Irrrrris

OP-Bericht zur Bimax-OP am 10.2.15 in Offenbach

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OP-Bericht zur Bimax-OP am 10.2.15 in Offenbach:

 

Und hier kommt der Bericht:

So, nachdem ich hier zwei Wochen lang das Forum und mich verrückt gemacht habe, kam es endlich zu meiner lange erwarteten BIMAX-OP.

Ich hoffe, dass mein Bericht anderen vielleicht helfen wird bei der Vorbereitung auf ihre OP, mir haben die OP-Erfahrungsberichte hier im Forum sehr geholfen. Ich hatte ja wirklich eine große Panik vor dieser OP, war ja auch noch nie operiert worden, und gerade im Vergleich dazu muss ich sagen, rückblickend war es dann doch alles sehr aushaltbar. :)

 

Kurz zu mir: Ich bin jetzt fast 27 Jahre alt und eigentlich seit ich zehn bin in kieferorthopädischer Behandlung. Der erste KFO schien das Grundproblem bei mir ziemlich gut durchschaut zu haben (offener Biss) und hat mir mit 14 ein Herbstscharnier eingebaut; leider folgte, als ich 15 war, ein Wohnorts- und damit KFO-Wechsel. Und die Folge-KFO, sagen wir es mal so, schien mit meinem Biss komplett überfordert. Da wurde dann schnellstmöglich das mysteriöse Scharnier entfernt und zwei Jahre lang die Zähne hin- und hergeschoben. Dann Behandlung abgebrochen, wieder KFO-Wechsel: Diesmal Versuch der Behandlung mit einer Aufbissschiene, da die Kiefergelenke zunehmend knackten und schmerzten; allerdings schon damals (ich war jetzt 18) klang an, dass sich die Kieferprobleme nur über eine OP dauerhaft lösen ließen. OP kam für mich damals nicht in Frage, weshalb ich letztes Jahr (2014) mich ein weiteres Mal in Richtung KFO aufmachte (meine vierte). Im Juni 2014 kam die feste Spange rein, und jetzt am 10. Februar war dann der große Tag.

 

Meine medizinische Ausgangslage: Ein frontal offener Biss sowie an beiden Kiefergelenken Diskusverlagerung, rechts reponierbar, links nicht, beginnende Arthrose in den Gelenken. In der OP sollte der Biss geschlossen werden sowie der UK geringfügig nach vorne verlagert werden, um so die Gelenke zu entlasten.

 

Der Tag vor der OP:

Habe mich also am Montag Mittag schon im Krankenhaus eingecheckt und bin von einer sehr netten Krankenschwester aufgenommen worden. Hatte den ganzen Nachmittag, den ich ja noch irgendwie rumkriegen musste, ein sehr surreales Gefühl: Dass der Tag, auf den ich so lange gewartet/vor dem ich so lange Angst hatte, jetzt plötzlich so nah war, kam mir sehr seltsam vor und konnte ich irgendwie gar nicht glauben. Ich war dann den Rest des Tages merkwürdig ruhig, erst spät am Abend hatte ich noch einen mittelgroßen Nervositäts-Anfall, aber die netten Worte der freundlichen Nachtschwester haben mich wieder beruhigt. Konnte auch in der Nacht ganz gut schlafen, obwohl ich keine Schlaftablette bekommen habe (wegen Allergien).

 

OP-Tag:

Bin natürlich schon einiges früher wach gewesen, als nötig; war aber nicht schlimm, war sogar fast entspannt und vor allem sehr erleichtert, dass es bald losgehen und der ganze Stress endlich vorbei sein würde. Habe mich also fast gefreut, als die OP-Kleidung gebracht wurde.

Mein Termin sollte zwischen halb neun und neun sein, bis dahin musste ich die Zeit noch irgendwie rumkriegen, das ging aber dann doch ganz schnell.

Die Aufregung kam erst dann wieder, als die Schwester mit der berühmten LMAA-Tablette reinkam; bin mir bis heute nicht sicher, ob die gewirkt hat; hatte wieder die ganze Zeit so ein komisch ungläubiges Gefühl, als man mich dann in meinem Bett nach unten gefahren hat.

 

Ich war eine gefühlte Ewigkeit noch unten zwischen den einzelnen Anästhesie-Stationen unterwegs: Ich dachte ja, man kommt dort an und wird relativ schnell ausgeknockt, aber irgendwie bin ich von Raum zu Raum gefahren worden und überall waren gut gelaunte Menschen in Grün mit Mundschutz, die mit mir über keine-Ahnung-was geredet haben.

Ich durfte meine Bettdecke auf dem OP-Tisch anbehalten und wurde richtig gut eingekuschelt, das hatte etwas sehr Beruhigendes. Auch wenn ich mich so langsam gefragt habe, wann ich denn jetzt bitte endlich einschlafen darf!

Und dann fiel endlich der magische Satz „Wir fangen dann jetzt gleich mal mit der Narkose an“. So, habe ich mir gedacht, ich stelle mir jetzt einfach vor, dass ich mich aus Spaß noch einmal zu einem Nickerchen hingelegt habe, habe mir etwas vorgestellt, von dem ich gerne träumen würde, die Augen noch einmal aufgemacht – und weg war ich!

