braces2014

Bekomme FDS - hat jemand Erfahrung?

Hallo Ihr Lieben,

 

komme gerade von meinem KFO und bin etwas niedergeschlagen. Obwohl ich jetzt seit 6 Wochen Gummis für 24 Stunden trage und seit 2 Wochen sogar die superstarken Gummis (Galapagos Giant Tortoise) und es wirklich nicht angenehm ist, heißt es ich soll in 2 Wochen einen FDS erhalten (Flexible Developer System), eine Abwandlung des Jasper Jumper so glaube ich? Jedenfalls soll damit der Unterkiefer nach vorne gebracht werden. Doch sehen die 2 seitlichen Federn nicht gerade angenehm aus. Hat von Euch jemand Erfahrung mit so einem Teil? Ich hoffe mal das trägt nicht so stark auf. Würde mich über Rückmeldungen von Euch freuen! Immerhin habe ich schon bald ein 1/2 Jahr um, es ist also bald Halbzeit.

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Und wie soll das bei dir als Erwachsener funktionieren? Dein Unterkiefer wird davon nicht mehr wachsen, das einzige was passieren könnte ist, dass du dir einen Sonntagsbiss antrainierst, sprich dir angewöhnst den Unterkiefer weiter nach vorne zu halten. Klar kann man das mit der Apparatur versuchen, man muss sich aber auch bewusst sein, dass es vollkommen umsonst sein kann....

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Dentale Korrekturen funktionieren auch noch bei Erwachsenen. Ist die untere Front nicht gerade schon zu Beginn prokliniert, kann so noch eine Menge erreicht werden, jedenfalls was die Okklusion angeht. Hinzu kommt, dass im Kondylenbereich auch bei Erwachsenen noch ein gewisses Potential für ein Remodelling, also Umbauprozesse, besteht. Dieses lässt sich insbesondere mit dem Herbst-Scharnier nutzen.

Eine OP ist allerdings unerreicht was die Möglichkeiten angeht, das Profil zu verbessern, da hier wirklich eine skelettale Korrektur erfolgt.

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Das interessiert mich jetzt auch etwas näher, da bei mir später noch eine Forsus Apparatur zum Einsatz kommen soll und ich ebenfalls schon erwachsen bin. Worin genau besteht denn der funktionelle Unterschied zum genannten Herbst-Scharnier? Soweit ich weiß, sollen beide den Unterkiefer etwas nach vorne bringen. Ist das richtig?

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Forsus, Sabbagh-Feder, Flex Developer und ihre Verwandten verfügen über eine gewisse Elastizität. Der Patient kann "normal" zubeissen, wobei aber immer eine nach vorne gerichtete Kraft auf die Zähne des Unterkiefers und eine nach hinten gerichtete auf die des Oberkiefers wirkt. Der Effekt ähnelt stark dem von Gummizügen, die ohne jegliche Unterbrechung getragen werden.

 

Das Herbst-Scharnier ist rigide. Solange es nicht defekt ist, ist ein normaler Zubiss nicht möglich. Der Patient hält seinen Unterkiefer über neun bis zwölf Monate in einer vorgeschobenen Position.

 

Auch beim Herbst-Scharnier ist ein großer Teil der Wirkung dental. Bei den anderen Geräten ist von einer (fast) ausschließlich dentalen Wirkung auszugehen.

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Danke für die Info! Ich erinnere mich jetzt auch, dass meine KFO meinte, sie würde gern die Forsus Apparatur anstelle von Gummizügen bei mir verwenden, weil sie bei meinen CMD-Symptomen schonender fürs Kiefergelenk sei. Immerhin klingt das jetzt so, als sei sie etwas angenehmer zu tragen als das Herbst-Scharnier. Mein Unterkiefer möchte nämlich gern weiter vorne zusammenbeißen als es mein Zwangsbiss ermöglicht. Ich nehme an, dass dann eine dentale Wirkung wohl ausreicht.

