howie67

UK OP nach Zystenfund, bereits 1,5 Jahre k...

Hallo!

Ich hatte am 29.08.2013 eine Uk op.

Dort wurde mir ein teil des linken Unterkiefers (regio 33 bis zur Gelenkfortsatzbasis) mit einer grossen Zyste entfernt.

 

Als Kieferersatz wurde mir Knochen vom Beckenkamm eingesetzt.

 

Das ganze wurde von aussen gemacht, ich habe jetzt eine Narbe in der höhe des Unterkiefers.

 

14 Tage nachdem ich zuhause war bin ich wieder ins KH da die linke Wange stark anschwoll.

Grund war eine starke sekretansammlung in der Wange. Die Narbe an der Wange wurde wieder etwas geöffnet um das sekret zu entfernen und ein teil blieb offen um sich noch bildene Reste abzuleiten.

Lag dann so wieder 3 W im Uniklinikum Halle und es wurde nichts besser... täglich wurde durch die öffnnung gespült und der verband gewechselt, aber es gab keine besserung.

Dann wurde mit einer Sintigraphie festgestellt das das implantat entzündet ist. OP gleich drauf am Montag.

Es wurde dabei ein kleiner Teil des implantates entfernt (was lt. OA zusätzlich implantiert war), eine schraube entfernt und 2 etwa nachgezogen.

Hatte dann eine Saug-Drainage dran die nach 4 Tagen entfernt wurde da nichts mehr rein lief.

2 Tage später wurde ich dann entlassen (Freitag) da es ja gut aussah.

Samstag früh zuhause  war die ganze Narbe (ist so ca12-13cm) etwas rot und leicht geschwollen.

Das liess auch nicht nach, Nachmittags ging ein stück der Narbe auf (dort wo vorher immer gespült wurde) und es lief haupsächlich rötliches Sekret raus.

Grosser Schreck, also ab ins Auto und ins KH (60 km). Da ja WE war der Arzt der Kieferchirurgie auch in der Notaufnahme, dementsprechen lange warten. Er hat die Wunde nur gesäubert und auch per Tel. mit der OÄ rücksprache gehalten, Also offen lassen und immer nur verbinden. Ich war nun gestern wieder zum verbinden und nachsehen (wir machen das zuhause auch 3x am Tag, also verband wechseln), erst mal so lassen. Ich hab aber den Eindruck das es wieder mehr wird und auch nicht mehr nur rötliches Sekret kommt.. Ich sehe schon wieder das man mich dann am Do. zum neuen Verbandwechsel wieder im KH behalten will da es ja nicht besser/ schlimmer wird. Ihr könnt euch votstellen das ich nach 6 W KH und gesamt etwa 8 W krank darauf so gar keinen Bock mehr habe.

 

Weiter ging es dann das bei weiteren 2 OPs leider fast das ganze eingesetzte Implantat/ Material entfernt werden musste, da die Entzündungen nicht nachliessen. Angewachsen war nur ein etwa 1,5 cm grosses Teil an der Gelenkfortsatzbasis.

Im Januar 2014 war da die letzte OP. Nach dieser hörte die Sekretion sehr schnell auf und die Narbe heilte zu.

Um zu warten das alle Entzündungen weg waren und auch die Schwellung noch zurück geht (was nicht ganz klappte) wurde eine neue OP erst für den Sommer 2014 geplant.

 

Diese war dann im Sept. 2014. Da wurde dann ein stück gestielter Knochen (mit Blutversorgung) vom Wadenbein entnommen m Kiefer eingepfanzt und mit Titanplatten befestigt..

Aber was soll ich sagen, nach 5 Tagen das selbe spiel, sehr gerötete spannende Narbe, dann im KH wieder eine ruptur der Naht mit Sekretauslauf.

