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Chris90

Chronische Kieferprobleme nach Kinnvorverlagerung

Hallo,

 

ich bin neu hier im Forum und dies ist mein erster Beitrag. Ich heiße Christian, bin 23 Jahre alt und studiere in Bonn

 

Ich bin ziemlich verzweifelt. Ich habe im März 2009 in der Uniklinik für Mund-,Kiefer- und Gesichtsschirurgie in Essen eine Kinnvorverlagerung vornehmen lassen und habe seitdem chronische Kieferprobleme. Die dumme OP war aus rein ästhetischen Gründen und der größte Fehler in meinem Leben.

 

Schon bei der OP an sich lief vieles schief. Ich wurde von Prof.Dr.Dr. Mohr dem Direktor der Uniklinik operiert. Es war vorab abgesprochen, dass das Kinn um 8mm nach vorne und 2mm nach unten verlagert werden sollte. Stattdessen wurde das Kinn um 8mm nach unten und 2mm vorne verlagert, also genau das Gegenteil. Herr Mohr meinte anschließend, er wäre der Ansicht gewesen, das würde so besser aussehen, erklärte sich aber sofort bereit, mich wenige Tage nach der 1.OP nochmal nachzuoperieren. Ich bin mir sicher, dass schlicht die Angaben verwechselt wurden. Nach der 2. OP entsprach die Verlagerung 5mm nach vorne und 5mm nach unten. Auch danach schien alles chaotisch, so habe ich im Nachhhinein noch Forderungen/Rechnungen über von mir längst im Voraus beglichene Leistungen erhalten.

 

Vor der OP hatte ich niemals iwelche Kieferprobleme. Doch Im Januar/Februar 2010 bemerkte ich erstmals ein Kieferknacken. Bald darauf kamen heftige Schmerzen hinzu. Ich habe die Schmerzen seitlich hinter dem Kieferknochen, vom Ohr abwärts bis zur unteren Kieferkante. Ich habe dort überall Knoten/chronische Verhärtungen in der Muskulatur und bin mir sicher, dass diese für die Schmerzen verantwortlich sind. Ich habe auch unter dem Unterkiefer überall Knoten(Myogelosen). Es ist wohl hauptsächlich der musculus digastricus betroffen. Im Massetermuskel z.B. habe ich keine Verhärtungen. Vor allem durch Lachen verstärken sich die Schmerzen. Ich kann seit Jahren nicht mehr richtig lachen. Mit den Jahren wurden die Kieferschmerzen zwar etwas besser, aber dafür habe ich mittlerweile sehr starke Nackenschmerzen, die meiner Ansicht nach mit den Kieferproblemen zusammenhängen.

 

Außerdem ist mein Kinn/Kiefer mittlerweile richtig schief(Foto)!!! Auch beim Kauen verzieht sich mein Kiefer(das Kauen soll das 2. Foto zeigen). Ich bin mir sicher, dass dies an den Weichteilen liegt, da beim Röntgen alles unauffällig erscheint. Mein Kinn war vor der OP absolut gerade. Die Lymphknoten am Hals sind außerdem seit 4 Jahren dauerhaft geschwollen!

 

Als die Probleme begannen, war ich nochmal in der Uniklinik Essen. Herr Mohr meinte damals, die Probleme würden nicht von der OP kommen. Ich war in den 2 Jahren danach bei einer Zahnärztin und einem Kieferchirurgen. Leider habe ich beiden nur von den Kieferproblemen und nichts von der Kinnvorverlagerung erzählt, da ich mich dafür geschämt habe. Dummerweise leide ich unter einer Sozialen Phobie, weshalb ich große Hemmungen im sozialen Kontakt habe und sehr unsicher bin. Ich habe jeweils eine Aufbisschiene bekommen, die aber absolut nichts gebracht haben.

Zuletzt war ich in der Uniklinik für MKG-Chirurgie in Bonn, dort habe ich dann endlich auch von der Kinnvorverlagerung und allem erzählt. Leider wurde ich dort wohl nicht wirklich ernst genommen, was wohl an meinem sehr unsicheren Auftreten liegt, so dass mich der Termin leider auch nicht weitergebracht hat.

 

 

Ich bin mir sicher, dass mein mittlerweile schiefes Kinn und meine Kieferprobleme von der OP damals kommen. Aber ich weiß nicht mehr wirklich weiter und habe keine Ahnung, wie ich das in den Griff kriegen soll. Ich hoffe, dass ihr mir Tipps/Empfehlungen geben könnt, wie ihr an meiner Stelle weiter vorgehen würdet! 