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Der Effekt ähnelt stark dem von Gummizügen, die ohne jegliche Unterbrechung getragen werden.

 

Eine Frage hätte ich hierzu noch: Wäre denn das gleiche Ergebnis auch mit Gummizügen zu erreichen? Erfüllt die Forsus also quasi dieselbe Funktion wie Gummizüge, nur dass sie wohl aufgrund der überwiegend horizontal wirkenden Kräfte bei geschlossenem Mund schonender fürs Kiefergelenk ist?

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Nach der Devise viel hilft viel zu verfahren kann man zumindest mit Fragezeichen versehen. Gummizüge und Federn arbeiten gegen muskuläre Kräfte. Kleine konstande mechanische Kräfte sin wirksammer. Es ist empfehlenswerter nicht die mechanischen Kräfte zu erhöhen sondern die muskuläre Gegenkraft zu reduzieren. Federn würde ich vorziehen dabei ist das Risiko geringer, dass die Vorwärtsbewegung asymmetrisch passiert. Mehr als sinnvoll ist es diese mechanisch induzierten muskulären Umbauprozesse durch MFT (Logopäde) zu unterstützen.

Beispiel:

Besteht ein Ungleichgewicht Links / Rechts der Gesichtsmuskulatur (Retraktoren), Gummis und auch Federn erkennen das nicht ein guter MF-Therapeut erkennt das und wird gezielte Übungen machen lassen um das auszugleichen. Wird das nicht gemacht wird sich das muskuläre Ungleichgewicht im Ergebnis wiederspiegeln und funktionelle Beeinträchtigungen sind dabei sehr wahrscheinlich.

 

 

flo.89:

Und wie soll das bei dir als Erwachsener funktionieren? Dein Unterkiefer wird davon nicht mehr wachsen, das einzige was passieren könnte ist, dass du dir einen Sonntagsbiss antrainierst, sprich dir angewöhnst den Unterkiefer weiter nach vorne zu halten. Klar kann man das mit der Apparatur versuchen, man muss sich aber auch bewusst sein, dass es vollkommen umsonst sein kann....

 

Es findet schon Knochenwachstum statt auch bei Erwachsenen reagieren die reaktiven Wachstumszonen im Unterkiefer wenn konstande Anreize bestehen. Das sind schon messbare skelettale Gewinne. Wird die Muskulatur effektiv (MFT) der neuen Situation angepasst bleibt dieser skelettale Gewinn auch erhalten. Arbeitet die Muskulatur weiterhin gegen diese Vorverlagerung gibt es Rezidive und der Gewinn bildet sich zurück.

 

Gruß Norbert

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Gummizüge und Federn arbeiten gegen muskuläre Kräfte. Mehr als sinnvoll ist es diese mechanisch induzierten muskulären Umbauprozesse durch MFT (Logopäde) zu unterstützen.

 

Ich hatte ja schon haufenweise MFT, das ist nicht das Problem. Mein Kiefer und wohl auch die entsprechenden Muskeln „wollen“ auch in eine andere Position, werden aber daran aufgrund des Zwangsbisses gehindert. Darum soll das auch kieferothopädisch korrigiert werden. Meine eigentliche Frage wurde dadurch aber nicht beantwortet. :(

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Federn ( Forsus, Sabbagh-Feder, Flex Developer und ihre Verwandten) würde ich vorziehen dabei ist das Risiko geringer, dass die Vorwärtsbewegung asymmetrisch passiert.

 

Gruß Norbert

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Wäre denn das gleiche Ergebnis auch mit Gummizügen zu erreichen? Erfüllt die Forsus also quasi dieselbe Funktion wie Gummizüge?

