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LeLion

Wie komme ich an eine Überweisung?

37 Beiträge in diesem Thema

Hallo Forum,

ich würde gerne als Ergänzung zu meiner Behandlung und als Vorbereitung für die OP beginnen mich in logopädische Behandlung zu begeben um die besten Vorraussetzungen zu schaffen.

Meine Frage ist nun, an wen wende ich mich und mit welcher Begründung? KO, Allgemeinarzt oder gar Zahnarzt?

Wenn ich dann die Überweisung habe, mit welchem Anliegen wende ich mich dann an einen Logopäden? mit dem oben genannten und die wissen dann, was zu tun ist?

Und, was soll ich sagen? Einfach wie es ist (siehe oben)? Ich habe derzeit wirklich keine Beschwerden, mein KO sage mal meine Zunge liege korrekt, mein Schluckmuster sei gut.

Einzig ein wenig komischer lippenschluss fällt mir in der letzten Zeit auf.

Wie war das bei euch?

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Hallo!

 

Also ich hatte mir exakt die gleichen Fragen gestellt wie du jetzt! :)

Ich weiß auch nicht ob es einen "richtigen" Weg/Reihenfolge gibt, aber so habe ich mich durchgehantelt:

 

Beim KFO nach der Überweisung fürn Logopäden gefragt und bekommen.

Logopäden im Internet gesucht und in meiner Nähe gefunden; dieser habe ich dann eine Email geschrieben und da einfach erklärt, dass ich Erwachsene mit Zahnspange bin und eine Kieferoperation vor mir habe; fragte ob sie diesbzgl. Erfahrung hätte.

Sie hat mich dann zurückgerufen und wir haben einen Termin vereinbart. Bei diesem Ersttermin hat sie mich auch gefragt, was ich mir nun speziell von einer logopädischen Behandlung erwarte … Meine ehrliche Meinung war ein Schulterzucken und "Ich weiß nicht wirklich; ich denke, dass ich eine falsche Zungenlage habe. Den Rest kann ich nicht beurteilen, möchte aber meine gesamte Kieferbehandlung mit einer Logopädie abrunden/vervollständigen."

 

Bei diesem Gespräch wurde ich schon ziemlich gut von ihr beobachtet und sie meinte schon "also mir fällt da jetzt auf die Schnelle gleich folgendes auf …". Tja, und dann haben wir auch schon begonnen. :)

 

Also ich denke dein erster Satz "ich würde gerne als Ergänzung zu meiner Behandlung und als Vorbereitung für die OP beginnen mich in logopädische Behandlung zu begeben um die besten Vorraussetzungen zu schaffen" ist schon der richtige Beginn/Begründung! :)

 

lg, niki

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want-and-will-laugh:

Also ich hatte mir exakt die gleichen Fragen gestellt wie du jetzt! :)

Ich weiß auch nicht ob es einen "richtigen" Weg/Reihenfolge gibt, aber so habe ich mich durchgehantelt:

 

Es gibt schon eine richtige Reihenfolge:

 

Man sollte bereits vor der KFO- Behandlung damit beginnen, da bekommt man das Rezept vom Zahnarzt. Der Logopäde sollte myofunktionel Fortgebildet sein (Kittel Teil1 und Teil 2 nach Codoni wäre noch eine Steigerung) dann wird er auch erkennen ob auch craniosacral gearbeitet werden sollte, also man auch einen Physio oder Osteopathen zur Körperaufrichtung braucht damit das Ganze ein Erfolg wird. Dann ist man gut betreut über die KFO- Behandlung hinaus z. B. auch postoperativ. Vom jeweils behandelnden Arzt bekommt man Folgerezepte.

 

Aber auch zu jedem anderen Zeitpunkt ist Logopädie zu empfehlen und eigentlich notwendig. Da gibt es immer was zu verbessern. Bei Dysgnathien die mit einer KFO oder Chirurgie behandelt werden bestehen immer große myofunktionelle Mängel.

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 KFO oder Chirurgie behandelt werden bestehen immer große myofunktionelle Mängel.

