung zu 1. und 3. interessiert mich.

 

Vielen Dank!

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Aaaaalsooo... hier mein Senf. ;-)

 

Ich persönlich habe 20 Jahre gebraucht, um mich nun zum Schritt Unterkiefervorverlagerung zu entscheiden. Und Ja, ich habe großen Bammel davor...

 

Mir wurden als Kind 4 gesunde Backenzähne gezogen. Oben zwei und unten zwei.

Bezogen auf deine Variante 2: mein Seitenprofil gefällt mir nicht, also gar nicht gut, weil ich ein flaches Seitenprofil dadurch bekommen habe. Ich weiß jedoch nicht, wie das bei dir jetzt aussieht und dann aussehen wird, klar. Aber das gilt es meiner Meinung nach auch zu berücksichtigen.

 

Ich schiebe den Unterkiefer auch ständig vor um einen Lippenschluss zu haben und kaue mit "Unterkiefer hinten". Also scheinbar ähnlich, wie du.

Mit den vielen Jahren haben sich, vermutlich auch durch das Vorschieben des Unterkiefers, extreme Probleme im Nacken- und Brustwirbelbereich ergeben. Schmerzen durch eine in meinem Fall äußerst ausgeprägte Kopfvorhaltung usw..

 

Natürlich kenne ich dich nicht, bin keine KFO und kenne deine persönliche Lage nicht, aber ich tendiere zu Variante 3, rein gefühlsmäßig.

(Dieses Forum hat dazu beigetragen, dass ich mich zu dem Schritt entscheiden konnte.)

 

Und natürlich gibt es auch Fälle, in denen die Variante 2 gut aussieht und auch angesagt ist! Wenn keine Operation notwendig ist, um so besser!

 

Ach, im Grunde merke ich gerade, dass ich dir gar nicht wirklich weiterhelfen kann...

Da kommen aber bestimmt noch andere Kommentare.

 

Viele Grüße!!!

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Ach du hast das schon gut geschrieben liebe Mängelexemplar :-)

 

Die Risiken kann dir sowieso am besten dein Chirurg erklären, von anhaltender Taubheit, über Nerventrennung ist einiges dabei was man bedenken sollte. Aber ich sehe es wie Mängelexemplar, denke nur durch eine operative Korrektur MIT Logopädie wirst du wohl deine gesamten Beschwerden loswerden. Nur Zähne ziehen, vor allem noch wenn es gesunde sind, bin ich kein Fan von. 

 

Ich würde sagen, ließ dich hier noch ein bisschen ein und schreib dir Fragen auf die du deinem KFC stellen wirst. 

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Die MHH (Uni-Hannover) empfiehlt einen weiteren Weg. Erst operieren dann KFO. Ich würde empfehlen operativ die Stufe zu halbieren und postoperativ eine KFO Kompromissbehandlung zu machen. Muskulär wäre dabei das Risiko am geringsten und ästhetisch wäre das sicher auch befriedigend mit einer kleinen Stufe. Eine Vorverlagerung des Unterkiefers ist nicht ohne Risiko zu haben und bei dieser Variante wäre es zumindest halbiert und als hübscher Nebeneffekt wäre die Behandlungsdauer deutlich reduziert. Jetzt das unvermeidliche, begleitend unbedingt myofunktionelle Therapie.

 

Da kommt einiges an Lebenszeit zusammen die beim Kieferorthopäden verbracht wurde mit den dazugehörigen Einschränkungen.

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Ich würde empfehlen operativ die Stufe zu halbieren und postoperativ eine KFO Kompromissbehandlung zu machen.

 

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"Das Risiko einer Verletzung des N. alveolaris inferior" Klingt schlau ist aber Unsinn und kann in der Risikoabwägung  vernachlässigt werden. Und wenn man die Biographie von "J-D" liest war er ziemlich schlecht beraten mit den Ratschlägen von Kieferorthopäden.

 

Obwohl nach Literaturangaben bei 25 bis 66 % der Patienten eine Verbesserung der Beschwerden zu beobachten ist, kann eine Garantie für den Therapieerfolg nach heutigem Kenntnisstand nicht übernommen werden. Besonders kritisch ist dies bei Patienten mit einer Angle - Klasse II zu sehen. Als eine unerwünschte Operationsfolge ist in diesem Zusammenhang die postoperative kondyläre Resorption zu nennen.

 

Das schreibt die MH- Hannover

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Die MHH (Uni-Hannover) empfiehlt einen weiteren Weg. Erst operieren dann KFO. Ich würde empfehlen operativ die Stufe zu halbieren und postoperativ eine KFO Kompromissbehandlung zu machen. Muskulär wäre dabei das Risiko am geringsten und ästhetisch wäre das sicher auch befriedigend mit einer kleinen Stufe..

