luchs

Mini Herbstscharnier oder lieber Op?

Guten Abend,

 

seit Januar diesen Jahres befinde ich mich (anfang 20) in Kfo behandlung.

 

Diagnose war: Tiefbiss, im Ok die 2er zu Schmal ("Boltendiskrepanz" oder ähnlich), Uk Rücklage 1/2 Prämolarenbreite und lückige Front.

 

Im Juli bekam ich die untere Spange eingegliedert, dazu Aufbisse auf den 6ern im Ok da zu Anfang der Biss noch zu tief war.

 

Im Ok ist wohl bereits der stärkste Bogen 19x25 Stahl drin, im Uk momentan ein 14x25.

 

In der ersten Dezemberwoche soll nun das Miniherbstscharnier folgen, welches eine weitere Zahnkorrektur bei gleichzeitiger Vorverlagerung zulassen soll.

 

Das soll zum einen bewirken, dass die Zähne im Ok nach hinten kommen um die 2er zu verbreitern (dazu noch Federn) und zum anderen soll so der Uk nach vorne verschoben werden.

 

Nun zu meinen Sorgen:

 

-Ist es in meinem Alter noch möglich mit solch einer Apparatur den Uk nach vorne zu verlagern?

-Ist mit einer Profilveränderung zu rechnen?

-Hat schon wer Erfahrungen mit dieser Methode sammeln können?

 

Meiner Meinung nach ist im Ok der Biss trotz des stärksten Bogens noch zu tief. Seht ihr das ähnlich? Zumindest passt mir die länge der Schneidezähne nicht.

Wenn ich wie auf dem einen Bild den Uk soweit vorschiebe und mit den Ok 1ern auf die Uk 1er "beisse" ist das für mich eine sehr angenehme Position, doch frage ich mich wie man die Backenzähne der Kiefer in Kontakt bringt? Da passt beiderseits meine Zunge ohne Probleme durch.Doch in einem ähnlichen Verhältnis sollen doch die Ok&Uk Schneidezähne mal zueinander stehen. richtig?

 

Ich frage mich ernsthaft, ob mein Fall überhaupt ohne Operation angemessen Lösbar ist. Die voraussichtliche Behandlungsdauer soll ab Dezember noch ca. 12 Monate betragen.

 

Was meint ihr dazu? Ich vertraue meinem Kfo eigentlich nur langsam wächst bei mir die Skepsis ob sich das alles überhaupt lohnt bzw. auf diese Art ein normaler Biss hergestellt werden kann. Über ein paar erklärende und klärende Antworten freue ich mich sehr. 

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Wie siehst du denn im Profil aus? Hast du den Eindruck, dass ein Unterkiefer zu klein/kurz/ zu weit hinten ist oder dein Kinn fliehend? 

Wenn du dir unsicher bist, dann kannst du dir ja noch eine zweite Meinung einholen. Sofern du dir im Profil keine drastischen Änderungen wünschst, kann man es ja mit dem Herbst versuchen. Hast du deinen Doc schon mal befragt wieso er es nicht operativ löst? 

 

Wenn der UK nach vorn geholt wird, öffnet sich oft seitlich der Biss, was man dann durch das Einhängen von Gummies schließen kann. 

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Also ohne vom Fach zu sein: Ist dein Behandlungsplan von der KK abgesegnet oder zahlst du selbst? Wenn es von der KK übernommen wird, weißt du wenigstens schonmal, dass dein Behandlungsplan neben deinem KFO zumindest auch schon mal vom Gutachter der Krankenkasse für gut befunden wurde.

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@leviatha: Ich habe definitiv den Eindruck, dass der Unterkiefer zu kurz ist. Was das Kinn angeht bin ich zufrieden aber der Kiefer ist halt zu weit hinten und das stört mich persönlich schon.

