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UKVV am 28.4.2014 im ZK Augsburg

27 Beiträge in diesem Thema

Da nun eine ganze Weile seit meiner OP vergangen ist und ich auch immer mit großem Interesse die anderen Erfahrungsberichte hier im Forum gelesen habe, möchte ich nun auch meinen beisteuern. Ich entschuldige mich schon mal vorab, dass es etwas länger wird.

 

Ich bin schon 35 und hatte als Kind bereits eine herausnehmbare Zahnspange. Die Behandlung scheiterte damals jedoch, da diese Spange, wie schon gesagt, herausnehmbar war und man als Teenager ungern mit sowas rumläuft vor allem wenn es überall drückt. Vor ca. zehn Jahren hat mich mein Zahnarzt dann überzeugt, doch nochmal zu einem KFO zu gehen, da meine oberen Schneidezähne im 90° Winkel voneinander versetzt standen und das wirklich unschön aussah.  Ein Schneidezahn hat nach vorn gestanden, so dass ich mit dem gar nicht abbeißen konnte und einer hat nach hinten gestanden. Ich bin also damals zu einem KFO in meinem Heimatort gegangen, der der festen Überzeugung war, dass er mir erstmal alle vier Eckzähne ziehen müsste, um Platz zu schaffen. Da ich aber meiner Ansicht nach genug Platz hatte und ich nicht vier gesunde Zähne verlieren wollte, habe ich mich da nicht mehr blicken lassen. Seitdem war das Thema erstmal für mich abgehakt, bis ich vor drei Jahren durch Zufall bei einem Seminar, das mit dem ganzen Thema gar nichts zu tun hatte, auf meine jetzige KFO getroffen bin.

 

Da sie mir sehr sympathisch und kompetent erschien und ich kurz nach diesem Seminar mit einer blutigen Unterlippe aufgewacht bin, weil ich mir mit dem vorstehenden Schneidezahn im Schlaf die Unterlippe verletzt hatte, habe ich mich doch dazu durchgerungen mir einen Termin bei ihr geben zu lassen, auch wenn Augsburg ca. 70 km von mir entfernt liegt.

 

Schon bei der ersten Untersuchung war klar, dass keine Zähne gezogen werden müssen (hab ich mir ja eh gedacht). Dafür wurde aber festgestellt, dass durch meine anscheinende Kieferfehlstellung die Kiefergelenke bereits etwas  angegriffen waren. Das kam natürlich auch mit davon, dass ich nur mit dem nach hinten stehenden Scheidezahn abbeißen konnte und dafür den Unterkiefer immer vorschieben musste. Lange Rede kurzer Sinn. Ich musste zum KFC und der stellte auch fest, dass eine OP sein muss, da ansonsten die Gelenke ganz kaputt gehen. Immerhin hat dadurch die Krankenkasse die ganzen Kosten für meine Behandlung übernommen bis auf die Extrakosten für spezielle Brackets und so. Ich habe jetzt seit dem Frühjahr 2012 meine feste Zahnspange und die Schneidezähne waren schon nach den ersten Monaten fast wieder richtig gerade.

 

Ende 2013 wurde mir eröffnet, dass ich jetzt soweit sei für die OP. Vorab hatte ich schon ein Rezept bekommen, um den Muskel unter dem Unterkiefer durch einen Physiotherapeuten lockern zu lassen, damit der Muskel nicht den mühsam nach vorne operierten UK wieder nach hinten zieht. Das würde ich übrigens jedem raten, dem so eine OP bevorsteht. Es war nebenbei bemerkt auch äußerst entspannend. Die Behandlung ging dann bis kurz vor der OP.

 

Zu meiner größten Überraschung hat mich meine KFO gefragt, ob ich was dagegen hätte, wenn sie bei der OP dabei wäre. Ich konnte mein Glück kaum fassen, da ich sich in den letzten Jahren mein erster Eindruck von ihr bestätigt hatte, sie eine tolle Arbeit geleistet hat und wir uns seit dem ersten Treffen wunderbar verstanden. Danach war meine ganze Angst vor der OP wie weggefegt und ich habe mich einfach nur noch drauf gefreut.

 

Einen Monat vor der OP durfte ich dann wieder zum KFC, um mir einen Termin für die OP zu holen. Der konfrontierte mich erstmal damit, dass ich doch die Kosten für die Registrierung in Höhe von fast 1000€ selbst zu tragen habe, aber das wüsste ich ja bereits. Nein, das wusste ich leider nicht. Aber was sollte ich machen. Ich habe also meinen Termin für Ende April im ZK Augsburg bekommen und die OP, die jetzt zum Glück nur noch eine UKVV werden sollte, sollte ca. 30 min dauern.

 

Zwei Wochen vor der OP war dann die Registrierung. Es wurde eine CT Scan gemacht, der zwar nur 8 Sekunden dauerte, aber mich dafür 200€ kostete. Das Gerät sah aus wie ein normales Röntgengerät und ich war fast schon enttäuscht, dass es keine richtige CT-Röhre war. Dann wurde ich noch in so eine Halterung mit dem Kopf geklemmt und der Abdruck für den Splint gemacht und nochmal normale Abdrücke. Das Aufklärungsgespräch war relativ kurz und ich bekam meinen Aufklärungsbogen. Den Termin für die Registrierung habe ich gleich mit dem Narkosegespräch verbunden, um dafür nicht wieder nach Augsburg fahren zu müssen. Es ging also gleich zum ZK und dort zum Blutabnehmen für Tests, EKG und Narkosegespräch. Die Aufklärung zur Narkose fand über ein Computerprogramm statt und danach ging’s noch zum Narkosearzt. Danach durfte ich meine Akte zur Station hochbringen in die neunte Etage, was ich sehr spannend fand, weil ich so schon mal einen ersten Eindruck bekommen konnte.

