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Meine Geschichte, mit ungewissem Ausgang

Meine Geschichte, mit ungewissem Ausgang

 

 

 

Da ich neu hier im Forum bin möchte ich mich erst einmal vorstellen und euch meinen bisherigen Werdegang schildern.

 

Ich bin männlich, 27 und komme aus Schwerin. Ich habe mich letztes Jahr noch dazu entschlossen ein Studium aufzunehmen in dem ich mich jetzt auch noch befinde.

 

Prolog

 

Als Jugendlicher habe ich im Prinzip nie eine kieferorthopädische Praxis von innen gesehen, ich kann mich zwar erinnern mich bei meinem Zahnarzt nach der Notwendigkeit informiert zu haben der bestätigte mir jedoch immer einen ausreichend guten Biss.

Kurz vor meinem 18. Geburtstag kam es aber dennoch zu einem Termin bei einem Kieferorthopäden. Ich war mit meinen Zähnen, optisch, einfach nicht zufrieden und mir war der Umstand der Kostenübernahme bei unter 18 Jährigen bewusst.
Der Kieferorthopäde sah keine Behandlungsnotwendigkeit im Sinne der GKV bot mir und meiner Mutter aber an uns ein super Angebot zu machen. Mit den allerneuesten und unsichtbarsten Methoden. Wir wägten ab und entschieden uns dann aber dagegen.

 

Teil 1 die erste Behandlung

Ich hab Es also sein lassen. Da ich nicht besonders Eitel bin konnte ich mich auch gut mit meinen etwas schiefen Zähnen abfinden.

Über Jahre kamen aber teilweise starke Beschwerden im Kiefergelenk auf und so suchte ich mit 20 erst einen HNO-Arzt auf, der mich aber schnell zum KFO überwies. Die Kieferorthopädin (eine andere als drei Jahre zuvor war sehr erstaunt über meine Vorgeschichte und sprach vom ersten Moment an von einer Operationnotwendigkeit.

Der Heil- und Kostenplan war von der Krankenkasse schnell genehmigt und mit der Aussicht auf Besserung meiner Beschwerden war ich ab Oktober 2007 Träger einer festen Zahnspange.

Es war zwar ungewöhnlich mit 20 fest bespangt durch die Welt zu laufen aber die positive Resonanz von Freunden und meinem beruflichem Umfeld überwog.

Auch ich konnte mich gut mit der neuen Situation abfinden und fand die Behandlung zwar lästig aber erträglich. Ich hatte eine normale feste Spange im OK und UK bei der später ein etwas nerviger Palatinalbogen hinzu kam.

Eine OP im örtlichen Klinikum kam für mich nicht in Frage und so entschied ich mich, mich in der Uniklinik Rostock operieren zu lassen.
Im Sommer 2009 wurde bei mir vom Chef persönlich eine Bimax-OP durchgeführt. Aufgrund von nicht enden wollenden Blutungen kam man auf fast 7 Stunden Operationszeit. Dementsprechend war mein befinden nach der OP nicht so gut, ich erholte mich aber schnell. Nachdem die Schwellungen zurück gingen und ich mich nach einigen Wochen wieder meinem Berufsleben widmen konnte war ich auch mit dem OP-Ergebnis sehr zufrieden.

 

Bis hier lief glaub ich alles sehr planmäßig ab.

 

Als folge der OP musste leider einige Wochen später ein Backenzahn im Oberkiefer, der bei der OP beschädigt wurde(vorher aber schon nur durch eine Füllung zusammen gehalten wurde), gezogen werden.

In den folgenden Monaten durfte ich fleißig Gummis einhängen, was gerade im Frontzahnbereich sicherlich auch sehr spannend aussah. So war mir sogar das Mitleid meiner jugendlichen Mitmenschen, auch derer mit fester Zahnspange, im Sportverein sicher.
Diese ganzen Gummis (ein Viereck an den Schneidezähnen und zwei Dreiecke links und rechts an den Molaren) spannte ich auch eifrig bis zur Entnahme der Festen Spange im Januar 2010. Ich bekam für die Retension eine Doppelvorschubplatte verpasst. ((Was mir auch eine sehr interessante Polizei-Kontrolle bescherte, bei der der Polizist dachte ich sei komplett besoffen oder auf Drogen aufgrund meiner fantastischen Aussprache. Dies ließ sich jedoch mit Herausnahme der Platten schnell klären.))