Es wurde wieder gespült und gesäubert, aber ohne grossartige Besserung. Nach 4 Wochen wurde wieder eine Szintigraphie durchgeführt, bei der es eigentlich lt. dem Arzt dort gut aussah (Wobei man da ja nicht viel erkennt, bessere Bilder gibt es nur mit bessere Anlage, muss man aber selber zahlen, ab 500 aufwärts.... :( )

 

Dann hab ich selber einen Test auf eine Titanunverträglichkeit machen lassen, der aber (leider?) auch negativ war.

Anfang Dezember 2014 sollte dann in einer OP trotzdem das ganze Titan entnommen werden und der Knochen sollte ohne weiter einwachsen.

Nur leider stellte sich bei der OP heraus das der eingesetzte Knochen entzündet und nicht angewachsen war und auch mit entfernt werden musste. Zu allem Pech wurde der noch vorhandene kleine Rest meines eigenen Kieferknochens auch mit entfernt, da dieser auch stark entzündet war.

Also hab ich jetzt links unten nix mehr Kiefer....

Nach der Op das selbe wie im Januar, die Sekretion war weg und die Narbe heilte zu.

 

Nun weiss ich nicht was ich von der nächsten geplanten sache halten soll.

Sie wollen jetzt den UK vorne mittig zersägen und dort eine Art Gerät anbauen um den Kiefer da auseinander drehen zu können.

Damit soll erreicht werden das dort eigener Knochen wächst und die bestehende Lücke im Kiefer wenigstens teilweise schliesst. Der Rest soll dann mit einem Stück Rippe geschlossen werden...

Wie heisst denn diese Methode und funktioniert sie auch? Kann man damit halbwegs essen? Ich weiss nicht so recht und bin sehr verunsichert.

 

 

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Tut mir wahnsinnig leid für dich deine ganze Geschichte. Dass du verunsichert bist, kann ich vollkommen verstehen....

 

Die Methode, dass der Unterkiefer mittig durchtrennt wird und dann auseinandergezogen wird, wird auch  verwendet, wenn der Unterkiefer zu schmal ist. Die beiden Unterkieferhälften werden jeden Tag ca. 0.2mm auseinanderbewegt mit einer Schraube und dann bildet sich neuer Knochen dazwischen. Bis der Knochen hart und belastbar ist, dauert es jedoch einige Monate.

 

Ich verstehe nur nicht wie man garantieren will, dass dann das Rippentransplantat sich nicht auch wieder entzündet. Sind bei dir denn mal Abstriche genommen worden aus der Wunde? Wurden Keimbestimmungen gemacht? Das hört sich für mich danach an, als ob du dir irgendeinen resistenten Keim eingefangen hast, den jetzt in der Mundhöhle hast und der dir jedesmal das Knochentransplantat entzündet? Oder wird allgemein in der Uniklinik nicht sauber gearbeitet? Es kann ja nicht sein, dass sich das jedesmal entzündet?

Vielleicht kannst du mal in einer anderen größeren Klinik vorstellig werden?

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Hallo!

Abstriche wurden von dem Sekret immer gemacht und es wurde dann auch immer mit AB behandelt.

Ich habe da auch noch das Problem das ich eine Penicilin-Allergie habe und deshalb nur eingeschränkt mit AB behandelt werden kann.

Hatte auch schon daran gedacht mal woanders hin zu fahren, nur wo gibt es gute Kliniken die eine gute MKG haben?

Dazu müsste ich mir aber meine kompletten Krankenakte kopieren/ aushändigen lassen?

Da weiss man doch da gleich das ich woanders hin will.

Wollte schon mal nach Leipzig in die Uniklinik, nur hab ich da erfahren das die "Chefs" gute Bekannte sind.

 

Und was ist mit der Methode beim Uk Auseinanderdehnen? Schmerzhaft? Wie isst man während der Behandlung, usw?