 

In der Woche vor der OP wurden dann die Haken an die Bögen gemacht, an die der Draht bei der OP befestigt werden sollte. Die haben sehr gestört, vor allem weil vor der OP noch eine Familienfeier anstand. Mit viel Wachs und Silikon ging es dann aber.

 

Tag vor der OP

Ich sollte am Sonntag um 19 Uhr im Krankenhaus einchecken. Also war noch genügend Zeit für eine üppige Henkersmahlzeit mit meinem Freund. Die bestand aus einem Schnitzel mit Kartoffelsalat und einem riesen Dessertteller. Die Aufnahme erfolgte über die Notaufnahme, weil Sonntag war. Ich bekam das obligatorische all-inclusive Bändchen, das aber so locker saß, dass ich es jederzeit abmachen konnte. Dann ging es auf die Station. Ich bekam ein Zweibettzimmer und meine Nachbarin für die nächsten Tage war schon da. Es stellte sich heraus, dass die Station keine reine MKG-Station war sondern auch für die Unfallchirurgie und Alterstraumatologie mit genutzt wurde. Die erste Zeit verbrachte ich erstmal damit zusammen mit meinem Freund den Automaten für die Fernsehkarte zu suchen. Das hat ewig gedauert, wie die Wegbeschreibungen uns immer wieder wo anders hingeschickt hatten, wo es nirgend einen Automaten gab. Wir sind dann in der zehnten Etage fündig geworden. Ansonsten verging der Abend sehr entspannt mit Fernsehen. Ich habe angefangen Arnika-Globuli D12 zu nehmen, die ich schon von einer vorherigen Zahn-OP her kannte. Zu meiner Überraschung war ich immer noch nicht aufgeregt oder hatte Angst. Daher brauchte ich auch keine LMAA-Tablette und habe die Nacht wunderbar geschlafen bis auf die Unterbrechungen durch das Schnarchen meiner Mitbewohnerin.

 

Tag der OP

Nachdem meine KFO bei der OP dabei sein wollte, wurde meine OP auf den Morgen-Termin verlegt. Ich wurde kurz vor 6 geweckt und mir wurde empfohlen die Zeit noch zu Nutzen um zu Duschen und die Zähne zu putzen. Dann gab’s die hübschen OP-Sachen. Um 7 wurde ich nach unten gefahren zu den OPs. Von Aufregung irgendwie immer noch keine Spur. Mein einziges Bedenken galt meiner KFO, ob sie rechtzeitig da sein würde, um sie vor der OP nochmal zu sehen. Als erstes ging es dann in den Warteraum. Ich war die erste und nach und nach kamen noch fünf weitere Patienten reingerollt, die alle an was anderem operiert wurden. Dort wurde man nochmal gefragt, wann man das letzte Mal was gegessen und getrunken hat. Ich habe da vorsichtshalber nochmal erwähnt, dass ich Narkosen nicht so gut vertrage, weil ich mich bis jetzt immer übergeben musste, und auch kein Wasser vertrage, falls die mir Wasser nach der OP zu trinken geben wollten. Davon stand in den Unterlagen vom Narkosearzt irgendwie nichts mehr. Also war es gut, dass nochmal zu erwähnen. Nach und nach wurden die anderen Patienten in ihren OP gefahren. Alle anderen waren durch ihre Beruhigungsmittel ziemlich fertig, nur ich war in freudiger Erwartung, was auf mich zukommen wird. Dann ging‘s endlich los.  Ich bin auf die OP-Britsche rübergerutscht und dann hat sich mir die nette Narkoseassistentin vorgestellt. Wir hatten viel Spaß und haben Witze über Gott weiß was gemacht. Dann gab’s die Kanüle in den Arm, die EKG-Pads auf die Brust und einen sehr interessanten Turban auf den Kopf. Ich vermute, dass da irgendwie Sensoren für die Messung der Gehirnströme drin waren, weil’s so gepiekst hat, und wie ich hinterher erfahren habe, ist der Turban auch zur Befestigung der Atmenmaske gedacht. Dann kam auch schon meine KFO zur Tür rein. Mein EKG machte direkt einen Hüpfer vor Freude. Dann kam auch schon mein Chirurg und hat mir die Hand gedrückt und mich versucht zu beruhigen, was aber gar nicht nötig war. Jetzt war ich eh beruhigt, weil sie da war.

 

Dann gab’s den Schlummercocktail eine Mischung aus Propofol (Michael Jackson lässt grüßen) und einem anderen Mittel. Ich sollte mich melden, wenn es anfängt mit wirken und kaum hatte die Narkoseassistentin den Satz beendet, hat’s schon gewirkt.

 

Den nun folgenden Ablauf der OP habe ich von meiner KFO erfahren. Sonst bekommt man ja nichts von der eigenen OP mit.

