Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Folgen diesem Inhalt 0
julia87

kiefergelenksschienenkontrolle

Hallo!

Bin aus Österreich und suche einen weiterbehandler der die schienenkontrolle(einschleifen einer zentrikerschiene) weiter durchführt.generell sollte er mit dieser Thematik vertraut sein. Leider haben weder mein Zahnarzt noch mein kfo genügend erfahrung damit. ..

Kann mir jemand einen empfehlen?

Ev.auch noch ein kassenarzt bei dem ich nicht jede angefertigte schiene selbst zahlen muss!?

Glg julia

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

-Werbung-

-Werbung-

Wenn der Zahnarzt einen master of science in Funktionsdiagnostik hat muss er diverse dokumentierte Fälle nachweisen die er erfolgreich mit Schienen behandelt hat. Leider lässt er sich diesen Aufwand bezahlen und du musst sehr viel Geld mitbringen. Als Kassenleistung wirst du das nicht bekommen.

 

Ein Eugnathes (Ideal) Gebiss hat keinen Frontzahnkontakt in der Habituellen erst in der Dynamik entsteht ein Kontakt. Das ist aber minimal man soll in der Front eine dünne Folie durchziehen können ohne dass sie hängenbleibt. Also schon bei sehr kleinen Bewegungen bekommen die Frontzähne Kontakt und die Seitenzähne dekludieren. Die Funktionsdiagnostiker (Jig-Schiene Dr. Wühr) sagen, dass damit sofort eine deutliche Reduktion der Kräfte verbunden ist. Also idealer weise hat man praktisch ein Jig- Schiene im Mund.

 

Eine Jig-Schiene wird im funktionsgestörten Gebiss genutzt um die Muskulatur soweit zu entspannen damit eine Michigan-Schiene gemacht werden kann. Die Jig-Schiene sollte nicht länger als 14 Tage getragen werden.

Eine richtig gemachte Michigan-Schiene hat eine Front und Eckzahnführung und befindet sich im Oberkiefer die Seitenzähne haben keine Einbisse und sollen gleiten können. Durch wöchendliches Einschleifen soll damit der Unterkiefer in die Zentrik geführt werden. Es werden den Zähnen durch die Schiene Eugnathe Bedingungen simmuliert. Übrigens der einzige Schienentyp der mir einleuchtet und richtig gehandhabt keinen Schaden anrichtet.

Dieses Denkmodell ist ausgehend von der Okklusion und versucht ideale Verhältnisse herzustellen in der Hoffnung damit die Probleme zu lösen. Das ist sicher nicht ganz falsch aber sehr schwer zu realisieren.

Die wenigsten haben ideale Verhältnisse und davon die Meisten keine gravierenden Probleme mit ihren Zähnen abgesehnen von gelegendlichem Knirschen / Pressen in Ausnahmesituationen aber das ist normal. Ich glaube es ist leichter ein Ruhelage zu erlernen, allerdings braucht man dazu die Zunge die diese abstützt und steuert (Logopäde). Also ich verstehe Knirschen / Pressen als neuromuskuläres Habit das man beseitigen kann und damit mit seinen Mängeln beschwerdefrei leben kann.

Jede Schiene ist mit einer Bisserhöhung verbunden. Eine Ruhelage sollte minimal sein und ist mit der Schiene bereits überschritten. Mit ihr wird das lernen erschwert. Also funktionell kontraindiziert aus Logopädischer Sicht. Man kann also auch andere Wege gehen.

 

Die Ruhelage wird über die Zunge abgestützt und gesteuert. Die Gesichtsmuskulatur ist dazu nicht in der Lage eine minimale Ruhelage zu steuern. Das muss man sich bewusst machen sonst klappt das nicht. Wählt man die Ruhelage zu hoch kann sich die Wange einlagern und nochschlimmer der UK die Zentrik verlassen.
Autosuggestion kann hilfreich sein. Kurz vor dem Einschlafen macht man sich bewusst, meine Lippen sind geschlossen, meine Zunge liegt flächig im hohen Gaumen und die Zähne berühren sich nicht (minimaler Abstand da muss man korrigieren weil man sich dabei ertappt, dass der Abstand viel zu groß ist). Dann nimmt man sich vor beim Aufwachen ist das auch noch so. Das sollte zum täglichen Einschlafritual werden.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Danke dir Norbert für deine Antwort.

