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!anna!

UKVV am 22.10.2014 im ZK Augsburg

 Hallo,

 

da mir die ganzen Erfahrungsberichte die letzten Wochen viel Mut gemacht haben meine UKVV zu machen möchte ich nun auch meinen Bericht schreiben und mich bei allen die hier fleißig posten bedanken, da ich nicht weiß ob ich das alles ohne die ganzen positiven und aufmunternden Berichte durchgezogen hätte !!

 

Also dann nun mein Bericht:

Mein Unterkiefer wurde um 9 mm nach vorne und etwas nach links (hier weiß ich die mm nicht) verlegt.

21.10.2014

 Ich musste um 11 Uhr im Klinikum zur Aufnahme erscheinen, dann wurden Untersuchungen, Aufklärungsgespräche und Fragebögen gemacht. Das war alles sehr harmlos und das Personal im ganzen Klinikum war sehr nett. Um 14 Uhr konnte ich dann mein Zimmer beziehen, das teilte ich mir mit einer anderen Patientin die ebenfalls am nächsten Tag operiert wurde (bimax). Da ich nur ca. 10 km vom Klinikum entfernt wohne wollte ich dann wieder nach hause fahren und am Abend wiederkommen. Hier hat mir leider die Stationsschwester einen Strich durch die Rechnung gemacht und so durfte ich (aus Versicherungsgründen) das Krankenhausgelände nicht mehr verlassen. Am Abend gab es dann noch ein letztes mal Burger und Pommes (um bei der Schwester nicht noch weiter in Ungnade zu fallen, hat mein Freund diese heimlich aufs Zimmer geschmuggelt, da Sie schon mittags nicht begeistert war als ich sagte das ich heute noch einmal Burger essen will ;-) eigentlich war die Schwester aber sehr nett wenn man sich an Ihre Regeln hielt ).

22.10.2014

Tag der OP. Um 11 Uhr sollte es etwa soweit sein. Ich war schon früh auf und ziemlich nervös. Um 8 Uhr rum gab es dann auf dem Flur unserer Station großes Tumult da eine Patientin verschwunden war , wie sich dann herausstellte sollte die gute Frau vor mir operiert werden. Die ganze Aufregung lenkte mich etwas ab. Die Frau wurde dann draußen vor der Klinik "gefunden" und gestand es nicht geschafft zu haben aufs Frühstück und die Zigarette zu verzichten. Daraufhin kam der Arzt und zwei Schwestern in unser Zimmer und sagten das es eine Planänderung gab und ich nun schon operiert werde. Ich bekam die OP Sachen und sollte mich schnell umziehen. Da dann alles so schnell gehen musste wirkte leider die "mir-ist-alles-egal-Tablette" überhaupt nicht. Ich wurde dann in den Aufwachraum geschoben und musste dort noch einige Minuten warten und da war es dann mit meinen Nerven ganz vorbei. Da es mein erster Krankenhausaufenthalt und somit auch meine erste OP war hatte ich ziemliche Angst vor der Narkose. Die Anästhesie Schwestern haben sich dann lieb um mich gekümmert und alle Vorbereitungen für die OP getroffen. Dann habe ich die Maske aufgesetzt bekommen und nach etwa 1Min bin ich eingeschlafen.

 

Als ich später im Aufwachraum aufgewacht bin lagen noch 5 andere Patienten dort. Als der Arzt merkte das ich wach war kam er direkt zu mir und fragte ob es mir wieder besser ging. Ich habe ihn dann fragend angeschaut und er sagte das ich wohl bereits schon einmal wach war (daran kann ich mich allerdings nicht erinnern) geweint hätte und gefragt habe ob ich wieder aus der Narkose aufgewacht bin oder nicht....

Dann wurde ich wieder auf mein Zimmer gebracht und konnte den Schwestern sogar schon selber sagen auf welcher Zimmernummer ich liege.