Das heißt, das 'Weg-Sein' habe ich selbst ja so nicht bemerkt, nur, dass ich plötzlich wieder aufgewacht bin und mein erster Gedanke war 'Hab' ich gut geschlafen!'. Dann erst habe ich die Augen aufgemacht, irgendwo sagte einer „Die wird ja schon wieder wach“ – und da wusste ich wieder, wo ich war und was Sache war! Ich weiß noch, ich habe die Erleichterung gar nicht so richtig glauben können, ich war einfach nur extrem entspannt! Habe mich körperlich wirklich sehr gut gefühlt!

Die OP war früher fertig gewesen als geplant (geplant waren ca. 90 min.), „weil alles so gut lief“, hat mir der KFC später verraten. Puh!

Also etwa eine Stunde im Aufwachraum, ein bisschen langweilig, ein bisschen Kopfschmerzen, Schmerzen aber insgesamt sehr mäßig. Auch das Gesicht war bei weitem nicht so taub wie befürchtet, tatsächlich war nur der Gaumen oben rechts vollkommen taub sowie die Nase, alles andere kribbelte schon. Und das Beste: Kein Splint drin!

Was sehr verwirrend war: Etwa eine Viertelstunde lang habe ich doppelt gesehen! Wurde aber von den Ärzten beruhigt, das käme noch von den Medikamenten, hat mich auch überhaupt nicht gestört, sondern fand es eher lustig; war sehr happy, dass die OP rum war, mir gings richtig gut!
Später wieder im Zimmer, erstmal erleichterte SMS an alle verschickt, dann Besuch von der Familie: ich zunehmend müde, aber immer noch sehr happy!

Den ganzen Tag gab's nichts zu essen, das hat mich aber nicht so sehr gestört, war ja geistig mit anderen Dingen beschäftigt.

Etwas weniger schön: Wollte dann irgendwann gegen Abend doch gerne einmal aufstehen, das hat leider nicht so hingehauen, nach den zwei Metern von der linken auf die rechte Seite des Bettes war der Kreislauf weg, habe mich kurz übergeben, was aber nicht so unangenehm war, wie man sich das immer vorstellt mit Gummis im Mund usw.. Eher nervig: Aufstehverbot für den restlichen Tag!

 

Mittwoch, 1. Tag Post-OP:

Mein schlimmster Tag! Irgendwann in den frühen Morgenstunden ging meine Nase zu – und blieb es auch, da half kein Nasenspray! Hat mich wahnsinnig gemacht, dass ich den ganzen Tag keine Luft durch die Nase bekommen habe, Mundatmung war zwar kein Problem, aber offenbar gehöre ich zu den Menschen, die mit offenem Mund nicht schlafen können – das ging nämlich so gut wie gar nicht!
Außerdem: das Essen. Ich durfte zwar endlich wieder was zu mir nehmen, aber diese Einheits-Gemüsesuppen fand ich wirklich widerlich! Habe erst am nächsten Tag Fresubin bekommen, und ich muss sagen, ich fand das richtig lecker im Vergleich!

Ein Lichtblick: Ich durfte endlich aufstehen und GANZ ALLEINE ins Bad gehen; alleine dieses Gefühl der Unabhängigkeit hat mir sehr viel wiedergegeben.

Nachmittags: Besuch von meiner Mutter und meiner Schwester, habe viel gejammert; wie gesagt, nicht wegen der Schmerzen – hatte ich eigentlich fast keine –, aber die fehlende Nasenatmung und die eklige Kühlmaske, die ich die ganze Zeit tragen musste und unter der sich das ganze leckere Zeug, was einem so aus der Nase läuft nach der OP, gesammelt hat, haben mich an diesem Tag an den Rand der Verzweiflung gebracht!

Bis abends war ich auch noch auf Kürbisform angeschwollen, bis direkt unter die Augen – na toll!

Lustigerweise habe ich es genau dann geschafft, nachdem die Krankenschwester darauf bestand, dass ich meine Kühlmaske ja wohl alleine aufziehen kann, selbige kaputt zu machen(die Maske) – auf Nachfrage hin stellte sich heraus, dass das die einzige war in der gesamten Abteilung, die noch heil gewesen war! In einer Klinik/Abteilung, die auf Gesichts-OPs spezialisiert ist! Ich hätte ja gelacht, aber zum einen hieß das, dass ich das kaputte klebrige Ding trotzdem weiter ins Gesicht geschnallt bekam – mit Pflastern und Haargummis, auch wenn die jetzt zuständige Schwester das mit einer Geduld und Kreativität gemacht hat, dass ich wirklich beeindruckt war –, zum anderen konnte ich meinen Mund nicht so weit bewegen.

Die Nacht habe ich im Bett sitzend mit Sekundenschlaf und regelmäßigen Gängen ins Badezimmer zwecks Nasenspray-Intensiv-Behandlung und Gesicht-Ohne-Maske-Sondern-Mit-Wasser-Kühlen verbracht. Vielleicht eineinhalb Stunden Schlaf?

Mein Tiefpunkt, aber es konnte ja nur besser werden!

 

Donnerstag, 2. Tag Post-OP:

Viel besser! Das Nasenspray funktionierte plötzlich, ach ja, seit Mittwoch sind auch die lästigen Drainagen weg, und heute wurde zudem die Infusion entfernt! Ich fühlte mich fast wieder menschlich! Der KFC war morgens da, meinte, alles optimal, und ich dürfte Freitag nach Hause. Yay, ein Lichtblick!

