Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Folgen diesem Inhalt 0
Lara7275

Neu hier und völlig verunsichert

Hallo zusammen,

ich bin neu hier und habe schon eine ganze Zeit lang mitgelesen. Trotzdem habe ich noch die ein oder andere Frage auf die ich keine Antwort gefunden habe.

Hierzu vielleicht kurz (oder doch länger? :roll: ) etwas zu meiner Geschichte:

Ich bin 31 Jahre alt und hatte als Kind (von ca 12-17J.) eine langjährige kieferorthopädische Behandlung wegen eines Überbisses des Unterkiefers bzw. einer Kieferfehlstellung. Laut meinem damaligen KFO ist mein Unterkiefer zu schnell gewachsen. Von einer Operation war damals nie die Rede, außer vielleicht dem Vorschlag die Zunge zu kürzen, von dem meine Eltern damals Gott sei Dank abgesehen haben. Mit ca 17 J. wurde die Behandlung für abgeschlossen erklärt, der Biss hatte sich normalisiert, wenn auch im Profil noch immer ein vorgeschobener Unterkiefer zu sehen war und ist.

Leider stellte sich später heraus, daß die Behandlung zu früh abgebrochen wurde und durch einen weiteren Wachstumsschub erneut ein Überbiss entstand. Da ich bis dato einiges mitgemacht habe, hat sich bei mir eine echte Zahnarztphobie entwickelt und in der Zwischenzeit erwachsen geworden bin ich einfach nicht mehr hingegangen. Schon der Geruch einer Zahnarztpraxis bereitet(e) mir Übelkeit.

Nunja, aufgeschoben ist nicht aufgehoben und irgendwann haben mich dann starke Schmerzen doch zum Zahnarzt getrieben, mit dem Ergebnis einer fälligen Totalsanierung. Die ist am 13.10. (übrigens ein Freitag der 13. :???: ) gemacht worden mit noch einigen notwendigen Nachbehandlungen. die Phobie hat sich inzwischen schon gebessert, dafür leide ich seit einer Woche nach dem Eingriff nun unter einer Kieferklemme, die sich inzwischen zum Glück von 5mm auf ca 2,5 cm erweitert hat. Meine Zahnärztin die sich nicht mehr zu helfen wußte und auf eine Fraktur des Kiefergelenkes tippte, schickte mich zum Kieferchirurgen. Und dank diesem bin ich hier bei Euch gelandet.

Dieser Kieferchirurg hat mir soviel erzählt, das ich inzwischen doch ziemlich verwirrt bin. Natürlich ging es in erster Linie (was soll man von einem Chirurgen auch anderes erwarten) um die operative Korrektur meiner Fehlstellung. Die Probleme die ich nun akut hätte (Kieferklemme) würde ich in den nächsten Jahren ständig bekommen, die Abstände dazwischen würden immer kürzer etc. p.p.. Ich muß dazu sagen, dieses Mal ist das erste Mal im Leben das ich unter so etwas leide! Meine Röntgenaufnahmen zeigen keinen offensichtlichen Verschleiß der Gelenke und ich habe das ganze vorerst auf den zahnärztlichen Eingriff geschoben (wer weiß schon genau was in so einer vollnarkose alles passiert). Laut Kieferchirurg würde ich je älter ich würde umso größere Probleme bekommen.

Nun bin ich völlig verunsichert. Eine notwendige Operation würde mir sagen, daß die ganze Quälerei die ich als Kind erdulden mußte, also die gesamte kfo-behandlung anscheinend umsonst war. Ich bin mit diesem Kieferfehlstellungsproblem ganze 31 Jahre alt geworden, ohne jemals Probleme zu haben (bis auf die ein oder andere Hänselei im Kindesalter) und nun soll ich mich plötzlich operieren lassen. Davor grauts mir furchtbar (bin wohl ein geborener Angsthase). Als ich dem Kieferchirurg dann sagte, daß ich jetzt gehen würde, denn operieren lassen würde ich mich auf keinen Fall, meinte er nur, ich solle mir wenigstens nochmal die Meinung eines Kieferorthopäden einholen. Möglicherweise könnte man mich gar nicht operieren, aber ich wäre dann wenigstens da gewesen und wenn ich dann wirklich mal Probleme bekomme, hätte ich zumindest mein Gewissen beruhigt.