 

Gruß Pasta :rolleyes:

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Diese Diskussion keimt wirklich wöchentlich wieder auf, was man auf Knochen-Ebene beim Erwachsenen noch erreichen kann. Oft wird da ja sehr schnell zur Op tendiert, weil die allgemeine Auffassung ist: Da geht nichts mehr. Da ich ja nun selbst so ähnlich mit Herbst-Alternative behandelt wurde, finde ich die Frage auch sehr interessant. Ich glaube es ist an der Zeit, dass ich beim Kfo die entsprechenden Seiten-Röntgenaufnahmen mal mitnehme, um hier endlich mal ein Vorher-Nachher Beispiel zeigen zu können ;-P Dann bräuchte es nur noch Kompetenz und ein Geodreieck, so zumindest mein Plan.

 

Vielleicht denke ich bei der nächsten Kontrolle endlich mal dran. In jedem Fall hat der Kfo damals was von Plastizität im Bereich der Gelenke gesprochen, wie Mush das oben schon ganz genau beschrieben hat. Zumindest dahingehend scheint man sich einig zu sein, dass eventuelle skelettale Effeke wohl hier entstehen. 

Dass diese Effekte möglicherweise existieren, darauf deutet für mich, dass mir mehrere Kfo sagten, dass ohne OP oder Extraktion durch rein dentale Bewegung ein Einstellen einer einigermaßen sinnvollen Verzahnung bei mir definitiv ausgeschlossen ist... naja.. irgendwie passt es jetzt halt doch einigermaßen und es wurden keine Zähne gezogen und nicht operiert. Eventuell hat sich also dental und auch im Bereich des Gelenks ein kleines bisschen was verändert, sodass es kombiniert dann einigermaßen gepasst hat. So langsam will ich es wirklich mal wissen was da passiert ist, da die Frage wirklich so vielen Leuten unter den Nägeln brennt. Leider habe ich nur vorher-nacher Panorama-Bilder (20 vs. 23 Jahre). Da kann man ja nicht wirklich viel drauf sehen.. allerdings deutet es für mich drauf hin, dass der skelettale Effekt wenn nicht besonders stark gewesen sein wird... plötzliches Wachstum eines Clooney-Unterkiefers?- negativ!  ;-)

Ist ja auch schon mal eine kleine Feststellung.

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Hallo Ihr Lieben,

 

ich wünsche Euch allen einen guten Rutsch und ein fröhliches Jahr 2015.

Vielen Dank auch noch für Eure Antworten zu meinem FDS, wenn auch einige nicht gerade aufbauend waren. 

Habe die Apparatur nun seit einigen Wochen drinn und kann nur sagen dass es kein Spass ist bzw. wir wohl keine Freunde mehr werden.

Mir ist am 2 Weihnachtsfeiertag die Halterung der Feder auf der rechten UK-Seite zum 2 mal gebrochen.

Beim ersten Mal meinte der KFO, dass sei normaler Verschleiss, beim 2 mal hat er jetzt geschlossen und macht erst am 5 Januar wieder auf.

Keine Vertretung alles top!!

Meine Frage: Was meint Ihr, könnte ich auch auf der Seite noch Gummis einhängen oder würdet Ihr es komplett so lassen und bis zum 5 Januar warten?

Zum tragen ist der FDS ein Alptraum, habe zwar keine Probleme beim sprechen und sehen tut man Ihn auch kaum, aber Essen geht gar nicht. Nur ca 30 Prozent erreichen den Magen, der Rest hängt irgendwo im Mund. Außerdem klappert es beim Kauen, dass Du meinst, Du beisst ständig auf Metall. Wirklich kein Spass. Ich hoffe nur, dass ich das Ding bald los bin.

Da sind Gummis egal welche Stärke und wie lang ein echter Traum.

Außerdem brauche ich Tonnen von Wachs, da die Wangen ständig aufgerissen sind.

So jetzt aber genug geklagt. also dann nochmals an alle einen guten Rutsch und viel Erfolg mit Eurer Spange und ein baldiges strahlendes Lächeln.

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