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sanne.85

BIMAX-OP-Bericht vom 23.06.2014 Dr. Dr. Dittes Dietrich-Bornhöfer-Klinikum Neubrandenburg

Nachfolgend schreibe ich meinen OP-Bericht aus Patientensicht nieder:

 

Am 23.06.2014 fand im Dietrich-Bornhöfer-Klinikum in Neubrandenburg meine BIMAX-OP statt. Vorab (19. September 2013) hatte ich dort bereits eine GNE-OP. Näheres hierzu -->

 

 

20.06.2014 - Vorstationärer Aufnahmetag:

 

Um 9 Uhr sollte ich mich in der MKG Ambulanz melden. Vorab war ich noch zur Patientenaufnahme. Nummer ziehen, Überweisung und Chip-Karte abgeben und alle wichtigen Angaben überprüfen lassen. Dann gab es die Klebezettel und die Mappe für die weitere Behandlung. In der Ambulanz angekommen, hieß es ab auf Station C11 MKG. Zum Glück, in der Ambulanz war es schon brechend voll. Mein Freund begleitete mich. Mir stand mal wieder der schon bekannte Terminmarathon bevor:

 

 

1. Vorbereitung stationäre Aufnahme:

 

Ich kam ins mir schon bekannte sehr, sehr nette Schwesternzimmer, wo die Schichtleitung die Aufnahmepapiere mit mir ausfüllte, Blut abgenommen wurde, Blutdruck gemessen und ein nettes Pläuschen nebenbei geführt wurde. Ich liebe die Station. Die Schwestern sind der Hammer. Klar gibt es auch eine Ausnahme, aber das machen die restlichen Schwestern mit ihrer Art und Freundlichkeit mehr als wieder gut. Eine Zimmerzuteilung konnte mit mir noch nicht gemacht werden, da noch nicht klar war, wer Montag entlassen wird und wer nicht. Ich durfte aber meinen Wunsch zum maximalen Zweibettzimmer äußern :biggrin:

 

 

2. OP-Vorgespräch mit Assistensarzt:

 

Als Assistensarzt stellte sich mir ein junger Arzt vor, welcher leider (und ich möchte hiermit ausdrücklich darauf hinweisen, dass ich gegen Nichtdeutsche keine Antisympathie habe) nur sehr schlecht bis gar nicht deutsch sprechen konnte. Hinzu kam, dass er sehr leise sprach, was die Sache zusätzlich erschwerte. Auch war er wirklich sehr, sehr langsam in allem was er tat. Leider hat sich dadurch der ganze Tag hingezogen. Das Aufklärungsgespräch sah ich nicht als solches an, ich sparte mir daher meine Fragen und Unklarheiten für den Chefarzt auf. Den das Aufklärungsgespräch, wie ich es auch vom letzten Mal kannte, wurde nicht in einem durchgezogen, sondern wurde ständig unterbrochen, weil ihm dann einfiel, dass ich noch zum Röntgen sollte, er was besprechen musste, andere Patienten auf ihre Entlassung warteten etc.

 

 

3. Röntgen:

 

Im OP-Vorgespräch wurde, wie bereits angekündigt, angeordnet, dass nochmal eine akuelle Röntgenaufnahme gemacht wird. Also gingen wir runter zum Röntgen. Hier musste ich vielleicht, wenn es hoch kommt, 10 Minuten warten. Nach dem Röntgen ging es erst mal wieder zum Assistensarzt.