Innerhalb weniger Tage nach der festen Spange veränderte sich zunehmend mein Biss, trotz ständigem Tragen des Retainers. Der Unterkiefer schien nach vorne zu wandern und meine Zähne passten einfach nicht mehr so schön übereinander wie vorher.

Ich denke heute das das OP Ergebnis vorher nur durch die Gummis gehalten wurde)

Einer meiner behandelden Ärzte (die zu der Zeit ständig wechselten, es waren ingesamt 4 in der Praxis) verpasste mir dann relativ schnell eine feste GNE Apparatur die ich aber nur sehr langsam, aslo alle zwei Wochen, stellen sollte. Damit wollte er den Biss irgendwie korrigieren -

was jedoch leider nicht gelang.

Nachdem ich das gute Stück das ganze restliche Jahr im Mund hatte verkündete mit der Kieferorthopäde, fast trotzig, das die Behandlung jetzt abgeschlossen sei und er mir die GNE entnimmt. Mir wurde noch zwei Dehnplatten für die Retention hergestellt und ausgehändigt.

Die KFO-Praxis wurde einige Wochen später geschlossen, wie ich später erfahren habe war die Inhaberin aufgrund psychischer Probleme wohl schon lange nicht mehr Arbeitsfähig (Ursrpünglich war vereinbart das nur sie mich behandelt).

Um die Behandlung dann auch formell abzuschließen stellte ich mich 2011 in einer anderen Praxis vor an die die Behandlungsunterlagen übergeben wurden.

Der Kieferorthopäde war mehr als erstaunt über einen offenen Biss und eine Okklusion ausschließlich an den hinteren Molaren. Dies war jedoch der Zustand mit dem mir die GNE entnommen wurde. Er sagte das er eigentlich niemals eine Behandlung so beenden würde und zu einer Wiederaufnahme, mit erneuter OP, riet.

Da bei mir ein längerer Auslandsaufenthalt bevor stand und ich erstmal genug hatte beendeten wir die Behandlung als Kompromiss.

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Teil 2 die Gegenwart

 

Das Knacken und die Schmerzen im Kieferglenk wurden eigentlich nie weniger. Im Gegenteil.

In den letzten Jahren kamen starke Nackenverspannungen und Krämpfe hinzu. Ich habe quasi panische Angst vor dem Gähnen, da häufig eine Maulsperre und Krämpfe folgen.
Mein Orthopäde sieht sogar die Ursache meiner Rückenschmerzen in meinen Zähnen.

 

Anfang des Jahres ist mir bei einem der hinteren Backenzähne im Unterkiefer ein Stück abgebrochen.
Vor einigen Wochen ist auch der Kollege gegenüber im Unterkiefer abgebrochen. Die beiden Zähne stellten den einzigen Kontakt zwischen meinen Kiefern dar und konnten der Last wohl nicht mehr stand halten.

Am 18. Dezember wird mein Zahnarzt die beiden Backenzähne zuzahlungspflichtig rekonstruieren.

 

Da ich mich aufgrund des Studiums, das ich begonnen habe, aber wieder in meiner Heimatstadt befinde habe ich beschlossen mich erneut bei Kieferorthopäden vorzustellen.

 

KFO Nummer 1:
 

Die Dame war eine der Ärzteninnen die damals bei der Operation in Rostock dabei waren (Sie war damals glaub ich in den letzten Zügen ihrer Ausbildung) und wir haben uns gleich wieder erkannt.

Auch Sie war alles andere als begeistert von dem Ergebnis.

Sie fragte mich ob damals Krankengymnastik, Physiotherapie oder Logopädie durchgeführt wurden was ich jedoch alles verneinen musste. Eigentlich sollte dies wohl Standard sein nach einer Bimax weil sie die funktionellen Aspekte mit in den Vordergrund stellt.
Laut ihrer Aussage sind darin auch die Ursachen für das rezidiv zu sehen.

