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Finchen*81

UKVV am 18.11.2014 in Erlangen

Hallo zusammen,

 

endlich nachfolgend auch mein OP-Bericht...

 

Kurz zu meiner Vorgeschichte:

 

Im Herbst 2013 hab ich (33 Jahre alt) mich dazu entschieden, mich auf eine kieferorthopädische Behandlung mit anschließender UKVV einzulassen. Aufgrund meiner Kieferfehlstellung (Unterkiefer zu kurz; Überbiss) kam es leider schon zu Abnutzungen in beiden Kiefergelenken, wodurch immer wieder Gelenks- und Kopfschmerzen auftraten. Der gesundheitliche Aspekt stand bei meiner Entscheidung also immer im Vordergrund – den Überbiss konnte ich anscheinend immer ganz gut „kaschieren“, so dass sich viele Freunde und Bekannte gewundert haben, dass ich eine Kieferfehlstellung habe…

 

Im März 2014 ging‘s dann mit der festen Zahnspange los und bereits Mitte November 2014 konnte ich operiert werden.

 

Durch die Empfehlung meines Kieferorthopäden kam ich zu Prof. Dr. Dr. Rupprecht, einem sehr sympathischen Arzt mit eigener Praxis in Erlangen, der mir von Anfang an das Gefühl gegeben hat, gut aufgehoben zu sein und der mir auch die Angst vor der OP genommen hat. Er nimmt sich sehr viel Zeit für seine Patienten. Auch das Team um ihn herum ist wirklich sehr nett – man fühlt sich einfach wohl, allein wenn man schon die Praxis betritt...

 

Ambulante OP?

Eigentlich bin ich von Anfang an davon ausgegangen, dass ich nach der OP ein paar Tage im Krankenhaus verbringen werde. Als mir aber Prof. Rupprecht beim Vorgespräch erzählt hatte, dass die meisten Patienten eine UKVV bei ihm ambulant machen lassen, hab ich mich nach kurzem Überlegen ebenfalls dazu entschieden. Und ich bin (auch jetzt noch im Nachhinein) total froh, dass ich nach der OP gleich heim in meine gewohnte Umgebung durfte, wo mich mein Ehemann mit allem, was *Frau* so braucht, versorgte :485:  

 

OP-Tag - Dienstag, 18.11.2014

 

Um 10:45 Uhr sollte ich in der Praxis sein. Nachdem ich meine Kleidung gegen diese toll aussehenden, grünen OP-Klamotten gewechselt und mich von meinem Mann verabschiedet hatte, durfte ich es mir noch kurz auf meinem Bett im Aufwachraum bequem machen. Währenddessen wurde mir der Zugang für die Narkose gelegt und schon ging‘s ab in den OP-Saal, wo schon der Narkosearzt auf mich wartete. Nach einem kurzen Plausch schlief ich dann auch schon ein… Als ich wieder zu Bewusstsein kam, lag ich bereits schon wieder  im Aufwachraum, wo kurz darauf auch mein Mann dazu kam (seeeehr beruhigendes Gefühl!!). Mein Gesicht war an den Backen etwas getapet und  wurde gekühlt. Nun hieß es, den Kreislauf wieder etwas in Schwung zu bringen. Nach einiger Zeit durfte ich dann aufstehen und wurde zum Röntgen gebracht. Bevor es nach Hause ging, gab es noch ein Gespräch mit dem Professor (OP ist gut verlaufen; Verhaltensregeln für die nächsten  Tage zu Hause).

 

Daheim angekommen hieß es dann erst mal ausruhen und Tee trinken (was meinem Hals, der vom Sauerstoffschlauch etwas mitgenommen war, sehr gut tat) Allerdings würde ich den Tee das nächste Mal nimmer so warm trinken – da hab ich noch gar nicht soweit gedacht, dass das für die Schwellung vielleicht gar nicht sooo von Vorteil ist *schiel* Am Abend gab es dann eine pürierte Brokkolicremesuppe. Ehrlich gesagt, wirklich Hunger hatte ich nicht, aber was macht man nicht alles für den Kreislauf. Die Schwellung war natürlich da, hielt sich aber (im Gegensatz zu den folgenden Tagen noch seeeehr) in Grenzen…

 

Bereits ab heute stand nach jeder Mahlzeit Zahn- und Splintreinigung mit einer ganz weichen Zahnbürste, die mir die Praxis mitgegeben hatte, auf dem Programm. Zum Glück musste ich nur zwei Gummis tragen, die ich problemlos ein- und aushängen konnte.