 

 

4. Narkose-Gespräch:

 

Mit meinem ausgefüllten Narkoseformular ging es in Richtung Sprechstunde der Anästesie. Dort wartete bereits eine sehr nette Schwester, welche begeistert war, dass das Formular bereits ausgefüllt war. Es ging dann auch relativ zügig zum Arzt rein, welcher mit mir das Formular nochmal durch ging und mir einige Fragen stellte. Auch dieser Arzt sprach nur gebrochen Deutsch, was aber zu verstehen war. Zudem kam eine weitere Schwester hinzu, welche immer wieder fragte, ob ich auch alles verstanden habe usw. Fand ich sehr nett und hilfreich. Auch wurde gefragt, wie es mir nach meiner GNE-OP ging, ob es irgendwelche Komplikationen gab. Sie guckten sich nochmal den OP-Bericht an und meine Blutwerte, alles im Lot. Sehr schön. Ich war sehr beruhigt, dass die Werte mein Gefühl bestätigten, da ich seit der letzten OP vor der Narkose keine Angst mehr hatte :)

 

 

5. Chefarzt-visite/Op-Gespräch:

 

Zum Abschluss ging es dann nochmal zur Ambulanz, wo der Chefarzt auf mich wartete. Er nahm sich die Zeit und guckte sich nochmal alles genau an. Wir schauten uns zusammen das Röntgenbild an, woran er nochmal alles erklärte. Meine Fragen und wurden beantwortet. Der Splint wurde zur Kontrolle nochmal eingepasst. Leider hätte er zu dem Zeitpunkt noch gerne das Model gehabt. Ahhhhhhhhhhh. Das hieß für mich ab nach HGW, zur Zahnklinik und das Model noch vor Feierabend holen.

 

Dann ordnete er noch an, dass für alle Fälle, was dort in seiner ganzen Laufbahn (20 Jahre) noch nicht vorgekommen ist, 2 Blutkonserven gekreutz werden sollten. Das geht aber nur gewisse Stunden vorher. Da das Wochenende dazwischen lag, war es also geplant gleich Montag früh, wenn ich eintrudel, dieses umzusetzen.

 

Auf ging es ins Wochenende, wo nochmal ordentlich reingehauen wurde :) Check-In war für Montag 9 Uhr geplant.

 

 

23.06.2014 - OP-Tag:

 

Um 8.30 Uhr war ich auf Station C11 MKG angekommen. Der Flur war besetzt zur Visite der stationären Patienten. Keine Schwester weit und breit. Dann kam eine nette Schwester und sagte ihnen müssen wird doch jetzt gleich noch Blut abnehmen. Sie kommen mal gleich mit. Der Opa vor mir wunderte sich nur und sagte ich muss auch noch aufgenommen werden...ja ja sie kommen auch noch dran.

 

Erstmal bekam ich dann mein Zimmer und jippi es standen nur 2 Betten drin :) Noch war ich alleine, was sich noch kurz vor Abfahrt in den OP änderte. Es kam eine Frau mittleren Alters dazu. Für mich war es an der Zeit mich "häuslich" einzurichten. Alles für die Rückkehr vorzubereiten und grifbereit zu packen. Dann wurden nochmal die Beißerchen geputzt. Geduscht, Haare gewaschen hatte ich noch zuhause. Dann zog ich mein sexy Hemdchen an mit Trombosestrümpfen und setzte mich aufs Bett. Eine Schwester brachte mir dann noch Nasenöl und -tropfen. Sie war ganz erschrocken, dass ich schon mein OP-Hemd anhatte und sagte "Mensch Susi jetzt musst du damit noch über den Flur zum Blut abnehmen". Nicht schlimm, kann man ja hinten zuhalten :biggrin: ja der Opi hat sich gefreut^^.

 

Nach der Blutabnahme fragte ich direkt nach der LMA Tablette, ob ich die noch bekomme, weil ich bin ja gleich dran. Und ja, ich schmiss sie mir direkt ein, auch wenn ich null aufgeregt war. Ich freute mich sogar. Mein Freund, der mich wieder fuhr, war ganz überrascht. Und schon wurde ich zum OP abgeholt. Was ich da noch nicht wusste, dass ich die Bettnachbarin nicht mehr wieder sehen würde. (Nein sie lebt noch, wurde nur verlegt.)^^

 

Ersteinmal schob mich der nette Pfleger-Azubi in den falschen OP. Der OP-Beauftragte des falschen OPs fragte mich, ob ich hier bleiben möchte, ob was am Bein gemacht werden soll. Halllllooooo nein :) die sind alle ok. War auch nur ein Scherz. Im richtigen OP angekommen sah ich auch schon den Chefarzt, welcher mich gleich fragte wie es mir geht und ob alles ok ist. Klaro. Mein Model (welches ich wirklich noch kurz vor toresschluss bekommen habe) nebst Splinte hatte ich sicher im Karton verstaut am Fussende.