 

Die erste Beratung, die ich einholte hat ergeben, dass eine chirurgische Bisslagenkorrektur medizinisch indiziert wäre. Aber alternativ wäre ggf. an ein Herbstscharnier zu denken, das diese Praxis jedoch nicht anbot. Da ich damals definitiv keine Op wollte entschied ich mich für einen anderen Behandler, der dieses anbietet. Mittlerweile bekommeich jedoch zweifel ob das wirklich alles so "hin haut", da das ja evtl. ein Jahr verschwendete Zeit wäre.

 

Hier nochmal die Diagnose abgetippt: Distalokklusion 1Pb im Sechsjahrmolarenbereich, 1/2 bis 3/4 Pb im Eckzahnbereich. Distaler Höcker 27 zu 37 (bedeutet?), Overjet an 11 gemessen 6mm, Overbite vertieft mit 6mm, schmale Zähne 12 und 22 generales Missverhältnis der Zahngrößen zueinander, Bolton Diskrepanz. Wachstumsmuster ist brachiofacial (bedeutet?).

 

Behandlung dann mit Multiband und Dysgnathie Op

 

@sancho1980 ich bin leider Selbstzahler, daher kein Gutachter.

 

vielen Dank schon mal für die Antworten 

 

Möchte nochmal den Behandlungsplan meines aktuellen Behandlers einstellen (ihm lag die vorige Diagnose vor):

 

Alle permanenten Zähne sind angelegt. 12 zu schmal

 

Diagnose

 

OK: Normal breit angelegter Kiefer mit leicht engstehender Front, Steilstand der Front (bedeutet?), Verlängerung der Front (bedeutet?)

UK: Geringer Schmalkiefer mit leicht lückiger Front 

Bisslage:Tiefer Biss, Distalbisslage über 1/2 Prämolarenbreite

 

Therapie

 

OK: Geringe transversale Erweiterung, Torquen der Front (bedeutet?), Intrudieren der Front, Verlängern von Prämolaren und Molaren.

UK: Lückenschluss der Front durch Mesialbewegen von 33-37, 43-47, Leichtes intrudieren der Front,verlängern von Prämolaren und Molaren.

Bisslage: Heben des tiefen Bisses, Herstellen eines regelrechen Frontzahnüberbisses, Einstellen in den Regelbiss.

 

Geräte

 

Multiband OK und UK, Herbstscharnier, Retentionsgeräte, Langzeitretention um UK - flex Retainer (und im OK???)

 

Epikrise

 

Bei guter Mitarbeit des Patienten prognostisch günstig zu beurteilen. ( heißt leichter Fall?)

 

Wenn mir jemand noch die Fachsprache an in Klammern gesetzten Stellen erklären könnte?

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Mit Anfang 20 ist es für ein Herbstscharnier noch lange nicht zu spät. Allerdings sind die Auswirkungen auf das Profil deutlich geringer als bei einer OP.

Zum Thema Gutachter ist zu sagen, dass für die GKV tätige Gutachter nicht die Qualität, sondern lediglich die Wirtschaftlichkeit eines Planes beurteilen.

Mit "Steilstand" dürfte gemeint sein, dass die Schneidezähne nicht leicht nach vorne geneigt sind, wie sie eigentlich sollten, sondern eher senkrecht stehen. "Torquen" kann bedeuten, dass man sie nach vorne oder hinten kippt, während die Zahnkronen aber mehr oder weniger dort bleiben wo sie sind. Nach vorne ergibt in dem Zusammenhang mehr Sinn.

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Hallo Luchs,

 

also ich kann dir die Aussage unseres Fachmanns Mush  aus eigener Erfahrung bestätigen, dass eine Behandlung ohne Op wirklich nicht sehr viel am Gesichts-Profil verändern wird. Ein bisschen Veränderung hat man schon, ist aber nicht sehr beeindruckend. Es kommt also drauf an was du eigentlich möchtest.

Geklappt hat es bei mir auch ohne Op eine brauchbare Verzahnung einzustellen, aber rein äußerlich verändert sich wirklich wenig. 