 

Die erste Nacht: Es gab auf jeden Fall schon bessere! Es fiel mir schwer auf dem Rücken und dazu noch hochgelagert zu schlafen (ich bin Bauchschläferin). Die Schlafphasen dauerten max. ganze 30 Minuten  (!!!) – dazwischen war räuspern, vorsichtig Nase putzen, Tee trinken und Kühlpads tauschen, angesagt. Aber irgendwann hatte ich’s geschafft und es wurde hell – was für ein Glück!

 

1. Tag post OP – Mittwoch, 19.11.2014

 

Essen:                                  Tomatencremesuppe; Kamille-Pfefferminztee; Joghurt

                                             Ach ja, die Gummis und den Splint durfte ich zu den Mahlzeiten

                                             herausnehmen J

               

Schwellung:                          nahm zu – ich sah aus wie nach einem (verlorenen!) Boxkampf gegen
                                             Klitschko. Unsere Kids haben mich heute Abend das erste Mal nach der OP

                                             gesehen – die Kleine hat dies irgendwie überhaupt nicht verkraftet und fragte

                                             unter Tränen, ob  ich denn irgendwann wieder normal aussehen werde??!

                                             (tja, was soll man da drauf antworten, wenn man selbst die gleichen Gedanken

                                             hat   :503:)

         Gegenmaßnahmen: kühlen, Salbe und Tabletten, die das Abschwellen
         unterstützen sollen (ob die wirklich was gebracht haben sollen, keine Ahnung.

         Am 2. Tag post OP dachte ich trotzdem, ich platze jeden Moment)

 

Schmerzen:                         dank Ibu waren die eigentlichen Schmerzen ganz erträglich. Allerdings war
                                            dieses Spannen aufgrund der Schwellung sehr, sehr unangenehm und ich lag

                                            den ganzen Tag auf dem Sofa. Dazu kamen etwas Halsschmerzen auf der

                                            linken Seite – wahrscheinlich vom Sauerstoffschlauch?!

 

Taubheitsgefühl:                 gesamtes Kinn und linke Unterlippe ganz taub;
                                           die Oberlippe und rechte Hälfte der Unterlippe hatten bereits wieder Gefühl
                                              

Schlaf 2. Nacht:                  geringfügig besser – ich konnte manchmal sogar schon eine Stunde am Stück

       durchschlafen (dazwischen Kühlkissen wechseln, Rachen vom Schleim befreien,

       viel trinken). Zwischendurch lief aber dennoch der Fernseher, um mich etwas

       abzulenken.

 

2. Tag post OP – Donnerstag, 20.11.2014

 

Essen:                                  Babygläschen (schmecken ja gar nicht mal sooooo übel :483: ), Suppe,

                                             Joghurts

 

Schwellung:                         Also auf Antifaltencreme kann ab heute denk ich getrost verzichten…

                     Mein Gesicht war faltenfrei wie schon lange nicht mehr *schiel*
                     Es sah aus wie ein riesen großer Luftballon, der bald zu platzen

        drohte! Wahnsinn! Ihr könnt euch vorstellen, wie das spannt…  

         An diesem Tag hatte ich auch irgendwie psychologisch gesehen einen

        Durchhänger und konnte mir nicht vorstellen, dass ich jemals wieder normal

        aussehen werde

 

Schmerzen/
Taubheitsgefühl:                  unverändert;

 

 

Schlaf 3. Nacht:                   Yeah, drei Stunden Schlaf am Stück!! Noch immer hochgelagert…

 

 

 

 

3. Tag post OP – Freitag, 21.11 2014

 

An diesem Tag hatte ich meine erste Nachuntersuchung bei Prof. Rupprecht. Er war sehr zufrieden (die Schwellung sei völlig normal – meine größte Sorge!). Der Splint und die Gummis sollen wie gehabt getragen werden. Wir machten noch einen Termin fürs Fäden ziehen aus und schon ging es wieder nach Hause.

 

Essen:                              Suppe + Pudding + Joghurt

 

Schwellung:                      nur geringfügig etwas zurückgegangen

 

Schmerzen/

Taubheitsgefühl:              keine großen Veränderungen. Schmerzen hielten sich weiterhin in Grenzen,

                                         allerdings spannte es noch immer sehr im Gesicht.

