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Alternativlos

Erwachsenenbehandlung und Alternativen

26 Beiträge in diesem Thema

Hallo liebes Progenica-Forum,

 

vorab Entschuldigung, falls dieser Thread im falschen Unterforum ist, ich wusste nicht, ob KFO oder KC hier passender ist... Meine Geschichte ist die folgende:

 

Ich hatte bereits im Jugendalter eine KFO-Behandlung aufgrund schiefer Schneidezähne und Überbiss. Die ist dann mehr oder weniger erfolgreich (offiziell aber erfolgreich) zu Ende gegangen.

 

Nach der Behandlung hat sich das Ergebnis aber wieder verschlechtert bis zur Ausgangslage. Bis zum 19. Lebensjahr hatte ich wieder einen schiefen Schneidezahn. Zu diesem Zeitpunkt kam aber auf der entsprechenden Seite der Weisheitszahn durch, der aufgrund Fehlstellung gleich gezogen werde (ich frage mich bis heute, ob da ein Zusammenhang bestand). Da ich aufgrund der Zahnfehlstellung nicht mehr lächeln wollte und es immer störender war, bin ich nochmals zum KFO gegangen. Der übliche Fahrplan wurde aufgestellt: Erst die restlichen Weisheitszähne entfernen, dann feste Zahnspange zur Korrektur der Zahnfehlstellung, anschließend Unterkiefervorverlagerung für den richtigen Biss (der Überbiss beträgt 1 cm...). Die KK übernimmt deshalb 80% der Kosten.

 

Nun rückt diese OP immer näher, und ich bekomme immer mehr Zweifel. Mittlerweile bin ich 21 und habe sogar mehrere Bedenken:

 

  • ich kann mittelfristig beruflich nicht 1 Monat oder mehr ausfallen,
  • ich bin stark untergewichtig (55 kg auf 180 cm) und frage mich, ob diese OP deshalb nicht grob fahrlässig ist, wenn ich danach erstmal eine ganze Weile nichts kalorienhaltiges mehr essen kann,
  • ich habe Angst vor den Nebenwirkungen, v.a. neurologischer Seite (mit den Nerven habe ich sowieso schon genug Probleme, da fehlen Missempfindungen oder bleibende Sensibilitätsstörungen).

 

Meine neue KK, bei der ich seit 1.7. bin (Wechsel allerdings nicht wegen der KFO-Behandlung), hat diese Woche festgestellt, dass sie die Unterlagen meiner Behandlung noch gar nicht hat, somit überhaupt noch keine Kostenübernahme vorliegt und kann mir deshalb keine Auskunft geben, was ich machen kann - wer das letzte Quartal bezahlt hat, ist für mich eine interessante Frage abseits der Behandlung an sich ...

 

Mein KFO drängt mich zu einem Termin für die OP beim Kieferchirurg, und ich weiß überhaupt nicht mehr, was ich noch machen soll. Jedesmal, wenn ich daran denken muss, könnte ich heulen, weil alles so alternativlos erscheint. Eine Zweitmeinung habe ich mir eingeholt, und dieser KFO meinte auch, er kennt keine Alternative.

 

Damit habe ich im Grundprinzip die Wahl zwischen einer OP, die mir immer mehr missfällt, einer Rückzahlung aller bisherigen Behandlungskosten, und eventuell einer privaten Weiterbehandlung, die mich über 5000 € kostet, wenn es überraschenderweise doch auch anders gehen sollte? Es konnte mir auch niemand sagen, ob und wann denn Beschwerden auftreten, wenn ich jetzt abbreche und nichts weiter tue.

 

Ich wende mich an Euch zum Erfahrungsaustausch und hoffe darauf, irgendwie eine Lösung zu finden, die mich nicht verzweifeln lässt. Was ratet Ihr mir?

 

Danke im Voraus :/

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Herzlich Willkommen,

 

ich kann gut verstehen, dass du im Moment wohl sehr durch den Wind bist.

Warum "kannst" du beruflich denn nicht 1 Monat ausfallen? Ich habe früher auch immer gedacht, ich "könne" einfach nicht ausfallen beruflich... aber dann habe ich lernen müssen, dass man das sehr wohl kann und dass die Gesundheit vorgeht! Grundsätzlich denke ich, gesundheitliche Aspekte sollten immer vorgehen, es sei denn, es handelt sich vielleicht um eine Prüfungsphase / Ende einer Ausbildung, oder man ist selbstständig und es geht wirklich ganz akut um die eigene Existenz. 

Wegen dem Untergewicht würde ich mir jetzt auch nicht so wirklich Gedanken machen. In dem Fall denke ich schon, dass es medizinisch da Möglichkeiten gibt, gehaltvolle Nahrung zuzuführen.

Wegen den Nebenwirkungen, Angst vor Nervenschäden o. ä. - das kann ich sehr gut verstehen, denn mir geht es ähnlich. Deshalb habe ich mich von Beginn an gegen eine OP entschieden und lasse alles nur kieferorthopädisch so gut wie möglich anpassen, was selbstverständlich mit sehr hohen Kosten verbunden ist.

So wirklich was raten kann ich dir wohl nicht. Ich denke die meisten hier würden dir wohl dazu raten, die OP jetzt durchzuziehen. Aber wenn dein Bauchgefühl dir sagt, dass es jetzt doch nicht das richtige ist? Könntest du die private Behandlung denn bezahlen?

Ich kann dir nur sagen, wie es bei mir ist: Mein KFO rät mir zur OP, meine ZÄ sagt, sie würde es an meiner Stelle nicht machen, auch mir kann letztlich keiner sagen, ob und wann ich Probleme bekomme (KFO meinte ich würde langfristig eher keine Probleme mit Kiefergelenk o. ä. bekommen), ich habe mich gegen eine OP entschieden. So lange ich keine Schmerzen habe und es geht nicht um Leben und Tod, werde ich mich nicht operieren lassen, und eine Kiefer-OP ist ja nun echt keine kleine OP.

