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Melli000

UKVV am 23.05.14

Hey ihr Lieben,

nachstehend mein OP-Bericht der UKVV, da mir hier die Berichte ja auch größtenteils die Angst genommen haben und mein Bericht auf jedenfall auch zeigt, das so eine OP auch ganz ohne Probleme, Schmerzen etc. von statten gehen kann ;)

 

22.05.14 – Tag vor der OP, Donnerstag

Ja ich muss zugeben, so langsam steigt die Nervosität. In der Mittagspause habe ich mir noch was leckeres beim Italiener gegönnt da ich bei meiner GNE vor einem Jahr Abends so eine Panik hatte, das mir komplett der Appetit vergangen ist. Vorsorglich dann nochmal gut gegessen und Abends ging dann wirklich nur noch ein Brötchen rein – aber immerhin.

 

23.05.14 – OP-Tag, Freitag

Die Nacht war okay. Ich konnte halbwegs gut schlafen und war auch am Morgen relativ ruhig. Ich wusste ja durch die GNE schon in etwa was mich erwartet mit Narkose etc. die GNE damals war ja meine aller erste OP und da war die Angst natürlich riiiiesen groß! Um Punkt 7 kam ich wie vereinbart im Krankenhaus an. Die Schwester erwartete mich schon hektisch und meinte „So, jetzt müssen wir uns aber beeilen, Sie müssen in 20 Minuten unten sein!“ Na gut mir soll´s recht sein, umso schneller ist es vorbei, dachte ich mir nur ;-) Also nochmal Blut abgenommen bekommen (warum auch immer), Blutdruck gemessen, OP-Hemd + Strümpfe an, LMA-Tablette genommen und ins Bettchen gelegt J Ich war immer noch nicht aufgeregt aber die LMA-Tablette hatte bei mir auf keinem Fall so geholfen wir vor einem Jahr. Da hab ich mich wirklich leicht und irgendwie weggebeamt gefühlt, diesmal war alles ganz normal.

Im OP-Bereich angekommen wurde ich erstmal in die Warteschleife gestellt. Meine Güte ist da ein rein und raus, schlimm. Neben mir wurde dann ebenfalls eine jüngere Frau abgestellt, wir unterhielten uns noch kurz bekamen den „Krankenhauscocktail“ der die Magensäure bändigen soll und dann ging´s auch schon in den Vorraum zur Anästhesie. Zack vom Bett in die Liege, OP-Hemd aus, verkabelt worden, Infusion gelegt und gewartet bis mir schwummerig werden sollte. Nebenbei sagte mir die Helferin noch, dass ich einen Blasenkatheter gelegt bekomme. Das war mir neu, aber wehren konnte ich mich jetzt eh nicht mehr. Und dann fiel ich auch schon ins Land der Träume. Als ich im Aufwachraum zu mir kam habe ich erstmal gefühlt ob ich einen Blasenkatheter trage :-D Dieser wurde aber wohl noch während der Narkose gezogen – zum Glück! Mir war wieder so eisekalt, dass der Wärmeschlauch wie schon bei meiner GNE zum Einsatz kam. Meiner Meinung nach lage ich ca. ne Stunde in dieser Aufwachschleuse und war gegen 12 Uhr wieder auf meinem Zimmer. Die OP hat ca. 2 ½ Stunden gedauert.

 

Auf dem Zimmer angekommen musste ich auch relativ schnell auf Toilette. Ich sollte langsam machen – durfte aber alleine gehen. Der erste Blick in den Spiegel war grausam. Diese Drainagenschläuche, die Sonde – war alles heavy und man dachte rein optisch ich wäre Todsterbens krank! Meine Zähne habe ich mir dann auch mal angeguckt und erst da so richtig gemerkt, dass meine beiden Kiefer komplett mit Gummi´s fixiert sind. Das ich nach der OP Gummi´s bekomme war mir ja bewusst aber so viele?? Ich hatte noch extra meinen KFC bei einem Vorgespräch gefragt ob mein Kiefer verdrahtet wird bzw ob ich nach der OP sprechen kann und er verneinte die Verdrahtung und das sprechen wär auch kein Problem – dabei finde ich das die Gummi´s einer Verdrahtung doch sehr nachkommen denn bewegen kann ich nichts und sprechen gerade auch noch mit der Drainage im Mund, fast unmöglich.

Der Arzt kam nochmal kurz rein, sagte das alles gut gelaufen sei und das er sehr zufrieden ist.

Gegen 4 Uhr kam dann mein Freund, er war auch geschockt wie viele Gummis ich im Mund hatte und überhaupt wie ich aussehe :-D Nun ja, passiert J

 

So endete der Tag um 8 Uhr mit einer Infusion Antibiotika, doch relativ unspektakulär ohne Schmerzen und ohne besondere Vorkommnisse.

 

24.05.14 – 1. Tag Post-OP, Samstag

 

Gegen halb 6 war bei uns Bewegung im Zimmer und da wird man dann automatisch wach… Ob ich gut geschlafen hab kann ich gar nicht mehr sagen, aber schmerzen o. ä. hatte ich keine. Um 8 Uhr gab´s die Infusion sowie die erste Sondenkost. Die Schwester zeigte mir kurz wie vorzugehen ist, danach machte ich den Rest alleine. Ein Glas Sondenkost und zum nachspülen ein Glas Tee, damit die Sonde nicht verstopft. Danach gab´s noch Cortison durch die Sonde (gegen die Schwellung) und ich machte nochmals ein kleines Nickerchen J Zwischendurch habe ich nochmal eine Infusion Flüssigkeit bekommen, weil ich selbst merke das ich zu wenig trinke (war auch viel zu aufwendig mit Spritze & Co.) Die Schwellung war natürlich schon vorhanden aber noch total im Rahmen, da kühlen ja momentan meine Hauptbeschäftigung war. Bei der Visite fragte mich der Kollege von meinem Arzt nach meinem Befinden und legte mir nahe, bei der ME mein Kinn noch operieren zu lassen. Hallo???? Ich lag in meinem Bett, 1. Tag Post-OP und der hat nix besseres zu tun als sich über mein Kinn Gedanken zu machen? Naja ich hätte ja jetzt genügend Überlegungszeit bis zur ME und hätte die freie Wahl. Wenn ich im Reden nicht so eingeschränkt gewesen wäre hätte ich dem paar Worte zurück gegeben aber so war es mir die Mühe nicht wert und ich habe einfach abgenickt.