 

Ab ging es auf die OP Liege. Kanülen dran (so ca. 3). Es wurde mir offenbart, dass ich einen Blasenkatheter bekommen würde, da die OP planungsmäßig 6 Stunden dauern wird. Aber immerhin bleibt mir die Magensonde erspart. Juhu. Nach dem Sauerstoff, welchen ich sehr tief einatmete, war ich weg.

 

Von der OP an sich weiß ich leider nichts ;)

 

Nur das diese tatsächlich 6 Stunden gedauert hat, mir nach dem Einschlummern der Kartheter geschoben wurde. Erst der Oberkiefer dran war. Es wurde meine Nasenscheidewand angepasst sowie die Nasenmuschel, was wohl normal ist, wenn der Oberkiefer verändert wird. Anhand der Splinte (Oberkiefersplint, Unterkiefersplint, Zentric-Splint sowie OP-Splint) wurde dann der Unterkiefer zum Oberkiefer ausgerichtet. Wahnsinn, dass alles von innen gemacht wurde. Selbst die Drainagen, welche jeweils rechts und links in die Naht des UK gelegt wurden verliefen innen und wurden aus dem Mund raus geleitet. Ich habe jeweils einen Schnitt rechts und links hinten am UK-Gelenk gehabt sowie der komplette Oberkiefer von rechts nach links übers Lippenbändchen. Meine Kieferverlagerung erfolgte über eine Strecke von 16 mm (Oberkiefer 5 mm nach vorne, Unterkiefer 11 mm nach hinten).

 

Abends (genaue Uhrzeit weiß ich leider nicht mehr) wachte ich dann auf. Mein Freund stand neben mir am Bett, er kam gerade an, nach dem er alle Stationen (MKG/Intensiv) abtelefoniert hat. Ihm wurde ganz anders, als er mich so sah und musste sich erstmal setzen. Man muss dazu sagen, mir hingen die Drainagebeutel voll Blut, eine Kühlmaske im Gesicht, darüber eine Sauerstoffmaske, diverse Überwachungs- und messschnürren und der Blasenkatheter. War bestimmt nicht schön. Aber mir ging es ganz gut. Hatte keine Schmerzen, war nur sau müde. Durch die Sauerstoffmaske wurde mir ein bisschen komisch, weil der Sauerstoff komisch gerochen hat, hatte ich das Gefühl. Der Pfleger fragte mich, ob mir schlecht ist und ob ich Schmerzen habe. Beides beantwortete ich mit ja. Vorsorglich :) hatte ich bei der letzten Op auch gemacht. Und ich fuhr auch dieses Mal gut damit. Zudem bekam ich noch eine Tromosespritze ins Bein. Blaue Flecken juhu. Die Nacht war weniger schön. Mir ging es war ganz gut, nachdem der Sauerstoff ab war, aber ich hatte extremen Speichelfluss, so dass alles mit der Kühlmaske verklebte. Ich forderte daher regelmäßig einen Waschlappen um mich im Gesicht davon zu befreien und meine Maske zu säubern. Als mein Freund dann wieder fuhr, konnte ich nur etapenweise schlafen.

 

 

24.06.2014 - 1. Tag nach der OP:

 

Morgens hatte ich eine Schwester. Total nett. Sie wusch mich und flechtete mir sogar die Haare. Voll toll. Zur Visite kam dann auch der Chefarzt. Meine Werte waren alle top, so dass ich auf die normale Station verlegt werden konnte. Pünktlich zur Verlegung kam mein Freund auf die Intersivstation. Im Schlepptau zwei Schwestern der MKG-Station. Ich wurde samt Kühlgerät auf die MKG-Station verlegt.