 

Sie meint man könnte die Situation auch ohne eine erneute OP bewältigen. Ca. 2,5 Jahre feste Spange für 4000€.
Sie hat mir auch ein Rezept für einen Logopäden mitgegeben bei dem ich am Donnerstag auch schon einen Termin habe.

 

KFO Nummer 2:

 

Wieder eine Dame. In dieser Praxis wurde die Behandlung 2011 abgeschlossen.

Wir haben nach einem kurzem Gespräch erst einmal nichts definitives vereinbart. Sie hat Röntgenaufnahmen und Modelle veranlasst und möchte sich mit ihrem Kollegen beraten wie man vorgehen könnte. Ich habe Mitte Januar einen erneuten Termin bei Ihr.

 

--Sideinfo: Meine Freundin wird mitkommen und sich auch beraten lassen, weil sie mit ihren Zähnen nicht 100% zufrieden ist--

 

Die Krankenkasse:

 

Ich habe eine Prüfung auf einen Behandlungsfehler bei der vergangenen Behandlung eingereicht. Die beiden abgebrochenen Zähne haben mir etwas die Augen geöffnet. Was ich mir davon erhoffen kann weiß ich jedoch auch nicht.

 

Jetzt:

 

Jetzt sind wir quasi am heutigen Tag anbelangt. Ich werde jetzt erstmal die Logopädie Stunden abwarten und den KFO-Termin im Januar.

Problematisch für ist, das ich Aufgrund meines Studiums mir eine konsevative Behandlung nicht leisten kann. Und eigentlich auch nicht so begeistert von einer erneuten OP bin. Ich habe sogar noch die Titanplatten im Ober und Unterkiefer(mit Kenntnis meiner Behandler) weil ich einen erneuten Termin meide.

 

Ich kann auch gerne mal Vorher/Nachher-Bilder einstellen sofern sich jemand dafür interessiert.

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Willkommen! und Vergleichsfotos sind hier immer gerne gesehen :)

 

Du hast schon einiges mitgemacht und das du nun nochmal einen Anlauf nimmst nach der Misere - Respekt.

 

Weiss man denn warum (abgesehen von der fehlenden Logopädie) sich dein Op-Ergebnis so schnell verschlechterte?

 

Viel Erfolg für deine Wahl deiner Behandlung.

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Danke.

Ich habe keine andere Wahl. Ich habe nur zwei Kiefergelnke sag ich mir immer. Wenn die Zähne mal weg sind kann man ja noch eine Prothese einbauen, aber ohne Kiefergelenke wird es unangenehmn mit dem Überleben :)

Das Rezidiv hat wahrscheinlich muskuläre Ursachen. Die Zähne und Kiefer wurden zwar zueinander in eine (für den Moment) günstige Position gebracht aber es wurden wahrscheinlich nicht die Muskulären Hintergründe brücksichtigt. Das ist zumindest die beste Erklärung die ich habe. Wenn es einfach gewesen wäre hätte es ja eigentlich nicht passieren dürfen -_-

 

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Herzlich willkommen!

Was war denn Deine Ausgangslage, Klasse II oder III? So wie ich Deine Geschichte lese, hattest Du eine UKRV (und wahrscheinlich eine OKVV)?

Das mit den "ausgehängten" Kiefergelenken beim Gähnen und dem Gefühl der "Maulsperre" kenne ich aus eigener Erfahrung - sehr unangenehm und zum Teil auch ziemlich schmerzhaft. Habe ich seit meiner OP zum Glück nicht mehr.

Hast Du mal überlegt, in der KFO einer Uniklinik eine Zweitmeinung einzuholen? Du musst Dich ja dort nicht behandeln lassen. In Würzburg, wo ich in Behandlung bin, machen die Beratungsgespräche immer ein Oberarzt und/oder die Chefin (auch bei Nicht-Privaten).

Alles Gute für Dich!

