Bimax94

Angst vor Nervenschäden durch Bimax und reichlich Fragen

Hallo liebes Progenica Team,

 

erst mal muss ich euch ein fettes Lob für dieses Forum aussprechen.

Finde es echt toll wie ihr euch hier unterstützt und gegenseitig ermutigt.

 

Bin seit einigen Jahren immer mal wieder hier weil ich mit meinen Zähnen während und nach der Kfo Behandlung (mit 4er Extraktion -.-) nie wirklich zufrieden war.

 

Dieses Jahr habe ich dann endlich den Schritt gewagt nach Bad Homburg zu fahren und wurde dort mit den Worten "Die Optik scheint mir eher das geringere Problem an ihrer Fehlstellung"...

Kann man jetzt auffassen wie man möchte :D

 

Wie auch immer die Diagnose: Ausgeprägte Cranio-mandibuläre Dysfunktion, ausgeprägte Dysgnathie mit Abweichung der Kieferrelationen in alle 3 Ebenen des Raumes:

- Sagittal: Bimax. Retrognathie

- Vertikal: Long-face-Syndrom

- Transversal: Diskrepanz Ok zu Uk infolge Ok-Kompression.

Reduzierte Nasenatmung, Zungenhabit, insuffizienter Lippenschluss & Gummysmile.

 

Was sich hier so dramatisch anhört außert sich (meiner Meinung nach) nur dadurch, dass mein Kinn & Kieferwinkel für meinen Geschmack nicht ausgeprägt genug sind und man beim lächeln manchmal ein wenig Zahnfleisch sieht. Gut viel Platz hat meine Zunge nicht und ich habe auch oft Halsschmerzen weil mein Mund fast immer ein bisschen offen ist.

Therapievorschlag: Kfo + Bimax

 

Dass ihr mir die Entscheidung nicht abnehmen könnt ist mir klar und dass die meisten von euch vermutlich davon überzeugt sind, dass die Op eine gute Wahl war nehme ich jetzt auch mal an.

Aber ich kann mich einfach nicht entscheiden.

 

Optisch würde das ganze mit Sicherheit super und ich denke auch dass ich besser Luft bekommen werde und weniger Halsschmerzen haben werde mein Mund zu geht und und und.

Aber ich habe halt bis auf die ständigen Halsentzündungen und ab und zu mal ein knacken im Kiefer keine wirklichen Probleme. Ich selbst bin ja nur durch die Optik überhaupt dazu gekommen einen KFC aufzusuchen.

 

Ich frage mich halt ob es die Strapazen und vor allem das Risiko der Nervenschädigung wert ist.

In Bad Homburg wird ja nach einer speziellen Methode operiert bei der das Risiko für Nervenschäden ja recht gering sein soll. Mir wurde erklärt man würde eine spezielle Feile benutzen die nur Knochen durchtrennt und der Nerv würde ja nicht daher laufen wo man letzendlich "sägt". Dann frage ich mich warum es überhaupt zu Nervenschäden kommen kann?

Habe gestern auch nochmal recht beunruhigt dort angerufen, da hieß es das Risiko für bleibende Nervenschäden würde doch im einstelligen Bereich ca. bei 5% liegen. Auch wenn Dr. K operiert!

Bin ehrlich gesagt auch ein wenig skeptisch hinsichtlich der Ermittlung der 5%

Und wie wirkt sich die Nervschädigung aus? Hat man Gesichtslähmungen? Geschmacksstörungen? Ist nur das Kinn taub oder durchaus auch die Lippe? Kann der Mund auch von innen Taub sein?

oder ist meistens nur eine kleine Stelle betroffen?

Und vorallem wie lebt es sich mit so einer Taubheit? merkt man das irgendwann gar nicht mehr? Sabbert man öfters? bleiben Probleme zb. beim Trinken bestehen? Wie ist das beim Küssen?

 

Und wie sieht das ganze beim Oberkiefer aus? Bestehen da auch irgendwelche "speziellen Operationsrisiken"

oder ist der "keine große Sache"?