Es hat natürlich auch was damit zu tun, mit welchem Ziel du in die Behandlung gegangen bist. Und frage dich, ob du wohl in einigen Jahren damit gut leben könntest, wenn du jetzt abbrichst. Und warum hast du diese Behandlung begonnen? Ist es, weil es dich selber wirklich stört oder weil Ärzte diagnostiziert haben, dass dein Biss nicht der Norm entspricht? Und ist es denn wirklich klar, dass du die bisher entstandenen Kosten zurückzahlen musst? Oder würde die Krankenkasse vielleicht einfach nur die Zahlungen ab jetzt einstellen?

Es ist eine schwere Entscheidung. Aber letztlich musst du sie nach deinem Bachgefühl treffen.

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Danke schon mal für die Antwort :)

 

Warum ich nicht ausfallen kann, ist folgendes: Ich bin gerade frisch ins Berufsleben gestartet, momentan noch in der Probezeit und auch danach noch etwas wacklig im Stuhl. Im projektbezogenen Umfeld wäre es fatal, mit Ansage auszufallen, zumindest im nächsten Jahr. Aber bis 2016 werde ich wohl nicht mehr schieben können. Zur Ernährung muss ich sagen, dass ich auch hoffe, dass es da Möglichkeiten gibt. Bisher hat jeder nur gesagt "da nimmt man eben etwas ab, kann ja auch nicht schaden". Bei meinem Verhältnis von Gewicht zu Größe sehe ich das nicht so, und wer haftet dafür, wenn dann mein Körper schlappmacht? Ich kann und darf nicht weiter abnehmen.

 

Ob ich eine private Behandlung zahlen könnte, weiß ich nicht. Ich habe das mal überschlagen und kam zu dem Schluss, dass bis 5000 € es wohl möglich ist. Aber die Behandlungskosten sind ja tendenziell eher höher.

 

Mit meinem zurückliegenden Unterkiefer habe ich kein Problem. Ich bin in die Behandlung gegangen mit dem Ziel, dass ich meine Zahnreihe gerade kriege. Dabei ist aber die Frage, ob sich das aufgrund des falschen Bisses wieder zurückverschiebt, wenn ich abbreche. Wenn ich in 3-5 Jahren wieder eine Behandlung brauche, zahlt mir das sicher keine KK mehr (oder etwa doch?). Ich habe hier ja noch die Hoffnung, dass es damals der erste Weisheitszahn war, der geschoben hat, aber ausschließen kann ich auch nicht, dass es durch den Fehlbiss kommt.

 

Wie es sich mit der Rückzahlung verhält, weiß ich ehrlich gesagt nicht. Mein Zweitmeinungs-KFO hat mir jedenfalls versichert, dass die Krankenkasse das durchaus so handhaben kann, wenn die Operation Bedingung für die Kostenübernahme war. Aber die bisherigen Behandlungskosten sind im Vergleich zu dem, was man im Internet zu Privatbehandlung mit Herbstscharnier oder Ähnlichem liest, eher der deutlich geringere Teil ... (bisher ca. 1300 €).

 

Bauchgefühl sagt definitiv "keine OP" - aber was das langfristig bedeutet und ob ich das später bereue, ist die Frage. ich denke da manchmal zu kurzfristig ...

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Hallo,

 

auch wie Regulus habe ich mich einer OP verweigert und meinem Kfo einen Alternativplan ausarbeiten lassen bzw. er musste eben ohne OP einen Behandlungsplan kalkulieren. Meine Fehlstellung hatte so einige Baustellen und einen Überbiss von 11mm und schiefe, gedrehte, gekippte Zähne und einen Kreuzbiss beidseitig.

 

Meine Kosten belaufen sich auf 5000€ - also könntest du mit deinen möglichen 5000€ schon im machbaren Bereich liegen.

 

Ob du eine Op machst, dass kann dir natürlich keiner sagen. Es ist eine Entscheidung, die entweder medizinisch wirklich notwendig ist, weil du schon Probleme hast und auf Besserung hoffst oder dir optisch viel von versprichst.

 

Ich entschied mich dagegen weil mein leicht fliehendes Kinn mich nicht stört und ich generell null Probleme mit meinem Kiefer hatte/ habe.

Durch die Nicht-Op-Variante musste ich jedoch 2 Zähne (gesunde) opfern um den Überbiss zu korrigieren.

Letztendlich (nach 1 3/4 Jahren Behandlung) bin ich bis jetzt zufrieden mit diesem Weg - habe so gut wie keinen Überbiss mehr, meine Verzahnung wird gerade eingestellt und ein Ende ist hoffentlich im Frühjahr in Sicht.

 

Zum Krankgeschrieben sein: auch wenn man gerade in einen neuen Job einsteigt, so sollte es trotzdem kein Grund sein solch einen wichtigen Schritt zu unterlassen, wie eine Op die seit einiger Zeit geplant ist. Krank sein heisst ja nicht faulenzen und nichts tun.

Ob es nun mit oder ohne Ansage ist.

Mit Ansage würde deinen Arbeitgeber die Chance geben nach geeigneten Ersatz für deinen Ausfall zu suchen und ohne - ja was ist denn wenn du vom Auto angefahren werden würdest? - das sucht sich auch keiner aus ist dann aber so.

Und du bist kein halbes Jahr weg. Auch wenn das gegen das Arbeitsgesetz geht - könntest du deinen Urlaub mit einplanen. Das wäre dann vielleicht ein Kompromiss?

 

Was das Abnehmen angeht: es gibt hochkalorische Drinks, die Ärzte auch verschrweiben können und die Möglichkeit einer Magensonde für die ersten Tage, wo nichts geht.

Hinzu kommt, dass du diese Problematik sicherlich mit deinem KC besprechen kannst und eine Lösung gefunden werden kann.

 

Da deine jetzige Behandlung auf die OP ausgerichtet ist und du kurz vor der Halbzeit stehst, würde ich nochmal ganz genau mit deinem Kfo reden wegen deiner Zweifel. Aber hätte ich mich für diesen Weg entschieden, würde ich zwar mächtig grübeln und mir auch Sorgen machen aber es höchstwahrscheinlich machen lassen.

