Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Folgen diesem Inhalt 0
Regulus

offener Biss - ohne OP? Erfahrungen?

Hallo zusammen,

 

dies ist mein erster Beitrag hier im Forum, auch wenn ich schon länger immer mal wieder hier mitgelesen habe.

Mal "kurz" ein paar Fakten zu meiner Situation.

Ich habe einen offenen Biss. Natürlich störte der mich schon immer und natürlich hätte ich lieber schöne, perfekte Zähne, aber da ich immense Panik vor Ärzten, OPs usw. habe, und ich zudem noch viele andere "unschöne" Stellen an meinem Körper habe, mit denen ich aber bisher trotzdem ganz gut gelebt habe (warum sollte man nicht auch mit einer Kieferfehlstellung gut leben können?), wäre ich wohl deswegen nie zum KFO gegangen.

Kürzlich musste ich leider 3 Zähne opfern (hatten "heimlich" Entzündungen gebildet infolge Endodontie).

Ich habe nun also 3 Zahnlücken, die man mit Brücken oder Implantaten schließen kann. Ich kam auf die Idee, ob man denn diese Lücken nicht auch mit Zahnspangen schließen kann (habe nun schließlich immer noch 29 Zähne in meinem Mund). Zu meiner großen Überraschung bekam ich von meinem ZA gleich die Antwort, dass dies grundsätzlich möglich sei und empfahl mir einen KFO.

Mit diesem KFO scheine ich großes Glück zu haben. Wo ich auch nachfrage, was ich auch über ihn lese: ich höre und lese nur sehr positives von ihm! Er hat wirklich einen sehr guten Ruf, auch international. Und er ist mir zudem auch noch unglaublich sympathisch.

Ihm ist natürlich sofort und als allererstes meine "immense" Kieferfehlstellung aufgefallen (gut, ich habe schon ein "markantes Kinn" und mein Gesicht ist relativ lang, aber ehrlich gesagt finde ich jetzt nicht, dass mein UK so immens weit nach vorne steht, da kenne ich so einige Prominente, bei denen das wesentlich ausgeprägter ist... jedenfalls stört mich das optisch nicht wirklich...). Mir wurde auf jeden Fall zu einer Kiefer-OP geraten. Dies würde in meinem Fall komplett von der KK bezahlt werden, und damit sei dann bei mir auch ein perfektes Ergebnis zu erzielen. Für mich stand von Anfang an fest, dass ich das auf keinen Fall machen werde, auch wenn mich in dem Fall die Behandlung nichts kosten würde. Eine OP kommt für mich nicht in Frage, dafür ist mein "Leidensdruck" bei weitem nicht groß genug.

Ich denke halt anders: Primär habe ich den KFO nicht wegen meiner Fehlstellung aufgesucht, sondern wegen den Zahnlücken. Wenn ich meine Zahnlücken mit 3 Implantaten (Brücken kommen für mich nicht in Frage!) versorgen lassen würde, käme es mich finanziell ungefähr so teuer wie eine KFO-Behandlung. Die Vorteile der KFO-Behandlung sind für mich: Ich habe langfristig keine Fremdkörper im Knochen (Implantate), nur eigene Zähne im Mund, und zusätzlich werden meine schiefen Zähne (und das sind auch so einige...) alle gerichtet und mein Biss soweit wie möglich optimiert. Insofern erlange ich doch einen zusätzlichen Nutzen für mich.

Nach einem intensiven Gespräch mit dem KFO ist er nun bereit, diesen Weg mit mir zu gehen. Er machte mich nur mehrmals darauf aufmerksam, dass es sein kann, dass ich auf diesen Weg kein optimales Ergebnis erreichen werde, ich bräuchte danach eine lebenslange Stabilisierungsschiene, und er könne mir generell nicht vorhersagen, wie sich das alles langfristig nach der Behandlung entwickelt. Er (und ich im übrigen auch) glaubt, dass meine Zunge an meiner Situation nicht ganz unschuldig ist.

Nachdem ich endgültig klar gestellt habe, dass ich mich unter gar keinen Umständen operieren lassen werde und wir nur noch über die KFO-Therapie gesprochen haben, sagte er dann auf einmal: Höchstwahrscheinlich wird sich durch KFO der Biss komplett schließen (zwei meiner Zahnlücken scheinen dafür ganz günstig zu liegen). Die Schwierigkeit läge in der Stabilisierung des ganzen.

