Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Folgen diesem Inhalt 0
Horse M.D.

Dauerdiskussion zur Ätiologie von Dysgnathien

111 Beiträge in diesem Thema

Anmerkung von Mush: Dieser Thread enthält Beiträge, die ursprünglich im Rahmen geschrieben wurden. Damit die immer wieder aufkeimende Diskussion über die Herkunft von Dysgnathien nicht einen weiteren Thread übernimmt, kann sie nun hier fortgeführt werden.

 

Und nun zum Originalbeitrag von drhorse:

 

 

 

 

Interessante Position, die Dr. Mew da vertritt.

 

Zwar ist er spezialisiert auf Heranwachsende, aber er behauptet, dass seine Methoden auch bei Erwachsenen funktionieren.

 

Damit widerspricht er komplett der herrschenden Meinung.

 

Und in seinen Beiträgen ist von 1mm Maxilla-Verbreiterung pro Woche die Rede. Wie soll das funktionieren?

 

Hat vielleicht jemand selbst Erfahrungen mit diesen Methoden gesammelt und kann darüber berichten?

1 Person gefällt das

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

-Werbung-

-Werbung-

 

Zwar ist er spezialisiert auf Heranwachsende, aber er behauptet, dass seine Methoden auch bei Erwachsenen funktionieren.

 

Damit widerspricht er komplett der herrschenden Meinung.

 

Und in seinen Beiträgen ist von 1mm Maxilla-Verbreiterung pro Woche die Rede. Wie soll das funktionieren?

 

Im Wachstum sind nicht regelgerechte tonische Muster für das Entwickeln einer Dysgnathie wesentlich mitverantwortlich. Behandelt man Erwachsene braucht man diese Erfahrungen um erfolgreich zu behandeln. Kümmert man sich primär erstmal um die Muskulatur und mechanisch hilft man ein wenig nach um der Muskulatur zu helfen die Fehlentwicklung zu kompensieren, so ist das nur eine Umkehrung der Gewichtung der herrschenen Meinung. Es sind die Methoden die bestimmend sind und zur Verdrängung der lange Zeit vorherrschenden orthopädischen Denkweise geführt haben.

 

Beispiel GNE:

Ist der Oberkiefer zu klein fehlte der Wachstumsanreiz der Zunge und eventuell zusätzlich eine erhöhte Spannung der Gesichtsmuskulatur die mit für eine Wachstumshemmung gesorgt hat. Wird durch MFT vorbehandelt, reicht auch bei Erwachsenen eine konventionelle GNE mit der es reicht nur die Verbindung zu lösen um anschließend mit einem Funktionsregler oder tatsächlich nur mit perfekten tonischen Mustern die Wachstumshemmung auszugleichen. Dabei sind 1mm Maxilla-Verbreiterung durchaus realistisch und die eingeleitete Entwicklung wird eher harmonisch und physiologisch stattfinden als bei einer chirurgisch unterstützten GNE.

 

Es ist sehr wahrscheinlich, dass Behandlungen die Fehlentwicklungen im Einklang mit der Muskulatur zu korrigieren versuchen und Grenzen akzeptieren auch ästhetisch überzeugender sind. Stabiler und funktionell die bessere Lösung sind sie ganz sicher.

 

Gruß Norbert hi.gif

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Tut mir leid Norbert, aber dass Dysgnathien wesentlich durch fehlenden Wachstumsreiz der Zunge und einer erhöhten Spannung der Gesichtsmuskulatur ausgelöst werden, ist einfach Schwachsinn. Dysgnathien sind größtenteils genetisch bedingt, das sehe ich ja an mir und meiner eigenen Familie. Mein Vater hat ein gehemmtes Oberkieferwachstum, weiterhin ein Cousin von ihm sowie der Sohn eines anderen Cousins....

 

Ein falsches Schluckmuster ist halt oftmals Folge einer Dysgnathie und kann dann zur Verstärkung der Ausprägung beitragen. Ist der Oberkiefer zu schmal und wächst nicht genügend nach vorne, dann hat die Zunge einfach keinen Platz, um am Gaumen anzuliegen. Die Folge ist, dass sich die Zunge zwischen die Zahnreihen legt und unter Umständen einen offenen Biss herbeiführt. Auch bei einem offenen Biss ist zu unterscheiden, ob dieser wirklich von einem falschen Schluckmuster kommt oder, ob der Oberkiefer im Molarenbereich zu weit nach "unten" gewachsen ist und einfach im falschen Winkel zur Schädelbasis liegt.

