amsel

Bimax-OP Anfang Juli 2013, wie sieht es gut 1 Jahr später aus?

Bitte um Feedback   3 Stimmen

  1. 1. Hat Euch dieser Erfahrungsbericht irgendwie weitergeholfen in Eurer Entscheidung/Situation?

    • Ja
      1
    • Nein
      1
    • Weiß ich noch nicht
      1

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Hallo zusammen,

 

Vor über einem Jahr war meine Bimax-OP, kurz danach hatte ich - als es Komplikationen gab - dieses Forum gefunden und es half mir zu lesen nicht "ganz allein zu sein" als Betroffene, daher möchte ich nun auch mal ein bisschen "Langzeiterfahrung" reinbringen...

 

Meine Bimax OP war Anfang Juli 2013: UK etwas nach hinten und weit nach rechts, OK minimal nach vorne und ein bisschen nach links... klingt kompliziert, hm ;)

 

Grund war für mich kein ästhetisches Problem, zumal meine Zähne immer einwandfrei standen - abgesehen von den Gesamt-Kieferpositionen (Kreuzbiss und UK/OK vorne direkt übereinander). Sondern der Hinweis von 5 verschiedenen Ärzten, dass Langzeitauswirkungen auf den gesamten Körper sehr wahrscheinlich sind und alle somit zu Bimaxop samt kieferorthopädischer Behandlung rieten.

 

Die OP an sich war m.E. kompliziert, hat an sich aber eigentlich erstmal keine Beschwerden mit sich gebracht: Ok, ein paar Tage mit "Kühlungsmaske" (sieht einfach blöd aus ;)) im Krankenhausbett liegen und ein paar Wochen/Monate den gesamten Körper nicht so normal belasten

 

Richtig schlecht gelaufen ist damals, dass mein UK mit Gummizügen nach der OP rechts gehalten werden sollten respektive noch ein Stück rüber sollte...

Ich hatte damals schlimmste "peitschenähnliche" Schmerzen, von denen weder Kieferchirurg (KC) noch Kieferorthopädin (KO) wussten, woher sie kamen...letztendlich kam zum Glück mein KC auf die Idee, dass es ja klar wäre, dass sich alles in meinem Körper weigert, wenn der Gummizug den Kiefer zu weit nach rechts (d.h. über die Mittellinie hinaus) zieht - was korrekt war. Sprich: Gummizug nur zeitweise kurz eingesetzt, immer Mittellinie beacht, kurze Zeit später Schmerzen vorbei

Die KO meinte dazu nur müde, dass sie es immer wieder so machen würde (sprich: Gummizug die ganze Nacht tragen), was ich weiterhin absolut nicht nachvollziehen kann und ihr damals auch so sagte. Gefühlt hat sich mich Kiefergelenk über diese Geschichte auch gar nicht "gefreut" und knirscht unerfreulicherweise heutzutage manchmal, was es vor der ganzen Behandlung nie machte...

 

Was ist jetzt gut ein Jahr später noch aktuell?

- Mundöffnung ist gut und ziemlich normal (yay :), denn es war gefühlt ein Krampf und über die Monate auch mit etwas Angst verbunden, wie denn die Mundöffnung jemals wieder gut werden sollte - hier hat mir ein sehr fähiger Physiotherapeut m.E. sehr gut geholfen)

- leider ist mein Kinn und Unterlippe weiterhin mehrheitlich taub :(( ... ich nehme jetzt eine Vitam-B-Komplex-Tablette jeden Tag (Rat des KC, aber nur auf Nachfrage) und hoffe, dass es irgendwann besser wird ... kribbeln tut es zwischendurch ein wenig

