I30R6

Zusammenhang zwischen Spange und Kieferosteotomie

Ich habe den Zusammenhang zwischen Spange und Kieferosteotomie noch nicht wirklich begriffen.

 

Wieso wird erst eine Spange getragen um die Zähne auszurichten, wenn anschließend durch eine operative Kieferumstellung die Zahnreihen sowieso wieder in ihrer Position zueinander geändert werden.

 

In dem Zusammenhang ist mir auch noch nicht wirklich klar, welche Form der Genioplastik mit einer Spange bzw. einer kieferorthopädischen Behandlung im Vorfeld einhergeht.

 

Könnte mir jemand knapp schildern, bei welcher Behandlungsmethode ich vorab eine Spange benötige und wieso?

 

Umstellungsosteotomie des Unterkiefers?

Bimax?

Chin Wing?

Kinnimplantat oder Kinnvorverlagerung?

 

Wann Spange und wieso bzw. wieso nicht....

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Mit der Zahnspange werden die Zahnbögen ausgeformt, bei der Umstellungsosteotomie (egal ob Bimax oder UKVV/UKRV) wird die Position der Zahnbögen zueinander verändert. Die Verlagerungsstrecke wird anhand der Zähne bestimmt, damit der Biss nach der OP möglichst gut passt. Dafür braucht man aber erstmal richtig ausgeformte Zahnbögen...

 

Wenn der Biss passt und es nur um eine Kinnplastik geht, braucht man keine Zahnspange.

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Danke schon mal für die Antwort

 

Mein Biss passt im Grunde aber jetzt schon, ich will aus ästhetischen Gründen den Oberkiefer zurückverlagern bzw. leicht nach unten verlagern. Wenn der Biss allerdings jetzt schon passt, würde er hinterher ja nicht mehr passen, wäre es daher nicht sinnvoller erst die Kiefer operativ in die Position zu bringen wie sie mir ästhetisch gefallen und anschließend dann die Zähne zueinander Ausrichten um einen gesunden Biss zu erzeugen?

 

 

Wenn der Biss passt und es nur um eine Kinnplastik geht, braucht man keine Zahnspange.

 

Eine Kinnplastik würde ja lediglich die Form des Unterkiefers beeinflussen, gibt es außer einer Bimax keine Möglichkeiten den Oberkiefer kosmetisch anzupassen?

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Mein Biss passt im Grunde aber jetzt schon

Dann ist eine Umstellungsosteotomie auch keine Option für dich. Würde mich zumindest sehr wundern, wenn da ein KFC mitmacht.

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Ich konnte wohl einen bequatschen. Nur ist mir noch nicht ganz klar, wie das ablaufen soll, wenn kein Fehlbiss vorliegt. Muss dann vorweg mit der Spange einer erzeugt werden, der dann wieder bei der Operation ausgebessert wird?

 

Ich will im Grunde ja nur den Oberkiefer zurück und den Unterkiefer vorverlagern und dabei natürlich einen gesunden Biss beibehalten.

 

Wie könnte so etwas ablaufen?

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Hast du eine Klasse 1 Okklusion oder nicht?! Wenn ja, dann kann nur der gesamte Kieferkomplex bewegt/rotiert werden ohne die Okklusion negativ zu beeinflussen.

Mir scheint es, als ob du wirklich 0 Ahnung hast, aber meinst, dass du dir irgendwas oberschlau zusammenspinnen kannst. Poste doch mal dein FRS.

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Ich hatte schon Patienten, bei denen eine Unterkieferrücklage in Verbindung mit einer minimalen Klasse II vorlag. Eine Vorverlagerung des gesamten maxillomandibulären Komplexes wäre jedoch keine Option gewesen, da der Oberkiefer an sich richtig stand. In solchen Fällen kann die Lösung in einer Distalisierung des unteren Zahnbogens bestehen, da anschließend eine "normale" UKVV erfolgen kann.

Dem TE würde ich empfehlen, sich von einem Kieferchirurgen hinsichtlich einer Genioplastik und einer kieferorthopädisch-kieferchirurgischen Behandlung beraten zu lassen.

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Eine Oberkieferrückverlagerung wird eigentlich nie gemacht, weil so eine Fehlstellung extrem selten vorliegt und sich eine OKRV ästhetisch nachteilig auswirken würde und das Gesicht altern würde. Vermutlich hat der TE eine stinknormale UK-Rücklage, denkt aber sein OK würde vorstehen o.ä

Ohne FRS kann man nur spekulieren.

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Mir scheint es, als ob du wirklich 0 Ahnung hast, aber meinst, dass du dir irgendwas oberschlau zusammenspinnen kannst. Poste doch mal dein FRS.

 

 

Ich habe definitiv null Ahnung von dem Ganzen, kann nur beurteilen was mir ästhetisch zusagt und was nicht.

 

Ich habe leider noch keinerlei Röntgenbilder, ich will versuchen nächste Woche den Kieferchirurgen wegen einer Überweisung zum DVT Scan aufzusuchen.