Mittags wieder Besuch von meiner Mutter und meiner Schwester, sind sogar einmal den ganzen Flur entlang bis zur Besucherecke gelaufen, das fühlte sich so gut an!

Abends hat leider das Nasenspray irgendwie seine Wirkung verloren, dementsprechend eine weitere schlaflose Nacht, die ich wieder hauptsächlich damit verbracht habe, im Bad vor dem Spiegel mit kalten Tüchern mein Gesicht zu waschen und zu kühlen.

Aber auch das ging irgendwann rum.

 

Freitag, 3. Tag Post-OP:

Die Erlösung: endlich durfte ich heim! Vorher allerdings noch beim KFC vorbeigeschaut, der war super zufrieden, hat mir auch in aller Geduld alle meine Fragen nochmal beantwortet, auch die, die ich dreimal gestellt habe. Er hat auch noch das getrocknete Blut aus meiner Nase abgesaugt, und siehe da, hinterher habe ich tatsächlich Luft bekommen!

Danach war ich ziemlich fertig, so ein paar Tage Krankenhaus mit Schlaf- und größtenteils Essensentzug schaffen eben doch ziemlich.

Ab Mittag war ich dann endlich zu Hause, erstmal ein paar Stunden reglos rumgesessen und versucht, mir Kartoffelbrei und zermatschtes Rührei durch die Zähne zu schieben – der KFC meinte, wenn ich will, kann ich sogar versuchen, Nudeln und Reis schon zu essen –, aber später habe ich dann festgestellt, dass besagtes Essen einfach nicht den Aufstand von etwa zwei Stunden Vor-Sich-Hinmümmeln wert ist und bin umgestiegen auf Suppen jeglicher Art.

Er hat auch gesagt, dass ich zum Essen die Gummis rausnehmen darf, das habe ich mich aber noch nicht getraut, hatte irgendwie Angst, dass der UK dann wieder zurückrutscht...

 

Je mehr Essen im Magen ankam, desto mehr ging auch meine Laune nach oben; und das Nasenspray wirkte endlich, jetzt nach dem Absaugen – mir ging es so viel besser!

Nachts dann endlich wieder im eigenen Bett – hallelujah! Nach einigen zähen Stunden, in denen die Paracetamol dummerweise ihre Wirkung aufgegeben haben, bin ich auf die geniale Idee gekommen, mir zwei so kleine Kühl-Akkus mit einem Schal ungefähr auf Höhe des Kiefergelenks festzubinden. Habe lange nicht mehr so gut geschlafen!

 

Samstag, 4. Tag Post-OP:

Die Nacht im eigenen Bett tat gut, dennoch war ich erstmal erledigt, aber: bin anscheinend schon ein wenig abgeschwollen, mein Hals ist wieder normal und auch meine Lippen sehen dem Originalzustand schon wieder sehr ähnlich. Nur der Kreislauf ist immer noch im Keller.

 

Sonntag, 5. Tag Post-OP:

Was mir auffällt: Nachts, wahrscheinlich durch die Bettwärme, bekomme ich immer leichte Kiefer- und Kopfschmerzen, nicht schlimm, eher ein wenig lästig, aber Kühlen schafft hier Abhilfe.

 

Montag, 6. Tag Post-OP:

Im Laufe dieses Tages bin ich ein ganzes Stück weiter abgeschwollen, das hätte ich nicht gedacht. Ansonsten zunehmendes Kribbeln in Kinn, Unterlippe und unterem Wangenbereich. Es lebt also!

Wobei ich von Anfang an wenig 'richtig' taub war, hatte v. a. sehr steife, kribbelige Wangen; nur die Nase ist fast ganz gefühllos.

Abends hatte ich dann den ersten Termin bei meiner KFO, die war total begeistert von meinem neuen Biss. Angeblich habe ich auch jetzt schon ein viel besseres Profil – naja, ich sehe da nur zwei dicke Hamsterbacken...

Danach habe ich mich zum ersten Mal getraut, die Gummis zum Essen abzunehmen – und nach einer Weile fühlte es sich gar nicht mehr so instabil an.

 

Dienstag, 7. Tag Post-OP:

Mittlerweile kribbelt und bitzelt es im ganzen Gesicht, habe auch deutlich mehr Bewegungsfreiheit mit meinen und um meine Lippen. Spüre allerdings auch meine Kiefermuskeln jetzt besser, da alles abschwillt, heute ist alles ein wenig krampfig dort. Aber nicht schlimm.

 

Mittlerweile ist es Freitag, der 10. Tag Post-OP – und ein Fremder würde meinem Gesicht nicht mehr ansehen, dass da 'etwas gemacht wurde'. Der Mund lässt sich leider immer noch nur etwa einen halben Zentimeter öffnen, das soll ich jetzt üben. Ansonsten fühle ich mich schon ganz gut wiederhergestellt; muss aber sagen, ich freue mich sehr darauf, mich irgendwann wieder ohne Rücksicht auf Verluste in die Kissen kuscheln zu können, ich schlafe im Moment in etwas verkrampfter Rückenlage. Das feste Essen fehlt mir zwar, finde ich aber nicht so schlimm.

 

Ein kurzes Fazit: Insgesamt waren weniger die eigentlichen Schmerzen ein Problem – davon hatte ich fast keine –, mehr die nervigen Nebensächlichkeiten, vor allem eben die gerade nachts dauerdichte Nase oder auch die von mir verhasste Kühlmaske; dazu hatte ich die ersten Tage nach der OP beim Schlucken immer wieder so ein Ziehen rechts im Kiefer, da wollten wohl die Muskeln die Ausgangslage wiederherstellen, das war zwischendurch ziemlich unangenehm, hat sich aber mittlerweile gelegt.

