julie898

verschiedene OP-Methoden bei Unterkieferverkürzung?

Hallo!

Also, wie ich bereits in der "Vorstellungsrunde" genauer geschildert habe, befinde ich mich noch in der "Anfangssphase" der Behandlung. Ich muss am Unterkiefer operiert werden. (Unterkieferverkürzung, habe erblich bedingt ein zu langes Unterkiefer). Ich war erst bei einem KFO, habe aber bereits einen Termin bei einem weiteren (am 21.11., bezüglich zweiter Meinung)..

Also nun zu meiner Frage: der erste KFO erklärte mir, dass bei der OP der Unterkieferknochen an beiden seiten (hinten) gekürzt und zurückgeschoben wird. Anders als bei den meisten im Forum hier, sagte man mir aber, dass keine Fixierung mittels Platten und Schrauben gemacht wird, sondern dass meine Kiefer für 4 Wochen verdrahtet werden, bis die Knochen so (von alleine) verheilt sind.

Der Sinn dieser Methode soll sein, dass sich so die Gelenke von selbst in die ideale Position bringen können und nicht durch die Stellung des Kiefers mit Hilfe der Platten u. Schrauben in eine Position "gezwungen" werden...

Kann mir das jemand genauer erklären?

Bin total durcheinander..

Dazu kommt dann noch das Problem mit den Weisheitszähnen: Habe noch keine Röntgenbilder gemacht, falls die Weisheitszähne drin sind, müssen diese zuerst alle entfernt werden, bevor überhaupt die Behandlung mit der Zahnspange (nach 4-6 Monaten Pause) begonnen werden kann...

Wäre für jeden Rat dankbar!

lg

julie

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;-) Hi Juli!

Mir steht genau das Gleiche bevor wie dir.... Mir grusselts richtig bei dem was du geschrieben hast! Bin selbst Radiologie Assitentin in einem Krankenhaus und hab daher etwas mehr Ahnung als andere...

Ein was kann ich dir schonmal sagen! Der Unterkiefer wird niemals nach 4 Wochen wieder verheilt sein!!!! Also ich glaube du solltest doch eher Platten und Schrauben vorziehen.

Woher hast du das denn mit dem *nur VERDRAHTEN*? Hab das selber noch nie gehört und kann mir das auch absolut nicht vorstellen. :?:

Ich hätte da auch tierisch angst das nach der Op was passiert...das es halt nicht richtig hält und womöglich noch falsch zusammen wächst.

Interessiert mich auf jeden Fall!!!!!!!

LG, Dana

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Hallo Dana!

Freut mich, dass du mir so schnell geantwortet hast!!

Dir steht das Gleiche bevor wie mir? Also auch Unterkieferverkürzung?

Du bist schon wesentlich weiter mit der Behandlung, stimmts?

Also, mein KFO erklärte es so: nach der OP werden die Kiefer, also an den Zähnen (Zahnspange) zusammengehängt.. für insgesamt 4-5 Wochen. (1 Woche im Krankenhaus, danach noch ca. 4 Wochen) Das heißt für mich 5 Wochen nur mit geschlossenen Zähnen sprechen und nur flüssige Speisen zu mir nehmen...

Ich stelle mir das so schrecklich vor... Und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass der Kieferknochen bereits nach 4-5 Wochen zusammengeheilt sein soll..

Hier im Forum habe ich bis jetzt immer gelesen, dass Platten und Schrauben verwendet werden, um die Kieferknochen in der neuen Position zu fixieren...

Deshalb hoffe ich, auch eine Antwort von einem Chirurgen zu bekommen, was er von dieser Methode (ohne Schrauben usw.) hält...

LG

Julie

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bist du sicher daß da keine Platten verwendet werden sollen

ich glaube das dir da etwas nicht genau genug erklärt wurde oder du etwas falsch verstanden hast

denn Verdrahtungen hatten andere auch schon, allerdings auch Platten

das Verdrahten ist eigentlich das Gegenstück zu den Gummis

lies dir hier in Ruhe mal alles durch vielleicht wirds dann verständlicher

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Danke auch für deine Antwort, ff1977!

Zu deiner Frage:

Ich bin mir sicher, dass ich beim Gespräch mit meinem KFO alles richtig verstanden habe. Mir wurde nämlich sowohl die Variante mit den Schrauben u. Platten, als auch jene ohne Befestigung erklärt, wobei mein KFO die 2. Variante vorzieht.

Verdrahten oder Gummis: da bin ich mir nicht sicher, aber ich meine das Wort "verdrahten" gehört zu haben.. es soll jedenfalls so sein, dass sich meine Kiefer während der 4-5 Wochen NICHT öffnen lassen.