 

Ich bin mir einfach nicht sicher ob es das Risiko wert ist. Nur um besser auszusehen und vielleicht ein bisschen besser Luft zu bekommen.

Ich glaube ich mach mir einfach zu viele Gedanken. Mir geht seit einiger Zeit nichts anderes mehr durch den Kopf.

 

Wäre euch sehr sehr dankbar, wenn ihr mir ein bisschen weiterhelfen könntet.

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Viele Überlegungen und wie du sagst, kannst auch nur du entscheiden. :) Hier einfach nur kurz das, was mir auf Anhieb zu deinen Fragen eingefallen ist; ist nicht viel sorry.

 

Meine KFC hatte mir Folgendes erklärt:

Alle Nerven, die in Mitleidenschaft geraten können, sind nicht für Bewegungen oder Geschmack verantwortlich; "nur" für Gefühl/Taubheit.

Der Nerv im UK liegt wirklich entlang der Innenseite des Knochens und ist empfindlich - "der ist schnell beleidigt, wennst den auch nur schief anschaust". Daher kommt es oft zu Gefühlsstörungen nach einer UK-OP, aber auch wieder zur Regeneration.

 

Ein Kollege von mir hatte seine Bimax vor ca. 17 Jahren und er war so ein Fall, wo man den Nerv bei der OP wirklich durchtrennt hatte. Er sagte er hatte kein Gefühl auf ca. 1/4 der Unterlippe und darunter; für ca. 2 Jahre. Danach hat sich alles langsam regeneriert; er weiß aber auch nicht mehr wie lange das dann gedauert hat. Er meinte nur, dass er noch immer die Macke hat, sich beim Essen mit der Serviette ständig abzutupfen. Das hatte er sich damals angewöhnt, weil er einfach nicht gespürt hatte, wenn zB ein bisschen Suppe den Mundwinkel runter geronnen ist. ;)

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Hi Bimax94,

 

ich kann dir bezüglich des Unterkiefers als recht frisch Operierte sagen: Das mit der Taubheit ist alles halb so wild. 

Tatsächlich ist rechts meine Unterlippe taub, mein Kinn ist taub und auch die rechte Seite der Zunge teilweise. Und das wirkt sich schon auch ein wenig auf den Geschmack aus, ich hab im Augenblick das Gefühl, weniger intensiv zu schmecken, bei bestimmten Lebensmitteln merke ich das besonders (meinen Lieblingschips zum Beispiel, haha). Aber es ist nicht so, dass der Geschmack ganz weg wäre. Dazu gibt es hier auch einige Fäden, schau mal nach "Geschmacksnerven", "Geschmacksveränderung", "Geschmacksverlust". Hab ich in den letzten Wochen auch getan, weil ich ein bisschen irritiert war. ;)

 

Wie aber want-and-will-laugh schon schreibt, ist das in den meisten Fällen vorübergehend und ich merke auch schon deutliche Verbesserungen. Meine Unterlippe hat schon wieder viel mehr Gefühl, die Zunge auch (und geschmacklich ist auch schon wieder mehr los) und beim Kinn bin ich mir immer nicht sicher, wie viel Gewöhnung dabei ist, dass ich es wieder als normaler empfinde. 

Auf die Beweglichkeit wirkt sich das überhaupt nicht aus. Ich kann mein Kinn kräuseln und soweit das Kiefergelenk das zulässt auch Zungenverrenkungen jeglicher Art vollführen. 

 

Die Nerven werden eben freigelegt und gedehnt, müssen sie ja genau wie die Muskeln, sonst könntest du ja den Kiefer nicht "nach vorn ziehen". Und dass so eine dauerhafte Dehnung zu Irritationen führt, ist ja irgendwie auch einleuchtend. Deswegen ist es bei mir wahrscheinlich auch so, dass ich nur rechts was davon spüre, da war die Verlagerungsstrecke auch einfach länger.