LG, Filomena

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Hallo,

 

ob es Klasse II oder III war kann ich dir leider nicht mehr sagen. Wenn es wichtig ist würde ich aber mal in den alten Unterlagen schauen.

Genau der Unterkiefer kam bei der OP zurück und der Oberkiefer etwas hoch und vor.

Das mit der Zweimeinung aus der Uniklinik ist eine sehr sehr gute Idee auf die ich selber noch gar nicht gekommn bin. Soweit ich weiß hat der Operateur von damals eine MKG/KFO Sprechstunde. Ich werde mal schauen das ich dort einen Termin bekomme.

 

Danke für den Tipp !

*edit* Ich habe jetzt a, 16.01. einen Termin in der Uniklinik Rostock. Es kann einfach nicht schaden die Meinung des Operateuers von damals einzuholen.

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1. Update

 

Nichts wirklich spannendes, aber zumindest eine neue Erkenntniss.

Ich hatte gestern meinen ersten Termin beim Logopäden. Wir haben glaub ich 50% der Zeit über Gott und die Welt gesprochen, was ich aber als ziemlich angenehm empfand. Wenn ich schon die nächsten Wochen mit jemandem zusammen arbeiten soll dann ist es gutr wenn man sich auch etwas kennt.
Wir haben festgestellt das die Ruhelage meiner Zunge glaub ich ganz okay ist. Jedoch macht sie beim Schlucken eine Art Schaufelbewegung, einmal durch den Mund hindurch und stößt dabei gegen die Schneidezähne. Es wird wohl kein unüberwindbares Problem werden, wir arbeiten das nächste mal da dran.

Ich habe noch ein Frage in die Runde weil ich gestern vergessen hab den Logopäden zu fragen. Ich bin mit der Form meiner Oberlippe etwas unzufrieden. Sie ist ziemlich kurz und nach oben gewölbt. Wenn ich die Lippen schließe muss die Unterkippe zu 80% über die oberen Schneidezähne. Dadurch schau ich immer etwas unglücklich obwohl ich es meistens gar nicht bin :).
Kann mir der Logopäde auch dabei helfen oder sollte ich mich einfach damit abfinden? (So schlimm ist es ja eig. auch nicht)

Ich wünsche euch schonmal einen schönen zweiten Advent!

 

Michael

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Da ist bestimmt eine Menge rauszuholen mit Muskel-, Lippenübungen. Da sprech deinen Logopäden ruhig das nächste Mal an.

Die Lippen können auch trainiert werden :)

 

Das ihr mehr geredet habt beim ersten Termin, sehe ich wie du.

Da beschnuppert man sich erstmal und schaut ob die Chemie stimmt ;)

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Ich habe noch ein Frage in die Runde weil ich gestern vergessen hab den Logopäden zu fragen. Ich bin mit der Form meiner Oberlippe etwas unzufrieden. Sie ist ziemlich kurz und nach oben gewölbt. Wenn ich die Lippen schließe muss die Unterkippe zu 80% über die oberen Schneidezähne. Dadurch schau ich immer etwas unglücklich obwohl ich es meistens gar nicht bin :).

Kann mir der Logopäde auch dabei helfen oder sollte ich mich einfach damit abfinden? (So schlimm ist es ja eig. auch nicht)

 

Damit dürfte der Logopäde überfordert sein er kann das Problem bestenfalls ein wenig lindern. Dieses Problem sollte eigentlich nach einer sinnvollen KFO plus OP nicht vorhanden sein. Dieser "Kunstfehler" ist ursächlich dafür, dass du jetzt über eine erneute Behandlung nachdenken musst. Das ist doch der Sinn einer OP die Smiling line dahingehend zu korrigieren, dass die Unterlippe nicht mehr die OK-Frontzähne druckbelastet die hat da nichts verloren.

 

 

Ich habe eine Prüfung auf einen Behandlungsfehler bei der vergangenen Behandlung eingereicht. Die beiden abgebrochenen Zähne haben mir etwas die Augen geöffnet. Was ich mir davon erhoffen kann weiß ich jedoch auch nicht.