Das alles wurde mir von einer Bekannten bestätigt, deren Tochter hat das selbe machen lassen (auch die Variante ohne Platten).

lg

julie

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Verdrahten oder Gummis: da bin ich mir nicht sicher, aber ich meine das Wort "verdrahten" gehört zu haben.. es soll jedenfalls so sein, dass sich meine Kiefer während der 4-5 Wochen NICHT öffnen lassen.

ich war bisher immer der Meinung daß es ohne Platten gar nicht geht:neutral:

das du den Mund bei der Verdrahtung nicht öffnen kannst ist normal

hast du schon mal darüber nachgedacht dir noch weitere Meinungen einzuholen

denn die meisten Chirurgen kommen ohne Verdrahtung aus;-)

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hast du schon mal darüber nachgedacht dir noch weitere Meinungen einzuholen

Ja, ich habe bereits einen Termin bei einem zweiten KFO, am 21. November.

Da wird sich herausstellen, ob dieser ebenfalls die OP vorschlagen würde, und wenn ja - welche Methode er anwenden würde..

Nach diesem Besuch wird es für mich feststehen, ob ich diese OP überhaupt mache, oder ob ich lieber darauf verzichte..

Bei "meinem" KFO habe ich den nächsten Termin am 27., also habe ich genau 1 woche Zeit, mir alles genau zu überlegen!

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Hi, ich halte es ja für einen Hammer sich den Kiefer 4-5 Wochen lang verdrahten zu lassen. da möchte ich gar nicht wissen, wie da die Karies entstanden ist. Theoretisch müsste man da in der heutigen medizinischen Entwicklung Geld für kriegen, dass sowas noch zugelassen wird. Halte es also für höchst bedenklich. Außerdem sind die Gummis doch viel besser. Da ist wenigstens mal ein Reinigen zwischendurch möglich. Und dann könnte etwas Kieferbewegung gar nicht schlecht sein, denn die Muskeln bauen doch ab, wenn sie gar nicht mehr gebraucht werden. Da würde ich mir einen KC suchen, der auch modernisiert arbeitet. L.G. matteo:lol:

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4-5 wochen den mund nicht aufbekommen?

also ich hab mich nach einer woche vor meinen zähnen geekelt (man konnte sie ja leider nicht von der innenseite putzen) war mega eklig. :x

ich war froh nach einer woche die verdrahtung gelöst zu bekommen...sonst wäre ich praktisch verhungert (-3 kg) :roll: so lange ohne essen überlebt man doch nicht *scherz* und fresubin war für mich nen flüssiger schnitzel ersatz:wink:

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hi julie,

ich entnehme deinem profil, dass du aus italien kommst. wird da auch deine behandlung durchgeführt?

fakt ist: die früher verwendete sog. drahtnaht-ostesynthese wird heute fast nirgendwo mehr gebraucht. damals war es so, dass die knochenstücke mit draht einfach 'zusammengenäht' wurde, was natürlich nicht besonders stabil war und darum eine solch lange postoperative intermaxilläre verdrahtung erforderte.

heute wird das -wie hier schon erwähnt wurde- mit titanplatten gemacht, die den knochen wesentlich stabiler fixieren. darum ist es möglich, die intermaxilläre fixierung auch mit gummis durchzuführen, und das in einem wesentlich kürzerem zeitraum. das argument, die gelenkköpfchen würden dann besser ihre ursprüngliche position zählt nicht - ein erfahrener chirurg kriegt das nämlich auch so hin.

lass dich also am besten noch bei einem anderen kfo/chirurgen beraten, denn das, was du das gehört hast, ist (zumindest in deutschland) schon lange nicht mehr state of the art.

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Hallo Rainer,

Ja, ich komme aus Italien, Südtirol und meine Behandlung soll auch hier gemacht werden. (Krankenhaus Meran)

Ich glaube, ich habe mich falsch ausgedrückt, bezüglich der "Verdrahtung", und deswegen haben mich einige hier falsch verstanden. SORRY!

Also es ist so: nicht meine Knochenstücke sollen verdrahtet werden, sondern Ober- und Unterkiefer miteinander.

Laut Information meines KFO sollen die Knochenstücke überhaupt nicht zusammen"gemacht" werden, sondern von alleine durch die Ruhige Haltung meiner (verdrahteten) Kiefer wieder zusammenwachsen...!

..aber mittlerweile glaube ich fast, dass ich da wirklich irgendwas falsch verstanden haben MUSS, denn so, wie mir hier im Forum alle sagen, wäre das eine total "unsinnige" und veraltete Methode, oder??

liebe Grüße

Julie

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Laut Information meines KFO sollen die Knochenstücke überhaupt nicht zusammen"gemacht" werden, sondern von alleine durch die Ruhige Haltung meiner (verdrahteten) Kiefer wieder zusammenwachsen...!

das kann ich mir schon gleich zweimal nicht vorstellen - das würde nicht funktionieren, denn die knochenfragmente würden nie an der richtigen stelle bleiben und eine knochenheilung wäre nicht möglich.

denn so, wie mir hier im Forum alle sagen, wäre das eine total "unsinnige" und veraltete Methode, oder??

jo, veraltet ist sie sicherlich :)

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Halli Hallo!