 

Ich hoffe, ich konnte dir und deinen Nerven ein bisschen weiterhelfen... :)

LG
Tande

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Die Prozentzahl ist in der Tat sehr hoch. Das nennt man umgangssprachlich häufig bis gelegentlich. Falls du keinen großen Leidensdruck deiner Optik hast und sonstigen Sachen. Wre so eine gefährliche Operation dringend abzuraten. Du würdest dich sonst andauernd selbst beschuldigen sowas getan zu haben. Viele Versprechen die die KFC einem auftischen, haben kein festes Fundament.

 

Ich persönlich leide auch darunter ständig mit dem Mund zu atmen. Allerdings hilft eine Bimax dagegen 100% nicht. Dazu gibt es keine Studie. Die KFC führen bloß nebenbei eine Nasen OP durch, verkleinern Nasenmuscheln oder begradigen die Nasenscheidenwand. So eine OP könntest du machen, die ist viel ungefährlicher und würde genau dein Ziel erreichen.

 

Viele Grüße 

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Ich persönlich leide auch darunter ständig mit dem Mund zu atmen. Allerdings hilft eine Bimax dagegen 100% nicht. Dazu gibt es keine Studie. Die KFC führen bloß nebenbei eine Nasen OP durch, verkleinern Nasenmuscheln oder begradigen die Nasenscheidenwand. So eine OP könntest du machen, die ist viel ungefährlicher und würde genau dein Ziel erreichen. 

 

Von solchen Ferndiagnosen würde ich tunlichst abraten. Ich denke, das können HNO und KFO sicher besser entscheiden, zumal sie die Daten dazu auch haben. Wir kennen hier doch gar nicht die Ausgangslage in den Nasengängen und Nebenhöhlen und es gibt einige, die berichten, dass sich die Nasenatmung durch OP und Therapie einstellen lassen hat. 

 

Trotzdem möchte ich nochmal betonen, dass das kein Plädoyer für die OP ist, wollte ich lediglich nochmal geraderücken. Wie hoch dein Leidensdruck ist, kannst du nur selbst entscheiden und ein Spaziergang ist die OP jedenfalls nicht. ;)

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Hallo Bimax94,

 

ich beschäftige mich auch schon länger mit diesem Thema und kann Deine Bedenken teilen. Die möglichen Nervenschäden haben mich auch zunächst zurückschrecken lassen.

 

Auf Grund Deiner genannten Fehlstellungen hätte ich erwartet, dass sich das optisch doch sehr auswirkt. Daher erstaunt mich die Aussage "die Optik ist wohl eher das geringere Problem". Umso besser natürlich. Ich habe ähnliche Fehlstellungen und meine Optik ist sehr unharmonisch.So wirkt es sich wohl bei jedem etwas anders aus. Allerdings könnte ich mir vorstellen, dass Dich das Thema nicht mehr loslässt. Bei mir war es so, dass ich mich immer kritischer angeschaut habe und es mich mit der Zeit immer mehr gestört hat.

 

Ich hatte auch ein Gespräch mit Dr. K., welches mir die Angst etwas genommen hat. Bzgl. der Nervenschäden hat er mir erklärt, dass vom Nerv weg gesägt/geschnitten, oder wie man es auch nennen mag, wird, so dass das Risiko sehr gering ist. Dies betrifft aber nur die minimalinvasive Methode, die er durchführt. Wenn nach der Standardmethode operiert wird, ist das Risiko deutlich höher. Er erklärte mir, dass das Risiko der dauerhaften Nervschädigung etwa genauso hoch ist wie bei einer Weisheitszahnextraktion. Das beruhigte mich schon mal sehr. Und bei dieser minimalinvasiven Methode müssen die Weisheitzähne nicht vorher gezogen werden.

Ich habe auch gefragt, inwieweit sich eine Nervschädigung auswirken würde. Das konnte ich mir nämlich auch nicht vorstellen. Man kann essen, sprechen, den Mund bewegen und man sieht es nicht. Es ist "nur" (Natürlich ist das schlimm genug, also bitte nicht falsch verstehen) das Gefühl/das Empfinden weg. Es ist der Gefühlsnerv, nicht der Bewegungsnerv. Er erklärte aber auch, dass die Taubheit mit der Zeit nicht mehr so wahrgenommen wird. Wenn man die Taubheit an einer Seite verspürt, dann übernimmt das Gehirn irgendwann für diese Seite. Ist jetzt etwas laienhaft von mir ausgedrückt, ich hoffe, Du verstehst wie ich es meine.