 

Meine Meinung ist daher, dass ein Kieferorthopäde bei einer Behandlung im Kindesalter zunächst die genetische Prädisposition eines Patienten hinsichtlich einer Dysgnathie nachfragen muss. Liegt diese nicht vor, dann kann man mit Logopädie und myofunktioneller Therapie bestimmt vieles erreichen und gewisse Habits des Patienten abstellen. Ansonsten sollte man auf eine Dysgnathieop vorbereitend behandeln...

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

 

Yeah, auf in die nächste Runde...

 

Da sollen aber Leute wie John / Mike Mew, McNamara usw. das sind gar nicht so wenige die die Erkenntnisse von Prof. Fränkel nicht in Frage stellen und der funktionellen Matrix von Melvin L. Moss folgen, in den Ring steigen.

 

 

Tut mir leid Norbert, aber dass Dysgnathien wesentlich durch fehlenden Wachstumsreiz der Zunge und einer erhöhten Spannung der Gesichtsmuskulatur ausgelöst werden, ist einfach Schwachsinn. Dysgnathien sind größtenteils genetisch bedingt, das sehe ich ja an mir und meiner eigenen Familie. Mein Vater hat ein gehemmtes Oberkieferwachstum, weiterhin ein Cousin von ihm sowie der Sohn eines anderen Cousins....

 

Das ist durchaus mit Moss erklärbar. "Die Muskulatur hat den genetischen Auftrag das Skelett zu bilden" vererbt werden Habits (epigenetische Ursachen) darüber tobt der Streit der Wissenschaftler. Die einen sagen das Genom erlaubt regelgerechtes Wachstum und epigenetische Ursachen sind für Störungen verantwortlich. Dann macht auch orthopädisches Intervenieren Sinn.

 

Oder man glaubt das ist genetisch determiniert und orthopädisches Handeln ist weitgehend nutzlos. Erstere finde ich sehr viel überzeugender.

 

Gruß Norbert hi.gif

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Ich darf darauf hinweisen, dass die Quellen auf die Herr Vogel sich beruft, insbesondere Fränkel und McNamara, keineswegs die irrige Auffassung vertreten, die Ätiologie aller Dysgnathien sei epigenetisch. Das ist in etwa so als würde man für die Physik behaupten, es gäbe keine Schwerkraft sondern nur elektromagnetische Effekte, und Coulomb habe das schließlich nachgewiesen.

 

Da nun jeder einmal seine Meinung zu diesem Thema geäußert hat, darf es nicht passieren, dass erneut ein Thread für eine Sachfremde Diskussion gekapert wird. Wenn irgendjemand über die Ätiologie von Dysgnathien diskutieren will, kann er dafür gerne einen eigenen Thread erstellen. Ich setze dann, falls erwünscht, auch sehr gern einen Link darauf hier hinein.

 

Hier jedoch geht es nun bitte mit dem eigentlichen Thema weiter: 

Square Jaw,die Ästhetische Vernachlässigung bei deutschen KFCS und was uns (Männer) wirklich attraktiv wirken lässt

 

Update: Hat sich erübrigt, da die Beiträge nun verschoben wurden.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Oh, jetzt hatte ich grade eine Antwort geschrieben, aber dann lasse ich es lieber. Kann man die Beiträge nicht in den John Mew Faden schieben? Bin mir sehr sicher, dass es mal eine Diskussion über Orthotropics gab..

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Tut mir leid Norbert, aber dass Dysgnathien wesentlich durch fehlenden Wachstumsreiz der Zunge und einer erhöhten Spannung der Gesichtsmuskulatur ausgelöst werden, ist einfach Schwachsinn. Dysgnathien sind größtenteils genetisch bedingt, das sehe ich ja an mir und meiner eigenen Familie. Mein Vater hat ein gehemmtes Oberkieferwachstum, weiterhin ein Cousin von ihm sowie der Sohn eines anderen Cousins....

