andrea-p

Hilfe! Neu im Forum und ganz viele Fragen, Panik steigt auf

Hallo,

 

bin neu im Forum, habe schon den ein oder anderen Beitrag geschrieben, aber so langsam, nachdem ich google ziemlich strapaziert habe, steigt Panik in mir auf.

 

Nochmal zu meiner Diagnose: Offener Biss, hinterer Kreuzbiss und Überbiss.

Aufgrund dessen, weil meine Kiefergelenke schmerzen, bekomme ich nächsten Monat 2 feste Spangen verpasst, um 1-1,5 Jahre später eine Bimax machen zu lassen.

Bei meinem Kieferchirurg hatte ich nur ein kurzes Gespräch, genauer Ablauf und simulierte evtl. Nachher-Fotos werden erst kurz vor der OP gemacht.

Langsam frage ich mich, ob er mich einfach nur beruhigen wollte und ich dem zustimme.

 

Nun habe ich aber teilweise so schlimme Sachen gehört, wie z.B.

 

- Metallplatten im Kiefer, die 6 Monate nach OP wieder herausoperiert werden (Aussage meines Chirurgen)

- Splint wird durch Zusatzschrauben im Kiefer montiert

- OP bzw. Schnitte durch die Wangen -> echt? Da bleiben doch Narben zurück?!?

- Schnitt/Schraube über der Nase, um genau auszurichten

 

Ist das wirklich so oder ist das nur Panik-Mache?

Also ich bin kurz davor, das ganze abzusagen und lieber mit meinen Kieferschmerzen zu leben.

 

Sind solche Sachen bei Euch so abgelaufen???

Freue mich über viele Rückmeldungen! Schon mal herzlichen Dank!

 

Andrea

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

-Werbung-

-Werbung-

Kinners, nicht immer so eine Panik schieben!!

 

ad 1) Natürlich hast du Metallplatten im Kiefer, mit Kleber halten die Knoch nicht zusammen

ad 2) Kann ich nix zu sagen, ich hatte keinen Splint

ad 3) Die Schnitte werden IM Mundraum ausgeführt, nix sichtbare Narben

ad 4) Wenn an so einer Schraube ausgerichtet wird, wirst du sie nach der OP bestimmt nicht mehr haben

 

Sorry, dass das etwas hölzern klingt, aber manchmal denke ich, erst mal informieren, am besten NICHT im Internet gucken, dann ist man nämlich sofort sterbenskrank, und bei den Ärzten nachfragen.

 

Oder ansonsten halt bis an das Lebensende mit den Schmerzen leben, auch eine Alternative.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Deshalb wollte ich mich ja auch HIER informieren, weil ja bekannt ist, dass im Internet viel falsches steht.

 

Zu meinem Punkt 1) soll es z.B. laut der Uniklinik andere Platten geben, die sich selbst auflösen, ohne wieder entfernt werden zu müssen. Dauert aber noch, bis ich dort einen Beratungstermin habe.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hallo Andrea,

 

mir bereitete das Thema vor einigen Jahren auch ziemliche Panik ...

 

Je besser ich dann nach und nach Bescheid wusste, desto geringer wurde meine Angst.

Da hat mir dieses Forum mit seinen vielen OP-Erfahrungsberichten sehr bei geholfen.

 

Metallplatten: Ja, in der OP werden die Kiefer mit Metallplatten und -schrauben fixiert. Die meisten lassen die dann später wieder entfernen, zwingend nötig ist das aber nicht. Meine werden z.B. drinbleiben, da sie mich überhaupt nicht stören (mein Chirurg lässt sie fast immer drin).

 

Splint: Dass ein Splint durch Zusatzschrauben im Kiefer fixiert wird, habe ich hier noch nie gelesen. Meist wird er mit Gummis an der Spange befestigt (Ich selber hatte allerdings keinen).

 

Schnitte: Meistens wird nur vom Mundraum aus operiert. In einigen Fällen werden durch sehr kleine Wangenschnitte Schrauben eingedreht oder Drainagen gelegt. Scheint laut den Berichten hier im Forum aber nicht besonders problematisch zu sein.

 

Das mit dem Schnitt/der Schraube über der Nase ist ziemlich selten (kann mich nur an einen einzigen Fall hier im Forum erinnern).

 

Zu all diesen Einzelheiten kannst Du natürlich den Chirurgen befragen.

 

LG, Iris

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hallo Iris,

 

lieben Dank für Deinen Beitrag!

Du hast ja auch schon einige Behandlungen hinter Dir...

 

Ich bin froh, auf dieses Forum gestoßen zu sein, denn hier hat ja jeder so ziemlich das gleiche vor sich.

Und lieber hole ich mir Tipps und Infos von "Gleichgesinnten", das hilft schon ungemein!

 

Ich fühlte mich im Moment einfach total "überfahren", weil plötzlich alles so schnell geht... Gestern beim KO und schon bald die 1. Vorbereitung für die Spange.

Na ja, wenn der Rest der Zeit auch so schnell rum geht, supi!       ;-)

 

Werde mir sicher noch etliche Berichte durchlesen. Und ansonsten auf keinen Fall mehr googeln!   ;-)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hi du!