 

Was mir auch noch gesagt wurde: die Kiefergelenke können nie ausgetauscht werden, d. h. wenn Du jetzt Probleme hast, werden sie nicht besser, eher schlimmer. Bei meiner Fehlstellung werden z. B. die Kiefergelenke sehr belastet. und werden durch die OP eine Entlastung erfahren. Aber das müsstest Du natürlich abklären, ob das bei Dir auch so ist.

 

Natürlich können Betroffene Dir bessere Auskünfte geben. Aber mich haben diese Erklärungen etwas beruhigt.

 

Was mich eher beunruhigt hat, sind die Kosten. Man hat wohl kaum eine Chance, dass die Kasse zahlt, schon gar nicht die minimalinvasive Methode.

 

Ich habe mich zu der OP entschieden und hoffe, dass ich mit dem Ergebnis zufrieden sein werde, sowohl funktional als auch optisch, und es später nicht bereuen werde.

 

Berichte doch mal, wie Du Dich entschieden hast. Alles Gute für Deinen Weg,

 

Roda

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Danke, dass sich schon so viele von euch gemeldet haben. Ihr habt mich echt schon ein wenig beruhigt. Aber trotzdem denke ich gerade - das schwankt eigentlich täglich von "nein auf keinen Fall" bis "am liebsten morgen schon auf dem OP Tisch" :D , dass ich mir mit der Entscheidung zur Op doch noch ein bisschen Zeit lasse... Muss ja nicht zwangsläufig jetzt entschieden werden.

Habe die Wahl entweder Zahnspange jetzt & Op im Juni oder September (Bin in der Ausbildung und nur dann würde es der Urlaub zulassen) oder nach der Ausbildung, sprich die Spange in ca. einem Jahr. Und vielleicht wäre soetwas sowieso nicht gerade während eines  3 wöchigen Urlaubes (im Hinblick auf Fehlzeiten usw.) zu empfehlen oder?

 

Bis auf die Nervensache habe ich absolut keine Bedenken mich in Bad Homburg operieren zu lassen und dass es optisch und funktionell eine wesentliche Verbesserung wird bezweifel ich auch nicht. Wäre dieses eine blöde Risiko von 5% nicht würde ich das sofort machen -.-

 

Ich habe ja wie gesagt nochmal mit einem KFC aus der Praxis in Bad Homburg gesprochen der mir gesagt hat das Risiko wäre genauso hoch bei Weisheitszahnentfernungen oder Implantaten. Habe dazu aber leider nicht viel gefunden und ich kenne niemanden der überhaupt nennenswerte Taubheitsgefühle hatte und im Internet gibt es dazu auch nicht halb soviele berichte wie nach Kieferops.

Außerdem habe ich extra nachgefragt: Bleibende Nervenschäden gibt es auch bei Ihrer Methode und wenn Dr. K operiert. Da hat er nur gelacht und sagte "aber ja" natürlich das passiert die Methode ist nur besser als die Alte aber dauerhafte Sensibilitätsstörungen treten trotzdem auf. Und so wie er das gesagt hat hörte es sich an als wäre das fast schon normal und dass man damit rechnen sollte...

Also stimmt das überhaupt mit diesem Vergleich oder war das eher um mich zu beruhigen?

Hat einer von euch Studien oder ähnliches die sich mit dem Thema Sensibilitätsstörungen nach der minimal invasiven Methode beschäftigen? oder mit Sensibilitätsstörungen nach Weisheitszahnextratktionen oder Implantaten?

Habe einfach meine Bedenken was die ca. 5% angeht. Wie sieht es denn mit dem Risiko nach der klassischen Methode aus?

 

Und was ist mit dem Oberkiefer? Da gibt es keine besonderen Risiken außer den allg. Op Risiken oder?