 

Aus der Universitätsklinik für Zahn-, Mund- und ... - FreiDok

Zugunsten einer hohen Behandlungsstabilität sollte bei Deckbisspatienten die Herstellung einer physiologischen morphologischen Beziehung zwischen oberen Inzisivi und Unterlippe - vor allem unter dem Gesichtspunkt der möglichen Einflussnahme auf diesen Parameter - als eines der wichtigsten therapeutischen Ziele angesehen

werden. Dies entspricht in Anlehnung an die nachgewiesenen ätiologischen Zusammenhänge prinzipiell einem kausalen Therapieansatz und bestätigt die These, dass die Rezidivgefahr grundsätzlich dann hoch ist, wenn ätiologische Faktoren im Laufe der Therapie nicht eliminiert werden.

 

In diesem Link zu einer Dr.-Arbeit geht es genau um diese Problematik. Diese Doktorarbeit würde ich empfehlen deinem Antrag beizufügen (Nachreichen).

 

Hoffentlich wird das durch einen Gutachter bestätigt mir scheint das absolut nicht fachgerecht was bei dir gemacht wurde. :483:

 

Gruß Norbert

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Danke für den Zuspruch Oleander und vielen Dank für die Schützenhilfe Norbert.

Nach einem Gespräch mit der Krankenkasse habe ich auch erfahren das ich in der Beweispflicht sein werde.
Außerdem wird mir die Anerkennung eines Behandlungsfehler seitens der KK nichts bringen (nur die KK würde sich dann ihr Geld zurückholen).
Meine Ansprüche müsste ich dann selber durchsetzen.

 

Wer hätte dann in meinem Fall die "Schuld", der KFO, der auch die OP-Splinte angefertigt hat oder der Operateur?

 

Übrigens war es bei mir kein Deckbiss sondern ein Unterbiss.

 

Michael

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Übrigens war es bei mir kein Deckbiss sondern ein Unterbiss.

 

 

Vermutlich ist das das Gleiche aber schau dir die Arbeit an da sind auch Bilder, dann wirst du sehen ob du dich wiederfindest oder nicht in dieses Muster passt, was mich sehr wundern würde.

 

Wer hätte dann in meinem Fall die "Schuld", der KFO, der auch die OP-Splinte angefertigt hat oder der Operateur?

 

Es kommt darauf an wie die Zusammenarbeit war. Wenn man dich mit Splinten zum Chirurgen geschickt hat und er keinen Einfluß auf die Vorbehandlung hatte ist sein Spielraum sehr gering. Allerdings hätte er ja die OP verweigern können wenn die Vorbehandlung und der Splint kein brauchbares Ergebnis ermöglicht. Aber das ist Spekulation und dafür gibt es Gutachter und Fachanwälte.

 

Gruß Norbert

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Ist wieder Märchenstunde Herr Vogel ? Was ist los ? Ist wikipedia oder google kaputt ?

 

1. Ein Unterbiß ist das Gleiche wie eine Progenie, und was völlig anderes als ein Deckbiß.

2. Ein Kieferorthopäde fertigt keinen Splint an, das veranlasst der Chirurg.

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Steve schreibt:

 

Ist wieder Märchenstunde Herr Vogel ? Was ist los ? Ist wikipedia oder google kaputt ?

 

1. Ein Unterbiß ist das Gleiche wie eine Progenie, und was völlig anderes als ein Deckbiß.

2. Ein Kieferorthopäde fertigt keinen Splint an, das veranlasst der Chirurg.

 

1. Ein Unterbiß ist das Gleiche wie eine Progenie, und was völlig anderes als ein Deckbiß.

 

Das kann alles sein wenn das ein Laie sagt. Was es genau ist wissen wir nicht aber so wie er seine Weichteile beschreibt ist damit ein tiefer Biss also ein Deckbiss gemeint.

Die Progenie möchte ich sehen wo die Unterlippe die Oberkieferfrontzähne zu zwei dritteln überdeckt. Wenn sowas nach einer Progenie Behandlung rauskommt ist es nicht nur fahrlässig sondern grob fahrlässig das übersteigt meine Vorstellungskraft so falsch kann man gar nicht behandeln.