 

Ist das denn wirklich immer so? Also ich kann jetzt bei mir nicht sagen, dass ich da irgendwelche größeren Probleme beobachte, die ich darauf schließen könnte. Ich bin seit einigen Jahren und begleitend zur GNE und kieferorthopädischen Behandlung beim Physiotherapeuten, aber sollte man dann auch noch einen Logopäden dazunehmen?

 

@LeLion und wand-and-will-laugh: Wie kommt ihr denn darauf, überhaupt eine logopädische Behandlung in Angriff zu nehmen? Ich habe das Gefühl, meine Zunge liegt richtig, Schluckmuster fühlt sich normal an und Lippenschluss ist eben miserabel, weil ich 10mm Überbiss habe. Das dürfte sich ja mit der OP legen.

 

Meine OP ist für Ende Oktober angesetzt. Wenn ich eure Postings lese, überlege ich, ob ich auch mal beim Logopäden vorstellig werden sollte?

 

Zur eigentlichen Frage: Meine KFO stellt mir eigentlich aus, was ich haben möchte. Von daher denke ich, dass das kein Problem sein dürfte.

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Goriwyn:

Ist das denn wirklich immer so? Also ich kann jetzt bei mir nicht sagen, dass ich da irgendwelche größeren Probleme beobachte, die ich darauf schließen könnte. Ich bin seit einigen Jahren und begleitend zur GNE und kieferorthopädischen Behandlung beim Physiotherapeuten, aber sollte man dann auch noch einen Logopäden dazunehmen?

 

Na dann mache mal ein Anamnesegespräch bei einem myofunktionell geschulten Logopäden du wirst überrascht sein was du da zu hören bekommst. Es ist eher unwahrscheinlich, dass sich durch eine KFO oder Chirurgie tonische Muster spontan verbessern. Die Muster die man vorher hatte und mit für die Dysgnathie gesorgt haben sind ohne Therapie noch vorhanden und begünstigen ein Rezidiv. Scheitert eine Behandlung sind die Gründe zu einem großen Teil darin zu suchen dass versäumt wurde Muster der inneren und äußeren Gesichtsmuskulatur zu verbessern. Das gehört unbedingt dazu.

 

Gruß Norbert

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Also ohne das alles vorher durchgelesen zu haben weil einfach keine Nerven im Moment dafür, oder keine Zeit ;-), KFO sagen, hallo ich brauch ein Rezept fürn Logopäden... ein guter KFO hat auch ein paar Adressen bzw. Flyer von mehreren Logopäden liegen und dann Termine machen. Dem Logo sagen, was auf der Überweisung steht und zack durchstarten :-)

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@LeLion und wand-and-will-laugh: Wie kommt ihr denn darauf, überhaupt eine logopädische Behandlung in Angriff zu nehmen? Ich habe das Gefühl, meine Zunge liegt richtig, Schluckmuster fühlt sich normal an und Lippenschluss ist eben miserabel, weil ich 10mm Überbiss habe. Das dürfte sich ja mit der OP legen.

Ich muss ehrlich sagen, bei mir liegt es vor allem daran dass ich ein ordentlicher Typ Mensch bin und Dinge auch gerne angemessen und erfolgreich durchziehe. Wenn ich dann hier oder in englischsprachigen Foren immer wieder lese dass durch logopädische Behandlung der heilungsverlauf schneller verläuft und scheinbar die Chancen der erneuten Problematik vermindert werden, will ich das einfach auch mitmachen.

Schau, ich mach das ja nicht zum Spaß. Ich will erfolge sehen und lange halten und daher scheint es mir sinnvoll neben den Zähnen und Knochen auch die Zunge und Muskeln zu behandeln. Hängt halt alles nah zusammen.

Ich persönlich plane auch nach der OP Massagen zur Verminderung der Schwellung, eine optimale Ernährung für meine Konstitution, ggf. Physiotherapie... ich glaube nicht daran, dass man am Körper ein Teil chirurgisch richtet und der Rest wird schon optimal werden, ich möchte den Rest auch bestmöglich unterstützen.

Edit: auch sonst in der Medizin berücksichtigt man ja die Umgebung des betroffenen Körperteils. Bei einem Beinbruch geht es nach dem richten des Bruchs auch wieder um die Aktivierung der Muskeln, Sehnen usw. warum sollte es ausgerechnet im Gesicht/ Kiefer anders sein?