Auch einige der Krankenschwestern hätten ein wenig freundlicher oder verständnisvoller sein können – so ein nettes Wort ab und zu hätte schon ganz gut getan –, außerdem waren die Wartezeiten nach jedem Klingeln so lang, dass ich sehr froh war, nichts Lebensgefährliches zu haben!

Insgesamt muss ich sagen: Immer wenn ich zwischendurch extrem genervt von der ganzen Sache war (Kühlmaske, Nase, Krankenhaus im Allgemeinen), habe ich mich gefragt: Und, ist das jetzt ein Grund zu sagen, 'das war es nicht wert' oder 'das würde ich nicht noch einmal machen'? Und nicht ein einziges Mal habe ich das mit Ja beantwortet.

Im Großen und Ganzen glaube ich, dass ich ganz gut durch die Sache durchgekommen bin, vieles war lästig, aber nichts wirklich furchtbar oder so.

Und bis heute entdecke ich jeden Tag irgendein kleineres oder größeres Detail, was schon wieder besser ist als am Vortag. :) :) :)

 

(Der Bericht ist etwas länger geworden als geplant, hilft aber hoffentlich dem ein oder anderen trotzdem weiter. :))

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Hallo Irrrrris,

 

Danke für diesen tollen Bericht (nein, nicht zu lang, wie ich finde) und ich gratuliere zur Erfolgreich überstandenen OP!

 

Wünsche dir weiterhin schnelle Genesung!

 

Liebe Grüße

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Hallo Iris,

 

nochmal Glückwunsch zur überstandenen OP. Dein Bericht gefällt mir und macht auch mir Mut.

 

Weiterhin alles Gute für Dich,

 

Roda

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Herzlichen Glückwunsch!!!

Du hast es schon hinter Dir :-)

Bei Dir ist die Diagnose ja gleich wie bei mir und ich werde hoffentlich die OP

im Sommer hinter mich bringen. Auch ich war noch niemals im KH oder hatte geschweigedenn irgend etwas 

mit einer Vollnarkose hinter mir :-(

Schön zu lesen, das es bei Dir zwar nicht schön aber übersehbar war :-)

Weiter alles Gute

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Hallo,

 

herzlichen Glückwunsch auch von mir :-) !

 

Vieles in deinem Bericht kommt mir noch bekannt vor (Suppen = igitt!, hab auch ein paar Tage nix gegessen bis ich Fresubin bekommen habe, die nervige zugeschwollene Nase, und ich glaube ich kenne die unfreundlichen Schwestern auch,... ;-) ).

 

Jetzt wird es jeden Tag besser!

 

Alles Gute und viele Grüße

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Sooo, war jetzt eine Weile nicht hier (Klausuren, *nerv*), wollte mich aber noch für die lieben Glückwünsche bedanken; kann es immer noch nicht ganz fassen, dass ich die OP hinter mir habe, kommt mir auch schon wieder Monate her vor... ;) Bin auch schön weiter abgeschwollen, auch dank Lymphdrainage, und die KFO betont bei jedem Termin wieder, wie gut das Ergebnis doch geworden sei... bin also für den Moment zahn- und kiefertechnisch ziemlich happy! *auf Holz klopf*

 

#Roda: Wann war dein OP-Termin nochmal, müsstest du es nicht auch mittlerweile hinter dir haben? Ich drücke in jedem Fall sonst noch nachträglich die Daumen :)

 

#Kieferkrieg: Ich wünsche dir auch alles Gute für die OP im Sommer, dann bist du ja auch schon auf der Zielgeraden :) Überstehbar war/ist es in jedem Fall... :)

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Huhu, hach das ist gut, deine Geschichte macht mir echt MUT :-)

Es ist echt schön zu lesen, das es dir schon wieder so gut geht!

Danke und halt uns bitte auf dem laufenden :-)

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Hallo Irrrrris,

 

ja, ich bin inzwischen auch operiert worden. Ich traue mich gar nicht darüber zu schreiben, möchte anderen auch nicht unnötig Angst machen. Zwar ist die OP normal verlaufen, aber nun habe ich so starke Schmerzen und Einschränkungen, dass ein halbwegs normales Leben kaum möglich ist. In Erinnerung hatte ich aus anderen Berichten, dass es täglich aufwärts geht, was ich von mir nicht behaupten kann. Das Ergebnis ist leider auch nicht so wie erwartet: der Unterkiefer liegt extrem weit zurück. Die Schwellungen sind schon ziemlich weit zurück gegangen, so dass der Überbiss täglich deutlicher sichtbarer wird. Ich hoffe jeden Tag auf Besserung.

 

Viele Grüße

 

Roda

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hallo Roda,

 

wie man in deiner unteren Info lesen kann war deine OP im März 2015!

Erst einmal Glückwunsch Du hast es überstanden:-)

 

ABER wir haben doch erst den 13.ten!!! Gib Dir mal ein bisschen Zeit.