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Direkt weiterhelfen kann ich dir nicht, mit Kinnverlagerungen kenne ich mich nicht aus. Aber weshalb hattest du das Gefühl, dass du in der MKG-Abteilung in Bonn nicht ernst genommen wordest? Bei welchem Arzt hattest du dich vorgestellt?

Hast du schon einmal an Physiotherapie gedacht? Meine Muskeln sind im Gesicht auch seit meiner Kieferoperation verhärtet und die Physio lockert das wunderbar auf, so dass meine Schmerzen, die von den Muskeln her ausstrahlen, immer weniger werden.

 

Was ich dir nur noch weiter auf dem Weg geben kann, ist: Sei ehrlich. Wenn du den Chirurgen und dem Zahnarzt nichts von der Kinnverlagerung erzählst, dann wird dich das so auch in der Zukunft nicht weiterbringen.

 

Ich lasse das Urteilen zu der Kinnthematik den anderen hier, die mehr Ahnung davon haben. 

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Direkt weiterhelfen kann ich dir nicht, mit Kinnverlagerungen kenne ich mich nicht aus. Aber weshalb hattest du das Gefühl, dass du in der MKG-Abteilung in Bonn nicht ernst genommen wordest? Bei welchem Arzt hattest du dich vorgestellt?

Hast du schon einmal an Physiotherapie gedacht? Meine Muskeln sind im Gesicht auch seit meiner Kieferoperation verhärtet und die Physio lockert das wunderbar auf, so dass meine Schmerzen, die von den Muskeln her ausstrahlen, immer weniger werden.

 

Was ich dir nur noch weiter auf dem Weg geben kann, ist: Sei ehrlich. Wenn du den Chirurgen und dem Zahnarzt nichts von der Kinnverlagerung erzählst, dann wird dich das so auch in der Zukunft nicht weiterbringen.

 

Ich lasse das Urteilen zu der Kinnthematik den anderen hier, die mehr Ahnung davon haben. 

Ich war bei Dr. Reich. Als ich ihm z.B. gezeigt habe, wie ich kaue, meinte Herr Reich sofort: "So kauen sie nicht!". Dabei kann ich nicht anders kauen, ohne dass mein Kinn sich verzieht. Ich denke, das liegt an den Verspannungen. Außerdem konnte Herr Reich auch nicht erkennen, dass mein Kinn schief wäre, obwohl es schon auffällt und mein Hausarzt z.B. das auch so sieht. Und wenn ich was gesagt habe, kam jedesmal so ein dummes:"jaja, jaja". Bin wie gesagt leider sehr unsicher in meinem Auftreten und bin mir sicher, dass mit mir anders umgegangen worden wäre, wenn ich selbstsicherer wäre.

 

Das mit der Physiotherapie werde ich mir auf jeden Fall überlegen. Was wird denn bei dir in der Physio genau gemacht?

 

Und ich werde in Zukunft natürlich die Kinnvorverlagerung auch nicht mehr bei Ärzten verschweigen.

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Mensch, du trust mir so leid. Ich habe ähnliche probleme seit meiner kinnop. Hast du deinen uk vor der op immer vorgeschoben?

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Abend,

Kieferknacken sollte bei einer Genioplastik eigentlich nicht als Folgebeschwerung auftreten. Lass dich von einem zweiten KFC röntgen und dort eine Meinung einholen. Es kann sein, dass sich die Titanschrauben gelöst haben und daher dein Kinn vorwiegend beim Essen hin und her wackelt (das hoffe ich nicht, aber bei nicht richtiger Anwachsung durchaus möglich...) Das dein Arzt die Angaben verwechselt hat wäre durchaus möglich, tut mir auch sehr leid für dich. Wir sind leider hier nur Laien und können dir keine genaue Auskunft darüber geben (jedenfalls ein Großteil der User nicht). Soziale Phobie kann ein Psychologe in der heutigen Zeit gut behandeln - schämen als Argument gilt hier nicht. Ich bin hier offen: Psychische Störung. Im späteren Beruf kann es schlimmer werden. Nicht böse gemeint..

Grüße.

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Abend,

Kieferknacken sollte bei einer Genioplastik eigentlich nicht als Folgebeschwerung auftreten. Lass dich von einem zweiten KFC röntgen und dort eine Meinung einholen. Es kann sein, dass sich die Titanschrauben gelöst haben und daher dein Kinn vorwiegend beim Essen hin und her wackelt (das hoffe ich nicht, aber bei nicht richtiger Anwachsung durchaus möglich...) Das dein Arzt die Angaben verwechselt hat wäre durchaus möglich, tut mir auch sehr leid für dich. Wir sind leider hier nur Laien und können dir keine genaue Auskunft darüber geben (jedenfalls ein Großteil der User nicht). Soziale Phobie kann ein Psychologe in der heutigen Zeit gut behandeln - schämen als Argument gilt hier nicht. Ich bin hier offen: Psychische Störung. Im späteren Beruf kann es schlimmer werden. Nicht böse gemeint..