Den Nachmittag habe ich dann halb im Schlaf halb wach verbracht und gegen 16 Uhr durfte ich das erste mal aufstehen. Dies ging erstaunlicherweise sehr gut nur die Drainagen waren etwas unangenehm. Am Abend bekam ich dann schon meinen ersten Besuch und mir ging es so gut das wir uns im Aufenthaltsbereich hinsetzen und einige Sätze sprechen konnten.

Abends gab es dann noch einen Tropf mit Schmerzmitteln, neue Kühlpaks und ich musste Nasentropfen nehmen um gut zu atmen (eigentlich hatte ich keine Probleme damit, aber die Schwester hat nicht locker gelassen ;-) ) Mittlerweile war auch meine Zimmergenossin aus dem OP zurück und ihr ging es sehr schlecht. Die Nacht hatte ich mir ziemlich schlimm vorgestellt da ich normalerweise immer auf dem Bauch schlafe. Die Schwester sagte wir sollten versuchen so aufrecht wie möglich zu schlafen da die Schwellungen dann nicht so schlimm würden. Und erstaunlicherweise hat dies bei mir super geklappt. Da meine Nachbarin jedoch starke schmerzen und Atemprobleme hatte habe auch ich nicht soviel schlaf bekommen.

 

23.10.2014 

Um 6:15 Uhr ging der Tag mit Blutdruck und Pulsmessen los, meine erste Reaktion war erst einmal mein Gesicht zu tasten. Und das fühlte sich eigentlich recht gut an. Also ab vor den Spiegel und zu meiner großen Freude war fast gar nichts geschwollen. Als nächstes Gab es "Frühstück" (leider gab es zum Frühstück, Mittagessen und Abendessen immer das selbe) 2x Cremesuppe , 1x Brühe , 1x Kalorienshake. Die Brühe war wirklich in Ordnung die Cremesuppe war am ersten Tag noch etwas zu dickflüssig aber ab Tag 2 ging sie super und die Shakes ist Geschmackssache mir waren sie viel zu süß. Dann gab es noch einen Tropf mit Medikamenten und immer frische Kühlpads. Ich habe zwischendurch immer kleine Spaziergänge zum Wasserspender gemacht und TV geschaut, Nachmittags habe ich dann wieder Besuch bekommen. Ich war schon wieder zu 80 % fit und hatte auch keine großen Schmerzen, es hat sich eher wie Muskelkater angefühlt. Unangenehm waren nur die Drenaigen, da das Gewicht die Mundwinkel eingerissen hatte. Am Abend bin ich sogar schon wieder kurz nach draußen gegangen. 

 

24.10.2014

Die Nacht verlief für mich wieder Schmerzfrei und auch das einschlafen auf dem Rücken machte mir keine Probleme. Heute kamen die Drainagen raus, hiervor hatte ich ziemliche Angst da ich im Forum schon einige Horrorberichte dazu gelesen hatte. Und um es kurz zu sagen, ja es tat schon verdammt weh ALLERDINGS nach ca. 3 Minuten war der Schmerz auch schon wieder vorbei. Und um es vorweg zu nehmen. Das ziehen der Drainagen waren die meisten Schmerzen die ich rund um die OP hatte. Meine Schwellung hatte auch kaum zugenommen und auch von blauen Flecken keine Spur. Nachdem die Drainagen weg waren hatte ich allerdings doch ein kleines negativ Erlebnis und zwar merkte ich das unten links zwischen Lippe und Kinn ein etwa 1 € großes Stück Taub ist. (Aber ich denke das wird auch wieder). Ohne Drainagen ging es mir gleich viel besser und auch das Zähneputzen wurde um einiges leichter. Da meine Schwellung ja sehr gering war (das stellte auch der Arzt mit erstaunen fest) konnte ich mit einer kleinen Zahnbürste alle Zähne putzen. Auch die Chlorlösung schmeckte gar nicht so schlimm.