Naja, Probleme hin Probleme her, um welche Probleme geht es dabei überhaupt?? Dazu hat er sich nämlich nicht detailliert geäußert. Was also können Spätfolgen einer solchen Fehlstellung sein?? Denn wie gesagt, mir geht es heute gut, ok, die Kieferklemme ist aktuell unangenehm, aber die geht auch wieder weg, und ich halte eine Op für unnötig (sicher spielt meine allgemeine Angst da auch eine große Rolle), aber warum soll ich mich irgendwelcher Qualen aussetzen, wenn ich beschwerdefrei bin?

Nun bin ich seit Tagen hin und her gerissen, ob ich nun zu einem KFO gehen soll, oder lieber nicht. Klar, eine zweite Meinung ist nie verkehrt, aber ich habe Angst davor was er sagen könnte......

Vielleicht kann mir hier einer etwas über die Spätfolgen einer solchen Fehlstellung erzählen. Denn "nur" aus ästhetischen Gründen lehne ich sie ab, immerhin habe ich gelernt damit zu leben und bis zur Offenbarung des Kieferchirurgen kann ich nicht behaupten schlecht damit gelebt zu haben!

Vielen Dank schonmal an alle die bis hierher gelesen haben und natürlich an alle die, die mir irgendetwas dazu sagen können.

LG

Lara

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

-Werbung-

-Werbung-

liebe lara, ich hatte auch bis vor 3 mopnaten auch noch eine kieferfehlstellung (ebenfalls eine progenie wie du) konnte nur noch auf meinen backenzähnen kauen :(

im alter von 10-14 trug ich eine lose klammer, die allerdings, dank meines inkopetenten KFOs damals nicht richtig meine zahnfehlstellung korrigierte :P

ich hätte stattdessen eine feste + GNE bekommen sollen...ist leider nicht passiert.

als ich dann mit 21 bei meinen zahnartzt war bemerkte er meine kieferfehlstellung und schickte mich zu einer anderen KFO. diese erklärte mir dass ich es unbedingt behandeln lassen sollte. (sonst würde ich kopfschmerzen, verdauungstörungen(wegen nicht klein gekautem essen) kaputte zähne (weil sie einseitig belastet werden) bekommen....

jedoch sollten erstmal meine zähne in angriff genommen werden. ich trug ca 1 jahr ne feste zahnspange (und nen halbes jahr nen gaumenbügel um den oberkiefer auseinander zu dehnen) erst dann konnt man was gegen die progenie tun.

beim ersten chirurgen denn ich aufgesucht habe bekam ich ebenfalls nen kleinen schock....mir sollte der unterkiefer gebrochen, oberkiefer vom schäpdel abgrennt und aus der zungen nen stück rausgeschnitten werden :(

der 2te erklärte mir allerding dass das mit der zunge nicht notwendig sei :-D

und nach röngtenaufnahmen und abdrücken stand fest dass bei mir nur der unterkiefer um 5 mm nach hinten versetzt werden muss.

die op an sich war für mich nen kinderspiel und ich bin froh es gemacht zu haben ;) an einem donnerstag wurde ich operiert und am samstag darauf wieder entlassen ;)

mir wurden für eine woche die zähne verdrahtet (damit ich den biss nicht öffnen konnte) ernährt hab ich mich von flüssigem ;) milkshakes, brühe....

2 wochen lang lief ich mit schwellungen im gesicht rum. aber das wahr es wert.

nur kann man die wochen darauf leider nix festes essen ;)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hallo,

zuerst mal freut es mich, daß Du inzwischen - wie ich Deinem anderen Beitrag entnommen habe - gut im Leben stehst...

Grundsätzlich kann ich Deine Sorgen und Ängste gut nachvollziehen, denn einerseits ist eine Operation nie angenehm und andererseits gehe ich (eigentlich grundlos) zu allen anderen Ärzten lieber als zum Zahnarzt.

Allerdings würde ich Dir dringend raten, Dich zu dem Thema noch bei anderen Ärzten ausgiebig zu informieren (ohne es zu übertreiben). Denn wenn Du später herausfindest, daß Du wegen eines verabsäumten Beratungsgesprächs eine bessere/schonendere/effektivere Behandlung verpaßt hast, wirst Du Dich grün und blau ärgern!

Ich drück´ Dir die Daumen :-)

Liebe Grüße

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!


Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.


Jetzt anmelden
Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Folgen diesem Inhalt 0