Grüße.

Daran kanns eigtl nicht liegen. Die OP ist ja jetzt schon 5 Jahre her und die Platten sind ja auch schon seit über 4 Jahren draußen und wie man auf Röntgenbildern sieht, ist da auf jeden Fall alles richtig verwachsen. Das Ganze muss im Prinzip an den Weichteilen liegen.

 

Natürlich ist die Soziale Phobie keine Ausrede und ich arbeite ja auch jeden Tag daran und es verbessert sich ja auch allmählich. Ich habe das mit der Phobie nur geschrieben, um zu erklären, warum ich die Sache mit den Kieferproblemen nicht schon früher konsequenter angegangen bin (man hat durch die Phobie ja auch allgemein Hemmungen zu Ärzten zu gehen). Und damit man als Außenstehender vllt zumindest ein bisschen nachvollziehen kann, warum ich den Ärzten, bei denen ich vor ein paar Jahren war, die (Schönheits-)OP aus Scham verschwiegen habe. Mittlerweile würde ich natürlich nicht mehr auf die Idee kommen, da was zu verschweigen.

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Hi,

 

meines Erachtens sind bei deiner OP schlichtweg die Maße verwechselt worden.

 

Ich kann mir aber nicht vorstellen, daß dein Kieferknacken auf die Genioplastik zurückzuführen ist, da bei so einem Eingriff nur der vordere Teil des UK durchtrennt wird.

 

Jedoch können Gewebeschäden sehr wohl entstehen auch bei einer Erst-OP.

 

Dein Kiefer ist schief, stimm ich dir voll und ganz zu.

Links tiefer als rechts.

 

Ich finde auch, daß dein unteres Gesichtsdrittel etwas zu lang ist, sprich dein Kinn zu viel verlängert wurde.

 

Wenn du dein Problem beheben willst, wirst du um eine weitere OP nicht drumrum kommen.

 

LG

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Hm, ja. Dr. Reich ist der Leiter der MKG-Abteilung und hat schon Ahnung wovon er spricht. Hatte ihn nach der OP nur immer bei der Visite gesehen, fand ihn damals auch nicht sonderlich sympatisch und bin "froh" andere Ansprechspartner zu haben. Vielleicht versuchst du es mal beim Dr. Peters oder Dr. Wenghöfer? Sind beide top, vom Dr. Peters wurde ich auch operiert :-) Die Sprechstunde ist allerdings im Stadtzentrum und nicht am Venusberg.

In der Physio werden noch die Verspannungen gelockert. Ich liege dort und mache nicht viel während die Therapeutin mir im Gesicht rumtatscht :)

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Ein guter myofunktionell geschulter Logopäde (er sollte das als Schwerpunkt anbieten) ist näher an den Ursachen und die bessere Adresse.

 

Gruß Norbert

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Ein Rezept kann der Hausarzt / Zahnarzt / KFO oder der KFC erstellen. Sinnvoll ist allerdings das Anamnese Gespräch vorher zu machen und sich genau sagen zu lassen, was auf dem Rezept stehen soll.

 

Gruß Norbert

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Melli000:

Das hättest du auch selbst machen können, Google machts möglich.

 

Die Anamnese (von griechisch ἀνάμνησις, anámnēsis, „Erinnerung“) ist das Ergebnis einer Erhebung im Rahmen der ärztlichen Tätigkeit. Die Anamnese fasst die Leidensgeschichte eines Patienten aus seiner persönlichen Erfahrung zusammen, die Aufzeichnung besorgt der behandelnde Therapeut.

Im Rahmen der ärztlichen Sorgfaltspflicht ist zusammen mit einer sorgfältigen Erhebung der Anamnese eine Diagnose möglich, die Voraussetzung einer sachgerechten Therapie werden kann. Die Anamnese wird im Regelfall vor oder spätestens bei der medizinischen Untersuchung erhoben oder ist Teil der Untersuchung.

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Kann es sein, dass genannte Ärzte zurückhaltend bei der Ausstellung von Rezepten sind, weil sie evtl. ihr Budget belasten, wie es bei Hausarztpraxen der Fall ist? Wo kann man so etwas in Erfahrung bringen? Krankenkasse?

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Kann ich mir auch gut vorstellen!

