Irrrrris

Bimax-OP in zwei Wochen - Panik!

37 Beiträge in diesem Thema

Hallo liebe Leute,

 

ich bin gestern Nacht über dieses Forum gestolpert und war erst mal ziemlich begeistert, dass es euch gibt. :)

 

Mein Problem ist: Meine Bimax-OP ist in ca. zwei Wochen und was ich bisher ganz gut verdrängen konnte, kommt jetzt mit aller Macht hoch und alles auf einmal:

 

Ich habe wahnsinnige Angst vor der OP! Ich bin noch nie operiert worden und habe seit gestern einen Panikanfall nach dem anderen! Wovor ich am meisten Angst habe, wechselt im MOment immer wieder; gestern Nacht war es erst die grundsätzliche Panik, ncht mehr aus der Narkose aufzuwachen, mittlerweile ist es ein wenig gewechselt zu der Panik, nach der OP nicht genug Luft zu bekommen, wie es hier ja einige in ihren OP-Berichten schreiben.

Dann habe ich beim wilden OP-Bericht-Googeln auch noch was gelesen von wegen, wenn die Arterie im Oberkiefer verletzt wird, ist man praktisch so gut wie tot; und jetzt bin ich nur noch am Heulen!

Kriege auch kaum noch einen Bissen runter und dabei bin ich ohnehin schon dünn... weiß nicht, was daraus im Krankenhaus werden soll...

Hab auch nicht so richtig jemanden, mit dem ich darüber reden kann/mag; hab auch Angst, dass ich dann gar nicht mehr aufhören kann mit dem Heulen!

 

Ich weiß, ich mache mich gerade ziemlich verrückt und steigere mich darein, aber ich wäre wirklich sehr dankbar für ein wenig Zuspruch! Sicher haben einige von euch das alles auch durchgemacht und vielleicht könnt ihr mir ja irgendwelche Tipps geben, wie man sich ein wenig Optimismus bewahrt... :(

 

Hab mir auch schon überlegt, ob ich mir irgendwie psychologische HIlfe/Betreuung suchen soll; heute Nacht war ich bereits fest entschlossen, dass ich alles einfach spontan absage!

 

Mache die ganze Sache auch aus medizinischen/funktionellen Gründen, das heißt, prinzipiell wäre es wirklich nötig!

 

Viele Grüße und vielen Dank allen, die sich das alles durchlesen und vielleicht einen kleinen Rat für mich Nervenbündel haben! :) :)

Irrrrris

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Hallo Irrrris,

 

ich kann dir nur sagen, mach dich nicht verrückt. Das ist alles halb so schlimm. Und wenn du googlest, bist du sowieso so gut wie tot ;-)

 

Ich bin nicht so der Tätschel-Dulledu-Typ, deswegen kann ich nur sagen: Zieh es durch, mach dich nicht so sehr verrückt, lass alles auf dich zukommen. Das läuft sowieso alles bei jedem anders.

 

Ich wünsche dir viel Glück!

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Seh ich auch so. Lass es auf dich zukommen, jeder Mensch ist anders, jeder empfindet eine OP egal welcher Art anders... Ich hatte 2006 meine erste OP in meinem Leben (bin jetzt 37). Damals war es auch gleich ne große OP, nämlich ne Hüftprothese eingesetzt bekommen. Klar hatte ich auch Angst, aber mein Leidensdruck meine Schmerzen waren so groß, daß ich nicht auf die Idee gekommen wäre es abzusagen. 

 

Falls du keine Luft bekommen solltest, weil du zu arg geschwollen bist, lassen dich die Ärzte auf der Intensivstation und in einem Dämmerschlaf bis die Schwellung nachlässt. Heißt, du bekommst das gar nicht mit. Die Narkosen sind auch nicht mehr so wie vor 20 Jahren von der Verträglichkeit her, wegen Erbrechen ect. Bei starken Schmerzen im Aufwachraum bekommst du auch sofort was dagegen, du wirst dich bemerkbar machen können, keine Angst. 