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LeLion:

Edit: auch sonst in der Medizin berücksichtigt man ja die Umgebung des betroffenen Körperteils. Bei einem Beinbruch geht es nach dem richten des Bruchs auch wieder um die Aktivierung der Muskeln, Sehnen usw. warum sollte es ausgerechnet im Gesicht/ Kiefer anders sein?

 

Da hast du recht. In der Medizin ist das selbstverständlich, dass in funktionellen Zusammenhängen behandelt wird. Nur in der Zahnmedizin muss man einem Rezept hinterherlaufen und eigeninitiativ werden wenn man diese Selbstverständlichkeit auch haben will.

 

Ich befürchte dieses Denken wird bei den Zahnmedizinern nie ankommen. Es werden immer nur Einzelne sein die so handeln. Prof. Fränkel hat bereits vor über 50 Jahren diesen Zustand beklagt und davon gesprochen "die Zahnmedizin ist im mechanischen Denken gefangen".

 

Gruß Norbert

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Na dann mache mal ein Anamnesegespräch bei einem myofunktionell geschulten Logopäden du wirst überrascht sein was du da zu hören bekommst.

 

Ich habe nur gefragt, keine suggestive Unterstellung drin, dass ich es selbst anders sehe. ;) Ich wollte Logopädie schon länger angehen, ich habe keine Zweifel daran, dass es sinnvoll ist. Wie gesagt, Frage war nicht, ob es grundsätzlich sinnvoll ist, sondern nur, ob IMMER auch eine Störung vorliegt, die logopädisch behandelt gehört.

 

Für mich persönlich steht außer Frage, dass ich meine Physiotherapeutin brauche. Logopädie werde ich mir jetzt auch noch dazu holen, alleine schon, da auch für mich eine möglichst umfassende Behandlung auf mehreren Baustellen sinnvoll ist.

 

Ich hätte die Antworten zum Thema "Warum ist Logopädie sinnvoll?" aber auch durchaus mit weniger erhobenem Zeigefinger verstanden. :biggrin: Mir geht's da um Wissensauffüllung, nicht um das "In Frage stellen".

 

Ich befürchte dieses Denken wird bei den Zahnmedizinern nie ankommen. Es werden immer nur Einzelne sein die so handeln. Prof. Fränkel hat bereits vor über 50 Jahren diesen Zustand beklagt und davon gesprochen "die Zahnmedizin ist im mechanischen Denken gefangen".

 

Ich glaube persönlich weniger, dass es daran liegt, dass die Zehnmediziner das nicht drauf haben, als daran, dass die Krankenkassenbudgets einfach häufig beschränkt sind und nicht jeder verschreiben kann, was er möchte. Ich bin schon zu normalen Zahnarztzeiten jedem Physio-Rezept hinterhergerannt, musste verhandeln wie blöde und auch dann gabs nur eins pro Quartal - was bei 10 Doppelterminen eben doch nur 5 Wochen abdeckt.

 

Letztendlich gibt es in jedem Bereich der Medizin unendlich schlechte Ärzte und die, die ihr Handwerk verstehen. Versuche mal, einen Arzt davon zu überzeugen, dass Blutwerte im Referenzbereich nicht automatisch einen Patienten mit optimaler Gesundheit bedeuten. ;) Permanent zu unterstellen, dass man nur selbst den Durchblick hat und alle anderen die Seitenaspekte nicht sehen, macht es aber nun auch nicht unbedingt besser.

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Schau, ich mach das ja nicht zum Spaß. Ich will erfolge sehen und lange halten und daher scheint es mir sinnvoll neben den Zähnen und Knochen auch die Zunge und Muskeln zu behandeln. Hängt halt alles nah zusammen.

Ich persönlich plane auch nach der OP Massagen zur Verminderung der Schwellung, eine optimale Ernährung für meine Konstitution, ggf. Physiotherapie... ich glaube nicht daran, dass man am Körper ein Teil chirurgisch richtet und der Rest wird schon optimal werden, ich möchte den Rest auch bestmöglich unterstützen.