Abdrücke und Bilder sind gemacht, bald geht es los.

Hat sich hier jemand seinen offenen Biss ohne OP korrigieren lassen? Wie sind die Langzeit-Erfahrungen? Hat hier jemand eine KFO-Behandlung als "Versuch" begonnen, mit ungewissem Ausgang? Würde mich einfach gerne mit anderen austauschen, die in einer ähnlichen Situation sind wie ich.

Und noch eine Sache ist mir nicht so ganz klar: Wenn es heißt, mein Biss würde sich komplett schließen, wird sich aber dann wahrscheinlich wieder öffnen, weil meine Zunge zu groß sei, könnte dies denn dann theoretisch nach einer OP nicht genauso wieder passieren, wenn ich ständig mit meiner Zunge gegen die Kiefer / Zähne drücke, sodass sich diese dann wieder verformen?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

-Werbung-

-Werbung-

Ich habe auch einen offenen Biss, seitlich. Der erste KFO bei dem ich mich vorgestellt hatte meinte, man müsste meine Zunge operativ verkleinern weil sie Schuld am offenen Biss is. Dabei fand ich meine Zunge nie sehr breit / groß.

 

Ich habe mich deshalb bei einem anderen KFO vorgestellt bei dem ich jetzt auch seit über einem Jahr in Behandlung bin. Die stellten fest, dass mein Oberkiefer zu schmal ist und meine Zunge zu wenig Platz hat! Meine Zunge hat beim Schlucken immer gegen die Zähne gedrückt und daher kam der offene Biss. Dagegen hat eine Gaumennahterweiterung geholfen (GNE), jetzt ist mein Oberkiefer breiter und die Zunge hat genug Platz.

 

Ob das bei dir ohne OP funktionieren würde kann ich nicht beurteilen. Mein erster KFO hat mir einen Arzt vorgeschlagen, der das Zungenvolumen "misst" und schaut, ob die Zunge wirklich zu groß ist. Leider weiß ich nicht mehr was das für ein Arzt war, der sowas macht :( Bei falschen Schluckmuster hilft aber auch Logopädie!

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Vielen Dank für deine Antwort.

Mein offener Biss ist frontal, habe nur mit den hinteren Backenzähnen Kontakt.

Meine Zunge ist schon sehr groß, das merke ich schon selber... Dass man eine Zunge operativ verkleinern kann, wusste ich noch gar nicht.

Von einer GNE hat bei mir keiner gesprochen. Wenn OP, dann sollte bei mir wohl nur der UK operiert werden. Mein OK ist im Verhältnis zu meinem UK schon relativ schmal, aber grundsätzlich wohl nicht zu schmal. Ich muss aber auch ehrlich sagen, dass ich wohl auch keine GNE machen lassen würde. Ich habe einfach eine extreme Abneigung gegen allerlei Art von Eingriffen, bei denen es blutig wird, sofern sie nicht wirklich überlebensnotwendig sind. Ich werde mir wohl so eine Gaumenschraube setzen lassen müssen, davor graust es mir schon immens, aber für mich selber ist das wohl das höchste der Gefühle.

Ich glaube schon dass es irgendwie was mit meiner Zunge zu tun hat. Nachts atme ich meistens durch den Mund, darauf habe ich schon seit längerem mal geachtet. Ich habe mittlerweile schon so einiges über Logopädie und richtige Zungenlage und Schluckmuster gelesen. Ich versuche fürs erste mal genau darauf zu achten, wo sich meine Zunge im Alltag so befindet. Dabei meine ich schon feststellen zu können, dass mein Mund schon meistens geschlossen ist und die Zunge oben am Gaumen anliegt (was sie ja auch soll, wenn ich das bis jetzt richtig verstanden habe). Ich werde bei meinem nächsten KFO-Termin einfach nachfragen, was er davon hält, Logopädie hinzuzuziehen, wenn er befürchtet, mein Biss würde sich langfristig durch meine Zunge wieder öffnen. 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hallo Regulus,

 

das willst Du wahrscheinlich nicht hören, aber mir fallen eigentlich nur Beispiele ein, bei denen der offenen Biss kaum geschlossen werden konnte bzw. die Ergebnisse ohne OP nicht stabil waren, z.B. hier und . Steffi zähle ich mit dazu, da eigentlich noch einmal operiert werden sollte um den offenen Biss endgültig zu schließen, sie dies aber aus nachvollziehbaren Gründen nicht wollte.