So eine OP  - da braucht der Körper bestimmt ein bisschen länger um sich zu erholen :-)

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Hallo Kieferkrieg,

 

Dankeschön. Du hast Recht. Was mir fehlt, sind die Fortschritte, von denen die meisten anderen berichtet haben. Ich bin jetzt seit fast einer Woche zu Hause und fühle mich nicht besser als im Krankenhaus. Kreislaufmäßig ist alles von Anfang an gar kein Problem gewesen. Ich bin sogar schon ca. 3 km spazieren gegangen. Ich sehe auch, bis auf ein paar Blutergüsse, nicht besonders furchterregend aus. Habe kaum noch Schwellungen. Aber alles andere ist nicht so gut.

 

Aber - positiv denken - ich werde es versuchen. Ein OP-Erfahrungsbericht folgt demnächst auch noch.

 

Roda

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Also ich kann nun auch nicht sagen, dass ich die erste Woche zu Hause toll fand. Und die zweite Woche auch nicht. Und in der dritten und vierten konnte ich auch noch nicht arbeiten, auch wenn es langsam besser wurde.

 

Ich bin ein relativ unkaputtbarer Mensch, der sich ungerne was anmerken lässt. Die Zeit nach der OP fand ich trotzdem extrem anstrengend.

 

Gib dir mehr Zeit, das ist eine harte Nummer!

 

Womit genau haderst du denn am meisten? Vielleicht kann ich dir was erzählen zu einzelnen Sachen.

 

Ich fand nach meiner OP am Schlimmsten, dass alles so anstrengend war - Essen, reden...kaum Normalität, nichts "lief einfach so".

 

Kauf dir vielleicht die ein oder andere Serie, die du schon immer mal sehen wolltest. Es gibt so tolle Sachen - Dexter, Sherlock, Downton Abbey, Breaking Bad, was auch immer dir gefällt! Und dann guckst du mal eine Staffel durch, eingemummelt in Decken und mit einem Kakao, dann sieht die Welt schon etwas anders aus!

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Hallo Goriwyn,

 

Du hast mir ja schon öfter mit Deiner positiven Art geholfen. Vielen Dank.

 

Am schlimmsten sind für mich die Schmerzen (Kopfschmerzen, Halsschmerzen, Ohrenschmerzen), verbunden mit der Taubheit. Eigentlich ein Widerspruch in sich, aber kann es nicht besser beschreiben. Es ist ein Gefühl, als hätte ich einen dicken, harten Fußball mit voller Wucht ins Gesicht bekommen. Mein Kinn (habe Kinnplastik) schmerzt und brennt. Ich nehme morgens und abends eine 400er Ibuprofen. Vielleicht wäre es besser, ich würde noch mehr nehmen, aber ich bin unsicher, ob man so viele Schmerzmittel verträgt.

 

Die Wunden im Mund schmerzen auch sehr. Ich habe mich noch nicht getraut sie genauer anzuschauen. Putze immer ganz vorsichtig mit meiner Kinderzahnbürste und spüle mit Octenidol. Und danach muss ich die Gummis einhängen, was sehr weh tut, weil ich sie am letzten oder vorletzten Backenzahn einhängen muss und dann immer soviel Spannung/Druck im Frontbereich vorhanden ist. Außerdem fällt es mir schwer, die Gummis in diesem Bereich anzubringen. Ich habe auch immer Angst, dass ich etwas kaputt mache oder sich etwas entzündet. Wie lange dauert es ungefähr bis die Wunden etwas verheilt sind?

 

Das Essen ist wirklich katastrophal. Ich muss immer ans Altenheim denken. Ich muss mich komplett abdecken, da wirklich fast die Hälfte daneben geht. Das wird wohl am fehlenden Mundschluss liegen. Warum sollte sonst das Essen wieder rausfliessen?! Von der Spritze bin ich mittlerweile abgekommen, nehme also einen kleinen Löffel. Aber es ist mühsam. Ständig muss ich das Kinn abtupfen, und das wiederum tut auch weh. Selbst trinken ist keine Leichtigkeit.

 

Das Reden ist auch total blöd: es tut weh und ich bin so schlecht zu verstehen.

 

Das Schlafen ist zwar einerseits erholsam. Aber ich werde ständig wach, weil ich mich anders legen möchte (bin eigentlich Bauchschläfer). Im Moment liege ich auf dem Rücken mit erhöhtem Oberkörper und habe immer das Gefühl, dass ich mich nicht bewegen darf. Ich würde gerne mal wissen, wie lange man mit erhöhtem Oberkörper schlafen muss.

 

Die verstopfte Nase mit Nasenbluten geht mir auch auf die Nerven, aber da erwarte ich eine baldige Verbesserung.

 

So, genug gejammert (wollte ich eigentlich gar nicht ;-) ).

 

Roda

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Ich verstehe das gut, auch wenn ich mit den Schmerzen mehr Glück hatte.

 

Also so wie sich das für mich anhört, bist du einfach nur total demoralisiert und erledigt, das ist völlig nachvollziehbar und kein sinnloses Gemecker.

 

Ich hatte damals Fresubin in der Apotheke gekauft, die Flaschen mit 2 Kalorien pro ml. Gibt es auch in Online-Apotheken recht billig, die waren zügig da. Dann habe ich viel Kartoffelpürre mit brauner Soße gemacht, passierte Erbsen, Bananen. Suppen natürlich, noch und nöcher. Pudding, Joghurt. Kleiner Löffel, rein damit.