 

Ich glaube nicht, dass jemand diese Behandlungen zum Spaß ergreift. ;)

 

Davon ab finde ich es interessant, dass du Logopädie unverzichtbar findest, für die Physiotherapie aber ein "ggf." ergänzt. So unterscheiden sich die Gemüter. Ich würde ohne Physiotherapeutin die Behandlung nicht überstehen, da bin ich mir sicher. Meine Physiotherapie läuft seit vor der KFO-Behandlung und gleicht regelmäßig das aus, was sich im Körper verändern. Von daher weiß ich, wie wichtig das ist. Für mich stellt sich aber die Frage, inwiefern sich das unterscheidet, gerade, wenn es eben um Muskeln und Zunge geht. Da guckt meine Physiotherapeutin auch schon nach.

 

Mir ist klar, dass das unterschiedliche Berufsbilder sind, aber mich interessiert eben, was man wofür macht. Ich werde mal einen Termin beim Logopäden machen, dann weiß ich es.

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Hallo Norbert, goriwyn und want-and-will-laught,

Danke übrigens für eure Tipps. Ich habe in der kommenden Woche meinem nächsten KO-Termin und werde mich nach einem Rezept erkundigen. Irgendwie bin ich nervös zu fragen, ich weiß auch nicht warum.

@Norbert,

ich lese auch viele englischsprachige Blogs und Erfahrungsberichte. Momentan habe ich den Eindruck, dass die dortige Behandlung etwas anders verläuft, aber es kommt natürlich auch dort auf das Land und den Arzt an. Aber Logopädie, Physiotherapie, Tapen und auch eine andere Behandlung der Schwellung (durch mehrmals am Tag wärme auflegen) habe ich recht oft jetzt gelesen und ein wenig den Eindruck gewonnen, dass teilweise etwas anders an die Behandlung herangegangen wird.

Ich habe auch dein Eindruck gehabt, die dortigen Patienten wissen schon seit der Kindheit/Jugend dass ihnen eine solche Behandlung (ich meine jetzt bimax und ukvv) bevorsteht wenn sie ausgewachsen sind. Hier im Forum meine ich eher herauszulesen dass man sich als erwachsener irgendwann mal aufgrund von Optik oder Beschwerden auf den Weg macht und dann ganz überrascht ist, was da so im Gesicht los ist. War bei mir ja auch so ;-)

Aber, wie gesagt, nur ein subjektiver Eindruck meinerseits.

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Ich glaube nicht, dass jemand diese Behandlungen zum Spaß ergreift. ;)

 

Davon ab finde ich es interessant, dass du Logopädie unverzichtbar findest, für die Physiotherapie aber ein "ggf." ergänzt. So unterscheiden sich die Gemüter. Ich würde ohne Physiotherapeutin die Behandlung nicht überstehen, da bin ich mir sicher. Meine Physiotherapie läuft seit vor der KFO-Behandlung und gleicht regelmäßig das aus, was sich im Körper verändern. Von daher weiß ich, wie wichtig das ist. Für mich stellt sich aber die Frage, inwiefern sich das unterscheidet, gerade, wenn es eben um Muskeln und Zunge geht. Da guckt meine Physiotherapeutin auch schon nach.

 

Mir ist klar, dass das unterschiedliche Berufsbilder sind, aber mich interessiert eben, was man wofür macht. Ich werde mal einen Termin beim Logopäden machen, dann weiß ich es.

Ich musste jetzt auch kurz überlegen, warum ich "ggf" geschrieben habe. Ich glaube (ich habe ja auch nur meinen Kopf für das Thema) dass ich Logopädie sozusagen als "Physiotherapie fürs Gesicht" gehalten habe.

Bisher dachte ich, Physiotherapie ist eher für den Körper... Und ich habe auf meiner to-do Liste stehen dass ich meinen Trainer, der auch Physiotherapeut ist, frage was oder wen er mir für diese OP ergänzend empfehlen würde.

Wie spannend, warum machst du Physiotherapie? Und wie unterscheidet diese sich von der Logopädie? (Ich google mal...)

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Goriwyn:

 

Ich glaube persönlich weniger, dass es daran liegt, dass die Zehnmediziner das nicht drauf haben, als daran, dass die Krankenkassenbudgets einfach häufig beschränkt sind und nicht jeder verschreiben kann, was er möchte. Ich bin schon zu normalen Zahnarztzeiten jedem Physio-Rezept hinterhergerannt, musste verhandeln wie blöde und auch dann gabs nur eins pro Quartal - was bei 10 Doppelterminen eben doch nur 5 Wochen abdeckt.