- optisch passt alles super und sieht "normal" aus

- Zahnspange soll demnächst raus (vorher musste ich nun zusätzlich auch noch zum Logopäden, da meine Zunge nicht das machte, was sie sollte -- ich kann hier nur anraten nicht nur immer mal wieder den KO zu fragen, ob jetzt der richtige Zeitpunkt für Lodopädie ist, sondern explizit darauf zu bestehen relativ frühzeitig zu einem zu gehen ... Wartezeit beträgt eh ca 4-6 Wochen) --- dafür kommen dann Retainer rein, die man ja sein Leben lang behalten "darf" ... ;)

- keine Schmerzen, aber manchmal "Knirschen" oder "Verspringen der Kiefer" (ob das eine Muskelreaktion ist oder was anderes, keine Ahnung, ich meine ein kurzzeitiges "Verspringen", so dass ich kurz nicht sprechen kann und dann geht alles wieder normal)

- etwas (bislang unkritischen) Zahnfleischrückgang durch die Zahnspange, aber bislang keine bekannten Zahnschäden durch die Zahnspangenzeit

 

Tipps und Tricks? Habe ich leider keine, außer: wenn man sich zur OP entschlossen hat, nicht verzweifeln, wenn es zwischendurch deprimierend ist, wie die Mundöffnung ist oder dass das Kinn taub ist (letzteres glaub ich nur, wenn UK mit operiert wird) o.ä. ... es geht sicherlich bald voran...

 

Ich persönlich würde mit meinem heutigen Wissen die OP nicht machen. Die Langzeitfolgen kann ja keiner zu 100% vorhersehen, aber bei meinen derzeitig noch verbleibenden (nicht schmerzhaften) Beschwerden, die ich vorher nicht hatte, ärgere ich mich doch sehr über meine Entscheidung.

Ich hoffe noch auf Besserung und gerade mein Physiotherapeut und Logopäde machen mir zumindest insofern Mut, als dass eine Bimax eben eine Riesenop ist und die Erholung laaange dauert...

--- aber da ich vorher keinerlei Beschwerden hatte (nur halt die Fehlstellung), ist es wohl auch normal, dass ich nun vom langwierigen Erholungsprozess einfach etwas genervt bin ;)... dramatisch ist das alles sicher bei mir nicht ---

 

Und ich kann natürlich nicht sagen, ob ich so nicht vor schlechteren Langzeitschäden gerettet werde, daher macht Euch für Eure individuellen Fälle am besten selbst ein Bild und überlegt hin und her. Ich habe nur mein "Vertrauen" auf die Meinung von, bei mir ja doch auch 5 verschiedenen Ärzten, bislang etwas bereut, auch wenn nichts wirklich Dramatisches passiert ist und ästhetisch alle das Ergebnis ganz toll finden...

 

Wenn ihr wollt, kommentiert doch mal, damit ich weiß, ob mein Eintrag hier überhaupt irgendeinen Sinn hatte ;-)).

 

PS: Hatte als Teenie übrigens auch eine lose Zahnspange und die damalige Behandlung wurde als erfolgreich attestiert ... irgendwie verrückt ;))

bearbeitet von amsel

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Hallo amsel,

danke für Deinen Bericht. Du klingst nicht so glücklich. :-(

Ich habe den Eindruck, dass Du es bereust, blind den Ärzten vertraut zu haben. Nun hast Du Beschwerden, die vorher nicht da waren, und bist zu recht frustriert.

Im Forum hier habe ich mich ja schon vor einiger Zeit angemeldet und damals viele Berichte wie Deinen gelesen. Lange habe ich während meiner Suche nach einem guten KFO hin und her überlegt, ob ich mir das wirklich alles antun will. Da ich aber bereits immer stärker werdende Beschwerden mit dem rechten Kiefergelenk (Knacken beim Gähnen, Dauerschmerz wie Ohrenschmerzen nach intensivem Kauen) durch meine Fehlstellung habe, ist meine Entscheidung für die Behandlung gefallen. Auch wenn ich Angst vor Langzeitschäden habe, glaube ich, dass es nur besser werden kann bei mir. Funktionell und optisch.