Etwas später bei der Visiterunde sagte mir der Arzt dann das ich morgen schon wieder nach hause dürfte da die OP so gut verlaufen ist und ich schon so fit bin. Daraufhin habe ich dann alle Besuchstermine die fürs Wochenende geplant waren am Telefon abgesagt ( das Sprechen mit Splint und Gummis ging auch besser als erwartet nur Worte mit SCH sind am Telefon schwer zu verstehen :biggrin: ). Das ganze telefonieren war dann doch etwas zu anstrengend so das ich am Abend das erste mal etwas Schmerzen hatte, aber mit ein paar Kühlpads war das gut zu ertragen.

 

25.10.2014

 Tag der Entlassung !! Nur noch die Visite abwarten die Nadel für den Tropf entfernen und dann ging es nach hause.

 

Danach

 

 Daheim geht es einem gleich noch vieel besser und ich merke das auch meine Ausdauer und Kondition jeden Tag wieder mehr wird.

Meine Schwellung ist immer noch recht harmlos (ich kann es etwa mit der nach dem ziehen von Weisheitszähnen vergleichen) und blaue Flecken oder ähnliches habe ich auch bis heute keine bekommen.

Mit einem Schal(auch wenn alle Sagen das es niemandem auffallen würde der mich nicht kennt) mache ich auch schon wieder kleine Spaziergänge vor der Tür.

Ich schlafe zwar immer noch viel und nach 5-10 Min redch auch noch leichte Schmerzen aber die OP ist ja schließlich auch erst ein paar Tage her. Am Mittwoch habe ich wieder einen Termin bei meinem Chirurgen, dann sollen die Fäden gezogen werden und ich hoffe das der Splint raus kommt und ich etwas weichere Gummis bekomme.

 

Das ist für mich aktuell das einzige Schlimme, durch die Gummis kann ich ausschließlich Sachen "essen" die durch einen Strohhalm passen also weiterhin morgens, mittags, abends Suppe (und alle um mich herum essen soo leckere Sachen... ). Dadurch das der Splint fest verdrahtet ist und ich nur die Frontseite der Zähne putzen kann habe ich immer das Gefühl das sich Essensreste innen an den Zähnen absetzen. Aber das haben ja schon einige vor mir überlebt also werde ich das jetzt auch schaffen und hoffen das der Splint am Mittwoch raus kommt.

Also bis jetzt bin ich wirklich sehr zufrieden und mit dem Ergebnis was man bis jetzt erkennen kann auch schon sehr glücklich und kann nur jedem raten es auch zu machen.

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Ich danke dir für diesen überaus positiven Bericht! Ich habe meine OP übermorgen und wenn ich sowas lese, habe ich gleich gute Laune und Hoffnung, dass es bei mir auch so läuft! :)

 

Wusstest du vorher, wie lange du im KKH bleiben sollst? Das ging ja richtig fix bei dir!

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Hallo Anna,

 

danke für deinen Bericht! Es freut mich das bei dir alles so gut verlaufen ist. Dein Bericht nimmt mir etwas die Angst vor meiner UKVV am 01.12.14. Berichte doch gerne auch wie es dir weiterhin nach der OP geht :-)

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@ Goriwyn,

 

ich drücke dir heute die Daumen das bei dir heute auch alles gut läuft und du schnell wieder fit wirst. Bei mir war ursprünglich ein Krankenhausaufenthalt von 5 Tagen (nach der OP) geplant. Aber wie ja schon berichtet konnte ich schon nach 3 Tagen wieder nach hause.

 

@Alina

ich kann deine Angst wirklich sehr gut verstehen, ich hätte sogar fast am Abend vor der OP alles hingeschmissen. Aber wie ja auch die meisten anderen Berichten ist es wirklich gar nicht so schlimm wie man es sich vorstellt. Also ich kann dir wirklich nur raten es zu machen :-) . Und ich werde auch weiterhin fleißig berichten.

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Hi Anna,

 

guter Bericht, danke dir hierfür :) - ich hatte meine UKVV am 21.10.2014, habe noch leichte Schwellungen, weiche kost geht prima zum essen - wie siehts mittlerweile bei dir aus?