 

Ich wünsche dir alles Gute für deine weiteren Schritte, egal wofür du dich entscheidest.

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Das gibt mir Auftrieb, dass mein Gebiss vielleicht doch ohne OP irgendwie zu richten ist.

 

Wie verteilen sich denn die Kosten einer Privatbehandlung? Wird der Großteil der Summe am Anfang der Behandlung fällig oder teilt sich das relativ gleichmäßig auf die Quartale auf?

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Also ich habe zu Anfang 300€ für die Diagnostik gezahlt und dann 800€ für die GNE, das Einsetzen der Spange und die Materialien.

 

Alles weitere habe ich in Raten abgezahlt. Wie die Raten aussehen, das muss man dann mit seinem Kfo individuell besprechen und aushandeln.

Ich habe 300€ monatlich gewählt gehabt und habe meine Behandlung sozusagen schon komplett abbezahlt.

Mir wurde aber auch geholfen. Hätte ich es alleine stemmen müssen, wären meine Raten niedriger ausgefallen und ich hätte länger abbezahlt.

 

Das bezahlte Anfangsgeld (300€ und 800€) geht von den 5000€ ab. Also ich stotterte dann noch 3900€ ab.

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Würde auf die Operation nicht verziehen. Schon allein aus finanziellen Gründen.

 

Einen 10mm Überbiss kieferorthopädisch-kompensatorisch zu korrigieren ist Wahnsinn - der Rezidiv ohne Permanentretainer, den du dein Leben lang tragen müsstest, vorprogrammiert. Du hattest ja bereits eine KFO-Behandlung, warum sollte die nächste nicht auch wieder rezidivieren?

 

P.S. Guck dir als abschreckendes Beispiel einer KFO-Kompensationsbehandlung Oleander's Bilder an.

 

Liebe Grüße

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Hallo Alternativlos,

 

wie kiza bin ich der Meinung, dass die OP Dir wahrscheinlich die langfristig stabilste Lösung geben wird. Du sagst ja selber, dass sich die Zähne/Kiefer wieder in die Ausgangsstellung zurückbewegt haben. Wenn es schon einmal passiert ist, warum sollte es bei der nächsten Behandlung nicht wieder passieren? Und selbst wenn man jetzt sagt, dann trage ich eben lebenslang Retainer und lose Spangen, bist Du Dir sicher, dass Du das konsequent durchziehen wirst, immer und überall, selbst auf jeder Geschäftsreise und im heißen Liebesurlaub (Schatz, ich muss jetzt noch schnell die losen Spangen reinmachen)?

 

Außerdem war Deine Behandlung bis jetzt auf die OP ausgerichtet, es kann gut sein, dass bei einer Weiterbehandlung ohne OP wieder einiges rückgängig gemacht werden müßte und es ist die Frage, wie gut es die Wurzeln mitmachen. Oleander ist sich bewußt, dass sie einen Kompromis eingeht und ihre Behandlung war von Anfang an als eine Kompensationsbehandlung ausgerichtet. Leviathan hatte (hat?) eine Kompensationsbehandlung, weil er eigentlich keine OP wollte, ist aber inzwischen der Meinung, dass er ein deutlich besseres Ergebnis mit einer OP erreicht hätte.

 

Zum Problem mit dem "Kranksein auf Ansage" und der Probezeit. Ich war in den letzten Jahren mehrfach auf Ansage krank, normalerweise mit Vorlaufzeiten und mehreren Wochen bis Monaten, weil ich die OP-Termine immer zu ganz bestimmten Zeiten haben wollte und die Schmerzen bis dahin noch auszuhalten waren. Da konnte ich dann entsprechend planen und es ging eigentlich immer ohne große Probleme. Interessanterweise waren zeitgleich mit mir irgendwie immer auch Kollegen über mehrere Wochen ungeplant krankgeschrieben und bei denen gab es dann immer größere Probleme. Ich bin zwar selber nicht im Projektgeschäft, aber in einer guten Projektplanung sollten immer auch Zeiten für Urlaub und Krankheit eingeplant sein und es kann eben auch immer jemand ungeplant ausfallen. Und bei uns in der Firma ist es inzwischen eigentlich normal, dass die Väter Elternzeit nehmen (zwar normalerweise nur die zwei Monate) und da sind viele im Projektgeschäft und es geht eigentlich auch immer, aber vor allem auch, weil entsprechend geplant werden kann. Ich würde das Problem ansprechen, auch dass es Dir bewußt es, dass es nicht wirklich gut in der Probezeit ist, aber gleichzeitig die "Vorteile" schildern. Es ist eine geplante OP, die zwar nicht beliebig geschoben werden kann, aber innerhalb gewisser Grenzen und damit eingeplant werden kann. Bei einem langfristigen Projekt sollte es bei guter Planung nichts ausmachen, bei sehr kurzfristigen Projekten sollte es eigentlich auch nichts ausmachen, weil man dann von vorneherein einplanen kann, dass Du nicht da bist. Ich glaube, es gibt auch die Möglichkeit, die Probezeit zu verlängern, vielleicht wäre das ein Vorschlag. Was wahrscheinlich arbeitsrechtlich eigentlich nicht geht, aber guten Willen zeigt: Wenn Du gleitende Arbeitszeiten hast, könntest Du die Zeit vielleicht auch vorarbeiten. Ich hatte im März eine rein ästhetische Nasenkorrektur und habe die Ausfallzeiten über Zeitausgleich gemacht, auch weil ich es nicht fair der Firma gegenüber empfand, wenn ich dafür Urlaub genommen hätte. Im Urlaub soll ich mich schließlich vom Arbeiten erholen und nicht von einer OP.