 

Also so wie ich das lese habe ich eine Ausführung der Michiganschiene.Wenn es nicht sowieso eine solche ist. Zumindest betitelt ein Zahnarzt diese als solche ("Michiganschiene- oder wie sie auch oft genannt wird: Stabiliserungsschiene, Zentrikschiene,...")Genau wie du es beschreibst wird das bei mir gemacht. Allerdings sparen sie sich die wöchentliche Einschleiferei und machen es jeweils alle 2Wo. ,4Wo.,6Wo.

 

Werde bei Gelegenheit ein Foto davon reinstellen.

 

Ich bin soooo dankbar für diese Schiene.Ich bin endlich annähernd schmerzfrei.Wenngleich ich sie konsequent 12 Std. am Tag tragen muss und eine Ruhezeit von mind. 8Std. (Schlaf)brauche. Ansonsten tuts trotzdem wieder mehr weh. Wenngleich kein Vergleich zu "ohne Schiene".

 

Ich merke wie sich meine Gelenke negativ verändern und sich die Mittellinie um tlw. 3-5mm verschiebt wenn ich sie nicht trage.Trotz  Schiene hackt mein schlechtes Gelenk nach wie vor unverändert....

 

Ich habe eben eine solche Sorge an einen Arzt zu kommen der diese Thematik eben nicht beherrscht und viel mehr kaputt macht als gutes tut .

 

Aber ich verstehe auch was du bzgl der Logopädie und der Schienen meinst.Aber in meinem Fall benötigte ich Zuerst SCHNELL eine Hilfe (da mit Medikamenten schlussendlich nicht mehr beherrschbar) und die hat mir die Schiene verholfen.

 

Hoffentlich findet sich doch noch ein hilfreicher Tipp unter den Ösis hier!?!

 

glg

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Ach Norbert,

 

hätte noch eine Frage  bzgl. der Schiene:

Kann eine Schiene so wie ich sie trage zu einer Reizung des Trigeminus führen? Habe ein Ohrenjucken, Tinnitus phasenweise und vor allen Dingen ein Taubheitsgefühl im Unteren Bereich (Unterkiefernerv). Sowie ein schmerzhaftes Stechen an der Wange. Kann natürlich auch von der ME kommen die ich zum selben Zeitpunkt hatte, wie die Schiene bekommen hab.Fakt ist, ich hatte vorher solche Beschwerden noch NIE.

 

glg und danke

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Leider kann mit solchen Schienen auch sehr viel Unheil angerichtet werden, der Behandler muss ein Künstler sein.

 

 

Ich merke wie sich meine Gelenke negativ verändern und sich die Mittellinie um tlw. 3-5mm verschiebt wenn ich sie nicht trage.Trotz  Schiene hackt mein schlechtes Gelenk nach wie vor unverändert....

 

Das kommt mir allerdings spanisch vor. Die Schiene soll ein Gleiten ermöglichen und den Unterkiefer langsam in eine physiologische Zentrik führen. Befindest du dich durch die Schiene in einem Zwangsbiss? Eine Michiganschiene wird in der Habituellen hergestellt und eine Physiologische Zentrik gesucht. Ein anderer Weg ist diagnostisch die Zentrik zu ermitteln (DIR-Schiene) und in dieser Position wird dann die Schine hergestellt und der Unterkiefer damit geführt. Diese Art Schienen halte ich für sehr gefährlich und lehne sie ab. Wenn sich damit keine lineare Verbesserung einstellt ist sie mit hoher Wahrscheinlichkeit falsch.

 

Das Problem ist die Muskulatur, mit verspannter Muskulatur findet der Zahnarzt keine brauchbare Position des Unterkiefers um in dieser die Schiene herzustellen. Wenn das funktionieren soll braucht man vorher eine Jig- Schiene und intensive Physiotherapie damit eine Chance besteht, dass der Zahnarzt nicht völlig daneben liegt.

 

Das klingt nicht gut was du über die Wirkungen deiner Schiene sagst. Wenn sie gut ist sollte sie Lindern und nicht neue Symptome erzeugen.

 

Ich glaube du würdest besser daran tun an deiner Muskulatur zu arbeiten. Osteopathie / Physiotherapie / Logopädie und Entspannung unter professioneller Anleitung würde ich dir empfehlen. Dann ist auch ein Mittelprächtiger Zahnarzt in der Lage okklusale Fehler zu erkennen und eine brauchbare Schiene herzustellen wenn sie dann überhaupt noch nötig ist.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

 

Ich glaube du würdest besser daran tun an deiner Muskulatur zu arbeiten. Osteopathie / Physiotherapie / Logopädie und Entspannung unter professioneller Anleitung würde ich dir empfehlen. Dann ist auch ein Mittelprächtiger Zahnarzt in der Lage okklusale Fehler zu erkennen und eine brauchbare Schiene herzustellen wenn sie dann überhaupt noch nötig ist.