 

Und ich befürchte dass bei mir auch eine Kinnplastik anstehen würde, wenn ich mich denn für die Op entscheide. Auch hier optisch gerne. Aber wie siehts hier mit dem Nerv aus? Wird der auch wieder geärgert?

 

Also wenn ich das richtig verstehe gewöhnt man sich an so eine Taubheit und wird sie irgendwann gar nicht mehr wahrnehmen (oder nur wenn man drauf achtet) oder sie stört zumindest nicht mehr?

Wie ist das denn wenn man daran packt oder geküsst wird oder so? Gut wird bei jedem vermutlich unterschiedlich sein. Aber man könnte durchaus damit ganz gut klarkommen? Habe jetzt hier echt nicht viele gesehen die die OP bereuht haben...

 

Danke Roda, dir auch alles Gute :)

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Von solchen Ferndiagnosen würde ich tunlichst abraten. Ich denke, das können HNO und KFO sicher besser entscheiden, zumal sie die Daten dazu auch haben. Wir kennen hier doch gar nicht die Ausgangslage in den Nasengängen und Nebenhöhlen und es gibt einige, die berichten, dass sich die Nasenatmung durch OP und Therapie einstellen lassen hat. 

 

Trotzdem möchte ich nochmal betonen, dass das kein Plädoyer für die OP ist, wollte ich lediglich nochmal geraderücken. Wie hoch dein Leidensdruck ist, kannst du nur selbst entscheiden und ein Spaziergang ist die OP jedenfalls nicht. ;)

 

Jede Diagnose ist eine Ferndiagnose. Ärzte lernen bloß auswendig, von komplizierten logischen zusammenhängen ist bei denen gähnende leere im Kopf. Fakt ist, dass die alleinige Fehlstellung beim normalen Nasenatmen keine Auswirkungen hat. Bisher gibt es kein haltbares Argument das konsistent wäre. 

 

@Bimax94: Ich war auch in BH und man hat mir gesagt, dass das Risiko bei der Kater Methode(was eigentlich Schlössmann ist, bloß von innen, naja....) 1.5% beträgt. Aber das wäre bloß eine Zahl meinte man zu mir und die Sensiblitätstörung wäre 100% temporär. Merkst du die Unlogik? Ich würde mir das alles sehr sehr sehr gut überlegen. Ich besitze z.B seit einem Sturz von der Treppe eine taubestelle am Steißbein. Obwohl sie Taub ist, spür ich wenn ich irgendwo dran komme und dann kontrahieren meine ganzen Muskeln am Gesäßbereich. 

Falls du eine Spritze mal beim Zahnarzt hattest, dann weiß man wie elend das ist mit so einer taubheit zu leben.

 

Viele Grüße

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Also wenn ich das richtig verstehe gewöhnt man sich an so eine Taubheit und wird sie irgendwann gar nicht mehr wahrnehmen (oder nur wenn man drauf achtet) oder sie stört zumindest nicht mehr?

Wie ist das denn wenn man daran packt oder geküsst wird oder so? Gut wird bei jedem vermutlich unterschiedlich sein. Aber man könnte durchaus damit ganz gut klarkommen? Habe jetzt hier echt nicht viele gesehen die die OP bereuht haben...

 

Also, meine rechte Seite des rechten Knies ist auch taub, weil dort bei einer Kreuzbandplastik der Nerv durchtrennt wurde. Ich erinnere mich noch, wie ich mich anfangs ein bisschen geekelt habe, darüber zu rasieren, weil sich das so fremd und seltsam anfühlte. Mittlerweile bemerke ich das überhaupt nicht mehr. Das Hirn leistet da echt volle Arbeit. 