Als die OP losgehen sollte, musste die Narkoseassistentin auf Geheiß des Chirurgen den Turban noch mal neu binden. Das hat ihm aber immer noch nicht getaugt, also hat er es dann selbst gemacht bis der bombenfest saß. Ich war fast überrascht, dass ich hinterher keine Abdrücke auf meiner Stirn hatte. Sonst bleibt sowas bei mir immer ewig sichtbar. Dann kam der Assistent des Chirurgen herein und präsentierte dem Chirurgen ein schwarzes Kästchen mit den Metallplatten, so wie beim Juwelier. Meine KFO meinte, das war echt eine beeindruckende Show. Die OP wurde dann von meinem Chirurgen von einem weiteren Chefarzt durchgeführt und nicht wie sonst üblich von einem Assistenzarzt. Mein Mund wurde irgendwie richtig weit aufgespannt und immer wieder wurden schon während der OP meine Lippen mit Bepanthensalbe versorgt. Meine KFO stellte fest, dass es schon ein Wahnsinn ist, was der menschliche Körper aushalten kann so weit, wie mein Mund aufgespannt wurde. Nach dem ersten Schnitt wurde dann die Fräse angesetzt um eine Sollbruchstelle im Kiefer am aufsteigenden Ast vom Unterkiefer zu schaffen. Bei dem ersten Versuch ist dann gleich mal die Fräse abgebrochen. Kommentar des Chirurgen: Die hat ja Knochen wie ein Kerl. Beim zweiten Versuch klappte es dann. Danach wurde ein Keil eingesetzt in die Sollbruchstelle und leicht gedreht bis es Knack gemacht hat und die erste Seite durchgebrochen war. Dann kam die andere Seite dran. Laut meiner KFO war das Geräusch beim Durchbrechen echt schlimm und dann hing mein Kiefer runter. Der Kiefer wurde dann ca. 6 mm nach vorne versetzt und leicht nach links gekippt. Die ganze OP hat übrigens statt der geplanten 30 min 1,5h gedauert, aber nicht weil’s so kompliziert war, sondern weil der Chirurg unter Erfolgsdruck stand, da meine KFO ja dabei war. Nach der OP wurde ich dann in den Aufwachraum gebracht. Dort muss zu dem Zeitpunkt ein riesen Trubel geherrscht haben, weil die Narkoseassistentin erstmal lauthals in den Saal geschrien hat, dass jetzt entweder alle verschwinden oder die Klappe halten sollen, weil ich doch das Recht dazu habe in Ruhe aufzuwachen. Dann scheint die Assistentin noch eine Weile meine Hand gehalten zu haben. Angeblich hätte ich auch schon nach was zu trinken verlangt. An das alles kann ich mich aber überhaupt nicht erinnern.

 

Ab und zu wurde ich kurz wach und bin aber sofort wieder eingedöst. Vorsichtshalber habe ich dann Sauerstoff bekommen und durfte noch bis nach 14 Uhr im Auswachraum liegen bleiben. Zwischenzeitlich kam mein Chirurg vorbei, um sich zu erkundigen, wie es mir geht und mir zu sagen, dass die OP wie geplant verlaufen ist und er meinem Freund (höchstpersönlich!) Bescheid gegeben hat, dass alles OK ist. Ich war erstaunt, dass ich antworten konnte, weil ich doch damit gerechnet hatte, nach der OP wegen der Verdrahtung nicht sprechen zu können. Ich bekam noch eine Infusion gegen Schmerzen. Den Tropf hatte ich mir im Delirium anscheinend auch gewünscht. Dann kam die Schwester vom Aufwachraum und hat mir gesagt, dass ich jetzt was zu trinken haben könnte, weil ich ja vorhin durstig war. Wie gesagt, daran konnte ich mich nicht mehr erinnern, aber egal. Kann ja nicht schaden. Ich habe mich dann für Tee entschieden und habe ihr noch mit auf den Weg gegeben, dass sie bitte Zucker reinmachen soll, weil ich ungesüßte Getränke genauso wenig wie Wasser vertrage und davon Halsschmerzen bekomme. Ich bekam also meinen Tee habe einen kleinen Schluck davon getrunken (was super ging, weil ich irgendwie nur den Splint aber keine Verdrahtung drin hatte) und schon merkte ich, wie mein Magen sich meldete.

Dann ging’s mit dem Fahrstuhl zurück auf die Station und in mein Zimmer. Ich war kaum da angelangt, schon merkte ich, wie der Tee in mir aufstieg. Ich weiß nicht wie der Pfleger so schnell reagieren konnte, aber er hatte auf einmal schon so eine Pappnierenschale in der Hand und einen feuchten Waschlappen für meine Stirn. Der Tee war auf jeden Fall jetzt erstmal wieder draußen. Ich habe dann die Kühlpads bekommen und habe vor mich hingedöst bis mein Freund vorbeigekommen ist und mich mit Erschrecken angeschaut hat. Mir hingen zu dem Zeitpunkt noch die obligatorischen Schläuche von der Drainage mit den Auffangflaschen aus dem Mund. Die sollte ich dann noch drei Tage mit mir rumschleppen. Sehr gesprächig war ich aber nicht, weil ich immer noch total müde war und  immer wieder wegdöste. Sprechen ging aber, wie schon im Aufwachraum festgestellt hatte, ohne Probleme. Wie sich herausstellte hatte sich der Draht noch vor dem Aufwachen gelöst und piekste nur etwas in die Mundinnenseite. Mein Freund hat sich dann verabschiedet, damit ich weiterschlafen konnte. Ich habe dann erstmal versucht aufzustehen und auf’s Klo zu gehen. Das ging überraschenderweise ohne Probleme bis ich dort ankam und mich hinsetzte. Wieder meldete sich mein Magen. Ich konnte gerade noch die Notrufleine ziehen und schon ging es los. Die hübsche gelbe Plastekammer, aus der das Bad bestand, hatte zum Glück einen Ablauf direkt vor der Toilettenschüssel und den habe ich erstmal genutzt, bis der Pfleger mit der Pappnierenschale zur Stelle war. Aus meinem Magen kam eine ziemlich große Menge Blut, die wohl während der OP da reingelaufen war. Die Badekammer war auf jeden Fall erstmal nicht mehr gelb ;-). Ich wurde dann zu meinem Bett zurückgeführt und schlief gleich wieder ein. Zum Abendessen bekam ich drei Suppen und einen hochkalorischen Drink. Bis auf den Drink habe ich alles gleich wieder mitgegeben, weil mein Magen schon bei dem Geruch angefangen hat zu rebellieren. Den Drink habe ich dann an dem Tag aber auch nicht runterbekommen. Da ich eh sonst wenig trinke, war das auch kein Problem. Die Nacht verlief ruhig. Es war nur problematisch eine Schlafposition mit den Drainageflaschen zu finden. Zum Glück hatte mir der Pfleger bei einer der „Übergebungsaktionen“ ein kleines Handtuch dagelassen, das ich unter die Flaschen und die Kühlpads packen konnte. Das Handtuch sollte auch in den nächsten Tagen noch sehr hilfreich sein.