 

Und lies dir bitte keine negativen Berichte mehr durch. Das macht dich nur kirre. Falls du jetzt öfters Panikattacken bekommst vor der OP, dann geh zum Hausarzt und lass dir was zum Runterfahren verschreiben. Dies solltest du dann aber angeben direkt vor der OP, weil die wissen müssen, was du alles so nimmst. Du schaffst! Alles Liebe  :473:

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Vielen Dank, ihr beiden; tut schon mal ganz gut, was anderes zu hören als immer nur 'Oh Gott, ich würde das ja nicht auf mich nehmen'... da fngt man dann schon an, alles in Frage zu stellen... :483:

BIn auch sonst eigentlich überhaupt kein weinerlicher Typ, nur diese OP schafft mich... :482:

 

Wenn der Hausarzt einem was verschreibt 'zum Runterfahren', steigert das dann irgendwelche Risiken bei der OP oder müssen die das nur wissen, weil die dann irgendwas anders machen müssen??

 

Bin übrigens jetztt 27, habe es sehr lange geschafft, diese OP vor mir aufzuschieben... wahrscheinlich wäre das alles nur halb so schlimm gewesen, wenn ich sie vor zehn Jahren gemächt hätte :485:

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Hallo Irrrris,

 

wenn Du OP-Berichte liest, würde ich eher hier noch im Forum lesen als irgendwo sonst im Internet. Hier hast Du wenigstens das ganze Spektrum von" OP ist fast eine Kleinigkeit" bis zu relativ übel. Andererseits waren selbst bei den relativ üblen die Leute in der Lage, hinterher ihre eigenen OP-Berichte zu schreiben. Ich bin mir nicht sicher, ob ich Dir wirklich meinen empfehlen soll, ich gehöre zu den Leuten, die irgendwie alles mögliche und unmögliche mitnehmen, aber er ist ziemlich ausführlich.

 

Zu relativ dünn: Ich war zu meiner Bimax-Zeit hart an der Grenze zum Untergewicht und hatte im Krankenhaus für fast 4 Tage eine Magensonde. Ich habe das Ding zum Schluß wirklich gehasst, aber dadurch auch nicht abgenommen und das war es mir wert.

 

Und zu den OP-Ängsten: So etwas gehört auch ins Gespräch mit dem Narkosearzt. Zum einen sollte er Dir wenn möglich die Ängste nehmen können, zum anderen ist es auch gut für den Narkosearzt zu wissen, wenn jemand sehr aufgeregt ist, damit die Narkose gut funktioniert.

 

Wie gesagt, die OP ist kein Spaziergang, das Aufwachen ist auch nicht eine Erfahrung, die man unbedingt mal gemacht haben muss, und auch die Zeit danach sollte man nicht unterschätzen, aber wenn die Leute nicht gerade eine Woche nach der OP fragt, würden die allermeisten sagen, dass es sich gelohnt hat.

 

Liebe Grüße!

 

Irene

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Hallo Irrris!

 

Bei eigenmächtig vor der OP eingenommen Medikamenten solltest du vorsichtig sein. Da du sowieso narkotisiert wirst, ist eine zusätzliche Sedierung vor der OP vollkommen überflüssig. Wegen möglicher Auswirkungen auf Kreislauf, Blutgerinnung etc, sowie Wechselwirkungen mit den Anästetika steht dem nicht vorhandenen Nutzen ein Risiko gegenüber.

 

Was deine Panik angeht, kann ich dir nur sagen: Die kannst du getrost vergessen. Bei der Operation handelt es sich um einen Elektiveingriff, d.h. du bestimmst den Zeitpunkt. Wenn du überfordert bist, hilft es dir vielleicht dir vor Augen zu führen, dass du JEDERZEIT, auch noch am Tag der OP zum Chirurgen sagen kannst: "Ich möchte das nicht". Und dann wird er dich nicht operieren.