 

Da alles auf einmal schwer unter einen Hut zu bringen ist und du Osteopathie bereits machst würde ich es mit myofunktioneller Therapie ergänzen. Die Zunge hat eine Schlüsselstellung bei deinen Problemen und davon versteht der Logopäde mehr als der Osteopath. Mindestens genauso wichtig ist eine Entspannungstechnik zu erlernen.

 

Für die dafür nötigen Rezepte sind dein KFC und KFO zuständig sie dürfen dir nicht verweigert werden. Dazu ein Text aus einem CMD-Forum.

 

Aller Anfang ist schwer ... oder wie komme ich an mein allererstes Physiorezept?

Nachdem ich Anfang Januar 2010 den letzten Kontrolltermin nach der OP beim KFC hatte, fragte ich beim Rausgehen die Empfangsdame, von wem ich das Rezept für Physio bekomme - Antwort: "Wir stellen das schon länger nicht mehr aus, dies macht der KFO/ZA!" - Aha!

Also, ab zum KFO und dort gleiche Frage gestellt und fast die gleiche Antwort bekommen: "Überweisung zum Physio kriegen Sie bei Ihrem Hausarzt!" - Aha!

Also, ab zum Hausarzt (dort natürlich wie beim KFO und nachfolgend beim ZA erst mal 10 Euro Praxisgebühr berappt) - höflich nach einem Rezept für Physio nachgesucht - Antwort: "Nee, Physio verschreibt der ZA!" - Aha!

Also, ab zum „niegelnagelneuen“ ZA (mein jetziger Haus-ZA hatte just zum Jahreswechsel 2009/2010 die Praxis von meinem „alten“ ZA übernommen), dort das obige Szenario beschrieben. Antwort: „Ich muss mir Sie erst mal ansehen, bevor ich ein Rezept ausstellen kann - am besten, Sie fragen mal beim Physiotherapeuten oder bei der KK nach, wer das Rezept ausstellt!" - Aha!

Also, ab zum Physiotherapeuten - dort mein Leid bezüglich des Fehlschlagen zwecks Erlangen eines Rezeptes zur Physiotherapie geklagt und die überraschende Auskunft bekommen: "Ja, ja, das hat sich bei KFO und Co. noch nicht so herumgesprochen, ich solle in der Tat mal zur KK gehen und das dort abklären." - Aha!

Also, ab zur KK - dort meinen mittlerweile 3-stündigen Marathon geschildert, die Dame musste selbst in der "Zahnabteilung" nachfragen und dann die überraschende Antwort: "Natürlich übernehmen wir die Physio, das Rezept muss Ihnen der behandelnde KFC ausstellen, sprich: das KH, in dem ich operiert wurde - aaaarrrgh! - Aha!

Also, wieder ab zum KH, dort meine Odyssee und die Auskunft von der KK zum Besten gegeben und, was für ein Wunder: Die Anmeldungsdame fragte beim Chef nach und was erhalte ich - eine Blanko-Heilmittelverordnung mit der Bitte, der Physiotherapeut solle den Indikationsschlüssel auf die Heilmittelverordnung schreiben. Hintergrund sei nämlich, dass es in der Vergangenheit Probleme gab, wenn auf der Verordnung nicht der „richtige“ Indikationsschlüssel stand.

Also ab mit der Blanko-Heilmittelverordnung zum Physio, um dort den „richtigen“ Indikationsschlüssel draufschreiben zu lassen, wieder zurück zum KH und tatatata: Ein vom „Chef persönlich“ unterschriebenes Rezept wurde mir überreicht. Die Krönung war, mit welchem Kommentar es mir überreicht wurde: „Wissen Sie, früher bekam ja jeder Operierte unaufgefordert eine Heilmittelverordnung, aber nachdem die an uns zurückgeschickt wurden, weil sie mit dem „falschen“ Indikationsschlüssel versehen waren, haben wir das Ausstellen eingestellt.“ Aha! Superargument! grrrr. icon_evil.gif

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!


Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.


Jetzt anmelden
Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Folgen diesem Inhalt 0