 

 

Du sagst es ja schon selbst: Viele in deiner Familie haben das Symptom, aber niemand kann 100%ig festmachen, wo die eigentliche tiefere Ursache ist. Theoretisch wäre es möglich, dass diese Fehlstellung bei allen unter Beteiligung ähnlicher Probleme entstand, nämlich durch eine  Fehlkoordination während des Wachstums. "Genetisch bedingt" widerspricht der Theorie also eigentlich nicht direkt. Wenn du von Kindesalter an eine muskuläre Fehlkoordination hättest, die vielleicht genetisch vorprogrammiert ist, dann könnte die Fehlfunktion vielleicht dazu führen, dass der  wachsende Knochen, den bestehenden Kräften entsprechend, verändert wächst. Das Genetische Potential könnte dann nicht ausgeschöpft werden, ähnlich wie es beim Wachstumsstopp ist, wenn man Kindern Steroide spritzt oder sie hart arbeiten lässt. Eure Meinung widerspricht sich daher vielleicht nicht unbedingt komplett. 

 

Es ist ja auch leider kaum möglich herauszubekommen, ob sich diese familiär auftretenden Deformationen vor oder nach solchen Fehlfunktionen entwickeln, dazu müsste man ja mehrere Generationen vom Säugling bis zum Wachstumsende nacheinander untersuchen und beobachten. Ich vermute, dass dies nie getan werden konnte. Eigentlich kann man stattdessen meist nur noch sagen: Ja, die Fehlstellung kommt in der Familie vor. Das kann man auch gar nicht bestreiten. Wie sie ursächlich entstanden ist, kann man doch trotzdem nur mutmaßen. Ich denke, dass niemand hier oder sonst wo behaupten kann, die einzig richtige Antwort gefunden zu haben. Wie sollte man das tun?  Dass man durch Kräfte Wachstum steuern kann, zeigt die klassische Kieferorthopädie ja auch. Dass es Grenzen gibt, sieht man genauso. 

 

Ein ganz tolles Beispiel dafür, wie beeindruckend variabel ist der Organismus in seiner Entwicklung ist , ist die Krankheit Situs inversus. Hier kommt es (genetisch bedingt) durch eine falsch Schlagrichtung von Cilien in der Embryonalentwicklung zu einer falschen Verteilung von entsprechenden Wachstumsfaktoren. Man würde jetzt schnell vermuten, dass sowas letal wäre, aber erstaunlicherweise bildet sich eine entgegengesetzte Ausrichtung der Organe (Herz auf falscher Seite etc.). In der DNA ist also nicht ein starrer Bauplan verankert, der allein sagt wo etwas hin muss, sondern es ist indirekter, mehr wie ein Kochrezept. Eine Anleitung was in welcher Folge, wann passiert. Alles sauber koordiniert und getimed, doch der Plan dafür ist eine ziemliche Flickschuhsterei geworden im Laufer der Evolution. Und durch die Ausführung dieser Dinge, die sequentielle Expression und Repression von bestimmten Genen usw., entsteht am Ende das große Ganze. Es ist für mich daher nicht 100% auszuschließen, dass es auch für die korrekte Steuerung von Skelettwachstum u.a. notwendig ist, dass eine andere Struktur (Muskel) zuvor regelgerecht ausgebildet worden ist und funktioniert. Könnte ja durchaus ein Faktor von vielen sein.

Das ganze ist irgendwie das klassiche Henne-Ei-Problem: Ist der UK zu klein und die Zunge weicht aus oder liegt sie falsch und der UK wächst weniger, weil er es nicht nötig hat? Ich finde das Thema richtig schwierig, auch weil immer gleich so radikalisiert wird. Sicher ist, dass vieles genetisch veranlagt ist, aber ich bin noch nicht überzeugt, was da eigentlich genetisch festgelegt ist. Am Ende ist die Entwicklung von Fehlstellungen sicher ein Prozess, in dem vermutlich (wie so oft) viele Mitspieler beteiligt sind. 

Allerdings halte ich es persönlich einfach für Unsinn, sich beim Erwachsenen solch riesige Veränderungen zu versprechen, die der Dr. Mew es da anklingen lässt (ohne einen Beweis liefern zu können, wohlgemerkt). Es werden adult kaum Wachstumshormone ausgeschüttet, Wachstumsfugen sind geschlossen, der Körper kann meiner Meinung nach hauptsächlich noch Reparatur nach Brüchen und leichte Anpassungen durch extreme Kräfte hinkriegen denn dafür wurde er evolviert. Beinstreckungen funktionieren auch nur mit Bruch. Ich fürchte ohne jegliches Wachstum passiert auch nichts. Da braucht es dann aller Erfahrung nach rohe Gewalt mit Hammer und Meißel. Schaden wird es bestimmt nicht, wenn man falsche Angewohnheiten und muskuläre Dysharmonien zusätzlich behandelt.. Freuen würde ich mich natürlich, wenn dieser Dr. Mew Recht hat, man soll auch niemals nie sagen, aber ich fürchte der lehnt sich etwas weit aus dem Fenster, zumal er sagt: Beweise in Form von Röntgenbildern.. habe ich nicht. 