Wenn dich das Profil stört, wäre vielleicht die Operation  die Methode mit der du am Ende glücklicher bist. Eventuell könnte man dann darauf noch umstellen. Derzeit müsste der Überbiss ja noch groß genug sein, um in eine KIG zu kommen in der die Kasse zahlt. Ich kann dir nur sagen, dass ich damals auch extreme Bedenken gegen eine Op hatte und es am Ende nicht gemacht habe (aus Angst). Dennoch war ich am Ende nicht zufrieden mit dem Profil, besonders dem Kinn. Das Resultat des Ganzen ist, dass ich nun seit Ewigkeiten immer wieder darüber nachdenke, mir (mal wieder auf eigene Kosten natürlich) das Kinn machen zu lassen, da ich einen markanten Unterkiefer/markantes Kinn bei einem Mann für ein sehr wichtiges Merkmal halte. Natürlich weiß man nie, wie es nach einer Bimax/UKVV (oder was auch immer der KFC gemacht hätte) ausgesehen hätte, aber ich habe mir diese Frage damals gar nicht erst gestellt, wovon ich abraten möchte. Meine Ansicht zu dem Thema hat sich mit der Zeit doch deutlich verändert. Inzwischen verstehe ich in Ansätzen, dass die Krankenkasse beim Erwachsenen eine Non-Op-Methode nicht zahlen möchte, sondern nur die kombinierte Behandlung. Aus einem zu kleinen Unterkiefer macht keine konservative Methode ein "Clooney-Gesicht" (überspitzt formuliert), dafür passiert bei einem Erwachsenen eben nicht mehr genug. Die höchste Effizienz und Trefferquote hat in diesem Fall vermutlich also wirklich die "Holzhammer-Methode"..gemäß dem Motto "was nicht passt, wird passend gemacht". Wenn man sich Leute anschaut, die per Op behandelt wurden, hat man teilweise den Eindruck hinterher eine vollkommen andere Person vor sich zu haben weil die Veränderung mitunter enorm ausfällt. Eine derartige "Verwandlung" solltest du lieber nicht von der konservativen Therapie erwarten, dann würdest du enttäuscht werden. Daher rate ich allen meinen erwachsenen "Leidensgenossen" mittlerweile, sich mal folgende Frage zu stellen: Bin ich hauptsächlich mit meinen Zähnen unzufrieden und finde mich sonst attraktiv, oder bin ich vielmehr auch mit meinem unteren Gesicht als Ganzes unzufrieden? 

 

Wenn du es ohne Op machst, dann wirst du ja am Ende mit einem Ergebnis dastehen, wo dir i.d.R. keine Kasse jemals wieder eine Op zahlen würde. Die schlechteste Alternative ist es also, dass einem hinterher bewusst wird, dass man mit dem möglichen Ergebnis nicht zufrieden sein kann, weil man eben doch einem Schönheitsideal entsprechen will, was aber so gar nicht erreichbar war. In diesem Fall besteht die Gefahr, dass man sich dann eben doch noch auf den Op-Tisch legt und auch hier vllt. wieder die Kosten komplett selbst trägt. Das wäre dann ja total blöd. 

Lange Rede, kurzer Sinn: Es kommt also darauf an, wie weit du ganz persönlich dich verändern willst oder von deinem Ideal weg bist. Solltest du dir doch starke Veränderungen erhoffen, dann rate ich dir sicherheitshalber nochmal zu einem Kieferchirurgen zu gehen und dich von diesem beraten zu lassen, ob deine Vorstellungen vielleicht nur mit einer operativen Therapie erfüllt würden oder ob es keinen Unterschied zur bisher geplanten machen würde. Ich hoffe, dass ich dir weiterhelfen konnte und natürlich, dass deine Behandlung am Ende zu deiner Zufriedenheit verläuft. 

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Zum Thema Gutachter ist zu sagen, dass für die GKV tätige Gutachter nicht die Qualität, sondern lediglich die Wirtschaftlichkeit eines Planes beurteilen.