 

2. Ein Kieferorthopäde fertigt keinen Splint an, das veranlasst der Chirurg.

 

Ach den fertigt der Techniker vom Chirurgen, das ist mir neu. Ich wusste gar nicht, dass Chirurgen Techniker haben. Das ist zwar lange her, dass ich sowas mal gemacht habe aber das wurde bei uns in der Praxis gemacht. Damals wurde kein Splint verwendet ich habe Häkchen an die Bögen gelötet und der Patient wurde verschnürt nach der OP.  Ich habe auch das chirurgische Set Up gemacht allerdings gemeinsam mit Chirurg und KFO. Da war die Zusammenarbeit optimal die Planung wurde gemeinsam gemacht und der Techniker eingebunden um deren Ideen umsetzen zu können.

 

Gruß Norbert

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Der Kieferorthopäde kann den Splint sehr wohl anfertigen.

 

Der kann das nicht das macht sein Techniker :524:

 

Gruß Norbert

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Ey Jungs,

 

ihr seid hier in einem Zahnspangentagebuch drin.

 

Könnt solche Diskussionen bitte an einer anderen Stelle führen?!

 

Das hat nichts mehr mit Main´s Ausgangsstory zu tun und hilft ihm auch herzlich wenig weiter.

 

Main frag dein Logopäden, wenn er nicht weiter weiss, dann frag deinen Kfo ob er Anlaufstellen kennt und ob Physio was bringt.

 

LG

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Ey Jungs,

 

ihr seid hier in einem Zahnspangentagebuch drin.

 

Könnt solche Diskussionen bitte an einer anderen Stelle führen?!

 

Das hat nichts mehr mit Main´s Ausgangsstory zu tun und hilft ihm auch herzlich wenig weiter.

 

Main frag dein Logopäden, wenn er nicht weiter weiss, dann frag deinen Kfo ob er Anlaufstellen kennt und ob Physio was bringt.

Oleander:

Da muss ich dir ausnahmsweise wiedersprechen das sind schon relevante Fragen für den Treadsteller. Unnötig war allerdings der Beitrag von Steve der ging nur gegen mich und hat dem Treadsteller nicht weitergeholfen.

 

 

Oleander:

Main frag dein Logopäden, wenn er nicht weiter weiss, dann frag deinen Kfo ob er Anlaufstellen kennt und ob Physio was bringt.

Den Logopäden besser MF-Therapeuten braucht Main um über die Runden zu kommen und brauchbare Myofunktionen zu erlernen, seine Problematik geht weit über die Möglichkeiten eines MF-Therapeuten hinaus.

 

Gruß Norbert :527:

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Ui, hier ist ja einieges passiert.

Steve hat in dem Punkt das ein Unterbiss eine Progenie ist recht.

Und ein Tiefbiss liegt bei mir defenitiv nicht vor. Ich hab aktuell einen offenen Biss mit Oklusion auf den Molaren. Der Unterkiefer ist tendenziell, noch immer, zu weit vorne.

Norbert hat aber in dem Punkt mit den Splinten recht. Die Splinte wurden vom eigenen Techniker meiner Kieferorthopädin gefertigt. Der Operateur hat sie aber abgesegnet.

Und Oleander hat auch Recht. Allerdings sollten Grabenkämpfe in einem Forum wie diesem im allgemeinen draußen bleiben.

Das meine Situation alles andere als Optimal ist, ist mir auch bewusst. Allerdings bringt mir dieses Wissen herzlich wenig. 1. Muss mir das erstmal ein Fachmann schriftlich geben und 2. kann ich mir auch dadurch zum jetzigen Zeitpunkt keine neue Behandlung leisten.

Alles in allem bin ich aber über jede Meinung und Hilfe hier dankbar. Für mich hat es sich jetzt schon gelohnt sich hier anzumelden.

Michael

P.S. und jetzt müsst ihr euch bitte wieder alle lieb haben

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Norbert hat aber in dem Punkt mit den Splinten recht. Die Splinte wurden vom eigenen Techniker meiner Kieferorthopädin gefertigt. Der Operateur hat sie aber abgesegnet.

