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Schorle

Unterschiedliche Aussprache von R

Hi,

 

mir ist es letztens mal mal aufgefallen das ich das R anders ausspreche bzw bilde wie teileweise meine Freunde und bekannten.

Ich sage das "R" mit meinem Gaumenzäpfchen aber meine Freunde bilden das "R" mit der Zungenspitze. Die haben dass dann auch versucht mit dem Zäpfchen zu bilden aber die konnten das gar nicht. 

 

Woran liegt das?

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Ich bin auch der "Hinten-Im-Hals-Typ" und bekomme kein gerolltes "R" hin.

 

Es gibt einfach Gegenden, wo es gerollt, oder eben nicht gerollt ausgesprochen wird. Die Bayern rollen eher, oder!?? Freunde aus Russland rollen und auch mein Freund aus der Türkei. Und da gibt es noch einige andere Sprachen, bei denen eher gerollt wird.

 

Das ist halt so, denke ich. So haben wir es gelernt und es anders zu machen, fällt halt dementsprechend schwer. - Mir jedenfalls. Doof nur, wenn  man/ich eine neue Sprache lernen will...

 

Ich habe das Rollen mal so geübt: Bruno backt braune Brötchen.

(Gesprochen habe ich dann zu Beginn: Bduno bdackt bdaune Bdötchen, und bin dann auf ein "R" übergegangen)

Das habe ich mehrmals im Wechsel hintereinander gesagt, um mal ein Gefühl dafür zu bekommen.

(Der Tipp ist schon mind. 100 Jahre alt von einer, die beim Theater etwas probte. :-))

 

Jajaaaa, lach ruhig!!! :smile:

bearbeitet von Mängelexemplar

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Auch "Franken" bilden ihr rollendes "R" mit der Zungenspitze, ich bin aus Mittelfranken. Wenn du es genau wissen willst gehe doch mal zu einem Sprachheilpädagogen (Logopäde) der kann dir sagen ob das ein behandlungsbedürftiges Habit ist oder harmlos.

 

Gruß Norbert

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Norbert,

 

nicht alles ist behandlungsbedürftig und manchmal gibt es einfach auch unterschiedliche Varianten

 

Schorle,

 

such einfach mal nach Zäpfchen-R und Zungenspitzen-R, eventuell auch noch nach uvular. Beides sind Varianten der deutschen Standard-Sprache und außer beim Singen macht es auch keinen Unterschied, wie und wo das R ausgesprochen wird.

 

Irene

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Wenn du das lernen möchtest habe ich dazu einen tollen Text gefunden. Wenn ich den Text richtig verstehe kann mann mit einer Zunge die nicht locker lassen kann kein Zungen-R sprechen. Also wenn man aus einer Region kommt wo Muttersprachlich ein Zungen-R gesprochen wird und man das nicht kann, ist das zumindest ein Allarmzeichen.

 

vielleicht kann ich helfen. Zuerst: ich bin keine Logopädin. Da ich mich aber beruflich mit dem Zugen-R befasse (ich unterrichte Spanisch für Deutsche), kann ich vielleicht etwas aus Erfahrung dazu sagen, was Dir helfen könnte.

Ich denke, dass Deine Vorübungen mit B-dötchen und P-dinz auf jeden Fall in die richtige Richtung gehen.

Beim d wird jedoch – im Gegensatz zum Zungen-R – der vordere Teil der Zunge an den Gaumen gedrückt, und zwar direkt hinter den Vorderzähnen. Der Druck ist ziemlich fest, denn das d soll ja auch wie ein d klingen und nicht wie ein englisches th. (“Luft rutscht durch”).

Beim Zungen-R wird nur die äußerste Zungenspitze an den Gaumen gebracht, aber etwas weiter hinten, also nicht direkt hinter den Zähnen sondern an den “Hubbel” dahinter (bevor der Gaumen sich zum Gaumendach hebt. Vorsicht, nicht zu weit nach hinten suchen, ist nur minimal der Unterschied zum d). Der Anschlag geschieht im Gegensatz zum d ganz schnell. Du stößt etwas Luft dabei aus, genau wie beim d. Da der Anschlag aber nur mit der Spitze und ganz locker passiert, kann das r dann so schnell werden. Versuche zu Anfang bitte nicht tr oder dr, denn das sind meiner Ansicht nach hier die schwierigsten Verbindungen.

Das Problem ist, die Zunge locker genug zu lassen. Aus Erfahrung weiß ich, dass locker lassen das schwierigste ist, was es gibt. Spannung und Muskelarbeit sind viel einfacher. Eine Vorübung mit Zugenseiten an den Gaumen drücken und zu versuchen, aus dem gutturalen r ein Zungen-r zu machen kann nicht funktionieren, weil die Zunge dann viel zu viel Spannung hat. Eine Zunge unter Spannung kann nicht flattern.

Um das “totale Rollen”, also viele rrrrrrrrrrs hintereinander zu versuchen, kräftig ausatmen und die Zunge mit so wenig Muskelkraft wie möglich insgesamt etwas näher an den Gaumen bringen, gaaanz vorsichtig vielleicht auch die Zungenspitze. Jedoch nicht gegendrücken. Lass am Anfang auch ruhig Luft “durchflutschen”, das macht nichts. Das spanische Zungen-r ist auch nicht immer völlig rein.

Als Vorübung zum locker lassen und wie sich das anfühlt könntest Du einfach mal die Lippen flattern lassen (schnauben wie ein Pferd, sozusagen “Zungen-R” mit den Lippen (Brrrr). Du merkst dabei, je fester Du die Lippen aufeinander drückst, desto weniger geht das Flattern. Beim Zungen-r ist das genau so. Genauso locker wie die Lippen brauchst Du die Zunge.

Versteif Dich nicht, lass locker, arbeite mit so wenig Spannung wie möglich, und gib Dir selbst Zeit. Spiel einfach damit herum wie ein Kind beim Laute machen und lass es ruhig mal komisch klingen. Je lockerer Du bleibst und je spielerischer Du damit umgehst, desto eher hast Du es.

Viele Grüße und viel Erfolg

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Ich bekomm so ein Zungen-R auch nicht hin - stört mich aber nicht ;)

 

Wie Schokolädchen schon sagt in der deutschen Sprache ist es regional unterschiedlich und es ist nicht zwingend notwendig es so auszusprechen. Selbst spanisch-lernen ging ohne das Zungen-R ;)

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Habla usted espanol?!!!!! - Toll!!! :smile:

 

(Und da kam jetzt gar kein "R" drin vor. Puh, Glück gehabt!  - Die "Welle" über dem "N" stellst du dir bitte einfach vor, ja!? ;-))

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Hallo Schorle,

 

ich habe die folgende Diplomarbeit gefunden: http://othes.univie.ac.at/20153/1/2012-04-16_0520300.pdf . In der Einleitung beschreibt sie sehr schön Dein "Problem", da es ihr ähnlich ging. Nach einem Exkurs über Dialekte geht sie dann nochmals auf die unterschiedlichen R-Arten im Deutschen ein und zeigt auf S. 25 zum Beispiel eine Verteilung des Gaumen-R in Europa.

 

Irene

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