Zeruya

Erneute OP einzige Lösung?

Hallo zusammen

 

Ist eine ganze Weile her, seit ich mich das letzte Mal im Forum herumgetrieben habe.

 

Der Grund für mein Schreiben wird wohl vom Titel her schon klar. Jahrelange Behandlung, OPs etc. und ich stehe wieder bei Null.

 

Die Vorgeschichte: 

Hatte schon als Kleinkind einen zu engen Kiefer, entwickelte sich rasch (auch wg. Daumenlutschen u. Mundatmung) zu einem krass offenen Biss. Mutter wollte mir Zahnspange nicht antun, ich entwickelte eine Zahnarzt-Phobie und traute mich erst mit 20 wieder, zu einem Zahnarzt zu gehen und mein Kieferproblem anzusprechen.

 

Diagnose: offener Biss, UK-Rücklage (10mm), zu tief heruntergewachsener OK

 

Mit 21 (Jahr 2007) fing das Ganze dann so richtig an. GNE + Extraktion von 4 Weisheitszähnen und 4 (gesunden!) Backenzähnen. Danach Zahnspange (und psychisches Dauerleiden wg. Zahnlücke durch GNE und nur seeeeeehr langsamer Verbesserung der Zahnstellung) bis dann im Sommer 2011 endlich die grosse OP anstand. Die OP selbst verlief gut. Doch wurde mein Kiefer nur mit Gummis gesichert, welche ich laut Kieferchirurg nach einer Woche jeweils für kurze Zeit rausnehmen durfte. Doch schon beim ersten Mal rausnehmen (wollte etwas Weiches essen), knackste es und mein UK rutschte zurück! Ich hatte höllische Schmerzen, aber mein KFO meinte nur, ich müsse die Gummis jetzt einfach wieder straffer einhängen. Meine Zähne waren zu dem Zeitpunkt OK... und nur Gott weiss, wie mein KFO es geschafft hat, das Ganze dann so zu verbocken, dass ich 1 Jahr nach OP schon wieder viel schlimmer aussah:

 

UK wieder zu weit hinten, OK nach unten kollabiert, Schneidezähne schief, Biss seitlich wieder offen.

 

Kieferchirurg meinte dann, nur eine erneute OP könnte Abhilfe schaffe. Rezidive bei meiner Ausgangslage seien sehr häufig (wurde mir natürlich nie gesagt!). Nach einer erneuten Komplett-OP sei die Rückfallgefahr gering, aber weiterhin bestehend.

 

Ich brach dann die Behandlung zu diesem Zeitpunkt ab. Ich hatte genug, war psychisch am Ende, wollte endlich wieder zahnspangenlos sein und gab mich mit dem bei weitem nicht optimalen Resultat zufrieden.

 

Kurz nach Entfernung der Zahnspange musste dann auch noch mein Schneidezahn wurzelbehandelt werden, da der kurz nach GNE abgestorben war. Auch mein unterer rechter Frontzahn hat die ganze Behandlung nicht gut überstanden. Mein KFO gestand mir dann auch, dass es besser gewesen wäre, nur diesen einen eh schon beschädigten Zahn zu entfernen, anstatt vier gesunde Zähne zu opfern und ALLE Zähne durch starke Verschiebungen so zu belasten... naja, danke auch. 

 

Mittlerweile hat sich einiges getan in meinem Leben. Ich wohne jetzt in den USA und habe mir in meinem "neuen Leben" bisher keine Zahnarzt/KFO-Besuche angetan. Seit einiger Zeit habe ich aber in unregelmässigen Abständen Schmerzen im OK. Ich vermute, dass Bakterien um den toten Zahn herum schuld sind oder eben die mittlerweile wieder gravierende Fehlstellung. Die Schmerzen strahlen dann auch krass aus: Druck auf den Nebenhöhlen, ich leide für zwei bis vier Tage unter höllischen Kopfschmerzen und mein Nacken und Rücken sind auch verspannt. Nach ca. einer Woche verschwinden die Schmerzen um den Zahn dann aber wieder komplett. Bevor sie einige Wochen später wieder da sind. Natürlich habe ich auch sonst oft Kopf- und Nackenschmerzen aufgrund des Fehlbisses (wie vor der Behandlung auch).

 

Trotzdem macht mir das ganze langsam wieder ziemlich Sorgen. Eine erneute Behandlung und OP kommen eigentlich allein schon kostentechnisch wohl nicht in Frage. 

 

Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und hat irgendwelche Ideen, was hinter meinen Schmerzen stecken könnte, was für Möglichkeiten es gibt, und wie die Prognosen bei erneuter Behandlung denn überhaupt so wären?

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Hast du schon mal daran gedacht  deine völlig gestörten myofunktionen (Zungenverhalten / Lippenschluss / Schluckmuster) wenigstens etwas zu verbessern? Ein guter Logopäde und gute Mitarbeit könnten schon etwas verbessern. Damit würdest du deine Knirscherei etwas reduzieren und damit die Überlastung deiner Zähne. Auch deine Verspannungen könnten besser werden. Dazu kommt damit wären auch die Prognosen einer weiteren Behandlung besser. Das würde ich jedenfalls versuchen, ob du damit weiterkommst wirst du sehen. Das ist bezahlbar und es gibt schmerzfreie mit erheblichen Fehlstellungen. Dafür muss es eine Erklärung geben und ich vermute die haben sich besser damit eingerichtet und trotzdem halbwegs brauchbare Myofunktionen.

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