Fände es super, wenn diese Ja/Nein Radikalität aus der Diskussion bleiben würde. Es gibt immer Argumente für und wider und immer Dinge, die man nicht prüfen kann, anders interpretieren kann usw. 

1 Person gefällt das

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Die Entstehung von Dysgnathien ist meist multifaktoriell. Die genetische Komponente kann klein sein, oder auch überwiegen. Bei manchen Dysgnathieformen ist die Frage nicht, ob ihnen Gene zugrunde liegen, sondern welche Gene das sind. Wer will, kann sich da einlesen.

 

Was Dr. Mew angeht: Da muss was dran sein, sonst wäre es doch nicht auf Youtube.

Im Ernst: Wie leviathan schreibt, kann man die Knochen Erwachsener nicht nach Belieben verformen, sondern muss osteotomieren um etwas wesentlich zu verändern. Es gibt einige Studien, die dem Herbst-Scharnier noch einen kleinen Effekt auf ausgewachsene Kiefergelenke bescheinigen, aber viel mehr ist nicht drin.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

 

 

leviathan

Fände es super, wenn diese Ja/Nein Radikalität aus der Diskussion bleiben würde. Es gibt immer Argumente für und wider und immer Dinge, die man nicht prüfen kann, anders interpretieren kann usw.

 

Das kann ich nur unterschreiben. Ein schöner und intelligenter Text. Was diesen Mew betrifft bläßt er das schon ein wenig auf, das braucht man wohl fürs Geschäft. Das macht es aber nicht schlechter was er treibt. Es ist jedenfalls sinnvoller mit der Muskulatur zu arbeiten als sie zu ignorieren. Mir geht es in all meinen Beiträgen nur um die Gewichtung hin zu mehr orthopädischem Handeln. Gute KFO kümmert sich um Beides Mechanik und Orthopädie. Und wenn jemand Orthopädie für wichtiger hält als die Mechanik ist er deshalb kein Troll, auch das kann man aus dem Beitrag von Leviathan lernen.

 

Allerdings was das unter "Kunterbunt" verloren hat bleibt das Geheimnis von Mush

 

Gruß Norbert hi.gif

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

 

Mush

Ich darf darauf hinweisen, dass die Quellen auf die Herr Vogel sich beruft, insbesondere Fränkel und McNamara, keineswegs die irrige Auffassung vertreten, die Ätiologie aller Dysgnathien sei epigenetisch. Das ist in etwa so als würde man für die Physik behaupten, es gäbe keine Schwerkraft sondern nur elektromagnetische Effekte, und Coulomb habe das schließlich nachgewiesen.

 

1984 Prof. Fränkel er war zu diesem Zeitpunkt 76 Jahre alt.

 

 

Die Entwicklung der orthodontischen Gerätesysteme hat einen Grad der Vervollkommnung erreicht, dass das Problem der aktiven Bewegung von Zähnen als gelöst betrachtet werden kann. Bei der Behandlung von skelettalen Fehlentwicklungen jenseits des Alveolarfortsatzes aber versagt die Mechanotherapie. Sie hat in diesen Fällen mehr oder weniger nur symptomatischen Charakter, d. h., sie erschöpft sich in der Korrektur der dentalen Symptome der Dysgnathie. Die skelettalen Disproportionen und die bestehenden funktionellen Aberrationen, die die Gesichtsästhetik erheblich beeinträchtigen bleiben bestehen.

Aus diesem Grunde muß man Moss beipflichten, wenn er sagt, dass die funktionelle Orthopädie im orofazialen Bereich ihr Ziel noch nicht erreicht hat. Die Kieferorthopädie ist dringend gefordert, die Therapielücken auszufüllen und nach Wegen zu suchen, um die gnathischen Fehlentwicklungen orthopädisch zu beeinflussen. Die Entwicklung der Funktionsregler zum orthopädischen Übungsgerät sollte als ein Bemühen in diese Richtung gesehen werden.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Wie so oft verwenden Sie hier ein längliches Zitat einer Aussage um eine andere Aussage zu stützen und hoffen offenbar, dass es niemand merkt. Bitte vermeiden Sie dieses Vorgehen ab jetzt und beschränken Sie Ihre Zitate auf die eigentliche Aussage, sofern es denn eine gibt.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Darf der arme Herr Fränkel sich nicht selbst verteidigen? Das ist die Kernaussage von Herrn Fränkel, dass epigenetische Ursachen ein größeres Gewicht haben als das Genom bei Wachstum und Entwicklung. Das ist das Fundament.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Herr Prof. Fränkel muss sich nicht verteidigen, da er nicht angegriffen wird. Andererseits verdient sein Werk durchaus eine Verteidigung dagegen, von Ihnen verfälscht wiedergegeben und instrumentalisiert zu werden.