 

lg,

 

chriz

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Danke für den Bericht! Meine UKVV ist irgendwann Mitte nächsten Jahres. Ich staune gerade, dass bei dir NUR so ein kleines Stück taub ist, ich dachte, dass auf jeden Fall erstmal alles taub ist! Und dass du so schnell raus bist aus dem KH ist auch toll. Da ich 80 km weit entfernt von dem Krankenhaus wohne werde ich wohl länger bleiben müssen, auch wenn alles optimal verlaufen sollte, denn der KFc muss dann ja noch Fäden ziehen und Splint entfernen etc.... oder kann das auch der KFO machen?

Jedenfalls macht mir dein Bericht heut echt Mut und schafft Zuversicht... schönen Sonntag dir und weiterhin gute Besserung (Vorher - Nachher Fotos würden mich ja echt interessieren ;-)

Gruß, Rebecca

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@rebecca, die Fäden werden meist (wenn's keine selbstauflösenden Fäden sind) so ca. 2 Wochen nach der OP gezogen! Ich denke nicht das du deshalb so lang im KH bleibst ;) zumal man eh zur nachkontrolle noch 1-2x zum KFC muss, unter anderem auch zum Fäden ziehen! Auch wenn's 80km sind...

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Hallo Rebecca,

 

es ist bei jedem unterschiedlich, wie viel und ob etwas taub ist. Ich würde mich auf Taubheit einstellen, aber vor allem, damit man nicht davon geschockt ist, aber es muss nicht sein. Und ich glaube nicht, dass in heutigen Zeiten Du bis zum Fädenziehen im KH bleibst (bzw. dann wäre richtig was schiefgelaufen). Melli kam mir gerade mit Ihrem Beitrag rein, aber ich hätte auch etwas von meist selbstauflösenden Fäden bzw. falls nicht selbstauflösend 2 Wochen geschrieben. Rechne eher mit noch mehreren Besuchen beim KC. Bis zur Splintentfernung (nach 8 Wochen) hatte ich jede Woche einen Termin, was aber eher ungewöhnlich viel ist, wenn ich es mit anderen vergleiche. Und mein KC ist ca. 120 km von mir entfernt.

 

Liebe Grüße!

 

Irene

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:446:Hallo ,

 

nun auch wieder ein update von mir gute 2 Wochen nach der OP.

 

Mir geht es soweit sehr gut die Schwellung ist nur noch minimal und die Schmerzen sind auch sehr gering. Das allerbeste jedoch ist das die Taubheit jeden Tag weniger wird und es sich mittlerweile nur noch um eine halb so große Stelle handelt wie zu beginn (anhand der anderen Erfahrungsberichte habe ich mich hier auf Monate Taubheit eingestellt und bin deswegen sehr glücklich das alles so schnell geht).

 

Eine Woche nach der OP hatte ich meinen ersten Kontrolltermin, hier wurden die restlichen Fäden gezogen ( ich hatte zwar selbst auflösende aber der KFC meinte aus Hygienischen Gründen wäre es besser die noch übrigen zu ziehen). Außerdem wurde der Gummi an den Frontzähnen entfernt das ich nun den Mund so öffnen kann das ein Teelöffel reinpasst.

 

Gestern (also 2 Wochen nach OP) war dann der nächste Termin beim Kieferchirugen , er ist mit dem Ergebnis sehr zufrieden aber der Splint muss leider mindestens noch eine Woche drin bleiben :482: (ich hatte mich ziemlich darauf gefreut das dieser endlich rauskommt, aber naja) hoffentlich dann nächste Woche... Dafür darf ich die Gummis nun zum Essen herausnehmen :485:

 

Da ich mittlerweile auch schon festere Nahrung wie Nudeln, Reis usw. gut essen kann ist der Splint etwas störend da sich immer irgend etwas darin "verfängt" und es ewig dauert dies wieder weg zu bekommen weil man so schlecht daran kommt. Aber das ist eigentlich mein größtes Problem und damit kann ich sehr gut leben.

 

Viele Grüße Anna

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