 

Zu deinem zweiten Punkt habe ich noch eine Anmerkung. Bei mir meinte der KFO, dass eine Außenspange besser wäre, weil man sonst für die Verlagerungs-OP separate Schrauben zur Fixierung anbringen müsste. Mit einer Außenspange kann man sich das sparen, weil dann die Brackets verwendet werden können um den Splint zu fixieren. Vielleicht wären das dann die Schrauben, die du meinst?!?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hallo Ursula,

 

zu den Metallplatten: Es sind eher Plättchen und Schräubchen, kein Vergleich z.B. zu den Schrauben, die ich einige Monate in meinem Sprunggelenk hatte. Ich habe keine Bilder von meinem Metall in meinem Bilderfaden, aber im Bilderfaden haben auch Leute Bilder von ihrem Metall, Chris80 fällt mir da z.B. ein. Und die Alternative zu den Metallplatten wäre eine Verdrahtung für 6 Wochen und das wäre für mich definitiv keine Alternative. Die bioresorbierbaren Platten sehe ich auch nicht wirklich als Alternative an. Ich hatte eine bioresorbierbare Platte, um meinen verbreiterten Gaumen zusätzlich zu stabilisieren, leider wurde offensichtlich im KH vergessen, der Platte die Spezifikation zu zeigen, dass sie sich gefälligst unauffällig auflösen soll. Ich habe den größten Teil der Platte wiedergesehen, da er in Teilen aus der Nase herauskam. Ich meine auch von jemand im Forum gelesen zu haben (ashanti?), bei der die Kiefer mit bioresorbierbaren Platten fixiert wurden und die bei ihr nur Probleme gemacht hatten und für Schmerzen und Entzündungen gesorgt haben. Ich habe auch von KCs schon gehört, dass diese Platten sich auch bei anderen nicht unbedingt auflösen, ich habe den Eindruck, sie werden wirklich nur dann eingesetzt, wenn es nicht anders geht, z.B. bei Kindern. Ob eine Metallentfernung nötig ist, dazu gibt es die unterschiedlichsten Meinungen und es wird immer wieder im Forum diskutiert. Bei mir war relativ klar, dass ich mir das Metall entfernen lasse, weil ich eine Platte im OK direkt unterhalb des Auges gespürt habe, brauchte z.B. eine neue Schwimmbrille, weil die alte gedrückt hat.

 

Nambi könnte zum Splint auf der richtigen Spur sein. Ich hatte Außenbrackets und da wurde der Splint mit Draht direkt an den Brackets fixiert. Ich meine aber, dass in Bad Homburg direkt zur OP eine Schraube gesetzt wird und von allem, was ich von den Schrauben gehört und gelesen habe, ist die Vorstellung, die man sich davon man, deutlich schlimmer als die Realität.

 

Zu den Schnitten: Ich bin zwar nicht wirklich eitel, aber falls Dein KC so operiert, dass Schnitte in den Wangen bleiben, würde ich mir einen anderen KC suchen, da es definitiv auch ohne geht. Im UK werden teilweise die Schrauben durch die Wange eingedreht, und ich habe auch schon Drainagen gesehen, die durch die Wange geführt werden, aber da frage ich mich, warum. Nur weil es einfacher für den Chirurgen ist? Ich habe alle meine Schnitte im Mundraum, außer meinem KC sieht diese Narben eigentlich nur noch mein Zahnarzt.

 

In meinem OP-Bericht steht ganz am Anfang etwas von einem nasofrontalen Pin, der offensichtlich zur Ausrichtung dient. Ich kann Dir noch nicht einmal sagen, wo er genau gesessen hat, er hat offensichtlich keine Spuren hinterlassen und sowohl Setzen als auch Entfernung des Splints erfolgte in Narkose.

 

Kannst Du ja mal meinen OP-Bericht durchlesen, obwohl er nicht unbedingt etwas für Anfänger ist.

 

Liebe Grüße!

 

Irene

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Ich würde erstmal den konservativen Methoden vertrauen. Physiotherapie und Logopädie. Dein offener Biss und Kreuzbiss haben Ursachen. Dein Zungenverhalten und Schluckmuster ist mit Sicherheit behandlungsbedürftig.

 

Wenn man die muskulären Habits verbessert hat, haben KFO und auch Chirurgie deutlich bessere Prognosen.

 

Bei den Kieferchirurgen der MH-Hannover findet sich ein wunderbarer Text der auch diesen Weg unterstützt und sehr gut begründet.

 

Es lohnt schon hier die Berichte genau zu lesen. Auch nach KFO und OP sind die Habits (schlechte Angewohnheiten) häufig noch da und gefährden die mühsam über Jahre erreichten Ergebnisse.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Bei meinem Kieferchirurg hatte ich nur ein kurzes Gespräch, genauer Ablauf und simulierte evtl. Nachher-Fotos werden erst kurz vor der OP gemacht.

 

So war das bei mir auch. Im Nachhinein, nach dem völlig inakzeptablen Op-Ergebnis, hieß es, es war ausführlich und klar abgesprochen, was gemacht wird.

 

Nach 8 Jahre Wartezeit auf das Gutachten stehe ich nun kurz vor meiner Gerichtsverhandlung gegen diese Praxis.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!


Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.


Jetzt anmelden