 

 

Eine Oberkieferrückverlagerung wird eigentlich nie gemacht, weil so eine Fehlstellung extrem selten vorliegt und sich eine OKRV ästhetisch nachteilig auswirken würde und das Gesicht altern würde. Vermutlich hat der TE eine stinknormale UK-Rücklage, denkt aber sein OK würde vorstehen o.ä

Ohne FRS kann man nur spekulieren.

 

Es gibt doch jegliche Art von Missbildung in der Natur, ich kann mir nicht vorstellen das es keine operative Lösung gibt, wenn der Oberkiefer unharmonisch nach vorne steht.

Die Verlagerung des Unterkiefers kann ja nicht die Lösung für alles sein.

 

Hier mal ein Video was ich mir wünsche (

)..... nur das ich laut Kieferorthopäden/Chirurgen keinen Überbiss wie auf dem Video habe, lediglich der Oberkiefer etwas wulstig nach vorne verläuft und dabei die Oberlippe unharmonisch aussehen lässt.

 

Eine Zahnspange alleine würde daher wahrscheinlich nicht den gewünschten Effekt erzeugen.

 

 

Ich werde trotzdem eine kieferorthopädische Behandlung anfangen, ich weiß nur nicht so recht worauf ich den Kieferorthopäden anweisen soll. Zahnbögen begradigen als Vorbereitung für eine operative Oberkieferrückverlagerung, wenn diese sowieso nicht infrage kommt, da sie bei einem funktionierenden Biss technisch nicht umsetzbar ist?

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Man kann den Oberkiefer nicht nennenswert nach dorsal verlagern, die Schneidezahnpartie und damit die Oberlippe aber durchaus. Ist das wirklich erforderlich, geschieht es mittels Distalisierung oder Extraktionen im OK.

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Also anstatt den ganzen Oberkiefer zurückverlagern nur die vordersten Zähne?

 

Also so was in etwa?

 

 

...

 

 

 

Den Kiefer zu den Seite hin spreizen, um Platz für die vorderen Zähne zu schaffen und diese dann entweder mit kieferorthopädischen Mittel durch Druck zurückverschieben, oder operativ neu setzen?

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Nein. Die Apparatur in dem Video ist ein Twin Block, ein funktionskieferorthopädisches Gerät, mit dem man bei Kindern das Unterkieferwachtum fördern kann.

Ein Beispiel für das Vorgehen mit Distalisierung und in beiden Kiefern habe ich auf die Schnelle nicht gefunden, aber hier wird das zumindest mit einer Prämolarenextraktion in einem Kiefer gezeigt:

https://www.youtube.com/watch?v=RikrbshRcHQ

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Aus eigener Erfahrung sage ich: Der Twinblock kann auch beim jungen Erwachsenen benutzt werden. Er führt ganz offensichtlich auch zu einer Proklination der unteren Front und zu einer Rückbewegung der oberen Front. Anders wäre es nicht erklärbar, was bei mir passiert ist, sofern der Unterkiefer mit 21 nicht mehr gewachsen ist. Irgendwo müssen die mm geblieben sein. Allerdings glaube ich, dass es nur sehr selten vorkommt, dass jemand außerhalb des Kindesalters für sowas in Frage kommen kann und ich würde es, wenn die Behandlung der Optik wegen ist, gar nicht empfehlen. Zumindest ich bin mit meinem Profil nicht zufrieden und auch nicht mit den ziemlich vorgeneigten Unterkieferschneidezähnen. Von vorn sieht das Ergebnis aber recht sympathisch aus und funktional scheint´s auch einigermaßen zu sein. Man kann nie sicher sein, dass bei der OP ein funktional besseres Ergebnis rausgekommen wäre und dass dort alles ohne Komplikationen gegangen wäre aber ich bin ziemlich sicher, dass profiltechnisch so mehr zu holen gewesen wäre.

 

Weiterhin habe ich noch nie jemanden gesehen bei dem mir der Oberkiefer zu weit vorstehend vorkam. Es ist dann eigentlich immer der Unterkiefer zu klein. Ein zur Oberlippe schön geschwungenes Philtrum ist doch super. Glaubst du, dass der ganze Kiefer zu weit vorn steht? Wahrscheinlich stehen einfach nur die Zähne nach vorn geneigt, was oft vorkommt wenn der Kiefer oben schmal ist und die Zähne trotzdem groß sind. Dann stehen sie sehr fächerartig vor weils anders nicht passt. Dann hättest du wahrscheinlich einen eher spitzen Zahnbogen so wie eine Parabel in etwa. Lass einfach einen KFO ein Fernröntgenseitenbild von dir machen und auswerten und wenn du dem Arzt dann sagst, was dich an einem Profil stört, dann sagt er als Fachmann dir schon was das Beste für dich ist. Von Eigendiagnosen halte ich nichts. Dafür ist das Thema viel zu komplex. Nicht mal ein handelsüblicher Zahnarzt maßt es sich an, an KFO-Behandlungen auch nur etwas zu kritisieren mit der Begründung: Ich hab keine Ahnung. Du wirst bei mehreren Ärzten mehrere Meinungen kriegen. Wähle den aus, der dir deine Vorstellungen am ehesten umsetzen könnte und der dir sinnvoll erklären kann, wenn er gewisse Wünsche nicht erfüllen kann. 