 

Du hast es dir aber ausgesucht und ich glaube auch, dass du es eigentlich hinter dich bringen willst.

 

Und mir wäre jetzt auch kein Fall bekannt, in dem ein Patient diese Operation nicht überlebt hätte.

 

Der Blutdruck wird während der OP niedrig gehalten. Falls es zum unwahsscheinlichen schlimmsten Szenario kommt und tatsächlich eine Arterie platzt, wird die Arterie wieder verschlossen (das ist eine der leichtesten Übungen für einen Chirurgen), die Blutung gestillt und die Operation abgebrochen. D.h. alles wird so belassen, wie es war und du wirst wieder zugenäht.

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@drhorse: Ich meinte im speziellen auch damit, daß Iris während dieser Zeit was zum Beruhigen hat nicht direkt vor der OP ;-) damit sie bis dahin relativ gut schlafen kann. 

 

Aber wie schon die anderen geschrieben haben, sprich mit den Ärzten, sie können dir die Ängste auch ein wenig nehmen. 

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Man kann das Thema psychologisch oder psychiatrisch angehen. Da wir hier im Unterforum "Psychologie" sind, würde ich sagen:

 

Es ist völlig klar, dass das Thema jetzt, wo die Operation unmittelbar bevorsteht, bei dir präsent ist, Iris.

 

Denn jetzt, wo die OP unmittelbar bevorsteht, bricht die jahrelange Strategie der Verdrängung des Problems zusammen. Damit "stirbt" auch ein kleiner Teil deiner Identität. Panik ist da eine ganz natürliche Reaktion.

 

Die Ängste würde ich an deiner Stelle jedenfalls nicht betäuben. Ich würde eher damit arbeiten.

Das birgt Potenzial für charakterliches Wachstum.

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Naja, notfalls bläst du alles ab. Bei mir wäre es ja aus dogmatischer Sicht auch aus medizinschen Gründen notwendig gewesen, aaaaber ich habs trotzdem paar Tage davor abgeblasen und lebe glücklich bis den Rest meiner Tage weiter. Ansonsten kann ich auch nur noch das selbe empfehlen wie der Rest, sprich mit deinem Narkosearzt drüber.

 

Mit freundlichen Grüßen

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hatte auch totale panik vor der op.. die richtig heftige panik konnte ich in der vorherigen nacht der op spüren, davor dachte ich mir, wieso soll ich mir das leben zur hölle machen? ich mein es kommt so oder so, wieso also panik :D ich weiß einfacher gesagt als getan, aber nimm dir davor ne auszeit, lenk dich ab. hatte vor meiner OP 4 wochen urlaub und es hat echt gut getan. und wir leben alle noch, also da passiert nix :D

mein motto: hast du die ersten 3 tage überstanden, kann es nur noch besser werden !

 

viel glück aufjedenfall ^^

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Vielen Dank für die Antworten, war jetzt heute noch mal beim letzten Gespräch mit dem Kieferchirurg vor der OP, das hat mich ein bisschen beruhigt; zumindest was diese Sache mit der Arterie usw. angeht, meinte er, da bestünde wohl keine Gefahr. :)

 

mAche mir jetzt eher wieder Gedanken hinsichtlich der Narkose, habe eine Schilddrüsenkrankheit und noch eine Histaminüberempfindlichkeit(ist in vielen Medikamenten enthalten bzw. wird dadurch freigesetzt) und frage mich, ob das irgendwie das Risiko erhöht oder ob die sich da nur mit der Medikation draufeinstellen müssen...? Kennt sich da zufällig jemand aus?? :481:

Ich weiß, sowas muss ich dem Narkosearzt sagen, aber den sehe ich ja erst am Tag vor der OP... :(

 

Was das Absagen betrifft: bin mir schon bewusst, dass das theoretisch möglich ist, aber kann mich eben nicht so recht entscheiden, weil genau genommen das Risiko ja jetzt nicht größer ist als damals, als ich mich dafür entschieden habe... aber gut zu wissen, dass ich da nicht die einzige bin!

