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Goriwyn

Schwere der verschiedenen OP-Typen - seelisch wie körperlich

Hallo,

 

es ist vielleicht eine etwas dumme Frage, aber ich beschäftige mich schon länger mit der Frage, welche Kiefer-OP wie schwer ist bzw. wie die Auswirkungen auf den eigenen Körper sind und als wie "schlimm" so eine OP objektiv und subjektiv empfunden wird.

 

Letztendlich war es bei mir z.B. so, dass ich die GNE körperlich okay fand, aber die knappe Woche Krankenhaus seelisch sehr belastend war.

 

Wenn ich dann hier OP-Berichte lese, ist doch alles recht unterschiedlich - von einigermaßen erfreulichen Berichten bis zu Horrorstorys ist alles dabei. Und für mich kommt dann die Überlegung: Wird die UKVV schlimmer oder genauso oder einfacher, als die GNE? Medizinisch objektiv und seelisch subjektiv.

 

Gut, im Empfinden steht für mich im Allgemeinen eine Bimax im Schweregrad weit oben - da beide Kiefer betroffen sind. Aber was kommt dann - Oberkiefer oder Unterkiefer? Oder kommt es drauf an, wie weit die Verlagerungsstrecke ist? Welchen Faktor spielen Vorerkrankungen, Alter des Patienten, seelische Belastung und auch die innere Einstellung?

 

Letztendlich kann einem das nie eine sichere Einschätzung geben aber ich frage mich schon, wie man sowas einschätzen kann.

 

Einige der aktuellen Berichte lesen sich ja ganz positiv - gerade z.B. auch die von Oberkiefervorverlagerungen. Sind die weniger schlimm als Unterkiefervorverlagerungen, kommt es auf den Fall an oder woran kann man das festmachen?

 

Wie seht ihr das und wie seid ihr damit umgegangen, wenn es um die Einschätzung geht, "wie schlimm es wohl wird"? Sind Kieferops im Allgemeinen "schwere OPs", oder "normal" oder "Routine"?

 

Wie empfindet ihr sowas?

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Eigentlich ein interessantes Thema, aber wirklich von Person zu Person ein rein subjektives empfinden.

Man weiß im Vorfeld ja doch nicht so recht einzuschätzen was einen wirklich erwartet. Natürlich sagt der Arzt - der zum einen regelmäßig solche Eingriffe durchführt und zum anderen nicht der ist,der sich operieren lassen muss - dass das alles garnicht so schlimm ist. Für ihn halt sein täglich Brot.

Für mich zb war es ganz schwer mich so in fremde Hände zu geben,gerade was den Bereich Gesicht betrifft.

Dann hört man ja natürlich auch die wildesten Gesxhichten.

Persönlich hab ich zwei Freundinnen die vor mehreren Jahren genauso eine ukvv hatten und bei denen einiges daneben gegangen ist. Bei der einen wurde zb über 7std operiert und sie hat wochenlang zu kämpfen gehabt bis sie überhaupt bei einback angelangt war.

bei mir wiederum ist alles reibungslos gelaufen. Ca 3,5 Std OP wie in etwa angekündigt,niemals taubheitsgefühle,am vierten Tag schon weiches essen (Nudeln mit bolognese). Kann man da von "Glück" sprechen oder Standard/mehr als Standard?

Das hängt natürlich auch viel,wie du bereits oben schreibst,von der körperlichen Verfassung ab. Jemand der sportlich/gesund/optimistisch/jung ist wird sowas wahrscheinlich besser wegstecken.

Was die Einschätzung solcher OPs angeht bin ich ganz bei dir...das wirklich heftigste ist mit Sicherheit die bimax! Zwei Kiefer sind betroffen und der gesamte umliegende Bereich. Die OP an sich dauert länger und belastet somit ja noch zusätzlich.

Ob ukvv oder okvv jeweils schlimmer sind - das liegt sicher wirklich im Auge des Betrachters. Persönlich würd ich eine ukvv als ein wenig schlimmer einschätzen,weil es auch den bewegten Teil des Kiefers betrifft.

GNE ist nochmal eine andere Hausnummer,immerhin ist der gesamte Gaumen betroffen.etwas wo man ständig dran kommt und dann auch noch drehen muss um die Erweiterung voran zu treiben.würde meinem Empfinden nach wsl zw bimax und monomax liegen.

Denke wenn man etwas positives über solche Ops hört geht man vllt auch mit positiveren Gedanken daran.