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"Ja klar, man tut sich den ganzen Spaß an, um dann wieder nur eine Kompromisslösung und wieder kein optimales Ergebnis zu haben? Trotz gleicher Op-Risiken? Trotz nur minimal verkürzter Behandlungszeit? Fänd ich blöd."

 

Grundsätzlich besteht ein, wenn auch geringes, Risiko der Schädigung des Gesichtsnerven (N. facialis) bzw. seiner Äste mit daraus folgender Lähmung der mimischen Muskulatur (MH-Hannover).

 

Die Operationsrisiken sind nicht gleich. Bei einer Klasse II ist das Hauptrisiko die Belastung der Gelenke durch die Muskulatur. Das ist nüchterne Statistik von Risiken einer Unterkiefervorverlagerung und nicht meine subjektive Meinung.

 

Ein optimales Ergebnis ist wenn es stabil bleibt und beschwerdefrei ist.

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Solche Statistiken sind immer sehr schön anzusehen, wenn sie auch noch mit bunten Balken optisch dargestellt werden. *g* Wir wissen doch alle dass man jede Statistik auslegen kann wie man lustig ist ;-)

 

Das OP-Risiko ist dasselbe!!! Der Kiefer wird vom Schädel abgetrennt. Um wieviel mm verschoben wird ist egal. Wenn die Verlagerungsstrecke sehr lange ist, dann muss der KFC andere Platten nehmen. Bei mir haben Schrauben im UK nicht gereicht. Ich hab links und rechts Platten eingebaut bekommen. Im OK hab ich auch anstelle der kurzen Platten längere. Aber wie gesagt: die OP-Risiken sind dieselben.

 

Und was bedeutet "Belastung der Gelenke durch die Muskulatur"? Das ist doch eh nur vorübergehend, wenn sie überhaupt vorhanden ist. Dafür gibt es doch Physiotherapie, Logopädie, Lymphdrainage etc.

 

Ich würd auch niemals eine Kompromiss-Behandlung machen. Schon gar nicht, wenn sowieso operiert wird.

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Ich kann nur sagen, ich habe seit meiner ukvv mit massiven kiefergelenksproblemen zu kämpfen. Auch die Muskulatur ist nach wie vor ein riesenthema.und das ganze ist über ein jahr her!

Boss nicht auf die leichte Schulter nehmen!

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Mush:

 

Sie sollten schon sachlich begründen warum die Chirurgen der Medizinischen Hochschule Hannover Trolle sein sollen.

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Immer wieder erfrischend eure Diskussionen ;) ---------

 

aber bitte nicht immer auf Kosten der Threadsteller.

 

@ J-D

 

die Frage ist wie würde das Zähneziehen sich auf dein Profil auswirken, ist dein UK zu weit zurück oder dein OK zu weit vorne?

Würdest du gesunde Zähne opfern wollen ja oder nein?

Was für ein Endergebnis wünschst du dir?

Hast du jetzt schon Beschwerden die eventuell durch eine OP geringer/weg gehen könnten?

 

Ich hatte die selben Überlegungen machen müssen als ich am Anfang stand.

Mein OK zum Beispiel ist anstatt in die Breite eher nach vorne gewachsen und mein Uk ist ein bissl zu klein.

Frage bei mir kieferorthopädisch-kieferchirurgisch-kombinierte-Behandlung, nur Kfo + Zähne ziehen?

 

Ich entschied mich für die Variante 2 (von deinen vorgegebenen) hatte und habe aber gesundheitlich keine Probleme  und wollte mich dem OP-Risiko nicht aussetzen, wobei mein Überbiss mit 11mm betitelt wurde aber die Frontzähne gedreht waren und den somit größer ausfallen ließen. Nach dem der Zahnbogen ausgeformt war belief sich der Überbiss auf denke ich ca. 5-6mm und nun werden die 4er nach hinten gedrückt und danach folgt die Front.

Mein Kfo nahm die 5er heraus um negative Folge, wie tiefere Falten (eingefallenes Gesicht - alte Frau-Gesicht) zu minimieren, im besten Fall zu verhindern.

Kannst deinen Kfo mal fragen ob die 5er besser wären - macht zwar etwas mehr arbeit, weil mehr Zähne nach hinten müssen aber könnte was dran sein, was mein Kfo sagt.

 

Bis jetzt bin ich zufrieden.

Kannst gerne mal meinen Bilder-Thread verfolgen auf Seite 6 oder 7 gibt es ne komplette Bilderfolge vom Ausgang bis jetzt.

 

Aber am Ende musst du dich entscheiden, was du erreichen möchtest und was du dafür tun möchtest.