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Solange du dich nicht entscheiden kannst, kannst du's doch einfach laufen lassen.

 

Immerhin gründet sich das, was gerade passiert, auf bereits in der Vergangenheit von dir getroffene Entscheidungen, aus denen bereits Handlungen resultiert haben.

 

Und nur eine neue, noch klarere Gegenentscheidung kann vergangene Entscheidungen außer Kraft setzen.

 

Wenn also zu gegebener Zeit ein klares "ich möchte das nicht" Gefühl in dir gereift ist, wirst du es dann ebenso klar äußern.

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Hallo Iris,

 

Schilddrüse macht irgendetwas aus, bei der letzten OP hat mir die Ärztin auch erklärt, was, aber es war dann wieder so logisch und eingängig, dass ich es vergessen habe. Frage vor allem nach, ob Du das Schilddrüsenmedikament am OP-Tag nehmen sollst oder nicht.

 

Histaminüberempfindlichkeit macht auch etwas aus. Wir hatten es vor kurzem in einem Kneipengespräch nach der Chorprobe davon und da war sowohl ein Anästhesist als auch jemand mit einer Histaminempfindlichkeit mit dabei. Da es mich nicht betrifft, ist leider nur die Tatsache hängengeblieben, dass da irgendetwas war. Ich glaube, es betraf auch eher die Zeit direkt nach der Narkose als die Narkose selber, aber wie gesagt, es gab für mein Gehirn keinen Grund, sich das alles zu merken.

 

Alles, von dem Du denkst, dass es die Narkose beeinflussen könnte, gehört ins Narkosegespräch, auch dafür kann man sich einen Zettel machen. In gewissem Sinne müssen diese sich ja auch für Dich als ganzen Menschen interessieren und nicht nur für das zu operierende Körperteil, schließlich legen sie ja den ganzen Körper lahm. Und denk dran, wir sind ja normalerweise eher einfache Patienten, gehen im Prinzip gesund in die OP und kommen angeschlagen raus und sind nicht schon von vorneherein angeschlagen, wie es bei alten Patienten häufiger der Fall ist.

 

Wie heißt es so schön im Anhalter durch die Galaxis: Don't panik.

 

Liebe Grüße!

 

Irene

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Ach Mann, ich weiß noch genau, wie es mir vor der OP ging!

 

Ich denke, deine Angst ist natürlich - natürlich hast du keinen Bock, natürlich wärst du lieber in der Situation, es bleiben lassen zu können - wie vermutlich jeder andere Mensch in deinem Umfeld, der die Probleme eben nicht hat!

 

Ich hatte immer viele Gedanken nach dem Motto "Warum denn ich?" und "Geht es nicht anders?" Jetzt ist meine OP schon drei Monate her und die Zeit ist vergangen, wie im Flug.

 

Zum Trost ein wirklich wesentliches Schlüsselerlebnis, was ich nach meiner OP hatte: Die Angst VOR der OP, wird in dem Moment weg sein, wo du aus der Narkose erwachst! Der Stress von JAHREN, innerhalb von Minuten weg.

 

Was du dafür eintauschst: 2 miese Tage und ein paar anstrengende Wochen. Das ist aber nichts im Vergleich zu dem Knoten, der sich im Bauch löst.

 

Sicher ist auch: Der Endspurt ist eingeleitet. Diese lange Behandlung, der ätzende Weg - das Ende ist greifbar. Wo man am Anfang denkt: "Das habe ich nun 'für immer'" ist man auf einmal auf der Zielgeraden. Natürlich bist du aufgeregt und hast Angst. Wieso auch nicht? Das ist keine tolle OP, die man aus Jux und Dollerei macht, weil man sonst nichts mit seiner Freizeit anzufangen weiß. Es ist kacke, dass du das machen musst und das darf man auch so sagen. Aber: Du weißt warum du es machst und du hast dich dafür entschieden. Wenn du es durchziehst, gehst du als stärkerer Mensch daraus.