Und das fängt jetzt halt seit letzter Woche auch beim Kinn an. Anfangs mochte ich es nicht berühren, mittlerweile kann ich es ganz normal anfassen, alles überhaupt kein Problem. Wobei ich auch wirklich das Gefühl hab, das die Taubheit sich schon zurückzieht. Hab auch vorhin meinen Mitbewohner darum gebeten, es mal anzufassen und drüberzustreichen, kein Problem. Zum Küssen kann ich allerdings leider (noch) nichts sagen, dachte, es könnte komisch sein, ihn auch darum zu bitten... ;)

 

Wegen des Termins würde ich mir an deiner Stelle wohl auch eher noch mehr Zeit nehmen. Drei Wochen Genesung sind den Erfahrungsberichten nach eher kurz und irgendwie willst du ja bestimmt auch nicht deinen kompletten Urlaub dafür auf den Kopf hauen, oder? Kommt natürlich auch drauf an, wie lang du tatsächlich bei der Ausbildung fehlen kannst/willst. 

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Nach meiner GNE-Op, also Oberkieferop, war der rechte Bereich des Gesichts inkl. Wange, Oberlippe, Nase und unter dem Auge mehr oder weniger taub...es stellte sich nach wenigen Tagen bereits eine Besserung ein, die Nase blieb jedoch noch ca. 2 Monate taub. Am Anfang war es sehr befremdlich, nach ein-zwei Wochen hatte ich mich daran gewöhnt und hätte auch damit leben können.

 

Mit bleibenden Sensibilitätsstörungen sollte man rechnen, bei den meisten begrenzen sich diese auf kleine Bereiche und werden nicht als störend empfunden. Meiner Meinung nach ist dieses Risiko eines der harmlosesten Risiken...

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Ich habe auch seit meiner BIMAX+Kinn taube Stellen am Kinn und Lippe am Anfang war es noch so das fast alles taub war, dann kam ein kribbeln als wenn Ameisen übers Kinn laufen würden, dann kam nach und nach mehr Gefühl zurück, aber es ist nie ganz verschwunden meine Unterlippe und ein Teil vom Kinn haben noch Gefühlsstörungen, etwa so als wenn ich bei Zahnarzt eine Spritze bekommen hätte und die Wirkung langsam nachlässt, aber das hat echt laaaaange gedauert man gewöhnt ich aber auch schnell daran, beim Küssen fand ich das halbtaube Gefühl irgendwie auch angenehm irgend wie komisch.....*lach*

Was ich bis heute auch habe ist wenn ich mein Kinn kratze bekomme ich Zahnschmerzen und wenn ich was scharfes esse dann brennt nicht nur mein Mund sonder lustiger weise auch mein Kinn, aber das ist ein voll cooles Gefühl du siehst das die Tauben-Stellen besonders am Anfang auftreten es wird aber nach und nach besser oder man gewöhnt sich einfach daran. Mich stört es kaum nur habe ich manchmal das Gefühl einer würde meine Lippe runter ziehen, das nervt manchmal aber ansonsten alles auszuhalten.

 

Lg. Diana !

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Mein Update zur Taubheit am Kinn ist ähnlich wie das von Sherly. 

Wenn ich etwas Kaltes trinke und das auch vorn am Unterkiefer ankommt, dann wird auch mein Kinn absolut kalt und es ist, als würde man das Kinn mit kalten Händen berühren. Ich find's lustig und nicht mehr störend. :)

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Also ich habe mich vorher wegen der Taubheit auch völlig bekloppt gemacht und gedacht, das wäre das schlimmste.

 

Im Moment kann ich sagen: "Ja, es ist lästig, aber ein Weltuntergang ist es nicht".

 

Natürlich weiß ich nicht, wie lange das bleibt und ob oder wann es weggeht. Aber wichtig war für mich, dass bei der OP nichts beschädigt wurde und dass es eben permanent kribbelt und kleinere Blitze durchgehen - heißt, es ist nicht tot, da tut sich noch was.

 

Alles andere muss man eben abwarten.

 

Bei meiner GNE war danach der rechte Augenring bis runter zur Nasenspitze taub - das war nach ca. 8 Wochen wieder komplett da. Da hat mir die Physiotherapie auch enorm geholfen, danach kamen immer Stückchen zurück.

 

Bei ausgeprägten Fehlstellungen und bestehenden Problemen wäre das für mich kein Argument gegen die OP - aber die Abwägung muss jeder selbst vornehmen.