 

Mit Logopädie lässt sich an einer sehr großen und breiten Zunge definitiv noch was machen. Meine Zunge ist auch nach Aussage der Lopopädin ziemlich groß, aber ich habe durch die Logopädie gelernt, nicht mehr nach vorne zu drücken (hat bei mir für den offenen Biss vorne gesorgt), aber auch gleichzeitig nicht seitlich gegen die Zähne zu drücken. Die Zunge ist ja auch nur ein Muskel, den man entsprechend trainieren kann und trainierte Muskeln sind ja normalerweise definierter. Und es ist erstaunlich, was man plötzlich mit diesem Muskel alles machen kann, wenn man übt.

 

Liebe Grüße!

 

Irene

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Na dann scheint dieser offene Biss ja wirklich sehr hartnäckig zu sein. Mein KFO sagte mir auch schon, dass das eigentlich die am schwierigsten zu behandelnde Fehlstellung sei. Wenn ich in den Spiegel schaue, dann sind es so ca. 4-5 mm, die vorne zwischen den Zähnen frei sind (links ein bisschen mehr als rechts, da dort zusätzlich Zahnfehlstellungen sind). Meine UK-Zähne stehen momentan so ziemlich genau unter denen des OK, also nicht davor. Im UK habe ich 2 Zahnlücken, die nun mit KFO geschlossen werden. Der KFO will dann dabei die Frontzähne des UK zurück ziehen und meint es sei sehr wahrscheinlich möglich den Biss komplett zu schließen, hat aber Angst, dass er sich wieder öffnet, weil sich ja dadurch mein Mundraum verkleinert und meine Zunge dann da bestimmt wieder dagegen presst. Deshalb solle mein UK operativ zurück und nach oben verlagert werden. Aber dann wäre mein Mundraum doch auch verkleinert und dann würde ich doch da genauso wieder mit der Zunge dagegen drücken und der Biss würde sich wieder öffnen, oder nicht?

Naja, alles in allem sollte ich mir dann wohl mal nicht allzu große Hoffnungen machen, langfristig einen geschlossenen Biss zu haben. Ich habe wirklich schon sehr viel gegoogelt, aber im gesamten Internet scheint es wohl niemanden zu geben, der seinen offenen Biss nur mit KFO los geworden ist (allerdings bin ich auch schon auf viele Fälle gestoßen, bei denen das Ergebnis selbst nach einer OP nicht langfristig gehalten hat!). 

Aber zumindest werden meine Zähne im OK gerade, ich werde 2 schöne Zahnbögen bekommen, das ist für mich schon eine enorme Verbesserung. Mit dem offenen Biss könnte ich dann notfalls schon leben, und die Sache mit der Logopädie kann ja auch nicht schaden. Ich werde alle nicht-operativen Möglichkeiten nutzen um ein möglichst gutes Ergebnis zu erzielen.

Eine OP kommt für mich keinesfalls in Frage. Je mehr ich darüber nachgedacht habe, umso sicherer wurde ich mir, das auf gar keinen Fall machen zu lassen. Ich bin mir schon bewusst, dass die KFO-Behandlung mit Sicherheit auch kein Zuckerschlecken werden wird, aber mit chirurgischen Maßnahmen kann ich wirklich sehr schlecht umgehen, allein die Heilungsphase nach 3 Zahnextraktionen (und es waren keine WHZ!) fand ich ziemlich grauenvoll, und von daher würde ich mich niemals einer Operation mit Knochen zersägen usw. aussetzen, sofern diese nicht überlebensnotwendig ist.

Ich muss halt auch dazu sagen, dass ich außer der optischen Sache keinerlei Einschränkungen habe. Beim Essen hat es mich noch nie gestört, auch kann ich meine Lippen völlig entspannt schließen und laut KFO habe ich langfristig mit meiner Fehlstellung wohl keine gesundheitlichen Folgen (Kiefergelenk, Rückenschmerzen o. ä.) zu erwarten. War einfach nur etwas neugierig, mit welchem Ergebnis ich wohl rechnen kann. Natürlich wäre es absolut fantastisch wenn ich einen geschlossenen Biss erreichen könnte und es würde mich wahnsinnig glücklich machen! Ich will nur meine Erwartungen nicht zu hoch ansetzen, nicht dass ich am Ende dann wirklich enttäuscht bin.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!


Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.


Jetzt anmelden
Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Folgen diesem Inhalt 0