 

Tag 1 nach der OP

Nach dem Aufwachen gab es wie in den nächsten Tagen auch erstmal einen Tropf. Zum Frühstück gab es dann einen leckeren Drink mit Schokoladengeschmack und Tee. Da ich eh auf Schokolade stehe, war das genau mein Fall. Bei dem Tee musste ich wieder erklären, warum ich unbedingt Zucker dazu brauche. Eigentlich darf man ja nach so einer OP kein Zucker nehmen, wegen den Bakterien, die sich im Mund tummeln, aber bevor ich eine Woche Halsschmerzen habe, dann nehme ich lieber die Bakterien in Kauf. Auch wenn ich nur den Splint drin hatte, ging es doch relativ mühsam mit dem Trinken. Danach habe ich erstmal den Mund ausgespült und das Ergebnis der OP betrachtet. Ich war erstaunt, dass mein Doppelkinn durch die OP direkt verschwunden war. Ansonsten konnte ich aber irgendwie kaum einen Unterschied feststellen, außer, dass alles irgendwie nach links verschoben war.

 

Zur Visite kam dann ein anderer Arzt der MKG, der erstaunt feststellte, dass die Verdrahtung kaputt war und ich hätte Glück gehabt, dass ich den Draht nicht verschluckt habe. Daraufhin musste ich direkt ins Behandlungszimmer, wo mein Kiefer mit Gummis fixiert wurde. Danach ging es leider nicht mehr so gut mit dem Trinken. Zum Essen gab es dann eine Cremesuppe, eine Brühe und zwei von den leckeren Drinks. Das Essen der Suppe hat sich ewig hingezogen. Ich hatte es erst mit den Strohhalmen probiert, die ich von zu Hause mitgebracht hatte, aber durch die OP hatte ich nicht genug Unterdruck herstellen können, um die Suppe da durch zu ziehen. Es ging dann letztendlich mit dem Teelöffel aber sehr langsam. Die Suppen haben sich immer wieder hinter dem Splint festgesetzt, was mit jedem Tag ekliger wurde, da ich ja da nicht putzen konnte. Da ich eh sonst wenig trinke, habe ich mir bei jeder Mahlzeit einen der Drinks beiseite gestellt. Das war wirklich nützlich für zu Hause. Die Drinks kosten sonst immer so um die 10 Euro für vier Stück in der Apotheke und so hatte ich dann genügend für zu Hause. Bei jeder Mahlzeit blieb einer übrig und ich war sieben Tage im Krankenhaus. Da kam was zusammen. Das Zähneputzen nach dem Essen war wirklich mühsam. An den ersten Tagen konnte ich nur die Außenseite der Frontzähne putzen, da ich mit der Zahnbürste nicht nach innen rein kam bzw. wegen der Schwellung und aus Angst was kaputt zu machen, nicht weiter hinten putzen konnte. Mittags und abends gab es wieder die obligatorische Suppenkost mit den Drinks. Über den Tag habe ich immer wieder neue Kühlpads verlangt und habe ansonsten nur Fernsehen geschaut. In der Nacht ging es dann langsam los mit einem Ziehen in der rechten Schläfe.

 

Tag 2 nach der OP

Der Tag verlief wie der erste nach der OP. Die Gummis wurden nochmal umgehängt und das Ziehen in der Schläfe, das immer nur in der Nacht kam, wurde immer schlimmer. Mittlerweile fühlte es sich an, als ob mir eine Stricknadel in die Schläfe gestochen würde. Die Schwellungen im Gesicht nahmen auch langsam immer mehr zu.

 

Tag 3 nach der OP

Jetzt wurden endlich die Drainageschläuche gezogen. Durch einen Beitrag in dem Forum war ich schon auf das Schlimmste vorbereitet und habe mit Höllenschmerzen gerechnet. Abe Pustekuchen. Es hat nur ganz leicht gezogen, als sich der Unterdruck gelöst hat, mit dem die Flaschen da dran hängen, und schon waren die Schläuche raus. Es gab dann noch die Ansage, dass ich doch auch weiter hinten putzen müsste. Das ging dann mit einer Babyzahnbürste in Kombination mit einer ganz weichen Zahnbürste überraschenderweise auch sehr gut. Nur innen rein kam ich immer noch nicht. Meine neu gewonnene Freiheit ohne Drainageflaschen habe ich gleich genutzt und habe erstmal geduscht und bin eine Runde in der Station spazieren gegangen. Danach war ich allerdings ziemlich fertig. Meine Kondition, die eh nie die beste war, war jetzt noch mehr am Boden als sonst. Ich habe mich dann die nächsten Tage immer wieder auf Spaziergänge (vor allem in der ersten Etage) begeben, um meinen Kreislauf und die Kondition wieder langsam auszubauen. Mittlerweile waren die Schmerzen in der Schläfe in der Nacht nicht mehr auszuhalten. Ich bekam dann ein flüssiges Schmerzmittel, das aber immer nur kurz geholfen hat. Was etwas Linderung mir verschafft hat war allerdings das kleine Handtuch, das ich mir auf die Schläfe gelegt habe. Wahrscheinlich haben sich die Schmerzen durch die Wärme etwas beruhigt.