Ich habe mir grade mal die ganzen Berichte zu deinem Thema durchgelesen und kann dazu nur sagen, dass es quatsch ist!!

Bei mir wurde im April der Unterkiefer geküzt. Ich lag 9 Tage im Krankenhaus, wovon meine Zähne 5 Tage verdrahtet waren und diese 5 Tage waren einfach nur schrecklich! Man bekommt so gut wie keine Luft durch den Mund, was heißt so gut wie? Man bekommt keine Luft, denn selbst die kleinste Zahnlücke ist durch die Gummis dicht gemacht. Die einzigste Möglichkeit ist durch die Nase zu atmen und wenn die auch noch zu geht bekommt man richtig Panik, das kannst du mir glauben! Da hilft nur noch Nasenspray! Das selbe ist auch, wenn man weint, was man ja in der Situation logischerweise auch mal macht. Die Nase läuft und man wird immer hektischer bis man irgendwann einfach nicht mehr kann!! Glaub mir dieses "einfache" verdrahten, was du dir so locker mal für 4-5 Wochen vorstellst, bringt eine Menge mit sich. Dazu kommt ja noch die Sache mit dem Essen: Das wäre deiner Meinung nach dann auch 4-5 Wochen flüssig und mit Strohhalm essen! Ich habe allein in diesen 9 Tagen 5 kg abgenommen... Von der Hygiene will ich jetzt mal gar nicht reden...

Vielleicht haben andere die Zeit anders empfunden als ich, wovon ich ausgehe, denn jeder empfindet es anders, aber ich denke allein von der Situation her werden mir viele Recht geben.

Also mal ehrlich: Meinst du nicht du hast da etwas in den falschen Hals bekommen?

Liebe Grüße:

Lena

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Und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass der Kieferknochen bereits nach 4-5 Wochen zusammengeheilt sein soll...

Knochen brauchen normalerweise ungefähr 6 wochen um wieder richtig zusammenzuwachsen. Zumindest ist das so bei Bein/armknochenbrüchen etc., da bleibt der gips nämlich auch immer etwa so lange dran.

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Hallo Leute!

Ich bin's wieder!! :-)

...und jetzt habe ich gute Nachrichten: Gestern war ich bei einem anderen KFO und der hat mir bestätigt, dass die andere OP-Methode, die mein erster KFO (bzw. der Chirurg, mit dem er zusammenarbeitet) bei mir durchführen wollte, tatsächlich total veraltet ist!!!!

Ich bin jetzt soo froh, dass ich dieses Forum hier gefunden habe und ihr mich darauf aufmerksam gemacht habt!! ...sonst hätte ich vielleicht keine zweite Meinung mehr eingeholt und hätte mich ahnungslos in die Hände dieser "unfähigen" Leute begeben!!

Jetzt habe ich aber einen KFO gefunden, der mir auch die OP-Methode mit den Platten bzw. Schrauben erklärt u. empfohlen hat. Jetzt werde ich mich bei diesem behandeln lassen, auch wenn das bedeutet, dass ich für die Behandlung eine weitere Strecke mit dem Auto zurücklegen muss. Die Operation soll voraussichtlich in Innsbruck stattfinden.. Leider weiß ich noch nicht, in welchem Krankenhaus, oder wie der Chirurg heißt, aber sobald ich das weiß, werde ich euch bescheid sagen.

Aber inzwischen möchte ich euch danken, dass ihr mir eure Meinung gesagt habt und mich so auf den "richtigen Weg" gebracht habt!!!

Liebe Grüße @ all

julie

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HI Juli,

:lol: das freut mich aber das du jetzt auf dem rechten Weg bist....

Hab gelesen das du in Italien bist?! Bin nämlich in der Schweiz...also gar nicht so weit weg von dir!

Ich bin allerdings tatsächlich Behandlungsmässig um einiges weiter als du. Meine Op wird wohl März oder April 2007 in Leipzig statt finden. Habe schon irre angst davor und träume sogar von der Op.....

Hat sicher auch was mit meinem Beruf zu tun...mache mir wohl noch mehr Gedanken was alles passieren kann als Andere.

Freu mich wieder was von dir zu lesen.

LG, DANA.

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und julie, wurdest du bereits operiert? ich habe mich auch in innsbruck operieren lassen --> meran wäre meiner meinung nach waghalsig für solche eingriffe

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Also Verdrahtung würde ich auch schrecklich finden... es haben aber auch viele durchgestanden und die methode funktioniert letztendlich ja auch...

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