 

Nimmst du die Gummis zu den Mahlzeiten raus? Wenn nein, wäre das eine Idee. Mein Chirurg meinte damals, das wäre kein Problem. Anderenfalls wirklich Fresubin oder die ganz großen Spritzen probieren, irgendwo einhaken am Mund und dann hinten durch die Backenzähne saugen. Langsam, aber es geht. Und wenn man den Kopf ein bisschen zurücklehnt, geht auch weniger ins Kinn. Mit Oberkiefer, Unterkiefer und Kinn hast du natürlich auch das Komplettprogramm genommen, da bleiben kaum Ecken, wo du was hintun kannst, OHNE dass dort was operiert wurde.

 

Ich möchte aber auch nicht wissen, wieviel dir auch schlimmer vorkommt, weil du übermüdet, hungrig und erledigt bist. Ich weiß noch, wie ich am zweiten Tag nach Krankenhausentlassung weinend zu Hause saß, weil mein Freund mich 3 Stunden alleine gelassen hat und ich ihm unbedingt vorwerfen wollte, mich im Stich zu lassen. ;) Man ist einfach nur durch. Das wird aber wirklich besser, langsam, aber immerhin.

 

Ansonsten würde ich mich nicht scheuen, den Arzt mal anzurufen und nach mehr Schmerzmitteln zu fragen. Alternativ einfach mehr einwerfen. Es ist ja nicht auf Dauer. So wie ich es im Kopf habe, darf man auch mal 800er Ibuprofen nehmen, morgens, mittags, abends. 2400 ist Maximaldosis für Erwachsene, das würde ich aber mit dem Arzt abklären. Wie lange warst du im Krankenhaus?

 

Das Pochen im Kopf ist mir jedenfalls noch in lebhafter Erinnerung - und ich habe mich bis zur Entlassung alle paar Stunden an den Schmerztropf hängen lassen.

 

Was bei mir auch gut geholfen hat, ist Mydocalm. Das entspannt die Muskeln. Vielleicht fragst du mal danach?

 

Ansonsten: Mir hat es nach beiden OPs geholfen, mir klarzumachen, dass hier ein kompletter Schädel umgesetzt wird. Das geht nicht ohne dass man davon was merkt! Versuche, dich zu entspannen, abzulenken. Lad dir nette Leute ein, guck dir was an. Ich habe auch viel Computerspiele gespielt, das lenkt enorm ab. Und ansonsten auch einfach mal mit halbgeschlossenen Augen dösend in einen Raum setzen und runterkommen und sich klarmachen, dass das Zeit braucht.

 

Vergiss nicht: Du hast beide Kiefer gleichzeitig und das Kinn operiert. Ich hatte erst den Oberkiefer ("nur" GNE) und dann den Unterkiefer und fand das auch schon keinen Spaziergang. Gerade bei der UKVV war ich von mir selbst überrascht, wie anstrengend ich das fand, auch wenn es mir " den Umständen entsprechend" gut ging.

 

Ich glaube, man hat auch eine Erwartungshaltung, wenn hier manche schreiben, "alles halb so wild". Man idealisiert auch, wenn man es überstanden hat und mancher möchte auch nicht zugeben, dass er es schlimm fand. Und mancher ist eben vielleicht wirklich glücklicher im Verlauf, vielleicht jünger, robuster, was weiß ich. Fakt ist: Für viele ist es doch nicht ganz so spaßig. Jetzt nach 5 Monaten, mit Frühlingsluft, ansehnlichem Gesicht und mit vollem Bauch denke ich auch, dass es das Wert war. Zwei Wochen nach der OP fragte mich meine KFO, ob ich das weiterempfehlen würde, und ich meinte, sie solle mich in zwei Monaten nochmal fragen.

 

Guck dir meine Bilder an, ich sehe deutlich, wie fertig ich nach der OP aussah. Viele meinen, man hätte mich kaum erkannt. Und trotzdem habe ich hier geschrieben, dass es gut verlaufen ist und ich es okay fand. Stimmt ja objektiv auch. Subjektiv - naja, nicht vergnügungssteuerpflichtig. Und härter, als ich dachte. Und eine Bimax ist nochmal mehr. Da geht man nicht nach einer Woche wieder ins Tagesgeschäft über. Du darfst alles hart und anstrengend finden. Du darfst auch meckern und motzen und schimpfen, und wenn es nur heimlich ist, weil sprechen anstrengend ist. Wenn nicht jetzt, wann dann?

 

Man darf da keine Wunder erwarten!

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Vielen Dank für die aufmunternden Worte!

 

Ich glaube auch, dass der fehlende Schlaf und der Hunger mit dazu beiträgt, dass man sich noch mieser fühlt.

 

Fresubin habe ich auch schon da. Die sind echt lecker und die trinke ich zum Frühstück dazu. Allerdings muss ich sagen, dass ich davon nicht satt werde. Ich muss mir immer noch etwas anderes dazu machen. Meistens mache ich Obst mit Hirsebrei in meinem Mixer. Komischerweise habe ich (ich esse sonst sehr gesund und ausgewogen) Heißhunger auf ungesundes Essen. Gestern habe ich schon überlegt, mir eine Pizza zu pürieren ;-) Ich wollte mir dann aber doch den Frust ersparen und habe es vorerst gelassen. Pudding esse ich auch viel, aber ein bisschen mit dem schlechten Gewissen, wegen des Zuckers an den Zähnen.

 

Nach Mydocalm werde ich auf jedem Fall mal fragen. Das ist eine gute Idee.