 

Zum Abnehmen: Ich war zum Bimax-Zeitpunkt auch eher untergewichtig, nicht so extrem wie Du, aber doch so weit, dass ich nach einer deutlichen Gewichtszunahme immer noch als schlank bezeichnet werde. Ich habe im KH nicht abgenommen und auch nicht in der Zeit mit Splint (bei mir immerhin 8 Wochen), obwohl ich bei anderen Krankschreibung abgenommen habe, bei denen ich letztendlich 6 Wochen an Krücken verbracht habe, bei denen die meisten Leute eher zunehmen. Was mir schon vorher geholfen hat, war eine Bemerkung hier im Forum, dass die sehr Schlanken normalerweise auch gewohnt sind, mit relativ wenig Kalorien auszukommen. Ich hatte im KH für einige Tage eine Magensonde, durch die es pro Tag 1500 Kalorien gab. Danach stand viel Pudding und ähnliches auf dem Speiseplan, ich stand im Supermarkt und habe mir angeschaut, welcher Pudding mehr Kalorien hat, der durfte dann mit. Außerdem kam in so gut wie jedes Essen entweder süße oder saure Sahne. Mit meinem Hausarzt hatte ich vorher auch gesprochen gehabt, ob er mir Fresubin verschreiben kann und er war gerade dabei zu sagen, dass er es eigentlich nur verschreiben darf, wenn die Nahrungsaufnahme eingeschränkt ist, als man ihm ansah, dass er merkte, dass ich ja genau für diesen Fall gefragt habe. Es war aber bei mir nicht nötig, aber die Magensonde im KH war auf alle Fälle sehr gut.

 

Liebe Grüße!

 

Irene

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Kiza:

P.S. Guck dir als abschreckendes Beispiel einer KFO-Kompensationsbehandlung Oleander's Bilder an.

 

 

Das ist schon krass. Das mag eine Kompromissbehandlung sein aber abschreckend ist sie nicht. Das hängt sehr von den Fähigkeiten des Behandlers ab ob es komplikationen gibt oder nicht. Komplikationen kann es auch mit OP geben.

 

Das hängt davon ab ob die Vorbehandlung es zulässt, dass auf eine OP verzichtet werden kann. Wenn das möglich ist hat man immer noch die Option zu einem günstigeren Zeitpunkt die OP durchzuführen. Wenn man das verschiebt und die Zeit für MFT nutzt macht man nichts verkehrt und bleibt damit nicht automatisch auf den Kosten sitzen.

 

Gruß Norbert

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@kiza

 

P.S. Guck dir als abschreckendes Beispiel einer KFO-Kompensationsbehandlung Oleander's Bilder an.

 

Interessant wie du auf diese Aussage kommst ohne mich oder die genauen Behandlungsgedanken bzw. konkrete Behandlung meines Kfo´s zu kennen.

Selbst mit Op hat man ein Risiko für ein Rezidiv + andere Nebenwirkungen.

 

Und was ist bitte an den Bildern abschreckend?

 

Selbst bei Denjenigen die eine Op hatten heisst es nicht automatisch irgendwann keine lose Spange mehr.
 

Ein bekannter ist seit 5 Jahre mit allem fertig und muss trotzdem jede (spätestens) 3 Nacht seine Spange tragen, da es danach deutlich schwieriger wird, diese reinzusetzen.

 

Kiza verschone mich mit deiner verdrehten Selbstwahrnehmung die du auch auf andere projezierst und werde mit deiner Behandlung glücklich - denn ich zwinge niemanden meinen Weg auf - jeder muss selber wissen was er tut.

 

Und im übrigen bin ich zufrieden wie es läuft. Da ist nichts Erschreckendes bei.

 

Und ja es kommt wirklich auf die Ausgangslage an.

 

In dem Sinne cheerio...

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Hallo Alternativlos,

 

... Leviathan hatte (hat?) eine Kompensationsbehandlung, weil er eigentlich keine OP wollte, ist aber inzwischen der Meinung, dass er ein deutlich besseres Ergebnis mit einer OP erreicht hätte...

 

 

Dazu wollte ich gern noch mal etwas ausführlicher Stellung nehmen:

Ich habe die Situation, dass mein Profil recht flach ist, weil der Oberkiefer m.M.n. etwas weit hinten liegt. Das ist nicht sehr dramatisch, entspricht aber einfach nicht meinem Schönheitsideal, ABER: Um ein für mich äußerlich perfektes Ergebnis zu erreichen, hätte man wohl beide Kiefer nach vorn setzen müssen (ich schätze mal so an die 4mm oben und dann entsprechend 9mm oder so im Unterkiefer), was aber bei 7 Kieferorthopäden niemand auch nur diskutiert hat.  Auch die Kippung der Okklusalebene wäre für meine Begriffe aus heutiger Sicht nur durch eine Bimax komplett in den Griff zu kriegen gewesen. Kein Arzt hat mir diese Option vorgeschlagen (!!!) und daher vermute ich mal, dass es auch keiner vorgesehen hätte, wenn ich nicht explizit darauf bestanden hätte. Möglich, dass der KFC sich hier noch hätte einschalten können.. wer weiß.

Somit wäre es bei der OP damals nur zu einer UK-Vorverlagerung (ca. 5mm) gekommen, die ohne Kinn-Korrektur vermutlich gar kein so dramatisch anderes Ergebnis erzielt hätte als ich jetzt habe. Dafür hätte man das volle Programm verlangen müssen. Man weiß nicht, ob das überhaupt ein KFO mitgemacht hätte für den Unterschied zwischen "gut" und "perfekt".  Ich war mal bei einem sehr netten KFO, der etwas sagte, was eigentlich selbstverständlich sein sollte, häufig aber verdrängt wird: "Es gibt immer Fälle, die laufen schlechter und es gibt Fälle, die laufen besser. Man kann nicht bei jedem Patienten ein perfektes Ergebnis erreichen."

 

Das heißt, wenn ich hier sage, dass ich mit  OP ein für mich optisch ansprechenderes Ergebnis erreicht hätte, dann sprechen wir hier aber von einer OP, die vermutlich über die medizinisch notwendige OP  hinaus gegangen wäre, nämlich einer Bimax und zusätzlicher Kinnplastik. Und wir sprechen von dem Fall, dass dann auch alles gut geht und wie geplant klappt und das Wunschergebnis auch tatsächlich eintritt (Was wohl auch nicht selbstverständlich zu sein scheint). Es ist also sehr viel "hätte hätte.." im Spiel.