 

Als ich in den Flur der Station reinrollte rief mir gleich meine Lieblingsschwester zu "Na Susi, alles gut?" Juhu, ich war angekommen^^ Im Zimmer bemerkte ich gleich, dass ich eine neue Zimmergenossin bekommen haben muss. Es lag ein riesen Schaf auf dem Bett.^^ Die Schwestern nutzten gleich meine Lage und wechselten die Drainagebeutel sowie zogen mir zeitgleich den Katheter. Ich muss sagen, ich hab es mir schlimmer vorgestellt. Tat echt nicht weh oder war sonderlich unangenehm. Es kam noch der Hinweis auf die Nasentropfen und das Öl, was ich im Wechsel einnehmen sollte, so alle 2 Stunden, viel trinken, so gut es geht und oft es geht Laufen. Und wenn es nur zum Tee oder Wasser holen war. Und ich sollte mich melden, wenn ich kein Wasser lassen kann, dann würde ein neuer Katheter geschoben werden müssen. Oh neiiiiiiin. Ich ging natürlich sofort auf Toilette. Zum einen zum Austesten und ja es hat geklappt. Und zum Anderen, wollte ich mich im Spiegel betrachten. Nun ja...meine erste Reaktion und der Blick in den Spiegel war anders als erwartet. Nicht negativ, aber irgendwas fehlte, dachte ich. Na ja gut es war ja auch so, aber war komisch. Ich ging wieder ins Bett.

 

Ich lernte meine Zimmergenossin und deren Mutter kennen. Ganz liebe Leute. Extra zur OP aus der Nähe von Bremen angereist. Sie hätten gehört, dass Neubrandenburg das Beste KH in ganz Norddeutschland für solche OPs sein soll. Ok wusste ich vorher nicht, aber ja da bei mir alles super lief, die Schwestern und Ärzte, besonders der Chefarzt, top sind und auch die Verpflegung/Betreuung nicht zu Wünschen übrig lies, kann ich das nur bestätigen. Würde mich jedes Mal wieder für dieses Krankenhaus mit dem Chefarzt entscheiden. Marina, meine ZImmergenossin, hatte das gleiche "Leiden" wie ich, vielleicht sogar noch etwas stärker ausgeprägt. Auf jeden Fall verstanden wir uns auf Anhieb und haben immer noch Kontakt, wenn es mit der Behandlung was neues gibt.

 

Der Rest des Tages verlief ganz gut. Ich bekam noch Besuch von meinen Eltern. Wir gingen kurz auf den Flur. Deren Reaktion war "Wow, ich hätte gedacht du bis geschwollener und man sieht mehr von der OP" Haha nein es wurde ja alles durch den Mundraum gemacht. Mein Kreislauf spielte noch nicht so ganz mit und ich war total schlapp. Also ging es wieder ins Bett. Als mein Besuch sich dann verabschiedete, mein Schmerz- und Antibiotikumtropf durch war schlief ich. Sogar fast durch, bis auf mein nervender Speichelfluss.

 

 

25.06.2014 - 2. Tag nach der OP:

 

 

26.06.2014 - 3. Tag nach der OP:

 

 

27.06.2014 - 4. Tag nach der OP:

 

 

28.06.2014 - 5. Tag nach der OP:

 

 

29.06.2014 - 6. Tag nach der OP:

 

 

30.06.2014 - 7. Tag nach der OP - Tag der Entlassung:

 

 

Die weiteren Ergänzungen folgen in Kürze. Danke :)

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Hi Sanne,

 

schön daß du es hinter dir hast. Bin schon auf Fotos gespannt ;-) wünsche dir weiterhin gute Genesung!!!  :473:

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Vielen Dank Susi,

 

Bilder folgen natürlich auch noch. Ich hoffe, ich komme spätestens am Wochenende dazu. Die Reaktionen sind jedenfalls durchweg positiv gewesen :)

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