Mir geht es eig nur um mein "Kreuselkinn" bin zwar erst 4 Wochen Post-OP (UKVV) aber ich denke da wird sich optisch nicht mehr viel ändern! Weiß aber auch nicht ob dAs Sache eines Logopäden ist oder nicht doch Physio? Meine Zungenposition ist meiner Meinung nach korrekt, alles nicht so einfach! In 3 Wochen hab ich KFO Termin, bin gespannt wie er reagiert wenn ich nach Logopädie Frage?!

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Zumindest in BW belastet der Zahnarzt sein Budget nicht wenn er ein Logopädierezept ausstellt. Es ist oft schlicht Unkenntnis wenn ein Rezept verweigert wird. Darum empfehle ich immer zuerst zum Logopäden zu gehen und sich genau sagen zu lassen was auf dem Rezept stehen soll und auch über die rechtliche Situation weiß der Logopäde bescheid. Mit diesem Informationsvorsprung ist es sehr viel einfacher ein Rezept zu bekommen.

 

Melli000:

Mit deinem Kreuselkinn bist du definitiv richtig beim Logopäden (wenn er gut ist) man kann es nicht oft genug sagen und myofunktionell geschult ist. Fast jeder Logopäde hat eine HP und gibt darin seine Schwerpunkte an und welche Fortbildungen er besucht hat.

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Hallo Chris,

 

ich denke schon, daß auch bei einer Kinnplastik Gelenkknacken entstehen kann, da sich die Druckverhältnisse dabei auch ändern, wenn auch leicht, aber die Auswirkungen lassen sich eben selten vorhersehen.

Ich habe zwar seit der Bimax kein Gelenkknacken, aber nach 4 MOnaten post-OP ist immer noch alles taub und steif, daher habe ich jetzt einen Osteopathen (eig. macht er sensomotorische manuelle Schmerztherapie) aufgetan, der sich u.a. auf Kieferprobleme spezialisiert hat. Vielleicht gibt es so jemanden auch in deiner gegend? Ich denke, auch solche Ansätze sollte man ausprobieren! Ich werde dann mal berichten, wenn es losgegangen ist!

 

VG, bergfee

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Chris90:

 

Was machst du denn bei dem ersten Bild, das sieht schon sehr komisch aus. Öffnest du da die Zähne soweit es mit geschlossenen Lippen geht? Auf dem zweiten Bild kann ich nichts auffälliges entdecken was eine soziale Phobie erklären könnte.

Wenn du kauen abbilden willst brauchst du ein Video also eine Bilderfolge. Du kannst vor dem Spiegel dein Schlucken konntrollieren wenn du dafür die Gesichtsmuskulatur zur Unterstützung brauchst, also der Schluckvorgang in der Gesichtsmuskulatur sichtbar wird sind deine tonischen Muster etwas aus dem Ruder gelaufen und es besteht Handlungsbedarf.

 

Deine tonischen Muster (Myofunktionen) die du vor deiner OP hattest waren dieser Situation angepasst so dass du schmerzfrei mit der Dysgnathie leben konntest. Der Körper ist zu erstaunlichen Kompensatzionsleistungen fähig. Leider wurde versäumt diese Muster der veränderten Situation anzupassen (spontan tun sie dies in den seltesten Fällen). Das ist vermutlich der Grund deiner muskulären Verkrampfungen.

 

Dieses muskuläre Chaos kann ganz alleine für all deine Probleme verantwortlich sein.

 

Gruß Norbert

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Auf dem zweiten Bild kann ich nichts auffälliges entdecken was eine soziale Phobie erklären könnte.

 

 

Deine tonischen Muster (Myofunktionen) die du vor deiner OP hattest waren dieser Situation angepasst so dass du schmerzfrei mit der Dysgnathie leben konntest. Der Körper ist zu erstaunlichen Kompensatzionsleistungen fähig. Leider wurde versäumt diese Muster der veränderten Situation anzupassen (spontan tun sie dies in den seltesten Fällen). Das ist vermutlich der Grund deiner muskulären Verkrampfungen.

Mein (mittlerweile) asymmetrischer Kiefer ist natürlich auch nicht der Grund für meine Soziale Phobie.

 

Ich hatte vor der OP auch keine Dysgnathie, sondern einfach nur ein leicht fliehendes Kinn.

 

Ich glaube, ich habe mittlerweile selber den Grund meiner Beschwerden herausgefunden: Der musculus digastricus haftet ja vorne am Kinn und verläuft dann zuerst unterm Kiefer, dann an den Kieferseiten bis zu den Ohren. Unter dem Kiefer habe ich ja olivengroße Knoten(Myogelosen) und dann an den Seiten unter den Ohren die Spannungsschmerzen.