 

Es ist einer der Verdienste Fränkels, die Bedeutung epigenetischer Faktoren in der Kiefer- und Gebissentwicklung erkannt und nutzbar gemacht zu haben. Die Aussage, die Gene spielten keine Rolle, stammt nicht von Prof. Fränkel.

 

Die aktuelle Forschung zum Lokalisieren der mit Dysgnathien assoziierten Gene steht auch nicht im Widerspruch zu Fränkel oder Moss.

 

Übrigens: Bitte verwenden Sie fett gedruckte Schrift zur Hervorhebung einzelner Textteile und nicht um Ihren Beiträgen Gewicht zu verleihen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Gibt es in DE Ärzte,wie Dr Mew?

 

 

Oder muss man zu Dr Mew persönlich?

 

 

Ich bin sehr interessiert an dem Thema und bin der Verantwortliche,wieso dieser Thread hier nun wieder zu leben beginnt.

 

 

 

Wie lange dauert es bis man einen Termin bei Mew hat? Als nächstes hole ich mir Tough Gum Kaugummi und probiere seine Techniken anzuwenden.

 

Claimingpower.com  kann ich für Mews Ansicht extrem empfehlen!

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Das würde mich auch sehr interessieren wer hier nach als kfo nach den aspekten von New praktiziert? Jemand vllt raum frankurt, würzburg, aschaffenburg?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

 

Shizophren:

Gibt es in DE Ärzte,wie Dr Mew?

 

In den Positionspapieren der Arbeitsgruppe der myofunktionellen Therapeuten innerhalb der Logopädie findest du deckungsgleiche Aussagen wie bei Dr. Mew. Im Thread "MFT versus Logopädie" kannst du dich schlau machen. Suche dir einen Therapeuten der nach Codoni ausgebildet (verbindet MFT mit Körperarbeit) ist und unterlasse Selbstversuche. Die Gefahr sich neuen Blödsinn anzugewöhnen ist relativ groß. Das wäre mal ein erster Schritt der sich auch ästhetisch bemerkbar machen wird. In welchem Umfang bestimmst du durch deine Mitarbeit.

Bei der Suche eines vergleichbar arbeitenden Arztes in Deutschland kann ich nicht direkt helfen. Aber auch hier gibt es Ärzte die orthopädisch denken und offen für Methoden wie Mew sie anwendet sind. Da musst du halt ein wenig Überzeugungsarbeit leisten.

 

Gruß Norbert hi.gif

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

@Shizophren und lollyka: Ich wünsche Euch alles Gute bei Eurer Suche, aber Euch und allen anderen, denen es ähnlich geht, möchte ich eines ans Herz legen: Jemand, der Euch gut und korrekt behandelt, Euch Alternativen nennt, und der auch ehrlich sagt, was nicht geht, ist am Ende vielleicht besser, als jemand, der Euch alles verspricht, was Ihr hören wollt. Die Welt ist voll von vermeintlichen Wunderheilern, und viele davon können vor allem eines: überzeugen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Wie sieht es eigentlich mit dem Einfluss von Lutschen auf die Entwicklung von Dysgnathien aus?

 

Ich frage auch deshalb, weil ich als Kind doch relativ lange (bis zu meiner allerersten losen Zahnspange) gelutscht habe, aber nicht wie die allermeisten den Daumen und in gewissen Sinne von unten, sondern mit Zeige- und Mittelfinger und in gewissem Sinne von oben und habe/hatte ja Probleme mit einer Progenie. Und letztendlich ist Lutschen ja auch ein Muskeltraining.

 

Von daher wäre es auch interessant, wieviele Leute mit einer Progenie länger gelutscht haben und auf welche Art und Weise. Wobei es natürlich auch wieder ein Henne-Ei-Problem sein kann, entwickelt sich eine Progenie, weil man von oben lutscht oder lutscht man von oben, weil die Progenie schon da ist (und dann sind Zeige- und Mittelfinger deutlich bequemer als sich für den Daumen zu verwinden)?