 

Ganz ehrlich: In meinem Umfeld sind so viele dumpfe, oberflächliche Menschen, was man da nicht alles kennenlernen und sich anhören muss. Die Leute, die aufrichtig sind, Tiefgang haben und Empathie besitzen, sind häufig die, die irgendwann in ihrem Leben schonmal irgendeinen Mist mitgemacht haben. Seelisch, gesundheitlich, privat. Das soll keine Werbefahne dafür sein, dass man irgendwas doofes mitmachen sollte, aber ich finde schon, dass so eine Behandlung den Horizont erweitert. Man lernt seine eigenen Grenzen neu kennen und erfährt viel über sich - und mal ehrlich, rein technisch und medizinisch ist es doch auch total faszinierend, was man heutzutage schon machen kann und wie man Leuten mit unseren Gebissen am Ende dann doch einen guten Biss bescheren kann. Das sind Dinge, über die ich mich immer gefreut habe.

 

Eine Freundin sagte damals mal im Examen zu mir: Wenn es nicht kommt, kann es auch nicht weggehen. Ein weiser Rat, der in vielen Lebenslagen hilft. ;)

 

Überlege dir Situationen, zu denen es schon geschafft ist: Ostern kannst du schon am Osterfrühstück teilnehmen, dein Sommer wird ganz normal, du kannst ohne OP im Nacken Urlaub planen... Ich hatte meine OP Ende Oktober und dachte immer nur: "Weihnachten ist alles weg!" Sowas hat mir enorm geholfen!

 

Und kurz zum Medizinischen: Sprich ruhig alles an. Ich bin so ein Kandidat der nach der OP viel Schleim im Hals hatte und teilweise ein leicht beklemmendes Gefühl von "keine Luft bekommen" hatte. Die Schwestern waren aber total lieb und haben mir geholfen. Im Zweifel spült man eben mal ein paar Minuten mit antibakterieller Lösung und spuckt aus, was geht - und den Rest schluckt man eben runter. Wasser trinken kann man immer, da verflüssigt sich dann auch viel.

 

Zum Thema Schilddrüse: Ich habe keine (bin ohne geboren) und das war kein Problem. Vor der OP sollte ich die Tablette nicht nehmen, die Tage danach wurden sie in Wasser aufgelöst und direkt in den Schlauch von der Magensonde gegeben. Probleme hat man dadurch keine.

 

Die Narkoserisiken sind heute auch wirklich sehr gering. Das Schlimmste, was passieren kann, ist dass du dich nach der OP übergibst. Das ist mir passiert - und ehrlich, ich habe kaum was davon mitbekommen. Ehe ich es mich versah, tupften schon Leute an mir rum, machten mich sauber und gaben mir eine frische Bettdecke. Danach bin ich wieder eingeschlafen. Die Leute im Krankenhaus sehen sowas täglich und wissen, wie man damit umgeht.

 

Man kann nach der OP auch seine Sorgen und Ängste ansprechen. Wenn es einem schlecht geht, fragt man nach Schmerzmitteln. Ich habe auch irgendwann mal zu einer Schwester gesagt: "Ich bin demoralisiert. Mein Hals kratzt, ich habe Kopfweh, mir ist schwindelig, ich zittere und meine Bettnachbarin schnarcht!" Und sie sagte: "Gut, dann hole ich ihnen nun Schmerzmittel, neues Eis, schüttle Ihnen ihr Kissen auf. Dann bekommen sie Tee mit Zucker über die Magensonde für den Kreislauf und danach sieht die Welt wieder anders aus!" Recht hatte sie. Und du siehst, das sind eigentlich Kleinigkeiten gewesen, über die ich mich da beklagt habe - nichts akut Lebensbedrohliches. :biggrin:

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Danke, danke für die lieben Kommentare, habe jetzt beschlossen, morgen in so eine Info-Sprechstunde mit nem Anästhesisten im Krankenhaus zu gehen, danach schaue ich mal weiter... habe im Moment wieder die totale Panik, warum auch immer nicht mehr aus der Narkose auszuwachen (man weiß ja nie, was man alles nicht verträgt aus dem Medikamentencocktail, den man da kriegt, und die Statistiken aus dem Internet finde ich nicht wirklich ermutigend)...