 

Der digastricus wurde ja damals bei der OP am Kinn haftend zusammen mit dem Kinn um 5mm nach vorne und 5mm nach unten verlagert und in der neuen Position fixiert. Dadurch stand der Muskel ja auf einen Schlag viel stärker unter Spannung. Wahrscheinlich haben sich deswegen die chronischen Verspannungen/Myogelosen eingestellt.

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Glaube doch nicht mehr, dass das Ganze an den Weichteilen liegt.

 

Wenn ich mit den Händen alles, was ich an Weichteilen zu fassen kriege, hochziehe, sieht man im Prinzip schon deutlich, dass der Unterkieferknochen schief ist. Bei der Röntgenaufnahme im Uniklinikum war meiner Ansicht nach eigtl. auch zu sehen, dass der Knochen nicht richtig verwachsen ist und zur Seite abfällt. Aber Dr. Reich, der Direktor der Uniklink in Bonn, meinte nur, dass das nunmal nicht mehr richtig zusammenwächst und man das nicht wie ein Auto wieder 1:1 zusammenbauen kann, das aber trotzdem richtig verwachsen wäre. Habe mich von der Aussage einlullen lassen. Aber nur auf der linken Seite, zu der das abfällt, war auf dem Röntgenbild ne große lange streifenförmige Lücke im Unterkiefer und auch wenn ich an den Knochenkanten fühle, an denen das Kinn abgesägt wurde, fühlt es sich auch so an, als ob das nach links aberutscht wäre, da links ne recht große Knochenkante zum Kinn hin ist, die rechts nicht da ist. Ich zweifel auch ehrlich gesagt an Herrn Reich, dieser konnte ja auch absolut nicht erkennen, dass mein Kinn/Kiefer schief ist und hat auch sonst nen katastrophalen Eindruck gemacht. Vielleicht hat Herr Reich bei sanego deswegen ne Durchschnittsbewertung von 2/10.

Dafür dass das abgerutscht ist, spricht auch, dass das vor 4,5 Jahren alles kurz nach der Entfernung der Titanplatten anfing. Aber vielleicht hat sich ja auch mit den Jahren mein Unterkiefer als Ganzes verschoben.

 

Hatte im Eingangspost auch was von jahrelang angeschwollenen Lymphknoten geschrieben, mittlerweile weiß ich, dass es sich bei den vermeintlichen dicken Lymphknoten auch um Myogelosen(Knoten) in der Halsmuskulatur handelt.

 

Habe am nächsten Freitag einen Termin bei einer Zahnärztin/Oralchirurgin, welchen mir mein Hausarzt verschafft hat. In ihrer Praxis gibt es auch einen sogenannten "Digitalen Volumentomographen", mit welchem man dreidimensionale Röntgenbilder erstellen kann. Werde darauf drängen, solche Röntgenbilder vom Unterkiefer zusammen mit Oberkiefer anfertigen zu lassen und hoffe, dass man auf diesen dann genau erkennen kann, weshalb mein Kinn/Kiefer schief ist und inwieweit das mit den Schmerzen zusammenhängt.

 

Hab nochmal zwei Bilder angehängt, auf denen man das schiefe Kinn etwas besser sehen kann.

 

Falls noch jemand einen Tipp hat, was ich vielleicht sonst noch unternehmen könnte, wäre ich sehr dankbar ;)

 

Liebe Grüße

 

 

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Hi,

also ich bin ja schon ein Symmetrie-Fanatiker, aber ich sehe das Problem ehrlich gesagt nicht so richtig. Dein ganzes Gesicht ist nicht 100 % symmetrisch wie bei wohl 99 % aller Menschen. Und ich finde nicht, dass das Kinn irgendwie sehr auffallend wäre. Da wo du die Markierung gemacht hast, ist es vielleicht auf der einen Seite wirklich ein bisschen weniger ausgeprägt als auf der anderen, aber ich würde ohne Markierung nichts sehen, weshalb ich jetzt geschätzt hätte, dass man da im Bereich von 1mm oder so unterwegs ist. Auf jeden Fall ein Grad von "Asymmetrie" den man wahrscheinlich bei vielen natürlichen "Kinns" finden wird. Problematisch ist, dass auf dem einen Bild das Licht seitlich einfällt, wodurch auch Schatten entstehen, die jedes Gesicht unsymmetrischer wirken lassen. Vielleicht machst du noch mal ein Foto von das Licht wirklich gerade von vorne oder oben einfällt. Ich hoffe, dass der Arzt klären kann, woher deine funktionellen Probleme kommen.  

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