 

Ja, die Gummis nehme ich zu den Mahlzeiten raus. Ich hoffe einfach, dass ich demnächst mehr Übung darin bekomme und es weniger schmerzt. Denn diese Umstände führen dazu, dass ich so wenig Mahlzeiten (dafür aber viel) wie möglich einnehme, was natürlich nicht so gut ist.

 

Ich hatte sogar 800er Ibuprofen verschrieben bekommen, aber mich nicht so getraut. Deshalb habe ich bisher die 400er genommen. Heute Abend probiere ich eine 800er. Vielleicht kann ich dann mal besser schlafen.

 

Ich bin auch froh, dass jetzt meine Antibiotika-Behandlung abgeschlossen ist. Das war nämlich auch ein Kampf: ich habe sie kaum in den Mund bekommen und konnte sie dann kaum schlucken. Die waren wirklich eklig.

 

Ich werde mir Deine Tipps und Erfahrungen bestimmt später nochmal durchlesen. Vielen Dank dafür. Es ist schon hilfreich zu wissen, dass es einem nicht allein so geht, dass es anderen auch so ergangen ist......und dass man tatsächlich irgendwann wieder ein "normaler" Mensch ist ;-)

 

Roda

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Hallo Roda,

 

auch wenn wir jetzt endgültig Iris Faden gekapert haben: Dieses Forum ist ja auch zum Jammern da, gerade weil es ja hier genug gibt, die auch schon in der gleichen Situation waren und Goriwyn hat Dir wirklich schon gute Tipps gegeben.

 

Und zu den Schmerzen: Auch wenn es jetzt hart formuliert klingt: Wenn Du die 800 Ibuprofen verschrieben bekommen hast, warum nimmst Du sie dann um Himmels willen nicht? Dein KC wird schon einen Grund gehabt haben, warum er sie Dir verschrieben hat (ich hoffe, er hat auch gleichzeitig noch einen Magenschutz, irgendetwas aus der -prazol-Gruppe, verschrieben?). Ich habe so langsam den Eindruck, dass sich eigentlich immer die Falschen die Warnung zu Herzen nehmen, nicht zu lange Schmerzmittel zu nehmen, und da geht es ja vor allem darum, dass man Schmerzmittel nicht ohne Kontrolle des Arztes nehmen sollte, z.B. wegen Magenschutz und Abklärung der Ursachen. Und die Ursache ist ja klar, schließlich ist Dein Gesicht ja einmal umgebaut worden. Und mit Ibuprofen 400 bis Du wirklich noch im unteren Bereich der Schmerzmittel, da gibt es noch einiges mehr auf der Skala, sowohl an Dosierung als auch an anderen Schmerzmitteln

 

Und vor allem wenn der Rest vom Leben relativ beschwerlich ist, das ist ein Bereich, wo Du ja tatsächlich etwas tun kannst, damit es Dir besser geht, es gibt wirklich keinen Grund, zu allem anderen dort noch zu leiden (und wenn Dir die volle Dosis nicht reicht, beim KC auf der Matte stehen, dass Du etwas stärkeres braucht). Ich habe seit ca. 4 Jahren Probleme mit chronischen Schmerzen und merke ganz deutlich, wie mir Schmerzen auch auf das seelische Wohlbefinden gehen, Du brauchst Dir momentan aus Angst nicht wirklich noch zusätzliche Schmerzen antun.

 

Und zum Essen: Auch das mit dem Essen wird mit der Zeit besser, auch wenn man mometan nicht das Gefühl hat, dass es wirklich besser wird. Suche so lange, bis Du etwas findest, wie es funktioniert. Bei mir hat z.B. ein Strohhalm nie funktioniert, ich habe viel mit kleinen Löffel gearbeitet, vor allem Marmeladen- und Joghurtlöffel, diese sind eher rechteckig, da passt mehr drauf (relativ gesehen). Kennst Du für Ideen den Rezeptefaden (siehe meine Signatur)? Und ich habe während der Splintzeit zwar keine Pizza püriert, aber das erste, was ich gegessen habe, als ich aus dem KH kam, waren Raviolis einmal durch den Mixer gejagt, vielleicht fällt Dir eine Pizzavariante ein (Pizzasoße mit Parmesan und Salami püriert?).

 

Liebe Grüße!

 

Irene

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Hallo Roda :)

 

Erst einmal Glückwunsch zur überstandenen OP - du hast es endlich hinter dir, das alleine ist schon sehr viel wert!

Es tut mir leid, dass du so Probleme hast mit den OP-Folgen - wie andere oben schon geschrieben haben, wenn du SChmerztabletten in ner gewissen HÖhe verschrieben bekommen hast, würde ich die auch ruhig so nehmen (wann, wenn nicht jetzt; du wirst ja in deinem Leben nur sehr wenige solche Ausnahmezustände erleben wie diesen hier, da kannst du auch ruhig mal ne Ausnahme machen und die volle Dosis nehmen).

Ich muss sagen, dass ich insgesamt sehr wenig Probleme mit Schmerzen hatte, ABER ich hatte auch immer mal wieder nen schlechten Tag und da habe ich dann die Maximaldosis genommen. Hatte auch das Pech, mir ne Woche nach Entlassung ne handfeste Mandelentzündung einzufangen, das heißt, ich habe auch da nochmal einiges an Schmerztabletten nehmen müssen, was meine Hausärztin absolut unbedenklich fand.