Das ist ja gruselig. Und operiert hat die OP-Schwester ?

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Da kann man nur alles Gute und viel Glück wünschen. Leider habe ich auch die Erfahrung gemacht, dass der Zahnarzt mich altersmäßig zu spät zum KFO geschickt hat, die nächste hat das Knirschen jahrelang nicht bemerkt (oder wollte es nicht merken?)

 

Gruß

Glyzinie

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Es ist relativ lange her und natürlich längst überfällig sich hier wieder einmal zurück zu melden.

 

Das 2. Update

 

Inzwischen gibt es tatsächlich auch einige Neuigkeiten zu berichten.

 

Ich werde einfach mal chronologisch berichten. (Vorsicht es könnte viel Text werden.)

 

Der Kieferchirug

 

Wie in einem der vorigen Posts angekündigt hatte ich am 16. Januar einen Termin bei meinem damaligen Operateur. Ich hatte eigentlich keine nennenswerte Wartezeit und habe mich wie immer sehr gut aufgehoben in der Uniklinik Rostock gefühlt.
Ich wurde schnell in die Ambulanz gebeten und musste noch einige Minuten auf den Oberarzt warten. Es war wieder sehr erstaunlich wie alle Assistenzärzte und Helfer mit einer für Freitag-Nachmittag geradezu, gruselig, guten Laune um mich herum wuselten und dabei ein sehr geschäftiges Treiben darboten.
Der Arzt kam zu mir und warf nach der Begrüßung einen ausgiebigen Blick in meine Akte um sich dann viel Zeit für meine Schilderung zu nehmen.
Das Résumé des längeren Gespräches viel fast schon Erwartungsgemäß aus. Er hätte die Behandlung auch nicht mit dem Ergebnis abgeschlossen und war sichtlich traurig das er mich nach der OP (abgesehen von der Nachbehandlung) nicht mehr zum Ende der KFO-Behandlung gesehen hat. Mein KFO hielt das damals übrigens nicht für nötig.
Um ein vernünftiges Ergebniss zu erzielen würde er auch zu einer erneuten OP raten. Ob es wieder eine Bimax oder die Operation eines Kiefers sein müsste konnte er ohne Modelle nicht genau bestimmen.
Alles in allem haben wir fast gar nicht über die Ursachen des Rezedivs gesprochen. Die Vergangenheit kann ich eh nicht beeinflussen. Jedoch sagte er mir das bei seinen Behandlungen immer Physiotherapie und Logopädie gemacht werden, es gehört einfach zum OP-Paket dazu.
Er hat mich anschließend noch um ein paar Aufnahmen für seine Forschung gebeten, auch im Hinblick darauf das wir uns nochmal auf dem OP-Tisch wiedersehen. Wir verabschiedeten uns und ich machte mich auf ins Nachbargebäude für die zwei Röntgenbilder.
Ich war etwas über einer Stunde in der Uniklinik und das am Freitag-Nachmittag. Wo man in anderen Kliniken Keinen mehr antrifft wird dort noch einmal der Turbo eingeschaltet.

 

Der Kieferorthopäde

 

Einige Tage später hatte ich einen Termin bei meinem KFO (die oben erwähnte KFO-Nummer 2). Natürlich nicht bei dem der mich damals behandelt hat (Dazu später noch mehr). Sondern bei der Behandlerin die damals die Behandlung formell abgeschlossen hat (Ich hatte ja schon die Retainer als ich mich damals das erste mal bei ihr vorgestellt habe).

Beeindruckend für uns alle war eigentlich noch einmal zu sehen das die Modelle geradezu perfekt aufeinander passen. Die Situation der Kiefer ist in der Realität aber leider eine Andere. Mein Unterkiefer gibt einfach die falsche Lage vor. Er ist im Prinzip an der Unterseite zu lang und im oberen Teil zu kurz. Dadurch kommt halt der offene Biss. Da die Situation an den Modellen so nicht ersichtlich ist, hat sie sich am Modell Markierungen gemacht um die Tatsächliche Okklusion zu dokumentieren.
Wir haben uns darauf geeinigt einen Bahandlungsplan zu erstellen um bei der Krankenkasse eine erneute Behandlung zu beantragen.