 

Ich bin auch einfach nicht die klassische Kompromissbehandlung weil bei mir der Überbiss (7mm Stufe) ohne Ziehen von Zähnen korrigiert worden ist. Die Behandlungsvariante, die ich bekommen habe, würden viele KFO vermutlich als "kreativ" belächeln. Zusammengefasst: Ja, wenn man Kiefer zersägt und wieder zusammenschraubt, dann hat man auf jeden Fall sehr viel größere Veränderungsmöglichkeiten, die Behandlung geht in der Regel schneller und man muss sie nicht selbst tragen. Grade die Kosten sind ein wesentlicher Punkt, der mich heute stört, denn die veranschlagten 5500 Euro habe  ich meilenweit übersprungen. Wenn alles klappt wie gewünscht, erreicht man vermutlich sehr oft per OP ein besseres Ergebnis, das den eigenen Vorstellungen besser entspricht. Aber wir befinden uns hier eben schon im Bereich, den man eigentlich eher der Schönheitschirurgie zuordnen müsste. Daher ist es wichtig, das Risiko der OP dagegen abzuwägen, wie viel besser es am Ende denn werden könnte. Für einen minimalen Unterschied wäre es sinnlos. Ich glaube bei 10 mm schiebt sich die Argumentation aber schon stark zu Gunsten der OP, denn ohne Extraktion wird sich da vermutlich nicht viel reißen lassen. 

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Wow > 5500 € sind schon eine Hausnummer ...

 

In meinem Fall geht es ja nicht (primär) um eine Schönheits-OP. Eigentlich weiß ich selbst nicht so recht, worum es dabei geht. Wahrscheinlich um die Probleme, die "mit dem Kiefergelenk irgendwann auftauchen werden". Ich kenne mich da leider nicht genug aus, um zu sagen, ob das so ist oder ob da jemand Geld verdienen will.

 

Meine Entscheidung ist jedenfalls in den letzten Tagen nicht leichter geworden :)

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Also wenn man mal ganz tief in sich geht und ehrlich zu sich selbst ist, dann wird bei vermutlich 90 % aller KFO Patienten der Hauptgrund für die Behandlung die Optik und das Aussehen sein. Man schiebt gern immer irgendwelche Probleme vor, die irgendwann mal entstehen KÖNNTEN, damit man sich nicht eingestehen muss, dass es eben doch in erster Linie eine Schönheitskorrektur ist. Die meisten gehen zum KFO, weil sie unzufrieden sind, nicht aus Angst, es könnte irgendwann mal ein Problem auftreten.Davon nehme ich natürlich Leute aus, die wirklich Schmerzen und akute Dysfunktionen haben.. aber ich vermute mal (wenn ich mich im Wartezimmer meines KFO mal umgucke) dass solche Härtefälle wirklich nicht so häufig sind.

 

Ich habe letztens mal den Fehler gemacht, alle Rechnungen zusammenzuzählen und ich habe wohl schon die 7000 angekratzt im Rückblick.. Ich hatte In-Ovation selbstligierende Brackets (außen) einen Twin-Block und 2 Aktivatoren und am Ende nicht zu vergessen die beiden wunderbaren Permanentretainer (mit Faktor 3,5 werden die Dinger preislich pervers). Und eine Tiefziehschiene gabe es am Ende auch noch. Die Summe fiel also deswegen so krass aus, weil die 4 herausnehmnaren Geräte plus die Retainer jeweils erhebliche Laborkosten verursacht haben. Sowas sollte bei den allermeisten Kompromissbehandlungen nicht auftreten, sodass man es sicher auch mit 5000 Euro schaffen kann. In der Regel wird ja extrahiert und dann mit der festen Klammer gearbeitet. Ich würde allerdings persönlich nie Zähne opfern für die Korrektur. Ich würde dir spontan raten, das was du angefangen hast, jetzt auch einfach durchzuziehen, weil deine Behandlung dahingehen geplant worden ist. Für mich persönlich gab es am Ende nur noch die Option: Herbstscharnier-ähnliche Lösung (UK ohne OP nach vorn orientieren) oder Operation- jeweils unter Beibehalt aller Zähne. Wie groß die Aussichten bei 10 mm bezüglich eines Herbst-Scharniers sind, kann dir vermutlich am besten jemand wie Mush sagen, der da bestimmt die aktuellsten Studien usw. kennt. Aber ich vermute, dass das schon eher eindeutig OP-Fall ist. Auf jeden Fall wünsche ich dir, dass du nicht zu lange rumgrübelst. So etwas wie Ausfall im Beruf würde ich nicht in die Entscheidung einbeziehen. Gesundheit (op körperlich oder seelisch) geht immer vor. 

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Ich habe einen Kostenvoranschlag von etwas über 8000 Euro (Lingual im OK). Würde ich jedoch die KFO-Behandlung nicht machen, so würde ich 3 Implantate benötigen, deshalb sind die Kosten in dem Fall für mich vertretbar. Man sagte mir, die Kosten werden im Voranschlag immer sehr hoch veranschlagt, damit es auf keinen Fall teurer wird, sondern höchstens günstiger. Ob das tatsächlich so ist, kann ich noch nicht sagen.

Ich weiß von vornherein, dass ich ohne OP höchstwahrscheinlich kein optimales Ergebnis erhalten werde (letztlich kann mir das aber auch mit OP niemand zu 100 Prozent garantieren!). Man sagte mir, ich werde höchstwahrscheinlich durch meine Kieferfehlstellung keine Probleme mit dem Gelenk o. ä. bekommen (aber auch das kann mir natürlich niemand zu 100 Prozent garantieren!).

Wie wäre es denn, wenn du dir noch weitere Meinungen einholst bezüglich der zu erwartenden gesundheitlichen Probleme?

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Einen Termin für eine Drittmeinung habe ich mir geben lassen, ist allerdings erst kurz vor Weihnachten. Bzgl. Gesundheitsproblemen habe ich bisher ja 2 Meinungen:

 

Mein behandelnder KFO: "Ohne OP kann es möglicherweise irgendwann mal zu Problemen kommen, z.B. Kopfschmerzen, Nackenschmerzen, Verspannungen."