Eine Freundin von mir hat vor der OP zu mir gesagt "erwarte nur das beste - wenn du schlimmes erwartest,dann machst du dir zu viele Gedanken und dann tritt es nachher viel eher ein." :)

hoffentlich trifft es ein bisschen die Richtung die du mit deinem Thread anstoßen wolltest :)

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Körperlich belastend war für mich die Gewichtsabnahme, resultierend in kritischem Untergewicht (BMI 17).

Seelisch gings mir - bis auf ein paar Tage vor und nach der zweiten Revisions-OP ziemlich gut. Ich hab mir auch immer wieder gesagt, hey, Du tust Dir das freiwillig an!, das half mir gegen Selbstmitleid und durchhängen...

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Ich fand die UKVV nicht schlimmer als die GNE. Hab beides sehr sehr gut verkraftet! Was mich bei der GNE seelisch bissl mitgenommen hat war das drehen und die hässliche Lücke danach, mehr auch nicht!

Ich bin (so blöd das jetzt klingt) echt im Spaziergang durch beide OP's! Die Zeit danach (nicht richtig essen zu dürfen) ist das, was bei mir seelisch Probleme gemacht hat, aber auch nicht extrem, mir hat das normale essen halt einfach sehr gefehlt :)

Ich glaub UKVV ist "gefährlicher" als OK OP da da die Nerven entlang gehen, sicher bin ich mir da aber auch nicht ob es wirklich so ist :)

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Spannende Frage, die ich mir auch immer wieder vor meinen OPs gestellt habe.

 

Ich habe ja irgendwie das ganze Paket an OP-Möglichkeiten durchgemacht.

GNE, UK-Distraktion bei der 1. OP

Bimax und Kinn bei der 2. OP

 

Für mich persönlich muss ich sagen, dass die 1. OP schlimmer gewesen ist.

Ich wusste nicht, auf was ich mich einstellen sollte / musste und war dann schlussendlich schon etwas überrumpelt, weil ich es mir anders vorgestellt hatte (Schwellung, Essen, Drehen, Aussehen, etc). Auch empfand ich es als sehr unangenehm im OK, wie auch im UK, Distraktoren zu tragen, welche schmerzten, essen und reden fast unmöglich gemacht haben. Nach der Bimax gabs nur Gummis zum einhängen, die haben mich wesentlich weniger eingeschränkt. Und natürlich war keine Lücke da, sondern man wurde durchs Abschwellen nur noch schöner ;)

 

Überhaupt war ich bei der 2. OP schon besser vorbereitet. Es erschreckte mich nicht mehr, dass ich tagelang noch Blut erbrochen habe. Ich wusste, was ich gut essen konnte. Ich habe Quarkwickel gegen die Schwellung gemacht, etc.

 

Daher empfand ich die Bimax als angenehmer. 

Aber eben, dass ist sicherlich von Patient zu Patient unterschiedlich und es spielen so viele Faktoren eine Rolle.

Geduld haben muss man bei allen OPs, bei der 2. ist man einfach ein bisschen mehr "Profi" im Alltag danach.

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Hallo Goriwyn,

 

interessante Frage, aber ich glaube nicht, dass man das vorher wirklich irgendwie sagen kann. Es hängt, wie schon ob von Dir gesagt, von so vielen Faktoren ab, dass die Art der OP wahrscheinlich am wenigsten ausmacht.

 

Bei Leuten mit Vorerkrankungen habe ich den Eindruck, das diese sich teilweise sogar relativ leicht tun, einfach weil diese häufig schon Erfahrungen mit KH und OP haben und es alles einordnen können und sich damit nicht mehr ganz so ausgeliefert fühlen.

 

Und vieles dürfte auch an der inneren Einstellung liegen. Ich hatte vor kurzem ein interessantes Buch über Gefühle gelesen und am Anfang ging es vor allem darum, dass das gleiche Bild völlig unterschiedliche Gefühle erzeugen kann. Und hier ist es auch der Fall: wenn ich erwarte, dass es mir nach einer OP relativ schlecht geht, bewerte ich das "Schlechtgehen" auch anders wie wenn mir vorher der Arzt gesagt hat, es ist eine Routine-OP (für ihn hoffentlich) und ich das so interpretiere, dass Routine-OP bedeutet, dass es eine "Kleinigkeit" ist und mich dann wundere, wenn es mir schlecht geht. Wenn man sich nicht reinsteigert, finde ich es gut, wenn man möglichst viele OP-Berichte liest, da man dann weiss, was alles auf einen zukommen könnte und wenn man schon mal drüber nachgedacht hat, ist es einem viel vertrauter und wahrscheinlich auch weniger bedrohlich. Eine Magensonde hört sich ja auch erst einmal bedrohlich an, aber wenn umgekehrt hört, dass manche Leute über Tage kaum gegessen und getrunken haben und entsprechend Probleme hatten, ist es auf alle Fälle die bessere Alternative. Und auch bei einem Blasenkatheter denkt man erst einmal "Um Himmels willen", aber bei langen OP-Dauern ist er einfach nötig (ich frage mich immer, was eigentlich die armen Ärzte tun) und auch danach kann er angenehmer sein als die Bettpfanne oder sich mit wackeligem Kreislauf auf die Toilette und wieder zurück zu quälen. (Umgekehrt hat mir die Erfahrung mit dem Blasenkatheter bei der Bimax am letzten Freitag geholfen, als mir für eine Behandlung in wachem Zustand ein Blasenkatheter gelegt und auch wieder gezogen werden mußte, ich wußte schon ungefähr, wie es sich anfühlt, und damit war selbst das Legen problemelos, auch wenn es bei der Bimax schon in Narkose erfolgte.)