Worauf ich hinaus wollte war, dass es auch mal sein kann, dass mir ein Arzt auch eine Behandlung vorschlagen kann, deren Eignung unter Umständen umstritten ist, was sich zum Beispiel darin widerspiegeln kann, dass sie von der GKV nicht übernommen wird.

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Guten Abend

 

vielen Dank schonmal für die Antworten!

 

Ich habe mich entschlossen nochmal ein Bild meines Profils hochzuladen.

Das linke Bild zeigt meinen Uk künstlich vorgeschoben in die Position des vierten Bildes aus meinem ersten Beitrag.

Das rechte Bild zeigt meinen Uk in "Normalstellung" mit Kontakt der Aufbisse auf den 6ern wie auf den anderen Bildern zu sehen.

 

Ich bin mit dem Profil sehr unzufrieden. Mit dem Profil des linken Bildes könnte ich mich jedoch anfreunden.

Ist bloß die Frage ob man das mit dem Scharnier erreichen kann und wenn ja inwieweit das Ergebnis stabil bleibt. Es nutzt ja wenig wenn ich nach zwei Jahren wieder den Rückbiss habe.

 

Damals war ich der Op wie gesagt sehr abgeneigt doch mittlerweile denke ich mir "keine halben Sachen machen".

 

Diese Kieferrücklage ist bei mir im Kopf nämlich immer present. In der Öffentlichkeit schiebe ich meinen Kiefer ganz bewusst nach vorne, damit das nicht so auffällt. 

 

Wäre das denn ein Fall den man Operieren könnte? Bzw. wäre es angemessen wegen der Rücklage?

 

 

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Guten Abend

 

vielen Dank schonmal für die Antworten!

 

Ich habe mich entschlossen nochmal ein Bild meines Profils hochzuladen.

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Das linke Bild zeigt meinen Uk künstlich vorgeschoben in die Position des vierten Bildes aus meinem ersten Beitrag.

Das rechte Bild zeigt meinen Uk in "Normalstellung" mit Kontakt der Aufbisse auf den 6ern wie auf den anderen Bildern zu sehen.

 

Ich bin mit dem Profil sehr unzufrieden. Mit dem Profil des linken Bildes könnte ich mich jedoch anfreunden.

Ist bloß die Frage ob man das mit dem Scharnier erreichen kann und wenn ja inwieweit das Ergebnis stabil bleibt. Es nutzt ja wenig wenn ich nach zwei Jahren wieder den Rückbiss habe.

 

Damals war ich der Op wie gesagt sehr abgeneigt doch mittlerweile denke ich mir "keine halben Sachen machen".

 

Diese Kieferrücklage ist bei mir im Kopf nämlich immer present. In der Öffentlichkeit schiebe ich meinen Kiefer ganz bewusst nach vorne, damit das nicht so auffällt. 

 

Wäre das denn ein Fall den man Operieren könnte? Bzw. wäre es angemessen wegen der Rücklage?

Mal ne Gegenfrage: Warum soll denn die Sache mit dem Herbstscharnier überhaupt gemacht werden? Weil es dein KFO gesagt hat? Hast du dir eine Zweitmeinung eingeholt?

Dein Profil sieht meinem sehr ähnlich. Vielleicht würde die Kasse bei dir sogar die Behandlung übernehmen, wenn du die OP-Variante wählst? Also deinen Posts nach zu urteilen klingt es so, als wärst du einer OP definitiv nicht abgeneigt - bei vielen Leuten hier, die eine Nicht-OP-Behandlung machen ist der Grund, dass sie gerade keine OP wollen und dafür bereit sind, lieber selbst zu zahlen, auch wenn die KK die Kosten bei einer OP übernehmen würde.

Also, wenn dir ein (vielleicht anderer?) KFO bestätigt, dass die KK in deinem Fall eine OP-Behandlung übernehmen würde - dann tu's doch einfach!

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Gut nachvollziehbar dass das Profil dir so nicht gefällt.