Deine Logik ist bestechend. (dein Beispiel stützt doch meine These. Im Gegensatz zum Allgemeinarzt belastet der Zahnarzt sein Budget nicht wenn er dir ein Rezept ausstellt. Wenn er sich so anstellt, welchen Grund dafür soll es denn geben, außer dass er die Muskulatur nicht für ursächlich hält?)

 

Es ist richtig, dass craniosacral auch gearbeitet werden sollte. Von einem dafür ausgebildeten Therapeuten (Physio oder Osteopath) um mitbetroffene Muskelketten zu berücksichtigen und den Körper aufzurichten. Das ist notwendig damit erfolgreich myofunktionelle Therapie gemacht werden kann.

 

Das sind aber Folgen nicht regelgerechter Tonischer Muster im Gesichtsbereich. Therapiert man nur craniosacral werden die Ursachen damit nicht behoben. Das haben auch einige Logopäden erkannt und sich auch craniosacral weitergebildet. So ein Therapeut ist natürlich ideal wenn das von einer Person angeboten wird. Es gibt auch Praxen da findet sich neben dem Logopäden auch ein Osteopath. Das kann natürlich auch ein craniosacral arbeitender Physiotherapeut sein.

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LeLion:

Leider nein, da musst du dich schon selbst auf die Suche machen. Ich kann es nicht lassen, da sollten in jeder Kieferorthopädischen Praxis brauchbare Empfehlungen vorhanden sein. Im Idealfall sogar eine konkrete Zusammenarbeit. Aber frage einfach mal nach, ganz ausschließen würde ich es nicht.

 

Gruß Norbert

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Ich habe gerade auf der Homepage meines KO nachgeschaut, es gibt durchaus Zusammenarbeit mit den unterschiedlichsten Professionen, unter anderem einer Praxis für "Myoreflextherapie". Ist diese der Logopädie vorzuziehen? Ich werde mich in der kommenden Woche mal genauer erkundigen.

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"Myoreflextherapie".

 

Das kann begleitend sinnvoll sein und möglicherweise auch beteiligte Muskelketten entspannen und den Körper aufrichten (entspannen) aber hat mit myofunktioneller Therapie nichts zu tun und kann sie auch nicht ersetzen.

 

Gruß Norbert

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Deine Logik ist bestechend. (dein Beispiel stützt doch meine These. Im Gegensatz zum Allgemeinarzt belastet der Zahnarzt sein Budget nicht wenn er dir ein Rezept ausstellt. Wenn er sich so anstellt, welchen Grund dafür soll es denn geben, außer dass er die Muskulatur nicht für ursächlich hält?)

 

Also meine Zahnärztin hielt meine Muskulatur immer für ursächlich, hat mir auch die Osteopathie-Empfehlung kostenlos geschrieben, die ich brauchte, um bei der TK Osteopathie einzureichen. Aber sie meinte eben, dass sie nicht genug Budget hätte, um permanent allen betroffenen Patienten Physio zu verschreiben. Eventuell gibt es auch Unterschiede von Bundesland zu Bundesland. 

 

Meine KFO meinte dann direkt zu mir, dass sie ja im Gegensatz zu befreundeten Zahnärzten kein Problem mit dem Budget hätte und mir jederzeit verschreiben könne, was ich wolle.

 

Das ist jedenfalls mein Kenntnisstand. Erstes Gegoogel ergibt bei mir, dass es wohl eigentlich beim Zahnarzt auch so möglich sein sollte, ich halte es nun aber für ausgeschlossen, dass meine Zahnärzte sich das ausdenken, weil sie nicht an Physiotherapie "glauben". Entweder besteht da Unwissenheit (ggf. auch bei den Helferinnen, die man ja öfter erwischt, als die Ärzte selber), es unterscheidet sich im Bundesgebiet oder es hat sich was geändert.

 

Ich musste jetzt auch kurz überlegen, warum ich "ggf" geschrieben habe. Ich glaube (ich habe ja auch nur meinen Kopf für das Thema) dass ich Logopädie sozusagen als "Physiotherapie fürs Gesicht" gehalten habe.