Wenn der mich nicht ermutigen/beruhigen kann, denke ich nochmal darüber nach, ob ich schreiend wegrenne oder nicht :483:

 

Hab halt eigentlich gar nicht so wirklich Angst vor dem, was nach dem Aufwachen kommt, ich denke mir, ich bin so weit gekommen, da übersteh ich auch drei, vier miese Tage! Oder meinetwegen Wochen, was auch immer...

Nur die Sache mit der Narkose macht mir halt echt ne Sch***angst :481: gebe ohnehin nicht gerne die Kontrolle hab (Ja, bin ein Kontrollfreak), und dann auch noch bei sowas Wichtigem...

 

Aber na gut, ich warte jetzt erst mal auf morgen, eure Antworten haben mich auf jden Fall schon mal ein wenig aufgebaut, bin sehr froh, dass ich offenbar nicht die einzige mit derartigen Panikanfällen bin :)

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Hallo Irrrrris,

 

ich kann mit Dir fühlen. Zwar ist meine OP noch nicht in zwei Wochen, sondern in vier Wochen. Mulmig ist mir aber auch schon. Ich kann Deine Gefühle so gut verstehen. Ich bin auch noch nie operiert worden.

 

Ich finde, dass Goriwyn das sehr schön geschrieben hat. Das hat auch mir ein bisschen Mut gemacht. Danke Goriwyn!.....und natürlich allen anderen Schreibern. Sie schreibt, dass der Stress von Monaten/Jahren direkt nach der OP weg ist. So stelle ich mir das auch vor. Und ich male mir in Gedanken aus, wie schön der Sommer werden kann. Und ich freue mich auf mein neues Aussehen.

 

Ich gönne mir nochmal leckeres Essen und bereite einiges für die Zeit danach vor.

 

Ich wünsche Dir ganz viel Kraft........und alles Gute.

 

Liebe Grüße

 

Roda

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Zum Thema Narkose noch kurz: Bei mir war das so, dass ich bis kurz vorher hellwach und aufgeregt war. Die netten Leute in der Narkose waren aber alle total lustig und entspannt, ich durfte sogar meine Haare noch neu sortieren, weil ich im Nacken das Haargummi blöd am Pieksen hatte. Und die haben mir alles erklärt, was sie tun, ich habe mich total gut aufgehoben gefühlt.

 

Dass man nicht wieder aufwacht, passiert bei solchen OPs grundsätzlich nicht. Wenn Leute an der Narkose sterben, sind es häufig Menschen mit schlimmen Vorerkrankungen, ältere Menschen oder Unfallpatienten. Keine geplanten und gut vorbereiten OPs an jungen, gesunden Menschen. Die Risiken sind heute auch längst nicht mehr so, wie früher. Du wirst durchgängig überwacht und es ist jemand da, der nur dafür da ist, die Narkose im Blick zu behalten.

 

Ganz ehrlich, wenn man Auto fährt, gibt man die Kontrolle auch ab - und verlässt sich, dass der Nebenmann nicht spontan die Spur wechselt, nicht spontan aus dem Gegenverkehr frontal in einen reinfährt... Dagegen halte ich das Narkoserisiko für gut überschaubar.

 

Meine Anästhesistin meinte nur: "Da passiert nix. Sie sind jung und gesund!" An der Maxima habe ich mich festgehalten und würde das nach 3 Vollnarkosen immer noch so sehen.