Ein Herbstscharnier wird dein Problem nicht lösen, das wäre eine dentale kompensation Behandlung die nicht sehr viel an deinem fliehenden Kinn ändert, welches offensichtlich dein größtes Problem ist, weswegen die Op-Variante für dich sinnvoller ist.

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@sancho1980 Der Kfo der die im ersten Beitrag erste Diagnose gestellt hat, behandelt nicht mit Herbst. Er schrieb jedoch auf, dass ggf. eine Herbstappaatur infrage käme. Da ich damals keine Op wollte ging ich zu einem anderen der Herbst anbietet. Wie bist du denn in Behandlung?

 

"Die erste Beratung, die ich einholte hat ergeben, dass eine chirurgische Bisslagenkorrektur medizinisch indiziert wäre."

 

Hier nochmal die Diagnose abgetippt: Distalokklusion 1Pb im Sechsjahrmolarenbereich, 1/2 bis 3/4 Pb im Eckzahnbereich. Distaler Höcker 27 zu 37, Overjet an 11 gemessen 6mm (dürfte ja mittlerweile größer sein, wenn die 1er gekippt wurden?), Overbite vertieft mit 6mm, schmale Zähne 12 und 22 generales Missverhältnis der Zahngrößen zueinander, Bolton Diskrepanz. Wachstumsmuster ist brachiofacial.

 

Könnte ich denn damit in so eine KIG passen?

 

Für mich festigt sich der Gedanke mehr und mehr mich für eine Op zu enscheiden

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Könnte ich denn damit in so eine KIG passen?

 

Ich glaub das bekommst du am Schnellsten raus, indem du dir einen Termin geben lässt und den KFO fragst.

Wahrscheinlich hast du dich mit dem Herbstscharnier in irgendwas verrannt, vielleicht wär es besser gewesen, wenn man dir diesen Floh gar nicht erst ins Ohr gesetzt hätte.

In meinem Fall war es ähnlich: Ich war beim KFO vor Allem wegen meines fliehenden Kinns und hatte mir vorgestellt, dass es vielleicht irgendwelche Apparaturen geben könnte, womit man den Kiefer weiter nach vorne bringen kann - hatte überhaupt keine keine konkrete Ahnung vom Herbstscharnier. Aber mein KFO hat mir als einzige Behandlungsmöglichkeit das volle Programm mit GNE, Brackets und Bimax angeboten. Ich war auch erst unsicher, ob ich eine OP wirklich wollte. Naja, und nach ein Bisschen Bedenkzeit hab ich einfach zugesagt. Ohne mir eine Zweitmeinung einzuholen. Wer weiß, was ich gemacht hätte, wenn mir einer was vom Herbstscharnier erzählt hätte. Vielleicht liegt's aber auch daran, dass das Herbstscharnier bei mir mit über 30 erst recht nichts mehr bringt.

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Hallo luchs,

 

ich kann deine Bedenken und Gedanken sehr gut verstehen. Ich war vor ein paar Jahren in ziemlich der selben Situation: OP (zu der mir von meinem Kieferorthopäden geraten wurde) oder Herbstscharnier (Advan Sync hieß das Teil). Nach langem Überlegen habe ich mich für das Herbstscharnier entschieden, da mir von meinem Umfeld von einer OP abgeraten wurde und ich zu große Angst vor Komplikationen, einer Verschlechterung des Kiefergelenkes sowie der Ästhetik hatte. Meine abgeschlossene Behandlung ist nun schon ca. 2 1/2 Jahre her und mittlerweile bezweifle ich, dass es damals die richtige Entscheidung war. Mittlerweile bin ich fast 25 Jahr. Angefangen hat meine Behandlung mit 19.

