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mike

Vorverlagerung UK - Soll ich oder soll ich lieber doch nicht

Hallo zusammen. Ich bin echt froh, dass ich diese tolle Seite im Web gefunden habe. Mit großem Interesse habe ich die Beträge in den Foren gelesen - konnte aber für mich persönlich noch immer keine Entscheidung treffen. Vielleicht kann mir totzdem jemand "DEN" entscheidenen Tipp geben.

Vorgeschichte: Ich (beinahe 30 Jahre) hatte schon immer mit meinen Zähnen (Engstand und dgl.) Schwierigkeiten. Im Alter von ca. 12 Jahren wurden meine 5er im OK u. UK vom Zahnarzt entfernt. Der Ordnung halber möchte ich anführen, dass mein Zahnarzt schon damals zu einer KFO-Behandlung geraten hat. Da damals so eine Behandlung für meine Mutter (Scheidung, beträchltich höhere Kosten als jetzt, ...) fast nicht leistbar war, und meine Zähne für mich als Laien auch nur "leicht" schief waren, habe ich mich gegen eine KFO-Behandlung entschieden. Als meine Weißheitszähne kamen, wurden auch diese sofort vom Zahnarzt entfernt. Ich habe also tatsächlich nur mehr 24 Zähne. Im Dezember 2003 hat mir mein Zahnarzt dringend geraten einen KFO aufzusuchen, da sonst meine verbleibenden Zähne ausfallen könnten (Tiefbiss, Verzahnung Kl. II). Der KFO hat mir nach der Analyse (Röntgen, Modelle,...) gesagt, dass die Behandlung mit einer festsitzenden Spange ca. 2,5 bis 3 Jahre dauern würde. Im März 2004 habe ich meine Behandlung begonnen und habe auch nach schon 2 Monaten richtig gerade Zahnreihen gehabt. (Bei mir wurden sogenannte "Inovation"-Bracktes verwendet, welche die Behandlung im Vergleich zu herkömmlichen Brackets wesenlich beschleunigen. ) Seit Dezember 2004!! wurde mir gesagt, dass die Behandlung eigentlich fast fertig ist. Seit Jänner 2005 musste ich immer diverse Gummis spannen, was ich als sehr schmerzhaft empfunden habe. Vor zwei Wochen habe ich nochmals nachgefragt, wie lange das "fast fertig" noch dauern würde. Mir wurde gesagt, dass der gewünschte Erfolg (Vorverlagerung des UK) mit dem Gummis offensichtlich nicht erreicht werden kann und dass in Erwägung gezogen wird, dass UK mittels OP vorzuverlagern. Anfangs hat mich eine solche OP gar nicht abgeschreckt - doch die Besprechung mit dem Chirurgen macht mich doch etwas nachdenklich. Der Chirug hat meinen behandelnden KFO gefragt, was er denn "hier" - in meinem Fall - noch machen soll? Der KFO hat dann erklärt, dass ich momentan Höcker auf Höcker beiße, und eine weitere Behandlung mittels Gummis keinen Erfolg bringe. Der Chirurg hat den KFO schließlich in seiner Meinung bestätigt. Laut Erlärung des Chirurgen wäre bei mir nur eine minimale Korrekutur des UK um 4 mm notwendig. Nach Aussage des Chirurgen ist es wahrscheinlich, dass sich das UK nach Ende der KFO-Behandlung wieder weiter nach hinten verschiebt (auch mit Verwendung von Retainern), sodass sich in ca. 2 bis 3 Jahren wieder mit einer "normalen" Verzahnung zubeißen würde - jedoch mit der "Nebenwirkung" einer Unterkieferrückverlagerung. Eine dauerhafte Korrektur meines Bisses kann nur durch eine minimale UK-Vorverlagerung mittels OP bewirkt werden.

Aufgrund der ersten Frage des Chirurgen, was er noch machen soll, frage ich mich doch ernsthaft, ob eine OP überhaupt notwendig ist. Falls ich mich gegen eine OP entscheide, ist die Behandlung laut KFO abgeschlossen, da mit KFO-Methoden kein anderes Ergebnis erzielbar ist - natürlich mit der Auswirkung dass sich das UK im Laufe der Zeit wieder nach hinten bewegen wird. Ich als Laie stelle mir vor, dass die gesamte Bewegung des UK (Vorverlagerung durch OP und Rückverlagerung durch "Nicht-OP") ca. 7 mm betragen wird. Diese Gesamtbewegung erscheint mir aber doch wieder als wesentlich, sodass ich mir nicht im Klaren bin, ob ich diese OP machen lassen soll oder nicht.