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Hach, ich freue mich immer, wenn ich ne neue Antwort habe :485:

 

@Roda: Ich versuche auch, mir all die schönen Vorteile danach vor Augen zu halten; andererseits fällt es mir im Moment sehr schwer, mir überhaupt ein 'Danach' vorzustellen. Klingt jetzt sehr dramatisch, ich weiß, ich nehme an, das liegt daran, dass ich eigentlich mein ganzes Leben lang schon die Probleme mit dem Kiefer/den Kiefergelenken habe und mir ein 'Leben ohne' gar nicht mehr vorstellen kann... vll. kommt daher auch diese Angst vor dem NIcht-Wieder-Aufwachen...(?)

Finde es aber schön, eine 'Leidensgenossin' zu haben, da fühlt man sich gleich weniger alleine... und ich fidne es toll, dass du so positiv mit deiner Angst umgehst! 

Also vielen Dank dafür und ich wünsche dir auch alles Gute für deine OP! :) :)

 

@Goriwyn: Vielen Dank für deine lieben Worte. MIr machen halt so Statistiken Angst, wo dann steht, von 200000 gesunden Menschen stirbt halt trotzdem mal einer an ner Narkose! Das wird einem dann als wenig verkauft, aber ehrlich gesagt, mir kommt das nicht sooo wenig vor... Will jetzt auch keinem Angst machen, weiß ja selbst nicht, woran es in dem einen Fall dann gelegen hat... Habe gestern halt meinen KFC darauf angesprochen: "Also Sie meinen nicht, dass ich mir Sorgen machen muss, nicht wieder aufzuwachen?", und er meinte nur "Das müssen Sie mit dem Anästhesisten besprechen..." Na ja, das fand ich nicht sonderlich aufbauend...

Aber was du geschrieben hast, wie deine Anästhesistin damit umgegangen ist, und wie du das beurteilst, macht mir wieder MUt :) :)

 

Bin sehr gespannt auf das Gespräch morgen mit dem Anästhesisten, hoffe, dass der auch so positiv ist!

Würde mich über nichts mehr freuen als einfach nach der OP aufzuwachen und zu wissen, es ist geschafft, und es hat sich alles gelohnt! :) :)

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Hallo Irrrrris (hoffentlich genügend 'r') :D

kann deine Gedanken vollkommen verstehen, aber auch ich möchte dir Mut zureden, zerbrech dir nicht den Kopf, im nachhinein denkst du dir sicher, verschwendete Zeit und Nerven :)

Ich hatte letztes Jahr auch meine erste Op überhaupt, mit 31 Jahren. Ich war fest entschlossen das zu machen, und ein zurück gab es definitiv nicht, aber auch ich habe mir die Größten Sorgen wegen der Narkose gemacht, da ich einen angeborenen Herzfehler habe. Der Anästhesist erfuhr alles von mir, paar kleine Tests und siehe da, 6 Monate später sitz ich hier und mir geht es blendend :)

Vieles hat mir auch mein damaliger Zimmernachbar erleichtert, der war pensionierter Anästhesist, den habe ich mit Fragen gelöchert und er hat mir alles ganz genau erklärt. Die haben dich während der kompletten Zeit unter Beobachtung und können unverzüglich Gegenmaßnahmen einleiten für den Fall das was sein sollte.

Er meinte damals, und das hat mich endgültig befriedigt, es müssen schon sehr viele Dinge im Vorfeld UND währenddessen schief laufen damit etwas passiert, zuviele Dinge, so doof und unkompetent kann keiner sein ;)

Freu dich auf das was nach der Op Tag für Tag positives verändert wird, äußerlich und innerlich.

Ich kann meine Bimax kaum abwarten, und hab noch nicht mal eine ungefähre Angabe wann das sein wird :)

Ich wünsche dir alles gute und freue mich über Neuigkeiten von dir...