Bisher dachte ich, Physiotherapie ist eher für den Körper... Und ich habe auf meiner to-do Liste stehen dass ich meinen Trainer, der auch Physiotherapeut ist, frage was oder wen er mir für diese OP ergänzend empfehlen würde.

Wie spannend, warum machst du Physiotherapie? Und wie unterscheidet diese sich von der Logopädie? (Ich google mal...)

Also bei mir kommt auch noch eine grundsätzlich nicht so berauschende Haltung und eine Verkrümmung der Wirbelsäule dazu. Außerdem knackende Kiefergelenke. Ich war deswegen auch schon beim Osteopathen, den ich da hatte, den fand ich aber nicht so gut.

 

Letztendlich ist das bei mir eine klassische CMD-Geschichte und damit bin ich dann eben beim Physiotherapeuten gelandet. Und sie hat eben mehrere Fortbildungen in verschiedenen Bereichen drauf und glaubt vor allen Dingen auch an das Zusammenspiel verschiedener Probleme.

 

Ich mache die Physiotherapie in erster Linie deshalb, weil das bei mir regelmäßig wie ein Dominospiel durchklackert - auf einmal bewegt sich dann mein Becken beim Sport schief, meine Schulter blockiert, mein Hals geht nur in eine Richtung bis "Anschlag" - also im ganzen Körper ein munteres Zusammenspiel verschiedener Faktoren. Und gerade beim Bogenwechsel, bei Aufbissen und größeren Veränderungen am Biss, hat sich danach bisher eigentlich immer auch was am übrigen Körper getan. Nach den Terminen merke ich dann richtig, wie sich das neu sortiert und bestimmte Probleme sind mittlerweile zumindest weg.

 

Auch die GNE hat ja ihren Anteil beigetragen. Einerseits wurde die Nasenatmung besser, andererseits hatte ich durch die Hyraxschraube auch enormen Druck genau in dem Bereich, wo es bei mir eh gerne blockiert. Das haben wir vor der OP gut freibekommen und nach der OP auch gut mobilisiert bekommen. Außerdem hatte ich nach der GNE die rechte Gesichtshälfte etwas taub, nach einem Termin Lymphdrainage und manuelle Therapie war das eben auch deutlich (!) besser.

 

Geht mir jetzt nicht darum, der Physiotherapie hier Wunderheilungskräfte zu attestieren, aber mir hilft es einfach enorm.

 

Was ich über Logopädie lese, finde ich aber auch logisch. Vielleicht hätte ich damit mal eher anfangen sollen ;)

 

Netter Nebeneffekt wäre ja, wenn mein Lispeln seit der Lingualspange dadurch auch etwas besser wird. Wer weiß :D

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Goriwyn:

Also meine Zahnärztin hielt meine Muskulatur immer für ursächlich, hat mir auch die Osteopathie-Empfehlung kostenlos geschrieben, die ich brauchte, um bei der TK Osteopathie einzureichen. Aber sie meinte eben, dass sie nicht genug Budget hätte, um permanent allen betroffenen Patienten Physio zu verschreiben. Eventuell gibt es auch Unterschiede von Bundesland zu Bundesland.

 

Die orthopädischen Probleme sind absteigend verursacht durch Spannungen der Gesichtsmuskulatur (Myofunktionen) und eine herausragende Rolle spielt dabei die Zunge und Mundboden Muskulatur.

 

Es bringt wenig die Folgen zu lindern wenn die Ursache bestehen bleibt. Ein guter Physiotherapeut kann da nur sehr kurzfristig lindern und man fällt sehr schnell in alte Muster zurück. Dann ist das Becken eben wieder schief und die Halswirbelsäule genauso verspannt wie vorher. Das ist eine Erfahrung die man zwangsläufig macht und das sollte einen doch ins Grübeln bringen. Leider sind vielen Physiotherapeuten, Osteopathen und auch Zahnmedizinern diese Zusammenhänge auch nicht klar und wenn sie nicht weiter kommen wird gerne auf die Psyche verwießen. Also mein Osteopath hat zumindest erkannt, dass seine Möglichkeiten bei CMD / MAP sehr begrenzt sind (er war selbst betroffen).