Ich bin mir der Risken und "Nebenwirkungen" einer OP vollkommen bewusst. Ich kenne auch die Konsequenzen einer Kieferfehlstellung wie Auswirkungen auf Wirbelsäule, etc.

Obwohl ich weiß, dass mir niemand die Entscheidung abnehmen kann, bitte ich doch eure Meinungen mitzuteilen.

Danke

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Hallo Mike,

ich brauchte auch lange, um mich zu der Entscheidung durchzuringen. Ich kann Dir nur raten, noch einen anderen Chirurgen nach seiner Meinung zu fragen. Vielleicht gibt Dir das mehr Sicherheit.

Ich war insgesamt bei drei Chirurgen, und nachdem alle drei zum gleichen Schluss gekommen sind, habe ich mich dann für die OP entschieden.

MIr war es vor allem sehr wichtig, dass einer der drei Chirurgen keine eigene Praxis hat, mit der er ja schließlich Geld verdienen möchte, sondern eine Meinung aus einer Uniklinik zu haben (da war ich mir sicher, dass der Chirurg mir nicht nur wegen des zu erwartenden Gewinns dazu rät).

Erst danach fühlte ich mich so gut beraten, dass ich die Entscheidung treffen konnte.

Ich wünsche Dir, dass Du zu einem Entschluss kommst, mit dem Du zufrieden bist!

Jasna

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Hallo Mike,

ich an Deiner Stelle würde Dir auch dringend raten, die Meinung eines weiteren Chirurgen einzuholen und vielleicht sogar noch eines dritten. Erst anhand mehrerer Meinungen kannst Du Dir selbst ein Bild darüber machen, ob die OP wirklich notwendig und sinnvoll ist.

Ich selber hatte genau das gleiche Problem wie Du. Nach einem Gespräch mit einem weiteren Chirurgen bin ich mir meiner Sache jetzt sehr sicher und sehe auch gute Gründe, die für die OP sprechen.

Bei mir wurden übrigens auch Zähne im OK und UK gezogen und ich habe auch nur noch 24 Zähne. Dieser Sache versuche ich grade näher auf den Grund zu gehen, weil dies wohl ursächlich für meine Kieferfehlstellung ist und ich erreichen will, dass nicht noch mehr Patienten so etwas passiert. (Dies mal nur am Rande bemerkt).

Betrachte bei Deiner Entscheidung auch andere Faktoren außer den Zähnen. Ich weiß ja nicht, ob Du sonst noch andere "Probleme" hast. Bei mir sprechen außer meinen Zähnen auch noch der zu enge Raum für die Zunge, schlechte Nasenatmung und mein Gesichtsprofil sowie Knacken in den Kiefergelenken für die OP.

Liebe Grüße Sylvi

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Hallo Mike,

ich würde dir auch sehr empfehlen noch andere Meinungen einzuholen.

Ich habe das leider nicht getan und bin jetzt insgesamt seit 5 Jahren dran, dass mein Kiefer richtig gestellt wird, sodass ich keine Schmerzen mehr in den Kieferknochen, etc. habe. Eine OP habe ich schon hinter mir, da lief aber einiges schief und so wie es aussieht, muss ich nochmals operiert werden.

Ich will dir keine Angst machen, aber eine gewisse Vorsicht bei der Wahl der Chirurgen ist wichtig. Ansonsten rate ich dir auf jeden Fall das Probelm aktiv anzugehen, es lohnt sich einen 'normalen' Biss zu haben. Das ist vorerst noch ein Traum, aber ich hoffe, dass ich das schaffe.

Gruss Lele

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Hallo Sylvi,

Auch bei mir wurden als Kind Zähne gezogen und schmale Zahnbogen ausgeformt. Mein Profil ist extrem abgeflacht, ich habe ein long-face-syndrom, ein fliehendes Kinn und ebenfalls eine stark reduzierte Nasenatmung. Es scheint tatsächlich so zu sein, dass Extraktionstherapien großen Schaden anrichten - sowohl funktionellen als auch ästhetischen. Seit ich als Kind die kieferorthopädische Behandlung hatte, habe ich keine Beziehung mehr zu meinem Gesicht.

Gruß,

Callas

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