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@Löcki, vielen Dank, dein Beitrag hat mich tatsächlich ein wenig beruhigt... :)

 

Leider war die Anästhesistin heute morgen nicht so hilfreich wie du, sodass ich wieder den ganzen Tag am Rad gedreht habe (ARRRGH!), heute abend ist es wieder besser. Werde vll. tatsächlich zu meiner Hausärztin gehen und mir was zur Beruhigung verschreiben lassen, die Anästhesistin meinte, Psychopharmaka haben keine negativen Auswirkungen auf die Narkose... kommt mir zwar etwas krass vor, bin auch eigentlich kein Medikamentenfan, aber so kann es ja nu auch nicht weitergehen ;)

 

Aber allein, dass sich auch so viele andere so einen Kopf machen um die Narkose, hilft mir etwas, denke mir die ganze Zeit: Naja, vll. ist mein ungutes Gefühl ja ein 'Zeichen', dass ich es besser sein lassen soll... vll. ist das aber auch ein bisschen Folge des Schlafmangels...

 

Hach ja, wünsche mir einfach, es wäre zwei Wochen später und ich hätte die richtige Entscheidung getroffen, das ist alles so anstrengend! :482:

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Hey Iris,

 

allem Anschein nach bist du mittelgradig bis schwer neurotisch.

 

Es wird wohl wirklich das beste sein, wenn du dir was verschreiben lässt.

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Ich kann deine Panik auch verstehen!

Meine aller erste OP im Leben war die GNE! Ich habe die Nacht vor der OP vor lauter Angst und Aufregung über der Kloschüssel gehangen! Die Nacht (da war ich noch Zuhause) war einfach nur grausam! Am Morgen dann war ich einfach total ruhig, komischerweise. Wahrscheinlich vor lauter Angst! Jetzt, fast 2 Jahre später habe ich 3 Vollnarkosen hinter mir (GNE , Weisheitszähne und UKVV) und meine ME ist in 4 Wochen! Es war einfach alles überhaupt nicht schlimm, Narkose super, Schmerzen nie nur das nicht essen können war das was mir wirklich auf die Psyche geschlagen ist!!

Du bist jetzt so weit gekommen, zieh es durch alles wird gut! Sobald du die rosa Tablette vor der OP bekommst, wird alles gut du wirst ruhiger und dann kanns los gehen! Du würdest es bereuen, wenn du jetzt alles abbrechen würdest!

Lass dir die letzten Tage noch was von deinem Hausarzt geben und den Rest machen dann die Ärzte und Schwestern im Krankenhaus!!

Alles Gute wünsch ich dir!

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So, hier mal ein kurzes Update von mir, habe mich jetzt eine Weile nicht gemeldet, und dachte, da ihr mir ja so fleißig geantwortet habt, habt ihr verdient zu wissen, wie es jetzt bei mir weitergeht! ;)

Zuallererst: Ich habe beschlossen, es durchzuziehen! :) Hatte ein paar gute Gespräche mit meiner Hausärztin, die mir wirklich sehr geholfen hat/mich mehr beruhigen konnte als alle anderen Ärzte davor; muss aber auch zugeben, dass sie mir dananch noch was zur Beruhigung verschrieben hat, das hat mich natürlich auch noch ein wenig runtergefahren.

Jetzt ist es so weit, noch zwei Tage, dann geht's am Montag ab in's Krankenhaus, Dienstag ist dann der große Tag!! :483:

Musss ja sagen, ich habe tatsächlich öfters MOmente, wo ich mich richtig freue, so nahe dran zu sein, es hinter mir zu haben! :D

NAtürlich bin ich jetzt auch wieder aufgeregt, einfach, weil es nun schon SO UNFASSBAR NAHE ist, aber da muss ich jetzt wohl durch! ;)

Auf jeden Fall muss ich mich bei allen Antwort-Schreibern, die mir so geduldig Mut zugesprochen haben, bedanken; habe mir eure Antworten noch einmal durchgelesen und direkt gemerkt, wie es mir besser ging!

 

Viele Grüße, Irrrrris

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