Pimpek295

Bimax 9.4.14 bei Prof. Feifel im Marienhospital

Hallo! Da ich es irgendwie hilfreich fand, mir vor meiner OP Erfahrungsberichte durchzulesen, möchte ich euch meine Erfahrungen nicht vorenthalten!

 

Di, 8.4. - Tag vor der OP

Ich musste bereits Di Abend ins Hospital, weil meine OP für Mittwoch morgens 8 Uhr geplant war. Ich wurde in einem 3-Bett-Zimmer untergebracht, was diese Nacht aber noch komplett leer war, yay! :)

 

 

Mi. 9.4. - Tag der OP

Um 6 Uhr klingelte mein Wecker, damit ich vor der OP nochmal duschen gehen konnte. Die Schwester brachte dann auch schon die Beruhigungstablette, ich hab den Kittel angezogen und dann nur noch gewartet, bis ich in den OP geschoben werde. Die Schwester, die das erledigen musste, war sehr nett.

Im OP angekommen musste ich nochmal die Liege wechseln (die Beruhigungstablette hat übrigens gar nicht gewirkt bei mir - was aber nicht schlimm war, denn so konnte ich noch mit der Stations- und Anästhäsieschwester rumwitzeln ;)) Dann wurde ich schlafen gelegt.

Aufgewacht bin ich auf der Intensivstation. Das war echt doof, ich lag mitten auf dem Flur -.-

Gemerkt habe ich irgendwie nicht viel, bis meine beste Freundin und meine Mama zu Besuch kamen. Ich hatte überhaupt keine Schmerzen und habe direkt nach Stift und Papier verlangt, damit ich mich verständigen konnte (ich wurde verdrahtet, das sollte 2 Tage so bleiben).

Am meisten hatte ich Angst davor, mich übergeben zu müssen. Das wäre echt grauenvoll gewesen, weil ich kotzen auch in "normalem" Zustand nicht ausstehen kann. Und siehe da - sobald mir etwas übel war und ich dachte da kommt gleich was, habe ich eine Invusion gegen Übelkeit bekommen und alles war wieder gut. Übergeben habe ich mich gar nicht, bis heute nicht, und die Schwestern meinten auch, dass es echt selten ist, dass sich jemand übergeben muss. Tipp: Der Arzt sagte, ich soll den Speichel nicht runterschlucken sondern "ausspucken", dann würde mir nicht schlecht werden. Da meine Zunge von der OP und dem Splint eh noch völlig taub war, konnte ich gar nicht schlucken und habe direkt das richtige gemacht. Also so als Tipp für alle, die genau dieselbe Angst haben wie ich! habe immer alles in ein Tuch oder später auf Station ins Waschbecken gespuckt. Und die netten Pfleger haben mir ab und zu den Speichel aus dem Mund abgesaugt.

In der Nacht habe ich mehrmals Schmerzmittel angefordert, immer schriftlich. 2x musste ich auf den Pipistuhl (Bettpfanne wollte ich nicht).

Achja, was ich bis heute überhaupt nicht mochte war, dass die Nase zu war. Durch den Mund konnte man eh nicht atmen, da der verdrahtet war, dann hatte ich aber ne verstopfte Nase und bekam ein wenig Panik. Habe dann Nasentropfen bekommen, die haben fürs erste auch geholfen und die Nase frei gemacht. Joa, so viel zum Tag der OP.

 

Do. 10.4. - 1. Tag nach der OP

Die Intensivstation hat mich irgendwie echt genervt, es war immer so viel los und so laut und ich wollte einfach nur meine Ruhe haben, daher habe ich gedrängelt, endlich wieder auf Station verlegt zu werden. Mein 3-Bett-Zimmer war jetzt auch voll belegt mit 2 Teenagern, die die Mandeln rausbekommen haben. Ich hatte immer noch keine Schmerzen, schlucken konnte ich aber auch immer noch nicht. Die Schläuche im Mund haben mich echt genervt, das waren die Drainageschläche. Die Schwester meinte, die kommen heute abend raus, wurde dann aber doch schon nachmittags gemacht. Und ganz ehrlich: sooo schlimm fand ich das gar nicht o.O habe hier oft gelesen, dass das voll schmerzhaft sein soll ... bei mir wars nicht so. Habe ja auch mit dem schlimmsten gerechnet :biggrin: War unangenehm und hat auch gezogen und so, aber weh getan hats nicht. Und zu meinem absoluten Glück hat der Prof. auch direkt die Verdrahtung entfernt!! Endlich wieder genug Luft durch den Mund bekommen!! Yeaaahh! :biggrin:

Nach dem Besuch beim Doc wieder in mein Bett und die Zeit totschlagen. Ich hatte keine Schmerzen, dafür habe ich unendlich über Hunger gejammert. Das war bisher der einzige Tag, an dem es wirklich schlimm war. Seitdem habe ich gar kein Hungergefühl mehr :biggrin:

 

Fr. 11.4. - 2. Tag nach der OP

Ich habe heute direkt morgens einen Kakaodrink bekommen - meine Laune ist explodiert! Positiv! :biggrin::biggrin: Boah hat das gut getan! :)

Habe meinen Besuch heute vollgejammert, dass ich nach Hause will. Krankenhaus ist doch einfach scheiße oder? Die Betten sind so mega unbequem, man ist so eingeschränkt in dem, was man macht ... hach, ich habe es gehasst. Habe dann paar Filme auf dem Laptop gesehen, Kontrolltermin beim Prof für nächste Woche vereinbart und bin dann irgendwann eingeschlafen.

Achso, heute war der erste Tag, an dem ich über Schmerzen klagen muss. Und zwar keine Kieferschmerzen, dafür umso mehr Kopfschmerzen. Meine Schläfen bringen mich um. Die Schmerzmittel bringen da nicht viel (hänge nicht mehr am Tropf). Morgen darf ich nach Hause!!!!

 

Sa. 12.4. - 3. Tag nach der OP

Nach Hause!!! Der Arzt sagte, er würde nicht vor 12 Uhr im Hospital sein, ich könnte dann aber schon gehen wann ich möchte!! Yeeaaah! Direkt Papa angerufen und ihn für 9 Uhr morgens bestellt! Boah tat das gut meine Sachen einzuräumen und dem Hospital Tschüss sagen zu können! Habe jetzt zwar eindeutig mehr Schmerzen im Kiefer und in den Schläfen, aber habe ja Schmerzmittel dafür bekommen.

Gestern gab es dann einen mega geilen Mäcces Milchshake und Tomatencremesuppe usw ... War alles ganz toll! :) Ich schlürfe alles mit Strohhalm oder Teelöffel.

 

So. 13.4. - 4. Tag nach der OP

Ein Wunder - die Schmerzen sind weg. Tatsache. Einfach weggepustet. Ich bin mega begeistert ;)

Die kommen bestimmt wieder, wenn ich mehr spreche und so. Aber damit kann ich leben, denn jetzt weiß ich, dass sie irgendwann wieder aufhören werden. Ich hatte wirklich Angst, dass das jetzt so eine bleibende Sache wird, weil ich noch nie Kopfschmerzen hatte. Aber okay, jetzt bin ich beruhigt :) Bin auch wieder fit genug vorm PC zu sitzen und euch den mega Text hier an die Backe zu klatschen, also mir gehts wieder prima :) Am Mi kommt der Splint raus und die Fäden werden gezogen (Angst >.<) aber der Arzt meinte, Fäden ziehen wäre nur halb so schlimm wie Drainagen ziehen und das habe ich ja mit links verkraftet ;)

 

Alles in allem gehts mir echt gut :) mein Gesicht ist auf die 3-fache Größe angeschwollen und ich habe im Gesicht und auch am Dekoltee Ausschlag von den fiesen Pflastern. Ich sehe echt verdammt scheiße aus, aber solange nix weh tut und ich fit bin, gehts. Morgen werde ich meinen Hund besuchen und eine Runde mit dem spazieren gehen. Vielleicht auch heute schon ;) Dafür werde ich mir einen fetten Schal bis zu den Augen umwickeln, denn so soll mich wirklich keiner sehen. Besser, die Leute halten mich für bescheuert mit meinem Schal, als mich so zu sehen :biggrin::biggrin:

 

So, wer Fragen hat, darf gern fragen :) Achso, ich bin 25 und w, falls das jemanden interessiert. Ich fand es immer schade, wenns nicht im Bericht mit drin stand, warum auch immer ;)

 

Jetzt drückt mir mal die Daumen, dass die Schwellungen schnell wieder weggehen. Ich mach mir jetzt noch nen Tee :)

 

LG

Pimpek

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Wow, da bist du aber schnell entlassen worden, wünsche noch gutes Abschwellen *g*

 

LG Lana

 

 

PS: Marienhospital Stuttgart?

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Hallo,

 

Herzlichen Glückwunsch zur Bestandenen Operation. Wie geht es dir jetzt 3 Wochen später?

Hattest du dein Op Termin bei der Besprechung bekommen oder schon vorher?

ich werde auch in Marienhospital in Aachen Operiert.

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Hey,

 

danke!

Mir gehts super! Bis auf die Schwellung, die noch etwas zurückgehen muss, habe ich keine weiteren Schmerzen oder so. Alles bestens. Ich esse schon wieder alles, was rein geht :D Sogar Sushi hat gepasst :D

 

LG

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