 

Tag 4 nach der OP

Bis auf die Schmerzen in der Nacht war alles OK. Ich konnte endlich mit der Chlorhexamed-Zahnspülung meine Zähne spülen. Die Schwellungen haben ihren Höhepunkt erreicht. Es ist zum Glück in unserem Zimmer kühl, weil wir die ganze Zeit das Fenster aufhaben. Das sollte sich aber bald ändern. Meine Nachbarin, die eine OP an ihrem Fuß hatte, bekam Besuch von einem Physiotherapeuten, der mit ihr üben sollte, damit sie wieder Laufen lernt.  Nach kurzer Zeit als er sie gerade am Rollator aufgerichtet hatte und sie gestützt hat damit sie nicht umfällt, fing sie plötzlich damit an ihn anzuschreien, dass er sie loslassen soll. Dann hat sie sich aufs Bett geworfen und die Bettdecke über ihren Kopf gezogen. Der arme Physiotherapeut stand ganz verdutzt da und wusste nicht was da gerade passiert war. Sie schrie nur noch, dass er sie nicht mehr anfassen dürfte und er gehen soll. Das machte der dann auch. Als er weg war, hat sie mir dann erzählt, dass es sie wie vom Blitz getroffen durchzuckt hat, als er sie angefasst hat und ihr heiß und kalt geworden ist und sie weiß, dass der Typ ein Vampir ist. Seitdem mussten wir auch immer das Fenster zumachen, weil ja Vampire fliegen können. Dummerweise fliegen um das Krankenhaus auch wirklich Fledermäuse in der Dämmerung.

 

Tag 5 bis 6 nach der OP

Die Kanüle wurde endlich gezogen, nachdem etwas von der Infusion unter dem Pflaster ausgelaufen war und alles angefangen hat zu jucken. Die Schwellungen gehen langsam zurück. Bei der Visite am Samstag kam ein mir unbekannter Arzt und den habe ich dann mal auf die Schmerzen angesprochen, worauf dann lapidar als Antwort kam, dass man da ja nichts gemacht hatte, es sei ja schließlich nur eine UKVV gewesen und das war’s. Es gab also weiterhin die Schmerzmittel in der Nacht, die aber gar nichts mehr halfen und weiterhin die Kühlpads. Ich bekam Besuch von meinen Eltern, die extra 400km bis nach Augsburg gefahren sind.

 

Tag 7 nach der OP (Tag der Entlassung)

Da ich von weiterweg komme, durfte ich bis Montag in der Klinik bleiben, weil ich sonst zur Kontrolle und zum Fädenziehen soweit hätte fahren müssen. Nach der Visite hat mich dann mein Freund abgeholt und hat mich zum Pfersee in die Praxis gefahren. Dort wurde nochmal ein CT-Scan gemacht (wieder 8 Sekunden für 200 Euro), die Fäden gezogen und die Gummis neu positioniert. Das CT-Bild war ziemlich erschreckend (siehe Profilbild), da man doch zwei relativ große Spalten im Unterkiefer rechts und links sehen konnte, die nur von dünnen Metallplatten zusammengehalten wurden. Gegen die Schmerzen wurde mir Ibuprofen verschrieben, das aber überhaupt nicht geholfen hat. Es ging dann erstmal in einer knapp 2h-Fahrt nach Hause und zum Lebensmitteleinkauf. Ich habe alles eingekauft, woraus man Suppen machen konnte. Als erstes sollte es Möhrensuppe geben. Mit den Tagen wurde ich immer experimentierfreudig und angeregt durch die leckeren Obstsuppen, die es im Krankenhaus zum Frühstück gab, habe ich dann zum Frühstück mir auch Kirsch-, Pflaumen- und vor allem Bananensuppe gekocht, die meine absolute Lieblingssuppe wurde. Da ich nicht jeden Tag kochen wollte, habe ich immer so viel gemacht, dass ich damit drei Tag durch kam. Ich habe dann immer drei verschiedene Suppen über den Tag verteilt gegessen zusammen mit einem der Drinks aus dem Krankenhaus und Salbeitee.

 

Kontrolltermin nach einer Woche

Der Splint wurde endlich entfernt und die Gummis wurden wieder umgehangen. Gegen die Schmerzen, die immer noch nicht nachgelassen hatten, bekam ich drei Valium, um mal zu testen, ob die vielleicht helfen und wenn nicht, dann könnte man immer noch Botox reinspritzen. Nachdem die erste Valium gar nichts gebracht hat, habe ich das vorsichtshalber mal gelassen und bin weiterhin mit einem Handtuch über dem Kopf schlafen gegangen. Botox habe ich auch nicht als eine Option für mich angesehen.

 

Termin beim KFO nach einer weiteren Woche

Mittlerweile hat sich bei mir eine kleine Komplikation ergeben, die für mich selbst echt schlimm war. Ich bin ja ein ziemlicher Schokaholic und liebe alles was süß ist. In den Wochen nach der OP war auch alles ok und ich konnte alles schmecken, das ich gegessen oder eher getrunken habe. An dem Wochenende bevor ich zu meiner KFO kommen sollte, habe ich dann probiert einen Löffel Nutella zu essen und zu meinem Entsetzen hat es nur nach Pappe geschmeckt. Meine anderen Geschmacksproben mit anderen süßen Lebensmitteln führten zu demselben erschreckenden Ergebnis. Meine vordere Zungenspitze hatte kein Geschmacksempfinden mehr. Wie sich später herausstellte, lag das nicht daran,  dass die Zunge noch beleidigt war von dem Splint oder vielleicht durch den Zug am Zungennerv durch die Vorverlagerung, sondern dass das eine Nebenwirkung der Zahnspülung war.

 

Die KFO war ansonsten recht zufrieden mit dem Ergebnis der OP. Es wurde eine Zahnreinigung durchgeführt so gut es eben ging, weil ich zum einen durch den Splint nicht so gut putzen konnte und zum anderen durch die Zahnspülung, die man im Krankenhaus bekommt, sich die Zähne total verfärbt hatten. Es wurden weichere Gummis eingehängt, um zu testen, ob die vielleicht Linderung verschaffen. Außerdem bekam ich eine extra in der Apotheke zusammengemischte Zahnspülung verschrieben, die nicht gefärbt und trotzdem geholfen hat. Insgesamt war ich übrigens nach der OP vier Wochen krankgeschrieben.