 

Unmittelbar nach der Behandlung war alles super, mein Kiefer kam weiter nach vorne, ich konnte normal kauen (mit wenig Knacken) und mein Profil war ok. Ich konnte mich damit gut abfinden, mein Kiefer war weiter vorne, Zähne standen gut. Inzwischen verändert sich mein Kiefer wieder in Richtung Ausgangslage. Mein Biss ist zwar definitiv immer noch viel besser als vor der Behandlung, aber es wird alles wieder stetig schlechter. Inzwischen versuche ich wieder meinen Kiefer permanent vorne zu halten und spanne ihn eigentlich den ganzen Tag über an damit er nicht wieder nach hinten rutscht. Auch mein Profil verändert sich wieder zum Negativen. Meine Nachtschiene, die ich jeden Tag trage, musste seitdem ab und an nochmal verändert werden. Wenn ich morgens aufwache ist mein Kiefer wieder ziemlich weit hinten und sehr angespannt. Ich muss dann erstmal wieder meinen Kiefer in alle Richtungen schieben, damit er sich ein bisschen löst und ihn wieder"nach vorne holen".

 

Aufgrund dessen habe ich nun wieder einen Termin beim Kieferorthopäden. Meine Gedanken, dass nur eine OP eine langanhaltende Veränderungen herbeiführt, sind derzeit wieder sehr präsent bei mir.

 

Aus Erfahrung kann ich demnach sagen, dass bei mir das Herbstscharnier zeitweise eine gutes und erwünschtes Ergebnis bewirkt hat, jedoch nach gewisser Zeit wieder eine Verschlechterung eingetreten ist (trotz wirklicher Bemühung meinerseits. Jeden Tag Nachschiene, permanentes Vorne-Haltens des Unterkiefers).

 

Zum Tragen des Herbstscharniers kann ich sagen: Es ist nicht sehr angenehm, man muss sich erst drangewöhnen, dass man den Mund nicht in alle Richtungen bewegen kann, sondern nur auf und zu in genau der Position wie das Scharnier eingestellt ist. Allerdings gibt es Schlimmeres und im Vergleich zur OP glaube ich definitiv das kleine Übel bezüglich des "Außer Gefechts gesetzt sein" und anhaltenden Schmerzen.

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Genau das sind auch meine Befürchtungen, die ich dann meinem Kfo auch so geschildert habe. 

Er guckte sich daraufhin nochmal alles an und stimmte zu, dass eine Op ein besseres und stabileres Ergebnis bringen würde.

Es wurden dann sofort Abdrücke, Fotos und Röntgenbilder gemacht, die ich dann sofort zur Kasse brachte und prompt genehmigt wurde. 

 

Der Kfc will auf jeden Fall den Uk operieren und vielleicht, wenn die Op Modelle fertig sind, auch den Ok verbreitern (evtl. BIMAX) schrieb er.

 

Der Kfo ist total dagegen, dass an dem Ok irgendwas gemacht wird.

 

Nicht besonders toll, aber da der Kfc "evtl. Bimax" schrieb werde ich die Modelle abwarten und mir dann einen Kopf drum machen.

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Habe meine Op nun schon seit fast 3 Monaten hinter mir und bin super zufrieden!

 

Alles sehr sehr gut verlaufen, kaum Schwellung gehabt und kann es eigentlich nur jedem empfehlen und sagen, alles halb so wild!

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Glückwunsch zur überstandenen OP! Habe eben mit Interesse deine Geschichte gelesen, als ehemalige Herbstscharnier-Trägerin, die dann doch dieses Jahr bei einer OP gelandet ist, fand ich deinen Verlauf sehr interessant und es freut mich, dass du  jetzt eine endgültige Lösung gefunden hast (und mit dieser auch zufrieden bist)! :)

 

Wurde bei dir jetzt der UK oder BIMAX operiert? Haben sich KFC und KFO da einigen können?

 

Ich drücke dir die Daumen, dass es weiterhin gut verläuft/gut abheilt/abschwillt! :)

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Wurde zum Glück nur der UK operiert, haben sich also einigen können. Von der Op ist schon seit gut 8 Wochen gar nichts mehr zu sehen oder fühlen.

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