 

Gute Entscheidung dir! :473:

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Immer wieder erfrischend eure Diskussionen ;) ---------

 

aber bitte nicht immer auf Kosten der Threadsteller.

 

Das bin nicht ich, der Beiträge von Mush mit übler Polemik kommentiert. Auch wenn ich Texte einer Universität verwende findet Mush Gründe mich persöhnlich zu Diffamieren und das als "Moderator".

 

.

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Ich habe ganz sachlich dem Threatsteller geantwortet. Da kann man durchaus anderer Meinung sein aber nicht auf diese Art wie Mush, dazu noch fachlich falsch. Er hebt auf ein  generelles OP Risiko ab (das sehr gering ist) nur um meinen Hinweis auf das Hauptrisiko das bei der Problematik und den Symptomen von "J-D" besteht lächerlich zu machen. Das ist grob fahrlässig und definitiv falsch beraten. Aber da die Chirurgen der MH-Hannover Trolle sind ist das wahrscheinlich Quatsch was die behaupten.

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Jetzt kann ich mich leider, leider nicht mehr zurückhalten, dies  ´mal kurz zur Information:

http://de.wikipedia.org/wiki/Troll_(Internet)

Dort steht unter anderem folgendes geschrieben:

... "Als Troll bezeichnet man im Netzjargon eine Person, welche die Kommunikation im Internet fortwährend und auf destruktive Weise dadurch behindert, dass sie Beiträge verfasst, die sich auf die Provokation anderer Gesprächsteilnehmer beschränken und keinen sachbezogenen und konstruktiven Beitrag zur Diskussion darstellen. In darauf bezogenen Bildern wird oft auf den aus der Mythologie bekannten Troll verwiesen. Ein gelegentlich gebrauchtes Synonym ist Twit (engl: Dummkopf)

Die zugehörige Tätigkeit wird „trollen“ genannt." ...

... "Gegenmaßnahmen

Ein Mittel, um Foren vor derartigen Beiträgen zu schützen, ist das Informieren der Benutzer über das Phänomen und die typischen Eigenschaften von Trollbeiträgen.

Die anderen Teilnehmer der Diskussion können Troll-Diskussionen begegnen, indem sie auf Beiträge des Trolls grundsätzlich nicht eingehen. In der Netzkultur bezeichnet man dies mit der Phrase „Den Troll nicht füttern“ (engl. „Do Not Feed The Troll“, als Akronym DNFTT). Damit entzieht man den Trollen die Aufmerksamkeit, die sie erhaschen wollen. In der Regel geben die Trolle dann auf und ziehen weiter. Gelegentlich nutzen sie auch eine Sockenpuppe, um sich selbst zu füttern. Daher ist eine zusätzliche strikte Moderation hilfreich, um dem Problem zu begegnen. " ...

 

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Ich würde gerne noch einmal auf den ersten Beitrag von Mängelexemplar eingehen, da meine persönliche Argumentation eine ähnliche ist. 

Ich habe, wie die Threadstarterin, einen zurückliegenden Unterkiefer und schiebe diesen immer vor. Außer zur Nahrungsaufnahme ;-) 

Ich habe mich "aus dem Bauch heraus" sofort für die UKVV entschieden. Es kommt für mich nicht in Frage, meine Oberkieferzähne nach hinten zu verlagern, ich glaube das wäre optisch nicht gut. Und so bleiben soll das ganze auch nicht. 

So denke ich positiv, informiere mich hier und im restlichen Netz über die OP und versuche die Füße still zu halten. Ich muss ehrlich sagen, ich habe auch etwas Angst und das ganze ist meine erste OP bzw. mein erster wirklicher medizinischer Eingriff. Sicher habe ich auch daher einen großen Respekt vor der Zeit nach der OP, den eventuellen Beeinträchtigungen usw. 

 

Ich freue mich trotzdem auf den Schritt und genieße meine Behandlung sehr. Ich finde den Mund und Zahnbereich sehr wichtig und will auf keinen Fall mein restliches Erwachsenenleben so wie jetzt herumlaufen. Versteht mich bitte nicht falsch, ich sehe gut aus, wurde nie gehänselt oder ähnliches. Aber ich sehe, dass etwas nicht stimmt an meinem Kiefer / Biss und das nervt mich sehr. 

 

Daher: du musst die Entscheidung treffen. Deine Zähe, dein Job ;-) Doch lasse dich von einem echt "wild" anmutenden chrirurgischen Eingriff nicht einschüchtern sondern wäge gut ab, was du willst und was dir wichtig ist. 