 

Zeit danach

Langsam habe ich mich an die Schmerzen in der Schläfe gewöhnt und nach einer Woche funktionieren nun auch wieder alle Geschmackssinne. Zum Glück. Das Essen wird auch immer fester. Die Regel, die ich befolgen sollte, war zwei Wochen nur Flüssiges, dann zwei Wochen Brei und danach erst mit weicher Kost anfangen. Ich hangele mich nun immer weiter in Richtung feste Nahrung und teste immer was schon geht mit dem Essen, das mein Freund auf dem Teller hat ;-)

 

Ich musste dann nochmal zu einer kurzen Kontrolle zum Chirurgen. Von meiner KFO bekam ich bei einem weiteren Kontrolltermin zum Glück dann Physiotherapie gegen die Schmerzen verschrieben. Durch das Schwenken der UK nach links war mein Temporalis-Muskel auf der rechten Seite unter Zug und war daher ziemlich beleidigt. Die Therapie hat dann endlich den erhofften Erfolg gebracht. Mittlerweile wurden auch schon die ersten Brackets entfernt, weil das Ergebnis der OP so gut war, dass es kaum noch Korrekturen bedarf. Letzte Woche fiel dann das erste Mal das magische Wort Entbänderung, die vielleicht schon im August passiert. Im Oktober/November steht dann die Metallentnahme an. Momentan habe ich keine Beschwerden mehr außer, dass meine linke Gesichtshälfte durch das Schwenken nach unten hängt. Ich trainiere nun meine linke Gesichtshälfte mit den Übungen, die mir meine Physiotherapeutin gezeigt hat, damit sich die Seite wieder mehr an die andere Seite angleicht.

 

An dieser Stelle möchte ich mich mal bei meiner lieben KFO und ihrem Team sowie dem Chirurgen-Team und meiner Physiotherapeutin für die tolle Arbeit bedanken. Es hat sich gelohnt, das Ganze machen zu lassen und durchzustehen.

 

Ich hoffe ich habe Euch nicht allzu sehr mit dieser langen Beschreibung gelangweilt.

 

LG

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Toller Bericht!

Super das alles so gut gelaufen ist und du auch bald fertig bist mit der Behandlung!!

Hoffe das mit der einen gesichtshälfte bessert sich noch!

LG

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Die OP hat Dr. Dr. Fleiner durchgeführt und ein neuer Doktor aus Würzburg, der jetzt auch in der Praxis mitarbeitet (den Namen habe ich mir leider nicht gemerkt, aber der soll auch richtig gut sein).

 

LG

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Es waren beide nicht. Der Arzt, der bei mir assistiert hat, hat am dritten Tag mit Dr. Dr. Meier zusammen bei mir Visite gemacht und er hat noch dunkle Haare, war also keiner der vier Chef-Dres. von der MKG, die man auf deren Webseite sieht. Laut meiner KFO war der echt erst ganz frisch aus Würzburg gekommen.

 

LG

 

P.S.: Ich frage Ende August nochmal nach, wie der hieß. Dann bin ich wieder in A.

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So gestern ging's mal wieder nach Augsburg. Diesmal ging es erst zum Chirurgen, um mir einen Termin für die ME geben zu lassen. Ich konnte erstmals meinen zusammengewachsenen Kiefer im Röntgenbild betrachten. Da war ich echt erstaunt, dass jetzt schon alles zusammen gewachsen ist. Die Option einer Nasenkorrektur habe ich nach langem Überlegen dann doch abgelehnt. Ich finde zwar, dass meine Nase seit der OP irgendwie schief ist und meinen Nasenhöcker konnte ich auch noch nie leiden, aber ich habe irgendwie keine Lust auf eine OP, die nicht medizinisch notwendig ist. Die OPs, die ich schon hatte reichen mir. Ich habe dann einen Termin für Ende September bekommen. Dabei sind es ja erst vier Monate seit der UKVV. Ich habe mein Rezept für die benötigten Medikamente bekommen und den Auftrag mich beim Narkosearzt für das Vorgespräch anzumelden.

 

Da der Narkosearzt seine Praxis in der Nähe von meiner KFO hat und ich eh noch Zeit bis zu dem Termin bei ihr hatte, bin ich direkt mal vorbei gegangen, um mir einen Termin geben zu lassen. Nachdem ich wegen meinem bevorstehenden Urlaub aber keine Zeit habe zwei Wochen vor der OP dahin zu fahren, haben wir das Gespräch spontan sofort gemacht. Dabei hätte ich fast eine Unterleibs-OP verpasst bekommen, weil die Narkoseärztin meinte, dass ich von der darüberliegenden Kinderwunschklinik kommen würde. Ich habe ihr dann erstmal erzählen müssen, dass ich wegen meinem Kiefer dabin. Da hätte mein Chirurg glaube ich seinen Spaß gehabt, wenn die auf einmal anfängt mich auf eine Unterleibs-OP vorzubereiten.

 

Dann ging's weiter zur KFO, gerade noch pünktlich. Leider wurde die Spange doch noch nicht rausgenommen, aber ich bekam einen Termin für nächste Woche Freitag. Also genau einen Tag vor meinem Urlaub. Ich freue mich schon drauf endlich ohne Spange mal wieder in den Urlaub fahren zu können. Gestern wurden die Bögen nochmal ein wenig nachgebogen, um die Schneidezähne endlich in die finale Position zu bringen. Jetzt tut natürlich wieder alles weh und ich brauchte erstmal eine Ibuprofen. Gestern Abend konnte ich noch nicht mal ein Toast beißen. Aber daran gewöhnt man sich ja in 2,5Jahren feste Zahnspange.

 

Ich habe auf mein Bitten und auf Anraten meiner Physiotherapeutin noch ein Rezept zur Elektrostimulation bekommen, damit meine Gesichtsmuskeln trainiert werden und sich wieder angleichen. Mal schauen wie das wird.

 

Leider habe ich vor lauter Aufregung vergessen wegen dem Arzt zu fragen, der bei mir assistiert hat.

