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Kiefi10

Unterkieferrückverlagerung am 06.06.2014

Hallo zusammen,

 

ich will mich kurz vorstellen: Ich bin männlich und gehöre mit meinen 54 Jahren schon zu den älteren Semestern. Und ich habe einen Kreuzbiss, der mich bis vor zwei Jahren eigentlich nicht störte.

Mein kompletter Unterkiefer drohte plötzlich nach innen weg zu kippen.

Ich habe mich dazu entschlossen eine Kieferorthopätische Behandlung mit anschließender Umstellung durchführen

zu lassen.

Jetzt am 05.06.2014 bin ich ins Krankenhaus (Name möchte ich nicht nennen) gegangen. Am 06.06.2014 wurde die Operation in Angriff genommen. Als ich aus der Narkose aufwachte wurde mir mitgeteilt das die Umstellung nicht durchgeführt werden konnte, da der Knochen nicht wie gewünscht gebrochen ist.

Ich bin im Moment ziemlich am Boden zerstört.

Frage: Ist jemand auch schon mal passiert und wie ging es anschließend weiter??

 

Mfg

 

Kiefi10

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Hallo Kiefi,

 

das Gefühl, aus der Narkose aufzuwachen und gesagt zu bekommen, dass die OP nicht wie geplant durchgeführt werden konnte, kenne ich von meiner abgebrochenen GNE und es ist besch..... Vor allem weil bei mir ein knochengetragener Distraktor eingesetzt werden sollte und da war nicht, so dass für mich sofort klar war, irgendetwas ist nicht wie geplant gelaufen. Und dann erklärte mir der Idiot im Aufwachraum (nicht der KC, sondern derjenige, der für die Überwachung zuständig war), dass alles in Ordnung sei, was zwar aus seine Sicht stimmte, aber natürlich nicht aus meiner.

 

Das hört sich jetzt bei Dir nach einem "bad split" an, einer Komplikation, die auf alle Fälle auftreten kann. Ich bin mir (mit meinem Laienwissen) nicht sicher, ob diese Komplikation wirklich vermieden werden kann, wenn man z.B. mit piezoelektrischen Sägen arbeitet. Was kommt denn jetzt an Vorschlägen von Deinem KC, wie er weiter vorgehen will? Oder läßt er Dich jetzt einfach hängen? Ich nehme an, momentan hast Du jetzt Platten drinnen, die erst einmal den falschen Bruch in der alten Stellung fixieren sollen, oder? Wäre eventuell eine OK-VV statt der UK-RV eine Option?

 

Hier noch ein Link, wie warum es zu dem falschen Bruch kommen kann:

 

Dringe auf alle Fälle drauf, dass man Dir erklärt, wie es jetzt weitergeht, da diese Situtation auch eine ziemliche seelische Belastung darstellt. Falls Du kein Vertrauen mehr in den KC hast, suche Dir einen neuen KC, wobei es bei Dir etwas schwieriger werden kann. Ich würde aber sagen, die Qualität des KCs/KH zeigt sich nicht im Auftreten des "bad splits", sondern wie danach damit umgegangen wird, ich würde aus dem Auftreten dieser Komplikation (die Du höchstwahrscheinlich auch im Aufklärungsgespräch auch unterschrieben hast) dem KC nicht automatisch das Vertrauen entziehen, aber wenn Du Dich danach komplett alleingelassen fühlt, suche Dir einen anderen KC.

 

Alles Gute für Dich!

 

Irene

 

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Hallo Schokolädchen,

 

vielen Dank für Deine lieben einfühlsamen Worte, die kann ich im Moment echt gebrauchen.

 

Ich fühle mich bei meinem KC immer noch gut aufgehoben. Er gibt sich echt Mühe und hat mir auch an Hand einer aktuellen Röntgenaufnahme den Bruchverlauf gezeigt.

Morgen soll noch mal ein Gespräch mit dem Chefarzt stattfinden, dann sehen wir weiter.

Allerdings muss ich mich jetzt noch mindestens ein halbes Jahr gedulden, bis wir wieder weiter machen können.

Übrigens bei mir wurde mit einer piezoelektrischen Sägen gearbeitet.

 

Danke noch mals.

 

 

 

Kiefi

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Das ist sehr schade für dich und es ist wahrscheinlich schwierig jetzt das halbe Jahr zu warten...Bei der Op wird ja zunächst ein "Sollbruchspalt" geschaffen, dann kommen Hammer und Meisel zum endgültigen Brechen zum Einsatz und dabei kann es schonmal vorkommen, dass der Bruch nicht durch den vorher geschaffenen Spalt verläuft.