 

Ursächlich ist das gestörte Zusammenspiel der inneren - und äußeren Gesichtsmuskulatur. Das wird leider zu oft übersehen und viel Energie darauf verwendet die Folgen zu lindern. Schlucken und Atmen sind Primärfunktionen (Vitalfunktionen) und werden auch neuronal bevorzugt. Es ist eher unwahrscheinlich, dass Sekundärfunktionen also der übrige Körper um im Bild zu bleiben wichtiger sind als das Gesicht (Primärfunktion).

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Ich möchte zu diesem Thema nur mal kurz schildern, wie es bei mir zu einer Übernahme der myofunktionellen Therapie gekommen ist:

 

Ich habe von einem privatärztlichen KFO bei einem Beratungsgespräch so eine "blaue Heilmittelverordnung" (siehe hier) für 10 Stunden MFT aufgrund "Sigmatismus interdentalis" bekommen. Er sagte mir dabei, für eine Übernahme der GKV müsste ich dann aber nochmal bei einem Zahnarzt oder HNO-Arzt mit Kassenzulassung gehen und mir quasi noch mal eine richtige d.h. "rote" Verordnung (siehe hier) geben lassen. Dieses würden viele Ärzte aber nicht machen wollen, da dies ihr Budget belaste. Ich habe auch mal meinen normalen Zahnarzt danach gefragt, der wollte mir aber keine solche Verordnung ausstellen, mit der Begründung dass er sowas noch nie gemacht hätte und davon quasi gar keine Ahnung hätte.

 

Ob diese Erklärungen mit den blauen und roten Verordnungen stimmen oder das völliger Unsinn ist, weiß ich nicht, mir wurde es so erklärt.

 

Im Endeffekt habe ich jedenfalls eine bei einer geeigneten Logopädin angerufen und einen Termin vereinbart. Ihr habe ich meine "blaue" Verodnung gegeben und sie hat die dann selber bei meiner Krankenkasse (die TK) eingereicht, und ca. zwei oder drei Wochen später hatte ich von der TK eine Zusage über die Kostenübernahme im Briefkasten. Damit wird meine MFT nun bald losgehen.

 

Wichtig hier hier wohl noch, dass auf der Verodnung die MFT aufgrund von Sigmatismus interdentalis (also Lispeln) oder einem ähnlichen Sprachfehler verordnet wird, da die GKV nur dann die Kosten übernehmen kann. Also "falsche Zungenlage" o.ä. als Grund reicht hier wohl nicht aus.

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Hallo,

vielen Dank für eure Hilfe hier. :-)

Ich hatte heute meinem KO Termin und habe meinen Wunsch nach Logopädie angesprochen. Sie sagte, dass ich eher so etwas wie Krankengymnastik fürs Gesicht brauche ;-) und sie mir daher Physiotherapie empfiehlt. Ich habe eine Überweisung also ohne Probleme erhalten, allerdings nicht für Logo- sondern Physiotherapie. Doch auch das ist super, wie gesagt bin ich in dem Thema wenig bewandert und werde daher alles Testen.

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LeLion:

Diese Kieferorthopäden einfach unglaublich, völlig blank wenn es um orthopädische Zusammenhänge geht. Bitte deinen Kieferorthopäden die Doktorarbeit von Frau Dieckmann zu lesen. Du wolltest doch Logopädie und die brauchst du auch, um genau zu sein myofunktionelle Therapie das ist Krankengymnastik fürs Gesicht. Wieso lässt du dich so leicht umstimmen?

 

Das irrationale Verhältnis der KFO gegenüber MFT ist wohl nur Medizingeschichtlich zu erklären. Garliner ist als Begründer der MFT etwas über das Ziel hinausgeschossen und glaubte MFT in der Frühbehandlung könnte KFO überflüssig machen. Daraufhin setzte die KFO Himmel und Hölle in Bewegung um ihn unglaubwürdig zu machen. Das wirkt wohl immer noch nach. Realistisch ist die Aussage von Frau Dr. Dieckmann, dass keine der beiden Disziplinen alleine angewand eine erfolgreiche Behandlung gewährleisten können und notwendig zusammenarbeiten sollten.

