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Pegasos

Mal wieder Modell-OP

Hab ja schon einiges zu dem Thema Modell-OP hier gelesen und nun wird es für mich selbst relevant.

Möchte hier noch keine Namen nennen bis alles geklärt ist. Möchte einfach mal eure Erfahrungen und Meinungen zum Thema hören.

 

Ich bin nun mit der kieferorthopädischen Behandlung soweit fertig, dass ich mir einen OP-Termin und den Vortermin geholt habe. Es soll eine Bimax an einer ganz normalen, für Kassenpatienten zugelassenen Klinik durchgeführt werden.

Ich habe damals beim ersten Termin auch schon gesagt bekommen, dass wohl eine Modell-OP stattfindet und diese privat gezahlt werden soll. Damals wurde mir als Preis mündlich ca. 500 € genannt.

 

Jetzt relativ kurzfristig vor dem Vortermin wurden mir allerdings ca. 1300 € veranschlagt.

Dazu kommt noch die Tatsache, dass mir auf Nachfrage bestätigt wurde, dass ohne Modell-OP auch nicht operiert wird. Auf Nachfrage meinte meine Krankenkasse nun, dass das so eigentlich nicht mal rechtens wäre.

Als kassenzugelassene Klinik müssten sie ja eigentlich eine kostenfreie Variante anbieten.

Man riet mir deshalb nun zum Wechsel der Klinik, wenn ich die Kosten nicht selbst tragen möchte.

 

Soweit ich verstanden habe, verlangen die UNI-Kliniken grundsätzlich keine Zuzahlungen, während die "normalen" Kliniken scheinbar oft versuchen über die Privatvereinbarung mehr Geld zu machen.

Und in dieser Größenordnung ist das ja schon etwas dreist.

 

Eine Möglichkeit wäre für mich vielleicht noch, ob die Klinik die Modell-OP eventuell nicht in Rechnung stellt, wenn ich Leistungen wie Zweibettzimmer und Chefarzt über meine Zusatzversicherung abrechnen lasse.

Wenn nicht, ist halt die Frage ob ich die Zähne zusammenbeisse und selbst zahle.

Wäre aber schon sehr ärgerlich und eine Menge Geld.

 

Ein Klinikwechsel so kurz vor der OP würde den Zeitplan allerdings wahrscheinlich doch wieder durcheinanderbringen ...

Und ich weiß auch nicht, wie die Uni-Kliniken im Vergleich mit den anderen Kliniken abschneiden.

Sind die qualitativ mindestens genau so gut?

 

Was würdet ihr machen? Es wundert mich auch, dass die Kliniken damit dauerhaft einfach durchkommen.

Mein Zuständiger Bearbeiter bei der Krankenkasse wollte dieses Vorgehen bei der Klinik jedenfalls nochmals genauer prüfen lassen. Ihm war diese Problematik so nichtmal bekannt.

Ich gehe also mal davon aus, dass die meisten einfach ohne zu fragen selbst zahlen.

Und jetzt muss ich unter Zeitdruck entscheiden, na toll.

 

Gruß,
Pegasos

 

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Ich weiß nicht, ob es wirklich auf alle Unikliniken zutrifft, dass die Modell-OP nicht durch den Patienten bezahlt werden muss. In jedem Fall wäre mir keine Möglichkeit bekannt, wie eine Uniklinik für eine Modell-OP Geld von der Kasse bekommen könnte, und wieso diese Möglichkeit nicht auch für andere Kliniken bestehen sollte. Es handelt sich dabei eben nicht um eine Kassenleistung.

 

Aus Patientensicht sind die Bedenken natürlich trotzdem verständlich. Um es vorsichtig zu formulieren, würde ich sagen, dass ich keinen Grund dafür sehe, warum eine Uniklinik qualitativ irgendwie schlechter aufgestellt sein sollte als ein "normales" Krankenhaus. Insofern kannst Du einfach mal bei einer nachfragen.

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Ja, ich kann es natürlich auch nicht garantieren. Aktuell frage ich bei der Uniklinik Ulm an.

Mal sehen wie die es damit halten.

 

Dass die Modell-OP an sich keine Kassenleistung ist, stimmt wohl.

Nach dem was ich bisher gehört habe gehe ich davon aus, dass die Modell-OP einfach mit dem Geld abgegolten wäre, die das Krankenhaus als Fallpauschale bekommt.

Das ist wahrscheinlich garnicht so vorgesehen, dass das extra abgerechnet wird.

Dass dann der Patient das nachsehen hat, ist halt echt nicht die feine Art.

 

Auf Anfrage meinte meine Kasse, dass die Uniklinik halt noch vom Land Gelder bekommen würde, und deshalb eben eher kostendeckend arbeiten können. Ob da was drann ist - keine Ahnung.

 

Und danke schonmal für deine Ansicht zum Thema Unikliniken. Hoffe es schreiben vielleicht auch noch ein paar andere ihre Meinung oder Erfahrung mit Unikliniken.

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Dass eine Leistung bereits mit einer anderen abgegolten sei ist eine beliebte Behauptung bei Versicherern, aber das trifft nicht zu. Kassenleistung ist eine OP ohne vorherige Simulation. Das ist absolut möglich und auch so wäre in den meisten Fällen eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Ausgangsbefund erzielbar. 

 

Die Gelder, die eine Uniklinik jenseits der Patientenversorgung erhält, sind für Forschung und Lehre gedacht. Dass diese Mittel dafür herhalten sollen, wenn Kassen sich weigern, sinnvolle Leistungen zu übernehmen, war ganz sicher nicht so gedacht. Jedes Krankenhaus hat prinzipiell die Möglichkeit, seinen Patienten etwas zu schenken, und nicht selten wird das dem Risiko vorgezogen, den eigenen Ruf mit mittelprächtigen OP-Ergebnissen zu ruinieren oder sogar verklagt zu werden. Dass der Patient sonst das Nachsehen hat, ist wirklich hässlich, liegt aber an der Haltung der Kassen.

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