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Oh man, ich wusste garnicht das sowas überhaupt passieren kann!!!!

Dennoch finde ich es gut das du deinem KfC vertraust und ihr gemeinsam nach einer Lösung sucht!!

Ich wünsche dir alles Gute - auch wenn das jetzt erstmal warten bedeutet!

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Hallo kiefi,

 

erst einmal gut, dass Dich Dein KC nicht alleine läßt und Du noch Vertrauen hast. Das mit den 6 Monaten hatte ich befürchtet, der Bruch muß jetzt einfach erst einmal sicher heilen. Vielleicht kann Dein KFO ja jetzt schon etwas von der Feineinstellung machen, die er sonst erst nach der OP gemacht hätte.

 

Ich weiß nicht, ob es hilft, bei chris80 mußt die erste Bimax (wegen starker Blutungen) abgebrochen werden und er hat in seinen Beiträgen sehr anschaulich beschrieben, wie verzweifelt man sich danach fühlt, je nach Stimmung kann es ja helfen zu wissen, dass es auch andere gibt, die das Gefühl einer abgebrochenen OP kennen.

 

Liebe Grüße!

 

Irene

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Hallo zusammen,

 

vielen Dank noch mal Eure echt liebe Anteilnahme. Dieses Forum ist echt ein Segen. Es ist ein gutes Gefühl, das es Menschen gibt die die Problematik kennen.

 

Heute wurde ich aus dem Krankenhaus entlassen, das ist erstmal wieder ein Stück Normalität. 

Nächste Woche bekomme ich die Fäden gezogen. Dann beginnt die Wartezeit.

In einem halben Jahr sehen wir dann weiter.

 

Auf die Reaktion meines KFO bin jetzt echt noch gespannt.

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Hallo ,

 

nachdem ich im Juni d.J. von meinem Missgeschick geschrieben habe, wollte ich Euch nun von meinem weiteren Werdegang berichten.

 

Im Juni, bekam ich bereits einen neuen Termin für einen weiteren Versuch zur Kieferrückverlagerung im Dezember d. J. Eine Woche vor dem

OP-Termin wurde ein neues Röntgenbild erstellt um dann endgültig festzulegen, ob die OP nun tatsächlich durchgeführt wird.

Diesem Termin schaute ich mit Skepsis entgegen, was sich im Nachhinein als unbegründet darstellte. Die OP konnte termingrecht angegangen werden.

 

Am 02.12.14 Einweisung ins Krankenhaus: Aufnahme auf Station, Blutentnahme, das wars für den Tag. Am Abend bekam ich eine

kleine Schlafhilfe verpasst.

 

03.12.14: 6.00Uhr wecken, Einnahme einer weiteren Tablette. Danach weiß ich ehrlich gesagt nicht mehr viel: Den Weg zum OP-Raum habe ich noch mitbekommen. Danach erst wieder als die OP beendet war. Ich wurde nach ca. 1Stunde geweckt mit dem für mich erfreulichen Hinweis: die OP hat funktioniert.

Ich war erst mal erleichtert :476: . Dann Abtransport zur Überwachungsstation. Der Tag und die Nacht dort, war einfach nur schrecklich.

Vier Personen in einem Raum und immer piepst irgendwas. Die Beschäftigten dort waren wirklich sehr lieb. Irgendwie habe ich das ganze dann doch hinter mich gebracht.

 

04.12.14: 09:30Uhr Verlegung auf die Normalstation. Welch eine Wohltat. Nahrungsaufnahme über die Magensonde.

 

05.12.14 -06.12.14 keine besonderen Vorkommnisse. Ich sehe zwar aus wie ein Preisboxer, aber mir geht es den Umständen entsprechend gut. In der Nacht vom 06.12.14 zum 07.12.14 hat mich die Magensonde unheimlich genervt :465: . Die Nachschwester meinte ich sollte am nächsten Morgen der Visitte Bescheid geben.

Daraufhin bekam ich diese bereits am Sonntag dem 07.12.14 entnommen. Ursprünglich war Montag der 08.12.14 vorgesehen, also einen Tag vorher. Woww, welch eine Wohltat. Essen mit dem Löffel. Lecker Suppenkost, hmmm. Achso, meine Kiefer sind mit Gummis fixiert.

 

07.12.14: Zur Ambulanz: Der Arzt eröffnete mir, das die OP gut verlaufen sei und ich schon morgen nach Hause könnte.

Wahnsinn, wie schnell das ganze nun geht :483:

 

08.12.14: Entlassung.

 

Heute sollen die Gummis raus.

 

Dies wollte ich nur noch mal mitteilen, nachdem einige von Euch so einfühlsam waren.

 

Viele Grüße

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