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Ich habe ganz sachlich dem Threatsteller geantwortet. Da kann man durchaus anderer Meinung sein aber nicht auf diese Art wie Mush, dazu noch fachlich falsch. Er hebt auf ein  generelles OP Risiko ab (das sehr gering ist) nur um meinen Hinweis auf das Hauptrisiko das bei der Problematik und den Symptomen von "J-D" besteht lächerlich zu machen. Das ist grob fahrlässig und definitiv falsch beraten. Aber da die Chirurgen der MH-Hannover Trolle sind ist das wahrscheinlich Quatsch was die behaupten.

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Solche Statistiken sind immer sehr schön anzusehen, wenn sie auch noch mit bunten Balken optisch dargestellt werden. *g* Wir wissen doch alle dass man jede Statistik auslegen kann wie man lustig ist ;-)

 

Das OP-Risiko ist dasselbe!!! Der Kiefer wird vom Schädel abgetrennt. Um wieviel mm verschoben wird ist egal. Wenn die Verlagerungsstrecke sehr lange ist, dann muss der KFC andere Platten nehmen. Bei mir haben Schrauben im UK nicht gereicht. Ich hab links und rechts Platten eingebaut bekommen. Im OK hab ich auch anstelle der kurzen Platten längere. Aber wie gesagt: die OP-Risiken sind dieselben.

 

Und was bedeutet "Belastung der Gelenke durch die Muskulatur"? Das ist doch eh nur vorübergehend, wenn sie überhaupt vorhanden ist. Dafür gibt es doch Physiotherapie, Logopädie, Lymphdrainage etc.

 

Ich würd auch niemals eine Kompromiss-Behandlung machen. Schon gar nicht, wenn sowieso operiert wird.

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Hallo gnarz,

 

zunächst einmal möchte ich sagen, dass ich es richtig gut finde, wenn man versucht, Antworten auf dem Boden der Evidenz zu suchen.

Was Kiefergelenksprobleme angeht, schreibst Du ja selbst, dass diese nach einer Dysgnathie-OP statistisch nicht häufiger auftreten als sonst, wobei die Studienlage auch dabei nicht ganz homogen ist.

 

Was kondyläre Resorptionen angeht, nehme ich an, Du beziehst Dich auf diesen Review von Valladares-Neto bzw. auf diese Aussage daraus:

 

In consonance with this statement, several studies corroborated a considerable correlation between the amount of mandibular advancement and an increase in condylar displacement4 , 43 , 45 , 139, muscle and TMJ symptoms54, relapse rate11 , 18 , 19 , 21 , 39 , 75 , 137 , 139and the occurrence of CR29 , 117 , 118.

 

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Hallo gnarz,

 

zunächst einmal möchte ich sagen, dass ich es richtig gut finde, wenn man versucht, Antworten auf dem Boden der Evidenz zu suchen.

Was Kiefergelenksprobleme angeht, schreibst Du ja selbst, dass diese nach einer Dysgnathie-OP statistisch nicht häufiger auftreten als sonst, wobei die Studienlage auch dabei nicht ganz homogen ist.

 

Was kondyläre Resorptionen angeht, nehme ich an, Du beziehst Dich auf diesen Review von Valladares-Neto bzw. auf diese Aussage daraus:

 

 

Dazu sollte man allerdings auch wissen, dass von 148 Originalartikeln, die in diesen Review eingeflossen sind, ganze drei einen Zusammenhang zwischen Verlagerungsstrecke und kondylärer Resorption feststellten. Dagegen wird dieser Zusammenhang beispielsweise in einer Studie von Hwang et al. explizit verneint.

Wie auch immer: Festgestellt wird der Zusammenhang - laut Valladares-Neto - in einer Studie von Cutbirth und in zweien von Sato:

  • Zu der von Cutbirth ist zu sagen, dass die Osteosynthese mittels dreier bikortikaler Schrauben erfolgte. Das ist deshalb wichtig, weil die rigide Fixierung an sich, wie Valladares-Neto selbst feststellt, einen Risikofaktor für das Auftreten kondylärer Resorptionen darstellt. Ich glaube übrigens, hier im Forum dürfte niemand mehr so behandelt worden sein.
  • Die erste Studie von Sato ist eine in-vitro Studie. Hier wurden keine Patienten untersucht.
  • Die zweite Studie von Sato ist in der Hinsicht besser, dass sie an echten Patienten durchgeführt wurde. Diese waren allerdings nicht operiert worden.

In dem Review von Gill werden übrigens zwar Geschlecht und Bewegungsrichtung als Risikofaktoren identifiziert, nicht jedoch die Verlagerungsstrecke.

 

Was ich sagen will ist: Die vermeintliche Korrelation zwischen der Verlagerungsstrecke und kondylären Resorptionen ist nach Überprüfung der Primärliteratur so nicht haltbar.

Die Gefahr einer Verletzung des N. alveolaris inferior dagegen ist sehr, sehr real.

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