 

Der KFO, bei dem ich mir meine 2. Meinung eingeholt habe: "Sie kriegen definitiv Probleme - aber ob das mit 20, 30 oder 40 der Fall sein wird, kann niemand sagen".

 

Hoffen ....

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Einen Termin für eine Drittmeinung habe ich mir geben lassen, ist allerdings erst kurz vor Weihnachten. Bzgl. Gesundheitsproblemen habe ich bisher ja 2 Meinungen:

 

Mein behandelnder KFO: "Ohne OP kann es möglicherweise irgendwann mal zu Problemen kommen, z.B. Kopfschmerzen, Nackenschmerzen, Verspannungen."

 

Der KFO, bei dem ich mir meine 2. Meinung eingeholt habe: "Sie kriegen definitiv Probleme - aber ob das mit 20, 30 oder 40 der Fall sein wird, kann niemand sagen".

 

Hoffen ....

 

 

KFOs haben kein Interesse an OP-Faellen. Sie ziehen selbstverstaendlich eher vor, Kieferprobleme selbst zu kompensieren. Die meisten (nicht alle!) erkennen aber natuerlich auch die Sinnlosigkeit dieser bei schwerwiegenden Faellen an (sonst waeren wir ja auch bei grober Verletzung des hippokratischen Eids).

Wenn sie selbst behandeln, dann koennen sie i.d.R. mehr verdienen, als in einer KK-Behandlung mit OP, da Privat abgerechnet wird. Ausserdem muessen sie sich dann auch nicht unterordnen, denn der Chef in einer OP-Behandlung ist der Maxillofacial/MKG-Chirurg und sicher nicht der KFO. Das moegen die wenigsten, und ausserdem koennen sie nachher sagen, ''diesen Fall habe ich ganz alleine behandeln koennen'' etc.

 

Also: Wenn das schon Kieferorthopaeden unisono eine OP vorschlagen, muss das wirklich was heissen.

 

Was ist daran eine schwere Entscheidung?

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Hallo Alternativlos!

 

Um es mal ganz knallhart zu sagen: Wenn Du nur lange genug suchst, findest Du bestimmt einen KFO, der Dir sagt, dass es auch ohne OP geht und der Dir den Biss dann irgendwie "passend" zurechtbastelt!

 

Dafür wird er Dir eine fette Rechnung schreiben, und wie es Dir und Deinen Zähnen/Kiefern danach geht, ist ihm völlig egal.

 

Mir kommt es ganz unmöglich vor, einen Überbiss von 1 cm ohne OP zufriedenstellend zu beheben.

Wie soll das auch gehen? Oben zwei Zähne raus und den Oberkiefer nach hinten ziehen? Das reicht nicht für 1 cm und würde zu einem verkleinerten Oberkiefer mit möglicherweise Nebenwirkungen wie eingefallener Lippe, verschlechterter Nasenatmung etc. führen.

Den Unterkiefer ohne OP 1 cm nach vorne zu holen, ist bei Erwachsenen nicht möglich. Da findet einfach kein Knochenwachstum mehr statt.

 

Mich wollte vor ca. 10 Jahren auch mal ein KFO ohne OP behandeln. Dafür sollten vier Zähne raus, und der Spaß hätte mich ca. 5000 € gekostet. Zum Glück hatte ich das Geld nicht!!!

Das hätte die Probleme nicht regeln können, und mein Seitenprofil wäre optisch wahrscheinlich zerstört worden.

 

Und entschuldige, dass ich so direkt bin: Für Zweit- und Drittmeinungen ist es etwas spät. Deine Zähne stehen jetzt so, wie sie für die OP stehen sollten. Begreife auch nicht ganz, warum Du die Behandlung überhaupt begonnen hast, wenn Du keine OP wolltest. Da sich die Zahnstellung bei solchen Behandlungen bis zur OP oft noch verschlechtert, ist Dein Überbiss jetzt möglicherweise sogar noch größer als vorher. Die OP gehört zu solchen Behandlungen eben einfach dazu.

 

Untergewichtig bin ich auch (ca. 48 kg auf 1,65 m). Sind hier im Forum übrigens einige. Auch Flüssignahrung kann man mit Sahne etc. kalorienreich gestalten, sodass Du Dir da nicht zu große Sorgen machen solltest.

 

(Es liegt mir wirklich fern, jemanden von einer OP überzeugen zu wollen, aber hier sehe ich keine andere Möglichkeit).

 

Ich hoffe, Du triffst die für Dich richtige Entscheidung.

 

LG, Iris

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KFOs haben kein Interesse an OP-Faellen. Sie ziehen selbstverstaendlich eher vor, Kieferprobleme selbst zu kompensieren. Die meisten (nicht alle!) erkennen aber natuerlich auch die Sinnlosigkeit dieser bei schwerwiegenden Faellen an (sonst waeren wir ja auch bei grober Verletzung des hippokratischen Eids).

Wenn sie selbst behandeln, dann koennen sie i.d.R. mehr verdienen, als in einer KK-Behandlung mit OP, da Privat abgerechnet wird. Ausserdem muessen sie sich dann auch nicht unterordnen, denn der Chef in einer OP-Behandlung ist der Maxillofacial/MKG-Chirurg und sicher nicht der KFO. Das moegen die wenigsten, und ausserdem koennen sie nachher sagen, ''diesen Fall habe ich ganz alleine behandeln koennen'' etc.

 

Also: Wenn das schon Kieferorthopaeden unisono eine OP vorschlagen, muss das wirklich was heissen.

 

Was ist daran eine schwere Entscheidung?

Es gibt auch auch viele Ärzte, die Ihren Patienten kein unnötiges Risiko zumuten wollen, wenn sie sicher sind, dass sie es ohne OP befriedigend hinbekommen. Ich würde sagen, eine Non-Op-Lösung lohnt immer nur dann zu versuchen, wenn einem mehrere Ärzte bescheinigen ein Grenzfall zu sein. Wenn die Mehrheit alternativlos eine OP vorschlägt, dann wird es vermutlich auch keine Alternative geben, weil man eine gewisse Grenze sicher überschritten hat.