 

Kieferorthopäden brauchen ein Korrektiv siehe den sehr aktuellen Text von Frau Dr. Dieckmann einer Logopädin  von 2009.

 

(Quelle: http://d-nb.info/994437935/34)

 

Bis heute ist die myofunktionelle Therapie als unterstützende Begleitmaßnahme im Rahmen der kieferorthopädischen Therapie nur wenig verbreitet.

Der gegenwärtige Trend, die Indikation zur kieferorthopädischen Behandlung allein nach morphologischen Maßgaben zu stellen und funktionelle Parameter bei der Einschätzung der

Behandlungsnotwendigkeit völlig außer acht zu lassen kennzeichnet die gegenwärtige Entwicklung in der Kieferorthopädie. Der zunehmende Trend kieferorthopädische Anomalien allein biomechanisch zu therapieren und die zeitliche Verschiebung des Beginns der kieferorthopädischen

Behandlung in die 2. Phase der Wechselgebissperiode oder in das permanente Gebiss zeigen, dass funktionellen Einflussfaktoren auf die Gebissentwicklung wenig Augenmerk gewidmet wird und dies obwohl

zahlreiche Autoren die Kausalität zwischen Dysfunktion und Dysgnathie beschrieben haben.

 

Gruß Norbert

bearbeitet von norbert vogel

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Steve:

 

LeLion hat muskuläre Probleme und wenn man darüber spricht was hilfreich wäre nennst du das Bullshit-Bingo. Willst du damit sagen LeLion soll sich nicht so anstellen das wird schon wieder oder wie ist das gemeint?

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LeLion:

Diese Kieferorthopäden einfach unglaublich, völlig blank wenn es um orthopädische Zusammenhänge geht. Bitte deinen Kieferorthopäden die Doktorarbeit von Frau Dieckmann zu lesen. Du wolltest doch Logopädie und die brauchst du auch, um genau zu sein myofunktionelle Therapie das ist Krankengymnastik fürs Gesicht. Wieso lässt du dich so leicht umstimmen?

Hallo Norbert,

ich fühle mich bei meinem KO sehr gut und sicher und ich habe keinerlei Grund anzunehmen dass ich nicht erstklassig behandelt werde. Wenn die KO sagt, dass sie bei mir keine Notwendigkeit zur Logopädie sieht, hingegen aber Physiotherapie gerne verschreiben kann, ist dies für mich persönlich erst einmal völlig ausreichend.

Es ist richtig, ich habe zu Beginn des Threads nach Logopädie gefragt und dann auch auf Seite 1 bereits mit einer anderen Userin diskutiert, dass dies wohl eine Präferenz der Begrifflichkeit war, da ich fachlich nicht einschätzen kann wann Logo und wann Physiotherapie indiziert ist. Dies traue ich aber durchaus meiner KO zu, die mich und meinen Mund ja gut kennt.

Ich habe einen zurückliegenden Unterkiefer, meine Kiefer sind im allgemeinen auch sehr schmal ausgefallen.

Jedoch finde ich bei mir keinerlei andere Indikation, die in von dir verlinkten Artikeln als Indikation für myofunkzionelle Therapie aufgeführt sind. Ich habe keinerlei sprachliche Probleme, keinerlei schluckschwierigkeiten, keine Probleme mit Atmung, Speichel, räuspern, Schlaffheit des Gesichts etc. Weder als Kind noch als Erwachsene.

Jedoch erkenne ich bei meinen Eltern durchaus auch einen zurückliegenden Unterkiefer und ich bin persönlich sehr schmal und zierlich gebaut.

Was sich im Laufe der Kieferorthopädischen Behandlung eingestellt hat ist ein allgemeines spannungsgefühl im Gesichtsbereich sowie ein ungewohnter, nicht optimaler Mundschluss. Wenn meine KO aufgrund dessen statt Logopädie Physiotherapie vorschlägt, fühle ich mich aus oben aufgeführten Gründen nicht umgestimmt sondern bin gerne bereit dies zu versuchen.

Ich würde behaupten dass weder meine KO noch ich prinzipiell gegen Myofunkzionelle Therapie im besonderen, Logopädie im allgemeinen oder gar die zusammenhänge der Zunge mit dem Mund sind. Die ersten Schritte gehen aber nun in Richtung Physiotherapie.

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