Viel Erfolg!

 

Ps.: Wenn der Biss gut ist, warum dann eigentlich nicht nur eine Kinnplastik? 

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Danke für deine ausführlichen Schilderungen leviathan

 

Vielleicht sind es bei mir tatsächlich nur die Zähne die etwas weit vorstehen, der Parabelvergleich tritt es eigentlich ganz gut. Werde abwarten, ob die geplanten Rötgenaufnahmen aufschluss geben. Welche Spange bzw. Operation welches Endergebnis erzielt, hängt denke ich doch sehr von der individuellen Kieferform ab, aber interessant das bei dir auch der Twin Block Resultate erzielt hat, auch wenn du nicht 100% zufrieden scheinst, ich ziehe es auch noch in Erwägung und werden den Kieferorthopäden darauf ansprechen.

 

 

Ps.: Wenn der Biss gut ist, warum dann eigentlich nicht nur eine Kinnplastik? 

 

 

Kinnplastik allein behebt das Problem meines Erachtens nicht, mich stört wie gesagt eher die Form der Oberlippe.

 

 

Gruß I30R6

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Bei mir wurde der Twinblock allerdings auch mit einer Dehnschraube im Oberkiefer versehen, durch die der Oberkiefer zunächst etwa 4mm geweitet wurde (das dauert ziemlich weil man in meinem Alter nur noch alle 2 Wochen drehen konnte was als Kind damals locker 2 mal die Woche drin war). Danach hatte ich dann erst mal richtig Kuddelmuddel: Riesiege Zahnlücke und die Kippungen der Zähne wurden so richtig schön verstärkt. Kurz, ich sah furchtbar im Mund aus. Dazu natürlich die gewünschte Öffnung des Bisses an der Seite durch die neue Position des Unterkiefers (etwa 4 mm weiter vorn schätze ich). Danach wurde dann mit den Brackets "aufgeräumt" Der Oberkiefer ist nun breiter, wenn auch für meine Zahngröße wahrscheinlich immer noch recht schmal, weshalb die Zähne tendenziell immer noch etwas vorgeneigt sind. Aber es sieht harmonischer aus als vorher weil sie auch etwas in den Kiefer geschoben wurden und nicht mehr ganz so Kaninchen-artig aussehen.  Wie gesagt bin ich aber sehr sicher, dass meine UK-Schneidezähne heute deutlich vorgekippt stehen. Das liegt daran, dass vorher schon ein Platzmangel in der Unterkieferfront bei gleichzeitiger Überbreite des Unterkiefers vorlang. Im Prinzip wurde deswegen der ganze Bogen deutlich schmaler gemacht, um eine Kreuzbissüberstellung möglich zu machen und vorn wurden die Zähne eben eingegliedert. Das hat meiner Meinung dazu geführt, dass sie auf dem Kieferkamm etwas nach vorn gewandert sind und nun auch nach vorn kippen. Da ich noch kein Fernröntgenbild von dem Resultat gesehen habe, kann ich dir aber nicht sagen wie stark es nun wirklich ist. Auffällig ist es für andere gar nicht (meine Freundin sagt ich spinne) aber mich stört es. Damals war ich anderer Meinung und hatte ziemlich Schiss vor einer Op gerade weil das funktional mit dem Kiefergelenk usw. auch mal Probleme macht aber vielleicht würde ich heute die 7000 Euro auch sparen und würde mich operieren lassen wenn mir ein KFC versichern könnte, dass mein Profil besser würde als bei der Twin-Block-Lösung. 

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Diese Videos sind etwas irreführend. Bei Erwachsenen werden Zähne bewegt der Knochen verändert sich nicht. Das geht nur in der Transversalen, also eine Gaumennahterweiterung im Oberkiefer.

 

Mit dem Twinblock werden auch überwiegend dentale Veränderungen erreicht. Eine skelettale Vorverlagerung des UK findet nur sehr gering statt. Die Unterkieferzähne wandern etwas nach vorne und die größten Kräfte wirken auf die Front (was Leviathan schön beschreibt).

Auch der als größer empfundene Oberkiefer ist überwiegend durch eine nach außen Kippung der Seitenzähne entstanden. Über den Labialdraht wirken die muskulär erzeugten Kräfte im OK in umgekehrter Richtung als im Unterkiefer und lassen die Zähne etwas nach hinten wandern (auch die Seitenzähne). Der durch die Dehnschraube gewonnene Platz erlaubt zusätzlich die Front etwas nach hinten zu holen.

 

Der Hauptvorteil bei diesem Gerät ist, dass durch "Jumping the Bite" die Muskulatur trainiert wird und damit die Rezidivgefahr reduziert wird. Beim Herbstscharnier hat man den selben Effekt.

 

Bei einer günstigen Ausgangslage können damit schon erhebliche optische Verbesserungen erreicht werden.

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War heute kurz beim MKG für FRS oder DVT, da aber noch keine konkrete Behandlung ansteht und auch sonnst keine Indikation besteht, bin ich leider leer ausgegangen. Werde versuchen das später nachzuholen.

 

MfG I30R6

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