 

LG

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Hallo zusammen,

 

hier kommt nun das Update. Die feste Zahnspange ist endlich raus seit dem 5.9.. Das hat wesentlich weniger wehgetan als bei dem Umkleben der Brackets nach 1,5 Jahren. Ich war richtig erstaunt als es hieß die Spange ist schon raus. Es hat sich angefühlt, als ob gerade die Brackets erst geöffnet wurden, um den Draht zu entfernen. Dabei wurden die Brackets einfach abgeklippst, als diese noch am Draht hingen. Nach dem Glattpolieren hatte ich dann ein bisschen Zeit die neugewonnene Freiheit zu geniessen und bin erstmal in die Stadt gegangen bis meine Schiene und die lose Spange fertig waren. Es fühlte sich irgendwie ziemlich fluffig an ohne Brackets an den Zähnen. Ich hatte eigentlich erwartet, dass ich nur eine Schiene bekomme für den Oberkiefer und den Draht für den Unterkiefer und war daher etwas geschockt, dass ich auf einmal auch noch für die Nacht eine furchtbar unangenehme herausnehmbare Spange für unten und oben bekam. An die oben habe ich mich bis jetzt nicht gewöhnt. Davon wird mir nach wie vor schlecht, so dass ich die untere meistens mit der normalen Schiene kombiniere, weil ich anders nicht schlafen kann.

 

Dann ging's erstmal in den Urlaub. Am 23.9. war dann die ME. Früh ging es direkt in die Praxis. Vorher musste ich zwei Tage meinen Mund mit der Mundspülung, die leider die schönpolierten Zähne verfärbt, spülen und vor der Abfahrt gab es noch eine Penicillin-Tablette. Nach längerem Warten (weil die OP eines anderen Patienten über eine Stunde länger dauerte) im Vorbereitungsraum mit NaCl-Tropf und der Injektion der mitgebrachten Dexamethason-Ampulle, kam ich dann endlich dran. Es gab ein bisschen Sauerstoff, noch eine Injektion und schon war ich weg. Wach wurde ich nach ca. 45min mit Schüttelfrost. Daraufhin habe ich eine dicke Daunendecke bekommen und war dann relativ schnell wieder fit. Es gab noch ein paar Kühlpads für unterwegs und einen Tee, weil mein Hals so trocken war. Dann ging es zwei Stunden zurück nach Hause. Mit jeder Minute wurde mein Gesicht dicker. Die Kühlpads haben nicht wirklich lange was gebracht bei der langen Fahrtzeit. Mein Gesicht ist dann über die nächsten Tage immer weiter angeschwollen trotz Kühlung und Globulli. Ich finde es sieht schlimmer aus als nach der UKVV. Das liegt, denke ich, daran, dass bei der ME keine Drainage gelegt wurde und sich das Blut und die Gewebeflüssigkeit immer weiter aufstauen, weil sie nicht abfließen können. Während den ersten Tagen gab es dann noch Dexamethason-Tabletten. Schmerztabletten habe ich eigentlich keine gebraucht. Von der Seite und auch vom Essen her war es definitiv besser als nach der UKVV. Die Fäden werden dann am Mittwoch gezogen. Bis dahin traue ich mich erstmal nicht vor die Tür. Mittlerweile hat mein Gesicht eine üble Farbe angenommen, die wohl noch schlimmer wird. Zum Glück geht wenigstens die Schwellung langsam zurück.

 

Ich habe jetzt auch den Namen des 2. Chirurgen bei der UKVV herausbekommen. Er heißt Dr. Klammert.

 

LG

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Glückwunsch das du jetzt alles geschafft hast :) war auch verwundert wie schnell die Spange bei mir ab war :)

Vllt gewöhnst du dich ja auch noch an die Spange im OK! Bei mir klappt's eig ganz gut...

Alles Gute dir, hoffe das alle Zähne bleiben wo sie jetzt sind :)

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Dankeschön Melli für die Wünsche.

 

Gestern hatte ich meinen Tiefpunkt nach der ME. Ich war den ersten Tag im Büro und nach einer Stunde fing es auf einmal an mit Bluten aus der linken Naht und hat nicht mehr aufgehört. Ich habe dann nach einer Stunde mal beim Chirurgen angerufen. Da ich gestern sowieso zum Fädenziehen vorbeikommen sollte, durfte ich schon direkt früh hinkommen. Leider war nicht der Chirurg da, der die ME durchgeführt hat sondern ein Kollege, der noch nicht mal wusste, dass ich eine ME hatte sondern der dachte, dass ich eine UKVV letzte Woche hatte. Ich sehe auch nach wie vor echt schlimm aus. Alles ist grün und blau und angeschwollen. Der hat dann schnell die Fäden gezogen und mir einen Tupfer in die Backe geklemmt und gesagt, dass es wohl ein Hämatom ist, das sich gelöst hat und ich brauche nicht wieder kommen. Ich bin dann wieder zurück auf Arbeit gefahren und mit der Zeit hat es dann angefangen weh zu tun (das erste Mal seit der OP) und geblutet hat es bis Abends die ganze Zeit. Ich hoffe, dass das heute besser wird. Nach einer Woche rechnet man ja nicht mehr damit, dass es den ganzen Tag noch blutet und vorallem anfängt mit schmerzen.

 

LG

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Oje nicht schön :( ist wirklich krass das es noch ne Woche später anfängt zu bluten...

Gute Besserung hoffe das war's dann mit dem bluten...

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Hallo zusammen,

 

die Blutungen sind in der Zwischenzeit nicht mehr aufgetreten und die Schwellung ist dank Lymphdrainage jetzt auch fast schon wieder ganz weg. Am Kinn habe ich noch eine leicht grünliche Stelle, aber das sollte sich auch bald geben. Momentan habe ich nur noch das Problem, dass ich meinen Mund nicht allzuweit aufmachen kann. Deshalb wird jetzt erstmal bei der Physiotherapie die Elektrostimulation dafür verendet, damit das wieder funktioniert und wenn das dann klappt, machen wir mit der Angleichung der beiden Gesichtshälften weiter. Nach der ME scheint das irgendwie eh kaum noch nötig zu sein.