 

Meine Freundin

 

Meine Freundin hat mich wie bereits angekündigt bei dem Termin begleitet. Sie hat einen ziemlich ausgeprägten Deckbiss und einen schiefen Frontzahn den sie als sehr störend empfindet. Sie fällt erfreulicherweise noch nicht in die OP-Indikation müsste also eine Behandlung komplett selber tragen. Es kommen wahrscheinlich eine Aufbissschiene oder gleich eine Multiband in Frage, um das zu klären sind aber mehr Daten notwendig. Es wurden also Abdrücke und Aufnahmen angefertigt und ein neuer Termin vereinbart.

 

Die Krankenkasse

 

Ich war am Tag darauf bei meiner Krankenkasse um die zwei Baustellen abzuarbeiten. Wir haben in meiner Heimatstadt die Fachabteilung der DAK für die kieferorthopädischen Behandlungen in ganz Deutschland. Also bin ich direkt dort eingeschneit.
Baustelle 1 ist der Antrag auf Behandlungsfehler. Nach einer ersten Prüfung wurde durch den medizinischen Dienst der Krankenkasse geurteilt das alles iO sein müsste. Es wurde nach Aktenlage von 2009! bewertet. Meine damalige Behandlerin ist ja ins Ausland abgehauen und keiner weiß so genau wohin. Alleine deswegen haben die Krankenkasse auch keine Behandlungsunterlagen von damals erreicht. Als Grundlage diente dem medizinischen Dienst nun der Antrag der GNE. In diesem Antrag steht sinngemäß drin das eigentlich alles super ist und die OP ein voller Erfolg war das nur noch etwas Feintuning mithilfe der GNE nötig wäre.
Es kann also (Stand 2009) kein Behandlungsfehler vorliegen.

Die Sachbearbeiterin hat mir geraten mich an die Zahnärztekammer zu wenden und außerdem werden wir erstmal den erneuten Antrag für eine Behandlung abwarten um einem aktuellen Stand zu haben.

 

Baustelle 2 ist also die erneute Behandlung. Die Sachbearbeiterin hat mir geraten ein Gutachten vom Kieferchirugen sowie dem Logopäden dem Antrag beizufügen. Sonst ist die Gefahr sehr groß das es abgelehnt wird weil bereits eine Behandlung erfolgt ist. Und wir sonst das gleiche "Aktenlage-Problem" wie eben beschrieben bekommen werden.
Also habe ich im Anschluss beim KFO angerufen und gesagt das wir auf die Gutachten warten werden bevor es an die DAK geht.

 

Der Logopäde

 

Die logopädischen Behandlung habe ich sowieso einige Tage später abgeschlossen so das der Logopäde ein kleines Schriftstück für den KFO fertig machen konnte. Es war übrigens wirklich nicht schlimm. Meine zungelage hat ich innerhalb weniger Tage und Kontrolle und auch das Schluckmuster zu korigieren erforderte weniger Arbeit als ich dachte.

 

Die Zahnärztekammer

Ich war dann auch noch in der Woche darauf bei der Zahnärztekammer (die übrigens 50m von meiner Wohnung entfernt ist :P ). Das Ergebnis war sehr ernüchternd. Die damalige Behandlerin ist wahrscheinlich in Dubai und „schwer erreichbar“. Andere Verfahren haben gezeigt das es wohl keine vernünftige Aussicht gibt Irgendetwas zu erstreiten da es kein Auslieferungsabkommen mit Dubai gibt und ich wahrscheinlich am Ende nicht viel mehr außer meinen Anwaltskosten hätte (Ich bin wohl nicht der einzige in einer ähnlichen Situation).

 

Eine kleine Atempause

 

Das war es erstmal soweit. Von dem Kieferothopädietermin meiner Freundin und mir letzte Woche werde ich ein andern mal was schreiben. Es soll ja spannend bleiben :) .

 

 

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