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Das Auseinanderdehnen ist ansich schmerzfrei, aber die Op wird halt Schwellung und Schmerzen verursachen, aber das kennst du wahrscheinlich von den anderen Ops auch. Wie man während der Behandlung essen soll, kann ich dir nicht beantworten. Es ist bei sonst gesunden Patienten auf alle Fälle so, dass man ca. 6 Wochen nur Weiches/Breiiges essen soll, wie das dann bei dir ist musst du deine Behandler fragen.

Wie ist es bei dir zurzeit mit dem Essen eigentlich? Kannst du auf der gesunden Seite normal essen?

 

Und du kannst dir ruhig die Akte kopieren lassen und mal wo anders hinschauen. Kein vernünftiger Arzt wird dir bei deiner Geschichte dafür böse sein...

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Hallo!

Essen kann ich mit der rechten Seite ganz gut, es darf halt nicht zu hart/ fest sein, aber daran gewöhnt man sich schon.

Richtig etwas abbeissen geht natürlich auch nicht, also wird alles / vieles geschnitten und mit der Gabel Löffel gegessen...

War auch schon bei McDoof und hab da mit Messer und Gabel "gespeisst"  

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Diese Methode heißt "Distraktionsosteogenese".

 

Die Ärzte haben sich entschieden diese Methode anzuwenden, nachdem zwei Transplantationsversuche fehlgeschlagen sind.

 

Das ist eine bedauerliche Entwicklung. Normalerweise nimmt der Körper die Transplantate vom eigenen Körper gut an. Entscheidend dafür, dass das bei Knochentransplantaten gut funktioniert ist, dass a) die Blutversorgung funktioniert und B) die Knochenhaut rings um die Stelle der Operation intakt ist. Sind diese Rahmenbedingungen nicht gegeben, stirbt das Transplantat ab. Die Abbauprozesse werden mittels Entzündungsreaktionen in Gang gesetzt und so lange aufrecht erhalten, bis kein totes Gewebe mehr vorhanden ist. Bei unzureichender Blutversorgung kann das aber seehr lange dauern, und natürlich besteht solange auch das Risiko einer Infektion.

 

Ich bin mir nicht sicher, ob die Ärzte hier versagt haben. Oft ist es so, dass man sich den Befund anschaut, sich dann sagt: "Wir probieren jetzt dasunddas.", und einfach hofft, dass es funktioniert.

 

Für deinen Befund brauchst du nicht irgendeinen guten MKG-Chirurgen (die beherrschen oft lediglich ihre Standardeingriffe aus dem effeff), sondern eigentlich einen sehr erfahrenen Chirurgen mit Schwerpunkt "rekonstruktive Chirurgie".

 

z.B. die hier: http://ethianum-klinik-heidelberg.de/de-plastisch/unfallfolgen/knochendefekte/knochen.html

oder die: http://www.unispital-basel.ch/fr/das-universitaetsspital/bereiche/chirurgie/kliniken-institute-abteilungen/plastische-rekonstruktive-aesthetische-chirurgie-handchirurgie/aktuelles/

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Hallo!

Jetzt bin ich erst mal dabei mich im Ethanium Schlau zu machen.

Der zweite link ist ja eine Klinik in der Schweiz. Mir hatten auch schon andere gesagt das ich es mal dort (Schweiz) versuchen soll.

Nur wie sieht es denn da aus mit den Kosten bzw. mit der Kostenübernahme durch unsere KK? Ich glaube ja kaum das die so einfach die Kosten einer Behandlung dort übernehmen würden.....

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Ich denke, dass die Krankenkasse für eine Behandlung in der Schweiz nur so viel zahlen würde wie eine Behandlung in Deutschland kosten würde. Auch müsstest du soweit ich weiß die Rechnung zuerst selbst bezahlen und dann ein Kostenerstattungsverfahren bei der Krankenkasse einreichen.

Da in der Schweiz die Kosten für so eine medizinische Behandlung wahrscheinlich um einiges höher sind, wirst du wahrscheinlich draufzahlen müssen.

 

Erkundige dich doch mal bei der Krankenkasse wie das mit einer Auslandsbehandlung ablaufen würde. Einfach mal anrufen und einen Beratungstermin in der nächsten Filiale ausmachen.

