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Zahntheonly1

Woran genau ...

... erkennt man einen guten Logopäden/eine gute Logopädin für myofunktionelle Störungen? Also wann kann man sicher sein, dass die Person auch etwas taugt und nicht vor sich hin pfuscht?

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An den Forbildungen z. B, nach Kittel und ob myofunktionelle Therapie als Schwerpunkt angegeben ist. Das sind erstmal nur Indizien, ansonsten muss man sich auf sein Bauchgefühl verlassen. Man merkt schon ob der Logopäde diagnostisch gut ist und logisch begründet was mit einem gemacht wird. Auch merkt man schnell ob kreativ auf die individuelle Situation eingegangen wird und nicht lustlos ein Standartprogramm abgespult wird. Gute Logopädie macht Spaß formuliert erreichbare Ziele die einem Erfolgserlebnisse vermitteln auch wenn der Weg lang ist, bis man von einer erfolgreichen Therapie sprechen kann. Immerhin handelt es sich um einen Zeitraum von ein bis zwei Jahren und da sollte die Chemie schon stimmen.

 

Häufig werden Fragen über myofunktionelle Zusammenhänge gestellt, aus diesem Grund habe ich eine Logopädin gebeten einen Text dazu zu schreiben.

 

Zungenruhelage und Logopädie

Warum Zungenruhelage und Mundschluss so wichtig sind:

  • Die Atmung erfolgt normalerweise durch die Nase (sie erwärmt, säubert und befeuchtet die Luft).
  • Durch vergrößerte Mandeln/ ständige Erkältungen/ eine schiefe Nasenscheidewand kann es zur ständigen Mundatmung kommen.
  • Vermehrter Speichelfluss kann dadurch auftreten.
  • Aufgrund des fehlenden Mundschlusses können Lippen und Wangen nicht ihre optimale Muskelkraft ausbilden.
  • Die Zunge liegt während der Mundatmung nicht in der Ruhelagestellung (normalerweise flächig am Gaumengewölbe) sondern am Mundboden.
  • Sie kann somit nicht ihre optimale Kraft entwickeln um das Gaumenwachstum (bei Kindern) positiv zu beeinflussen.
  • Es kann zu einem falschen Schluckmuster kommen (die Zunge drückt dabei gegen die Zähne und den Zahnbogen).
  • Muskelgruppen, die eigentlich andere Aufgaben erfüllen, müssen dadurch unnötig mithelfen den Schluckvorgang einzuleiten.
    Dies führt evtl. zu Spannungen/ Schmerzen im Gesichtsbreich oder Kiefergelenk-schmerzen.
  • Da wir ca. 2000 mal pro Tag schlucken, sind das 2000 Stöße gegen die Zähne mit einer Kraft von teilw. mehreren Tonnen.
    Somit kann es leichter zu Zahnfehlstellungen und Kieferanomalien kommen.
  • Man spricht dann auch von einer orofacialen Dysfunktion (Dysbalance der Gesichtsmuskulatur) oder Myofunktionellen Störung (Störung des muskulären Gleichgewichts im Mundbereich).
  • Im Wachstum erworbene Fehlmuster sollten schon im Kindesalter behoben werden, damit sich diese nicht einschleifen. Aber auch im Erwachsenenalter können Fehlfunktionen durch gute Mitarbeit und Veränderung von Verhaltensmustern verbessert werden.

Was die Logopädie tun kann:

 

Eine logopädische Therapiestunde beträgt 45 Min. und dauert ca. 20-30 Sitzungen.
Mit Hilfe eines Übungsblocks (nach Anita Kittel) werden die Zungenruhelage erarbeitet, sowie Zungen-, Lippen- und Ansaugübungen am Gaumen trainiert.

Ist ein muskuläres Gleichgewicht geschaffen und die Zungenruhelage angebahnt, wird das korrekte Schluckmuster erarbeitet.

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