 

Schlaf 4. Nacht:               Ab heute durfte ich schon etwas flacher schlafen und das war sehr, sehr angenehm

 

 

4. Tag post OP – Samstag, 22.11.2014 und 5. Tag post OP – Sonntag, 23.11.2014

 

Essen:                                  Zuccinicremesuppe, Kartoffelpüree mit Gulaschsoße + Buchstabensuppe +
                                            Pudding +Eisschokolade  :582:

 

Die Schwellung geht gaaaanz langsam zurück. Ich nehm noch immer diese abschwellenden Tabletten. Der linke Gesichtsnerv ist wohl noch beleidigt – es kribbelt aber ab und zu in der Unterlippe, was ich als gutes Zeichen werte; Ibu hab ich deutlich reduziert; klar spannt das Gesicht aufgrund der Schwellung nach wie vor. Allerdings hatte ich Samstagnachmittag plötzlich erhöhte Temperatur (38,5), was ich nicht richtig einordnen konnte. War das normal? Am Sonntag hat zum ersten Mal die Wunde auf der rechten Seite nachgeblutet. Allerdings nicht sonderlich lange, dafür aber immer wieder mal. Laut Praxis, die ich Montagmorgen anrief, ganz normal.

 

 

Ab dem 6. Tag post OP – Montag, 24.11.2014 –

 

… ging es hinsichtlich der Schwellung täglich bergauf. Zwar langsam, aber sicher… Das Taubheitsgefühl ließ noch nicht merklich nach, aber darüber machte ich mir keine Gedanken, da es ja bekanntlich Monate dauern kann, bis sich der Nerv wieder eingekriegt hat. Die Schachtel Antibiotika war zum Glück aufgebraucht und Schmerzmittel nahm ich nur noch vorm Schlafen gehen, da ich abends immer sehr mit nervigen Muskelverspannungen bzw. Kieferschmerzen zu kämpfen hatte. Die Nächte waren – abgesehen von der Schlafposition – fast wieder normal; ich konnte zumindest wieder durchschlafen – juhuuuu!!

 

Am Freitag, 28.11.2014 werden mir die Fäden gezogen. Mal sehen, was der Professor so spricht. Evlt. darf ich dann sogar schon wieder anfangen, weich gekochte Nudeln zu essen. Worüber ich sehr froh bin, da ich bis jetzt schon um die drei Kilo abgenommen habe…

 

 

 

 

…heute, also 7 Wochen nach der OP geht’s mir sehr gut, wobei ich zugeben muss, dass das Taubheitsgefühl im linken Lippen- und Kinnbereich noch nicht vollständig weg ist. Allerdings wird es von Tag zu Tag ein kleines bisschen besser - bilde ich mir zumindest ein ;-)

 

Mit dem Essen und Kauen klappt‘s auch wieder einigermaßen gut (okay, Gummibärchen ausgenommen *grins*), wobei mein Ober- und Unterkiefer jetzt noch richtig aufeinander eingestellt werden müssen. Voraussichtlich im März 2015 bin ich dann schon wieder meine Zahnspange los und im Mai/Juni dann die Metallplatten *freu*

 

 

Macht’s gut und liebe Grüße,

Finchen*81  :473:

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Hallo Finchen*81  :473:

 

Danke für den tollen Erfahrungsbericht. Wie geht es dir mittlerweile? Ich hoffe doch gut!

 

Ich leide seit Jahren unter den gleichen Beschwerden wie du... Kopfschmerzen, Kieferknacken, usw.....

 

Im Juli 2014 habe ich meine feste Zahnspange bekommen. Mein OP-Termin steht nun auch fest.

Am 16.02. wird es schon soweit sein :481: . So langsam wird mir auch ganz mulmig....

 

Wie sind deine Erfahrungen? Bist du zufrieden mit dem Ergebnis?

 

Ganz liebe Grüße

 

T!na :473:

 

 

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Hi T!ina,

 

ja, also im Großen und Ganzen bin ich bis jetzt sehr zufrieden und bin total froh, dass ich das alles durchgezogen habe... Ich denk, meine Kiefergelenke danken es mir irgendwann :-)

 

Die Zeit vergeht total schnell - jetzt liegt meine OP schon über zwei Monate zurück. Die schlimmsten Tage waren wirklich die nach der OP; von den Schmerzen war's auszuhalten, aber die Schwellung war so unangenehm. Man fühlt sich halt einfach nicht wohl, wobei das logischerweise nach einer solchen OP völlig normal ist ;-) Aber wirst sehen, die Tage/Wochen vergehen so schnell und es geht jeden Tag ein bisschen bergauf.

 

Nur mein linker Kinnbereich ist noch immer etwas taub. Ich hab zwar schon wieder etwas mehr Gefühl als Anfang Januar, aber es geht nur gaaaanz langsam voran. So wie ich aber mitbekommen habe, kann das schon noch einige Zeit dauern, bis sich der Nerv wieder vollständig erholt hat. Irgendwie gewöhnt man sich dran und denkt gar nimmer so viel drüber nach.

 

Ich wünsch dir jedenfalls gaaaaanz viel Glück für deine OP; nicht mehr lang, dann hast es schon hinter dir!!

 

Liebe Grüße,

Finchen  :473:

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