 

Was aber häufig in den Berichten zu kurz kommt, ist die Tatsache, dass die OP ziemlich schlauchen, auch wenn man sich körperlich relativ gut fühlt und dass dann auch die Seele nicht unbedingt mitmacht und man feststellt, dass man plötzlich viel näher am Wasser gebaut ist, als sonst. Gerade bei der Bimax fand ich es sehr auffällig, dass die körperlichen Grenzen für einige Wochen sehr eng gesteckt waren und das ich dadurch teilweise auch überreagiert habe und mir Sachen deutlich mehr zu Herzen genommen habe. Aber ich glaube auch, wenn man so etwas weiss, kann man es auch anders bewerten.

 

Und noch ein Beispiel für unterschiedliche Bewertungen, eben auch durch Vorerfahrungen. Für viele ist der Splint ja das Schlimmste, vor allem wenn er wochenlang getragen werden muss. Ich fand ihn aber gar nicht so schlimm, dabei war er bei mir 8 Wochen lang festverdrahtet. Aber: Ich kam zum einen gut mit dem Essen zurecht, auch da ich den Mund selbst mit Gummis so weit öffnen konnte, dass ein kleiner Löffel reinpasste. Aber ich war auch vorher mehrfach jeweils 6 Wochen mit Krücken und maximal 20 kg Belastung unterwegs gewesen und bei den Krücken mußte man immer und bei jedem Schritt dran denken, selbst wenn es nur kurz auf die Toilette ging, mit dem Splint mußte ich mir nur bei der Essensauswahl Gedanken machen und da hatte ich ziemlich schnell raus, was ging.

 

Liebe Grüße!

 

Irene

 

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Sers

 

also bei mir wurde das Kinn gemacht und Unterkiefer nach vorne verlagert unter Vollnarkose. Im Krankenhaus war ich 4 Tage. War keine große Sache. Hab mich am ersten Tag nur nicht fit gefühlt und hatte Halsschmerzen. Das wars eigentlich. Mein Problem ist nur, dass ich jetzt nachdem die lokale Betäubung nachlässt Schmerzen kriege am Kinn und keine Ahnung habe was ich dagegen tun kann.

 

Ernährt hab ich so Fresubin Zeug von Amazon. So 6 Flaschen am Tag. Das schlimmste im Krankenhaus war die langeweilie, also Buch oder Laptop mit Filmen mitnehmen und dann geht die Zeit auch rum.

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Ich glaube ja fest daran, dass jede Erfahrung subjektiv ist - auch im medizinischen Bereich.

 

Bei den von Dir erwähnten OP´s kommt es meiner Meinung nach auf recht viele Kleinigkeiten an. Vom allgemeinen gesundheitlichen Zustand des Menschen über die Lebensumstände und auch die psychischen und persönlichen Faktoren.

 

Die Vorbereitung auf eine OP ist sicher ebenso individuell. Ich persönlich bin recht logisch und rational veranlagt. Über die Vor- oder Nachteile eines Blasenkatheters oder einer Magensonde mache ich mir einmal Gedanken, komme zu dem Schluss dass es besser ist, beides zu haben (statt Hunger bei meinem geringen Körpergewicht und pinkeln gehen zu müssen bei meinem schlechten Kreislauf wenn ich nicht esse...) und gut ist. 

Andere Menschen bearbeiten solche Themen anders, sprechen diese Punkte mit 47 Familienangehörigen und dem Hund durch oder lassen ihr Medium entscheiden... alles sehr subjektiv und wichtig ist vor allem, sich selbst gut zu kennen    :378:

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