 

Viele Grüße!

 

Irene

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Die Frage wäre ja auch, Schokolädchen, ob in deiner Famile weitere Fälle von Dysgnathien vorhanden sind?

Das Lutschen wirst du wahrscheinlich nicht mehrere Stunden am Tag gemacht haben, oder? Von daher stelle ich mir den Einfluss recht gering vor...

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Allerdings halte ich es persönlich einfach für Unsinn, sich beim Erwachsenen solch riesige Veränderungen zu versprechen, die der Dr. Mew es da anklingen lässt (ohne einen Beweis liefern zu können, wohlgemerkt). Es werden adult kaum Wachstumshormone ausgeschüttet, Wachstumsfugen sind geschlossen, der Körper kann meiner Meinung nach hauptsächlich noch Reparatur nach Brüchen und leichte Anpassungen durch extreme Kräfte hinkriegen denn dafür wurde er evolviert.

 

Interessanter Punkt, aber er greift zu kurz. Die gesamte Kieferorthopädie basiert doch darauf, dass sich Knochen unter Druck bzw. Zug zurück- bzw. ausbildet. Es können Zahnbewegungen von mehr als 1cm im Kiefer realisiert werden. Über die gesamte Behandlungszeit knabbern Osteoklasten Knochenmasse ab, wo der Gewebsdruck zu hoch ist, und Osteoblasten wandert dorthin, wo der Gewebsdruck zu niedrig ist. Hierzu bedarf es keiner direkten Schädigung des Knochengewebes, die Vorgänge werden allein durch die physikalischen Verhältnisse im Zahnfleisch aktiviert bzw. gehemmt.

 

Im Ernst: Wie leviathan schreibt, kann man die Knochen Erwachsener nicht nach Belieben verformen, sondern muss osteotomieren um etwas wesentlich zu verändern. Es gibt einige Studien, die dem Herbst-Scharnier noch einen kleinen Effekt auf ausgewachsene Kiefergelenke bescheinigen, aber viel mehr ist nicht drin.

 

 

Gut, nun sollten wir mal nicht Gelenke und Knochen durcheinanderwürfeln. Und ich denke schon auch, dass Knochen im Wesentlichen dazu da sind, um Kräften standzuhalten, und ihnen deswegen gerade *nicht* nachgeben.

 

Wie oben beschrieben kann sich an den Knochenrändern (und eine Bruchstelle ist in diesem Sinne auch ein Knochenrand) durchaus Längenwachstum vollziehen. Das Fehlen von Kräften führt hingegen zu einem Abbau von Knochenmasse, und an unbelasteten Knochenrändern u.U. auch zu einem Größenverlust. Keine der beiden Tatsachen ließe jedoch den Schluss zu, dass durch das Ausüben von Kräften innerhalb eines intakten Knochens ein Längenwachstum bzw. eine Verkürzung des Knochens provoziert werden könnte. Das wäre aber  Voraussetzung, um die von Dr. Mew behauptete Umformung der Maxilla durch Face Pulling etc. zu ermöglichen. 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Und letztendlich ist Lutschen ja auch ein Muskeltraining.

 

Es trainiert nur leider die falschen Muskeln..

 

Außerdem werden beim Lutschen im Kindesalter die Wachstumsfugen einer Kraft ausgesetzt, die das Wachstum in eine ungünstige Richtung beeinflusst.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

An dieser Stelle will ich auch mal meinen Senf dazugeben: Einer meiner Verwandten - etwa in meinem Alter - leidet seit seiner Kindheit an Asthma und Allergien, die früher oftmals zu Atembeschwerden führten. Er hat in seiner Kindheit immer am Daumen gelutscht und sich im Schlaf sogar regelrecht die Faust in den Mund gesteckt und darauf herumgekaut. Das Ganze hielt an bis zur Pubertät, und manchmal macht er das heute noch. Er war immer Mundatmer im Schlaf, hat immer geschnarcht.

Und trotzdem hat er bis auf minimal schief stehende Vorderzähne keinerlei Kieferfehlstellungen, im Gegenteil - er hat sehr ausgeprägte Kiefer, markante Kinnlinie, gut proportionierte Wangenknochen und eine gerade Nase. Er gilt - im Gegensatz zu mir - als der Gutaussende in der Familie.

Wer kann mir das erklären? ;-)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!


Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.


Jetzt anmelden
Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Folgen diesem Inhalt 0