 

LG

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Hallo und schönen guten Abend. Ich hab mit Begeisterung deinen OP  Bericht gelesen, und hoffe das es dir nun Tag für Tag besser geht. Ich trage seit Februar 2012 eine feste Zahnspange, und nun steht im Dezember auch meine UKVV an und ich bin mega aufgeregt. Es tauchen auch bei mir jeden Tag neue Fragen auf und ich hoffe das ich alles gut hinter mich bringe. 

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Ich drücke Dir die Daumen, dass es bei Dir auch so gut verläuft. Eine OP birgt zwar immer Risiken, aber die Reaktionen in den letzten Wochen aus meinem Bekanntenkreis haben mir gezeigt, dass es das alles definitiv Wert war.

 

LG und du brauchst kein Angsthase sein

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Vielen lieben Dank für deine lieben Worte !! :-) Ich denke auch gar nicht drüber nach was alles schief gehen könnte und / oder sonst würde es mich verrückt machen. Es ist eher verdammt Respekt und allerhand Aufregung. Ich habe immer wieder gelesen das man danach kaum Schmerzen hat und das verblüfft mich auch ein wenig. Noch ein paar Wochen und ich hab es auch hinter mir. Muss ich zwar dieses Jahr auf den Weihnachtsbraten verzichten, aber das ist okay ;-) 

Ich freu mich mit dir das bei dir alles so erfolgreich geworden ist. :-)

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So morgen geht's wieder mal nach Augsburg. Dann gibt's bestimmt ein bisschen Ärger, weil ich die obere lose Spange in der Nacht immernoch nicht aushalte. Beim letzten Versuch habe ich es gerade mal eine Stunde ausgehalten. Ich hoffe, es gibt da vielleicht eine andere Lösung mit weniger Plastik im Mundinnenraum. Es schmerzt ja nicht, aber der Brechreiz macht die Sache nicht wirklich praktikabel.

 

LG

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Da hast du vollkommen recht..mit Brechreiz kann man nicht schlafen. Die Spange sollte so angepasst werden, das du gut durch die Nacht kommst. Ich drück dir die Daumen !! 

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So hier ein kurzes Update. Das Weglassen der oberen Spange in der Nacht hat glücklicherweise überhaupt keine negativen Auswirkungen gehabt, so dass ich jetzt weiterhin tagsüber nur die Schiene oben und in der Nacht die Schiene für oben und die lose Spange für unten reinmachen muss. Ich bin echt froh, dass ich das Monstrum nicht reinmachen muss und somit kein schlechtes Gewissen haben muss, weil ich das Ding nicht aushalte. Es gab nochmal eine Airflow-Session, um die Beläge von der Chlorhexamedspülung wieder zu entfernen. Das Zeug ist wirklich hartnäckig. Den nächsten Kontrolltermin habe ich dann wieder kurz vor Weihnachten. Hoffentlich bleibt alles so gut.

 

LG

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Morgen habe ich meinen nächsten Kontrolltermin. Der kommt diesmal keinen Tag zu früh. Seit gestern habe ich Schmerzen im Kiefer, die bis in die Schläfe ziehen. Ich hoffe, dass das kein schlechtes Zeichen ist, sondern vielleicht nur Überanstrengung durch die Weihnachtsplätzchen oder den Stress der letzten Tage. 8 Monate nach der UKVV und 3 Monate nach der ME rechnet man ja mit sowas nicht mehr.

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Die Schmerzen scheinen wirklich vom Stress gekommen zu sein, sozusagen vom Zähne zusammenbeissen ;-)

Ich habe gestern einen Aqualizer bekommen für stressige Tage. Damit beissen die Zähne nicht mehr aufeinander sondern nur noch die hinteren Backenzähne auf die Wasserpads. Die Position des UK ist nach wie vor perfekt und somit besteht immernoch kein Grund die obere lose Spange mit den Göttinger Prostäben einzusetzen. Zum Glück. Ich soll auch langsam versuchen die Invisalign-Schiene oben wegzulassen. Das wird aber vermutlich nicht klappen, da nach zwei Stunden mein Schneidezahn schon wieder auf Wanderschaft in seine alte Position geht. Jetzt bekomme ich vermutlich, wenn genug Platz ist zwischen OK und UK zum Ende der Behandlung auch hinter die oberen Zähne einen Draht. Das wäre auch wesentlich praktischer. Es nervt schon ungemein jedesmal vor dem Essen die Schiene rauszunehmen.

 

LG, schöne Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

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@cabu: Weißt du denn, warum dein Zahn immer weiter wandert? Ich wiederhole mich in solchen Threads zwar, aber machst du was für deine Muskeln?

 

Das Zähnepressen usw. klingt ja schon danach, als ob du recht verspannt bist.

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Ich vermute, dass dadurch, dass ich schon 35 bin, der Zahn immer wieder in die Ausgangsposition zurück will. Das ist bei Jüngeren, so wie ich hier im Forum gelesen habe, wohl kein Problem. Daher muss ich wohl ewig einen Retainer tragen. Die Fehlstellung war auch früher wirklich extrem mit um 90°-versetzten oberen Schneidezähnen (d.h. einer nach vorne mit 45° und einer nach hinten mit 45°), die jetzt perfekt gerade sind.

 

Für die Muskeln hatte ich bis vor ein paar Wochen Physiotherapie mit Elektrostimulation. Leider ist das Rezept jetzt durch und ich habe noch kein neues. Aber vielleicht hilft der Aqualizer ja auch. Ich habe die Probleme ja bisher nur einmal gehabt und das in 8 Monaten. Der Wochenanfang war halt etwas stressiger als normal.

 

LG

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