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Naja, aber irgendwie ist es doch eine Entscheidung, die nur der Patient alleine treffen kann und sie hängt davon ab, wie die persönlichen Ziele aussehen.

Problematisch ist natürlich schon, wenn man sich eigentlich schon für eine OP entschieden hatte, und dann doch kalte Füße bekommt. Hier muss man halt herausfinden, ob es sich "nur" um eine vorübergehende Angstattacke wegen der bevorstehenden OP handelt, oder ob man die Optimierung plötzlich tatsächlich nicht mehr will. Man muss sich fragen, wie sieht die Sache in ein paar Jahren aus. Kann man dann wirklich damit leben, kurz vorher gekniffen zu haben.

 

Wenn man jedoch durch eine Kieferfehlstellung keinerlei gesundheitliche Probleme hat, und es sich "nur" um eine optische Beeinträchtigung handelt, mit der man sich notfalls schon arrangieren könnte, und angenommen, die finanzielle Seite sei jetzt für einen persönlich nicht so tragisch: Wo liegt denn dann das Problem, wenn man einfach versucht durch eine KFO-Behandlung das bestmögliche zu erreichen, auch wenn es eine Kompromissbehandlung ist, die höchstwahrscheinlich nicht zum optimalen Ergebnis führt? Warum sollte man dann eine solche Behandlung nicht eingehen?

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Das größte Problem könnte wohl sein, dass man sich evtl. hinterher manchmal fragt, ob man nicht noch mehr hätte rausholen können und müssen. Wenn man perfektionistisch veranlagt ist, macht man sich hinterher Gedanken, ob man sich nicht anders hätte entscheiden sollen. 

Ich persönlich würde mir einfach keine Zähne ziehen lassen, weil man dann das Problem nur kaschiert und nicht löst. Und weil das Profil dadurch noch flacher wird, der Nasolabialwinkel größer etc. Je nachdem wie man vorher aussieht muss das nicht problematisch sein, kann aber. Mein Kfo gab zusätzlich zu bedenken, dass der Funktionsraum durch Extraktionsbehandung signifikant verkleinert wird wo er sicherlich auch Recht hat.

Wenn man eine normale Orientierung beider Kiefer hat und nur Engstände oder sowas, dann sieht man vielleicht hinterher keine Auffälligkeiten von außen, aber wenn man z.B. einen starken Rückbiss hat und Zähne zieht, passen zwar die Zähne am Ende aufeinander, aber von außen sieht es eben manchmal trotzdem nicht normal und unharmonisch aus, weil es ja eigentlich immer noch genauso falsch ist wie vorher. Die Zähne haben einen geringen Anteil an der allgemeinen Attraktivität, da spielen die Proportionen im Gesicht eine viel größere Rolle. Wenn man das Empfinden hat, dass die Fehlstellung auch bei geschlossenem Mund optische Einschränkungen bringt, sollte man es daher vielleicht lieber operativ angehen, weil dort normale Relationen der Kieferknochen zueinander und zum Schädel hergestellt werden können. Zwischen einer reinen Zahnfehlstellung und einer Kieferfehlstellung gibt es für mich persönlich einen ziemlichen Unterschied. Erstere beeinträchtigt mich in der Regel optisch nur dann, wenn ich lache etc, zweitere ist immer präsent, auch wenn sie natürlich nur unterbewusst registriert wird.. außer jemand läuft einem Menschen wie uns vor die Flinte der dahingehend "geprägt" ist, auf sowas zu achten. 

 

Das größte Risiko ist also vermutlich, dass man hinterher enttäuscht ist, weil man sich etwas ausgemalt hat, was nicht möglich war ohne KFC-Einsatz. Hinzu kommt, dass es bei Unzufriedenheit eine zweite Chance nicht gibt, denn nach der Kompromissbehandung erfüllt man ja keine Kriterien mehr, um die Kiefer doch noch versetzen zu lassen in einer erneuten Behandlung. Daher will alles gut überlegt werden. 

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Das größte Problem könnte wohl sein, dass man sich evtl. hinterher manchmal fragt, ob man nicht noch mehr hätte rausholen können und müssen. Wenn man perfektionistisch veranlagt ist, macht man sich hinterher Gedanken, ob man sich nicht anders hätte entscheiden sollen. 

Ich persönlich würde mir einfach keine Zähne ziehen lassen, weil man dann das Problem nur kaschiert und nicht löst. Und weil das Profil dadurch noch flacher wird, der Nasolabialwinkel größer etc. Je nachdem wie man vorher aussieht muss das nicht problematisch sein, kann aber. Mein Kfo gab zusätzlich zu bedenken, dass der Funktionsraum durch Extraktionsbehandung signifikant verkleinert wird wo er sicherlich auch Recht hat.

Wenn man eine normale Orientierung beider Kiefer hat und nur Engstände oder sowas, dann sieht man vielleicht hinterher keine Auffälligkeiten von außen, aber wenn man z.B. einen starken Rückbiss hat und Zähne zieht, passen zwar die Zähne am Ende aufeinander, aber von außen sieht es eben manchmal trotzdem nicht normal und unharmonisch aus, weil es ja eigentlich immer noch genauso falsch ist wie vorher. Die Zähne haben einen geringen Anteil an der allgemeinen Attraktivität, da spielen die Proportionen im Gesicht eine viel größere Rolle. Wenn man das Empfinden hat, dass die Fehlstellung auch bei geschlossenem Mund optische Einschränkungen bringt, sollte man es daher vielleicht lieber operativ angehen, weil dort normale Relationen der Kieferknochen zueinander und zum Schädel hergestellt werden können. Zwischen einer reinen Zahnfehlstellung und einer Kieferfehlstellung gibt es für mich persönlich einen ziemlichen Unterschied. Erstere beeinträchtigt mich in der Regel optisch nur dann, wenn ich lache etc, zweitere ist immer präsent, auch wenn sie natürlich nur unterbewusst registriert wird.. außer jemand läuft einem Menschen wie uns vor die Flinte der dahingehend "geprägt" ist, auf sowas zu achten. 