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Hi!

 

Gute Frage, das mit der Taubheit. Ich habe mich in Bad Homburg ebenfalls beraten lassen und mir wurde auch gesagt, dass mit der minimalinvasiven Methode "praktisch" keine Taubheit mehr auftritt. Nach Lesen vieler Beiträge in diesem Forum wurde mir klar, dass das so nicht stimmt. Es gibt Patienten, die nach einer Behandlung in Bad Homburg dauerhafte Gefühlsstörungen davongetragen haben. Dementsprechend wird sich Dr. Kater auch nicht darauf festnageln lassen, dass das bei seiner Methode nicht passiert. Die Aussagen hinsichtlich seiner minimalinvasiven Methode sind, denke ich, mit Vorsicht zu genießen. Zumal er die einem niemals schriftlich geben wird.

 

Ich habe deshalb einen anderen MKG-Chirurgen auf die Methode angesprochen, und er meinte, dass es in der Praxis nicht so einfach sei, eine Prozentzahl anzugeben. Es gibt Patienten, bei denen wird während der OP kräftig am Nerv gezogen und die haben nach wenigen Monaten wieder das volle Gefühl. Dann gibt es aber auch Patienten, bei denen wird der Nerv fast gar nicht berührt, und sie berichten zwei Jahre post-OP noch über heftige Gefühlsstörungen.

 

Die andere Seite der Bad Homburger Methode ist jedoch auch, dass die kurze Schnittführung nur sehr wenig Raum lässt um die Osteosyntheseplatten zu platzieren. Dadurch ist das Risiko eines Rezidivs oder einer Pseudarthrose erhöht. In beiden Fällen wäre eine Wiederholung der OP nötig, was wiederum die bekannten OP-Risiken mit sich bringt.

 

Es ist also nicht so, dass Dr. Kater hier eine bahnbrechende neue Technik erfunden hat, sondern er bewegt sich im Spannungsfeld zwischen "Stabilität des Ergebnisses" und "Rezidivirisiko" eben mehr in die Ecke Rezidivrisiko.

 

Nichtsdestotrotz kommt seine langjährige Erfahrung den Patienten natürlich zugute. Allerdings muss man jeden Fall einzeln betrachten, das Risiko hängt maßgeblich von den anatomischen Gegebenheiten jedes einzelnen Patienten ab. Und um sich die Statistik nicht zu versauen, lehnt Dr. Kater schwierigere Fälle - nachvollziehbarerweise - auch schon mal ab.

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Ich habe 10 monate post-bimax noch massive gefühlsstörungen an kinn, unterlippe und im mundinnenraum. beim kinn ist das ganze kinn betroffen, eine seite etwas weniger.

durch taubheit im mundinnenraum ist auch das geschmacksempfinden auf der betroffenen seite so gut wie nichtr vorhanden, daher kaue ich nur noch mit der anderen...

im OK habe ich keine störungen.

 

ich gebe sheryl und tande recht, daß man sich teilweise daran gewöhnt und es auch komisch sein kann, wenn das kinn kalt, heiß und scharf mitspürt.

beim küssen stört es mich jedoch sehr, da einfach die empfindung fehlt.

verbesserungen und nervenregeneration vergleiche ich inzwischen nur noch in sehr großen abständen, um mich nicht zu frustrieren. aber es gibt sie definitv noch, daher ist abwarten angesagt.

Ich nehme übrigens auch keltican forte, was andere hier als teures placebo bezeichneten, aber ich bin froh, etwas tun zu können.

 

übrigens war meine nasenatmung auch vorher eingeschränkt und sollte sich durch die OP verbessern, sie hat sich aber so verschlechtert, daß ich auf einer seite jetzt weniger luft bekomme als vorher. bei der ME muß hier unbedingt nachgebessert werden.

 

alles in allem war mir das risiko mit dem nerv vorher nicht so bewußt, andererseits hätte mich das von der op trotzdem nicht abgehalten und ich würde sie trotz allem auch wieder machen.

 

VG, bergfee

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