 

An deiner Stelle würde ich zumindest mal einen Beratungstermin in der Schweiz ausmachen. Das wird dich nicht allzu viel kosten. Dr. Triaca in Zürich ist da bestimmt ein guter Ansprechpartner.

 

Das Problem an dem Ethanium aus dem Link ist, dass es mir danach aussieht als ob sie sich auf Knochendefekte im orthopädischen Bereich spezialisiert haben. Von MKG-Chirurgie steht da nichts. Ein normaler Unfallchirurg wird bestimmt nicht bei dir im Gesicht operieren, dafür sind ja  eben die speziell ausgebildeten MKG-Chirurgen da.

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Hallo!

Ich war nun gestern mal in der Charite bei Herrn Prof. Dr Hoffmeister.

Seine Meinung zu meinem Problem. Erst mal nichts machen, wenn ich keine größeren Probleme habe.

Sollte ich Probleme bekommen, kann ich sofort hin kommen und werde behandelt.

Dort wurden auch gleich erst mal gute Röntgenbilder gemacht (Auflösung) und auch mein Gesicht /Kopf wurde aus allen möglichen Positionen (auch im Mund) fotografiert zur evtl. weiteren Dokumentation.

 

 

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Was heißt denn in dem Kontext "wenn ich keine größeren Probleme habe"? So wie ich das verstehe, fehlt dir doch im Unterkiefer ein Stück Knochen, was ich mir jetzt als nicht ganz unerheblich vorstelle?

 

Was für eine Behandlung stellt er sich denn vor?

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Ich kann essen, sprechen, trinken und habe keine schmerzen. Alles "nur" geringe Probleme oder wie man es auch nennen mag.

Nach 8 Op's bei denen eigentlich nie etwas "besseres" rauskam, es danach immer nur noch schlechter war,

werd ich jetzt (erst mal) nichts mehr machen lassen.

Sollte es aber "schlimmer" werden, dann kann man es immer noch mal machen lassen.

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(ist es technisch Hier etwa unmöglich zu "Zitieren"?)

 

Hallo howie67 bei Dir begann Alles mit einer Zystenentfernung im Unterkiefer. Bei mir wurde 2010 auch eine große Zyste im UK festgestellt. Gut daß ich Nichts habe machen lassen. Bin ohne irgendwelche Beschwerden in der Region. (Irgendwo las ich kürzlich, daß man Zysten nicht rausoperiert da die aus Flüssigkeit bestehen...)

Man sollte vermutlich vor solch einer OP eine Zweitmeinung einholen / Rat an alle Anderen Hier.

Für Dich GUTE BESSERUNG!

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(ist es technisch Hier etwa unmöglich zu "Zitieren"?)

 

Hallo howie67 bei Dir begann Alles mit einer Zystenentfernung im Unterkiefer. Bei mir wurde 2010 auch eine große Zyste im UK festgestellt. Gut daß ich Nichts habe machen lassen. Bin ohne irgendwelche Beschwerden in der Region. (Irgendwo las ich kürzlich, daß man Zysten nicht rausoperiert da die aus Flüssigkeit bestehen...)

Man sollte vermutlich vor solch einer OP eine Zweitmeinung einholen / Rat an alle Anderen Hier.

Für Dich GUTE BESSERUNG!

Ich kann zitieren....

 

Darf ich mal fragen was nun mitlerweile aus deiner Zyste geworden ist? Nicht größer geworden oder durch den Knochen "gebrochen"?

Wie oft kontrolliert? Und wie groß war sie oder ist sie?

 

Bei mir war halt der Knochen (zur Zunge hin) nur noch etwas stärker als Papier.

Was soll man da halt sagen? Das es so ausartet hätte man sich ja nicht gedacht. Ich glaube da wäre ich nicht nur zu einem anderen gefahren...

Aber hinterher ist man immer schlauer...

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