Wie Du es selbst sagst, kann man aber nur jeden davor warnen, sich von Ärzten zu solch einem Schritt überreden zu lassen. Wenn man das nicht wirklich aus Überzeugung will und unter dem Ist-Zustand leidet, sollte man bloß nichts überstürzen! Eine Ärztin meinte mal zu mir, sie würde nie jemanden von sich aus auf eine offensichtliche Fehlstellung hinweisen, denn vielleicht stört sich diese Person selbst gar nicht daran und würde nur verunsichert werden. Leider denken nicht alle KFO\KFC so, auch wenn sie es zumeist sicher gut meinen und ihren Job vorbildlich machen wollen.

Ich wünsche Dir, dass sich Deine Beschwerden bessern und Du Deiner ganzen Behandlung vielleicht irgendwann doch noch etwas Positives abgewinnen kannst. Rückgängig machen geht ja nunmal leider nicht.

Liebe Grüße

Angel

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Hallo Angel,

 

ja, also vielleicht klingt mein Bericht auch schauerlicher als es sich für mich darstellt.

 

In meinem persönlichen Fall hatte ich halt vor der OP keine Beschwerden, sondern nur diese "negative Zukunftsprognose" im Sinne von "höchstwahrscheinlich haben Sie ansonsten im Alter viele Beschwerden, da sollten Sie lieber jetzt was tun".

Die OP selber war dann, auch bedingt durch die unnötigen Schmerzen durch die Komplikation (die ja gar nicht hätte sein müssen, meines Ermessens ;-)), natürlich eine Anstrengung für den ganzen Körper und das ist halt noch nicht ganz verdaut.

 

Es ist nun aber auch nicht superschlimm, daher wollte ich das jetzt lieber nochmal klarstellen ;-).

 

Gerade mit meinem KC und der OP selbst bin ich eigentlich nach wie vor sehr zufrieden und denke, dass er sehr gute Arbeit geleistet hat.

Die OP und die Zeit danach sind halt nur nicht ganz so banal, wie ich es vorher wohl angenommen hatte ... aber wer vorher zB dieses Forum findet, der weiß dann ja doch schon etwas besser auf was er/sie sich einlässt.

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Darf ich denn mal blöd fragen, inwiefern so eine taube Unterlippe das Leben beeinträchtigt? Das hört sich ja nicht so toll an. Ich habe da schon ziemliche Angst vor, insbesondere, was Essen und Sprechen und - wichtig - Küssen angeht. Wenn man dann den halben Mund nicht spürt, wie ist das denn dann?

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Hallo zusammen,

Also bei mir War es so:

-ziemlich lange relativ komplett taub zwischen linken Rand der Unterlippe bis zum rechten Rand eer Unterlippe und dann halt Lippe und die Region vom Kinn dort

--- bis dahin war es gerade beim Küssen und Essen schon eine ganz schön große Einschränkung, dh vom Kuss spürt man eben nur die Hälfte

------ diese ganz komplette Taubheit war die ersten Wochen und Monaten echt ätzend und veränderte sich dann im Laufe der Zeit immer mehr

- seit ein paar Wochen (interessanterweise parallel zum Beginn der Logopädie) spüre ich etwas mehr, würde aber subjektiv betrachtet es immernoch als taub bezeichnen, da das Gefühl halt weit weniger ist als im Normalfall

--- ich spüre Alles sehr sehr gedämpft, va Wasser-/Essensreste an Unterlippe/Kinn bemerke ich deswegen oft nicht oder nur durch ein "Phantomgefühl" ----- positiv ist, dass ich irgendwie von küssen wieder mehr spüre

Was heißt das also? Mir wurde damals gesagt, dass alle sehr unterschiedlich lange und stark die Taubheit empfinden. Die Region ist aber wohl oft die gleiche.

Bei mir ist es keine 100% ige Taubheit, dh ich spüre "etwas/irgendwas"

Ich spüre auf jeden Fall "kribbeln" nach Einnahme von Vitamin B Komplex

Beste Grüße in die Runde

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