 

Das größte Risiko ist also vermutlich, dass man hinterher enttäuscht ist, weil man sich etwas ausgemalt hat, was nicht möglich war ohne KFC-Einsatz. Hinzu kommt, dass es bei Unzufriedenheit eine zweite Chance nicht gibt, denn nach der Kompromissbehandung erfüllt man ja keine Kriterien mehr, um die Kiefer doch noch versetzen zu lassen in einer erneuten Behandlung. Daher will alles gut überlegt werden. 

Wer perfektionistisch veranlagt ist, macht sowieso keine KFO-Kompensationsbehandlung.

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OK, ich denke ich hätte mir auch keine Zähne ziehen lassen für eine KFO-Behandlung, da hätte ich lieber alles so gelassen wie es ist.

Ich für meinen Teil hätte bei der OP eher ein Problem damit, mir nachher optisch nicht mehr zu gefallen. Ich habe einen relativ markanten Kinnbereich, aber bei weitem nicht so, dass das wirklich entstellend wirken würde. Ich gefalle mir eigentlich damit, von daher hätte ich mehr Angst, mich danach nicht wieder zu erkennen. Das ist auch ein Punkt, den man, wie ich finde, bedenken sollte. Nicht jeder mit einer Kieferfehlstellung findet sein Aussehen automatisch hässlich oder störend. Und nach einer Kieferverlagerungs-OP sieht man anders aus, und damit muss man erst mal klarkommen. Nur weil man etwas von der Norm abweichend aussieht, muss das noch lange nicht hässlich sein.

OK, ich bin vermutlich ein Sonderfall. Bei mir wird keine Zahn-Extraktion notwendig, bei mir waren die Zahnlücken vorher da, die zufällig sehr günstig für eine KFO-Behandlung liegen.

Ich finde man kann schlecht jemand anderem etwas raten bezüglich der OP. Das ist wirklich eine höchst persönliche individuelle Entscheidung, da einzig und allein der Patient nachher mit den Konsequenzen klar kommen muss.

Ich finde es nur ziemlich unmöglich, um nicht zu sagen rotzfrech, dass hier Menschen, die sich gegen eine OP entschieden haben und mit dieser Entscheidung mit sich selber absolut im reinen sind, als "abschreckendes Beispiel" hingestellt werden!

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Kiza:

Wer perfektionistisch veranlagt ist, macht sowieso keine KFO-Kompensationsbehandlung.

 

Das muss wohl richtiger heißen:

 

 

Wer einseitig ästhetisch (Post biologisch) perfektionistisch ist, macht sowieso keine KFO-Kompensationsbehandlung

 

Gruß Norbert :483:

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OK, ich denke ich hätte mir auch keine Zähne ziehen lassen für eine KFO-Behandlung, da hätte ich lieber alles so gelassen wie es ist.

Ich für meinen Teil hätte bei der OP eher ein Problem damit, mir nachher optisch nicht mehr zu gefallen. Ich habe einen relativ markanten Kinnbereich, aber bei weitem nicht so, dass das wirklich entstellend wirken würde. Ich gefalle mir eigentlich damit, von daher hätte ich mehr Angst, mich danach nicht wieder zu erkennen. Das ist auch ein Punkt, den man, wie ich finde, bedenken sollte. Nicht jeder mit einer Kieferfehlstellung findet sein Aussehen automatisch hässlich oder störend. Und nach einer Kieferverlagerungs-OP sieht man anders aus, und damit muss man erst mal klarkommen. Nur weil man etwas von der Norm abweichend aussieht, muss das noch lange nicht hässlich sein.

OK, ich bin vermutlich ein Sonderfall. Bei mir wird keine Zahn-Extraktion notwendig, bei mir waren die Zahnlücken vorher da, die zufällig sehr günstig für eine KFO-Behandlung liegen.

Ich finde man kann schlecht jemand anderem etwas raten bezüglich der OP. Das ist wirklich eine höchst persönliche individuelle Entscheidung, da einzig und allein der Patient nachher mit den Konsequenzen klar kommen muss.

Ich finde es nur ziemlich unmöglich, um nicht zu sagen rotzfrech, dass hier Menschen, die sich gegen eine OP entschieden haben und mit dieser Entscheidung mit sich selber absolut im reinen sind, als "abschreckendes Beispiel" hingestellt werden!

 

Vielen Dank Regulus für deine Sicht der Dinge und wie ich finde nüchterne Betrachtung, die keinem vor den Kopf stößt und auch andere Meinungen, die als Alternative zur OP tendiert, akzeptiert und zugelassen wird.

 

Ich kann dir nur zustimmen und am Ende ist es jedem Seins, für was er/ sie sich entscheidet.

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Wer perfektionistisch veranlagt ist, macht sowieso keine KFO-Kompensationsbehandlung.

Nicht jeder hat das gleiche Schönheitsideal eines markanten Vorgesichts.. Ich hoffe ich tue dir jetzt kein Unrecht aber ich meine das mit der Zeit aus deinen Beiträgen entnommen zu haben, dass du das eher bevorzugst.

http://data2.whicdn.com/images/28650909/large.jpg

http://data1.whicdn.com/images/28354111/large.jpg

Das ist z.B. ein bekanntes männliches Model (Andre Hamann) und ich behaupte mal, dass die meisten Frauen den attraktiv finden, obwohl er vermutlich nicht so ganz in dein Ideal passen würde, weil das Gesicht von der Seite ja eher gerade ist. Es gibt bestimmt Leute bei denen man z.B. so ein Profil auch mit einer Extraktion erreich kann. Wäre das bei mir der Fall gewesen, hätte ich das vielleicht gemacht... Daher würde ich nicht so pauschalisieren. Ich denke das ist alles individuell für jeden einzeln zu betrachten. Hauptsache man ist am Ende zufrieden!

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