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Horse M.D.

Chin Wing ohne Knochenentnahme?

Hallo!

 

Habe gerade diese neue Fallstudie hier entdeckt:

 

Modified basal osteotomy combined with osteogenic distraction (Hemi-Wing distraction) for correction of facial asymmetry: A new technique

 

Es sieht so aus, als hätte hier ein venezuelanischer Arzt die Triaca-Methode angewendet und modifiziert. Dabei hat er statt der Knochentransplantation einen Distraktor eingebaut. Das Paper ist ziemlich neu (2014).

 

Was haltet ihr davon?

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Interessanter Artikel! Also Knochentransplantation ist bei Chin Wing nicht immer zwingend notwendig, es hängt davon ab wie viel verändert werden soll. Das ist die Info, die ich bekommen habe. Distraktion ist in der Dysgnathie auch kein Honiglecken, aber vielleicht ist diese Methode die Zukunft bei CW. Zumindest wird sie im Artikel so dargestellt. Ich weiß nur nicht, ob es für jeden Chin Wing Patient in Frage kommt. Der Typ in dem Artikel hat ja eine sehr krasse Asymmetrie. Das ist schon ein Extrembeispiel. Wäre spannend zu erfahren, was Triaca oder Zarrinbal davon halten.

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Stimmt, das habe ich auch gelesen. Zumindest Dr. Triaca verzichtet bei kleineren Änderungen wohl auf das Knochentransplantat.

 

Ich würde ohne Knochentransplantat auch wohler fühlen, da es eben doch kritische Stimmen gibt, die meinen, dass der transplantierte Knochen doch eher wieder abgebaut wird als solcher aus dem Kiefer selbst.

 

Die venezuelanische Methode findet übrigens nur bei einseitigem Augmentationsbedarf Anwendung. Die Distraktion des kompletten Unterkieferrandes wäre wohl schon aus mechanischen Gründen so nicht zu bewerkstelligen.

 

Wäre spannend zu erfahren, was Triaca oder Zarrinbal davon halten.

 

Ich werde mich mal erkundigen. Auch bei Dr. Kater, der regelmäßig bei Mikrognathie mit Distraktionsostheogenese arbeitet.

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Nagut, wenn es nur bei einseitigem Augmentationsbedarf Anwendung findet, dann ist es für die meisten Chin Wing Fälle ja hinfällig. Aber vielleicht ist hier das letzte Wort noch nicht gesprochen. Die Chin Wing Methode ist erst 5 Jahre alt, vielleicht gibt es noch Entwicklungspotential.

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Vier Jahre nach meiner Rechnung. Und ganz sicher ist da das letzte Wort noch nicht gesprochen.

 

Denk nur mal an die Möglichkeiten, die sich auftun, sobald wir Stammzellen kultivieren und per 3D-Druck in die gewünschte Form bringen können. Irgendwann können wir Knochensegmente für beliebige Defekte individuell prä-OP anfertigen. Die müssen dann nur noch richtig eingesetzt werden.

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Vier Jahre nach meiner Rechnung. Und ganz sicher ist da das letzte Wort noch nicht gesprochen.

 

Denk nur mal an die Möglichkeiten, die sich auftun, sobald wir Stammzellen kultivieren und per 3D-Druck in die gewünschte Form bringen können. Irgendwann können wir Knochensegmente für beliebige Defekte individuell prä-OP anfertigen. Die müssen dann nur noch richtig eingesetzt werden.

Kurz: So leider nein.

Maximal könnte man Stammzellen (allein die Frage woher kriegen ist schon eine unendliche Geschichte) zu Knochenzellen differenzieren, die sich dann auf einem künstlichen Gerüst einnisten und es langsam durchwachsen.  

In der Regel sind die Differenzierungsversuche auch weitaus enttäuschender als in der Presse dargestellt. Man kriegt bei den allermeisten Differenzierungsprotokollen eine Mischung aller möglichen Zellen, sodass die Effektivität meist extrem schlecht ist. Von der Anwendbarkeit ist das Meiste noch Dekaden entfernt, geschweige denn in finanzieller Hinsicht von normalen Menschen zu tragen. Ganz risikofrei ist das ganze übrigens meistens auch nicht. 

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Gut, aber für die Herstellung autonomer Knochentransplantate braucht man auch gar keine Stammzellen. Da würden ausdifferenzierte Osteozyten bereits ausreichen. Die muss man nur in eine geeignete Matrix einbetten und so könnte man mittels 3D-Druck mm-genaue Implantate fertigen.

 

Aber ich stimme dir zu, dass es noch zehn Jahre oder länger dauern mag, bis derartige Techniken in den Industrienationen Einzug in die Chirurgie halten.

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Drhorse, weißt Du vielleicht, wieso bei dem Mann die Schrauben und Platten am Kieferrand eingesetzt wurden auf der rechten Seite?

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Hallo zusammen

 

Das Thema ist zwar schon etwas älter, aber ich wollte mich nur ganz kurz auch noch einmischen. Ich hatte am 24.06.2015 eine Chin Wing Operation in der Schweiz. Dabei wurde das Kinn um 10 mm nach vorne geschoben. Das ganze wurde bei mir ohne Knochenentnahme gemacht. Ich habe nun auf der linken Seite hinten ein Loch im Unterkiefer von diesen 10 mm, aber der Doc hat gesagt, das wachse von alleine zu. Und vorne hat er Knochenpulver eingefüllt damit die Kontur schön wird. Von einer Knochenentnahme war überhaupt nie die Rede, davon habe ich hier im Forum zum ersten Mal gehört.

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