 

 So ging der Tag mit Besuch, Sondennahrung und um 8 Uhr die Infusion zu Ende. Die Nacht war nicht so pralle, schlafen mit so hohem Kopfteil bin ich nicht gewöhnt aber muss sein. So hab ich mich irgendwie durch die Nacht gekämpft, passiert. Schmerzen o. ä. waren bisher nicht vorhanden.

 

25.05.14 – 2. Tag Post-OP, Sonntag

Der Tag war dem Vortag sehr ähnlich. Die Schwellung ist nochmal etwas mehr geworden, aber dennoch finde ich das es mich ganz gut getroffen hat und es jemand bezüglich der Schwellung gut mit mir gemeint hat ;-) Vielleicht haben mich hier auch meine Helferlis die Globulis (Arnica und Hypericum ) sowie Traumeels bei unterstützt J

 

26.05.14 – 3. Tag Post-OP, Montag

 

Ja was soll ich schreiben? Schwellung nochmal etwas mehr und bis 16:30 Uhr der gewohnte Tagesablauf der letzten Tage. Aber dann kam mein KFC zur Visite. Ziemlich spät aber so ist das eben wenn man Belegarzt ist. Er begrüßte mich mit den Worten: „Na, sollen wir heute die Drainage ziehen?“ Jaaaaa, das ist genau das was ich hören wollte J Also ab ins Behandlungszimmer… Mund auf, nochmal die Worte „Achtung, es geht los!“ Und schon wurd an dem Ding gezogen. Aaaalter Schwede, wie lang ist das Teil????? Und wo war das die ganze Zeit versteckt :-D Beim ziehen gab es eine Art Unterdruck und so ein komisches „blobben“ aber weh getan hat das nicht. Auch die zweite Seite war schnell draußen. Es war unangenehm aber durchaus auszuhalten!“ Danach sollte ich nochmal kühlen und mich hinlegen, damit mein Kreislauf nicht schlapp macht. Ich hab mich gefühlt wie Neugeboren ohne diese Teile im Mund. Ich konnte endlich mal die Lippen ganz schließen, auch wenn durch die Schwellung noch nicht so einfach, aber es ging J Trinken ging auf einmal auch viiiiel besser und die Welt war in Ordnung J Das war dann bisher der aufregendste Tag hier im  KH ;-)

 

27.05.14 – 4. Tag Post-OP, Dienstag

 

Im Laufe des Tages ging mir die Magensonde ziemlich auf den Keks. Ich war fest entschlossen dem KFC bei der Visite drum zu beten, mich von dem Teil zu befreien. Da die Visite wieder sehr spät war und ich mir gerade das Abendessen einflößte :-D als er kam, habe ich die Chance genutzt und bisschen auf die Tränendrüse gedrückt. Er hätte sie halt lieber noch drin gelassen, aufgrund der Wundheilung aber mir sind tausend Fälle hier im Forum eingefallen wo Leute nicht mal einen Tag ne Sonde hatten, das 4 Tage Wundheilung ohne Essen an der Wunde reichen sollte. Ja mein KFC scheint von der besonders vorsichtigen Seite zu sein, was aber auch okay ist. Also war klar, nach dem Abendessen wird das Teil gezogen. Ab dem Zeitpunkt habe ich die Sonde auch wirklich kaum noch ertragen. Egal wie ich mich bewegte und vor allem beim schlucken, war es einfach nur schmerzhaft im Hals. Das ziehen der Sonde war wieder unangenehm aber erträglich und auch danach habe ich mich direkt um einiges gesünder gefühlt. Der Hals war zwar noch etwas beleidigt beim schlucken, aber auch das ging vorbei J Endlich eine Nacht ohne jegliche Schläuche o. ä. im Gesicht, endlich halbwegs bequem schlafen, genial J Die Schwellung ist übrigens am zurück gehen.

 

28.05.14 – 5. Tag Post-OP, Mittwoch

 

Tadaaaa, heute gab´s das erste Mal „richtige“ Nahrung zum Frühstück. Klar gab´s nur Suppe und Grießbrei (den ich mir noch mit Wasser verdünnen musste :-D ) aber endlich mal wieder Geschmack zwischen den Zähnen. Danach hingen zwar die vorderen Gummis mit Grießbrei voll, aber das war nach dem Zähne putzen schnell behoben.

Mal gespannt was heute noch passiert, aber eigentlich häng ich hier nur noch ab und gucke der Schwellung zu wie sie verschwindet J Bis Freitag muss ich noch bleiben, sollte noch was außergewöhnliches passieren erwähne ich es hier natürlich noch ;-)

Sorry das der Bericht jetzt doch so lang geworden ist, im Eifer des Gefecht´s hab ich das gar nicht bemerkt, upppps J

Bilder gibt’s in meiner Bildergeschichte sobald ich Zuhause bin!

 

Bis dann & alle die diese OP noch vor sich haben – alles wird gut und für mein Befinden war die OP nicht schlimmer als die GNE, aber da ist ja jeder anders!

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