 

Was das Essen betrifft, ich hatte am Anfang auch massive Probleme, irgendetwas dauerhaft in den Mund zu bekommen, und das hat mich auch teilweise echt deprimiert. Bin auch einmal über einem Teller Suppe in Tränen ausgebrochen, weil ich so frustriert davon war, dass alles immer gleich wieder rausgelaufen ist, während gleichzeitig pausenlos die Nase fast 'in die Suppe' gelaufen ist... ;) Danach habe ich alles erst einmal nur in Trinkform zu mir genommen; und wenn ich heute versuche, was mit dem Löffel zu essen, brauche ich immer noch ein Lätzchen ;)

 

Und die Antibiotika fand ich auch furchtbar; ich hatte im Krankenhaus eine echte Auseinandersetzung mit der SChwester darüber, wie man diese Monstertablette durch den Drei-Millimeter-Spalt zwischen den Zähnen quetschen soll - dann habe ich sie gemahlen bekommen, sollte sie in meiner ohnehin schon unglaublich leckeren Kartoffelsuppe auflösen - und habe mich fast übergeben. Das Theater, bis ich dieselbe Dosis auf zwei deutlich dünnere Tabletten verteilt bekommen konnte, die dann auch in meinen Mund passten... *augenroll*

 

Also auf die Psyche schlägt die ganze Sache schon, finde ich trotz aller Fortschritte auch. Bin auch immer noch ziemlich dünnhäutig von den Nerven her und ich bin jetzt vier Wochen post OP; ich glaube, das ist einfach der gesamte Stress der Ausnahmesituation, die man da durchlebt und die halt ne ganze WEile noch andauert...

 

ABER es gibt ja auch immer wieder die KLeinigkeiten, die einen da wieder aufbauen; ich war von Anfang an einfach EXTREM erleichtert, es überhaupt jetzt hinter mir zu haben; sehr froh, mein Essen wieder selbst bestimmen zu können (in gewissen Rahmen natürlich, aber Pudding, Eis und Milchshakes haben mich im Vergleich zum KH-Essen sehr glücklich gemacht); habe mich über jeden verschwundenen blauen Fleck und jede kleiner werdende Schwellung gefreut; und das Wissen, dass es von jetzt an auf jeden FAll nur noch besser werden sollte, auch wenn es langsam geht... :483:

 

Ich drücke dir ganz fest die Daumen, dass es jetzt ganz schnell besser wird bei dir; ich denke, im Laufe des ersten MOnats wird sich noch sehr viel tun; bei mir hat sich oft im Laufe eines Tages schon ganz viel verbessert, es kann also jeden Tag sein, dass die Welt mit einem Mal wieder ganz anders aussieht :) :)

 

PS: Die Nähte im Mund sollten nach etwa zehn Tagen/2 Wochen zugeheilt sein, hatte man mir gesagt; bis 3 Wochen danach kann es sich noch entzünden, da habe ich mir auch wahnsinnig Sorgen gemacht, aber sooo schnell geht da auch wieder nichts kaputt, ich bin auch ein paar mal mit der Zahnbürste ordentlich gegen die Naht und hab dann gleich panisch alles mit ner MIni-Taschenlampe abgeleuchtet...

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Was mir auch noch einfällt: Bei Bock auf Pizza usw. habe ich mir damals einfach klitzekleine Nüdelchen mit Tomatensauce und ganz fein gemahlenem Parmesan gemacht. Zumindest hat man dann ordentlich was Herzhaftes im Mund.

 

Und wie ich schon erwähnte: Passierte Erbsen mit Kartoffelpürree und fertiger brauner Rahmsauce kann ein echtes Fest sein, wenn man mal was richtig herzhaftes möchte. Und man kann sich davon satt essen.

 

Als ich dann schon etwas am Gaumen zerdrücken konnte, waren Käsetortellini mit Sahnesauce täglicher Begleiter. :)

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Dankeschön für alle guten Ratschläge und Wünsche, Ihr seid sehr nett zu mir :-)

 

Zwar kann ich immer noch nicht von wesentlichen Verbesserungen sprechen, aber immerhin sieht mein Mundraum wohl von innen ganz gut aus, also keine schlimmen Entzündungen. So sagte es der KFO. Gestern war ich sogar das erste Mal mit einem Interdentalbürstchen hinter den Zähnen (wegen Lingualspange). Das ging im vorderen Bereich ganz gut. Hinten komme ich noch nicht hin. Aber immerhin. Ich gehe immer mit einem, mit Octenidol getränkten, Wattestäbchen in die hinteren Ecken.

 

Dass man sehr dünnhäutig ist, kann ich bestätigen. Heute habe ich den Weg zur Physiotherapeutin nicht gefunden und war ziemlich verzweifelt. Irgendwie ist mir alles noch etwas viel, sogar die Autofahrten zu den Terminen. Danach brauchte ich erstmal eine Belohnung.

 

Ich habe das gemacht, was Goriwyn vorgeschlagen hat: Tomatensuppe, etwas Parmesan und kleine Nudeln darin (natürlich auch mit Lätzchen gegessen ;-) ). Köstlich !!!! Da hatte ich dann auch mal das Gefühl satt zu sein.

 

Roda

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Hallo Irrrrris,

 

Glückwunsch zur erfolgreichen OP und danke für deinen ausführlichen Text! Da ich in ca. 1.5 Jahren (auch mit 26) auch bei Dr.Dr. Neubert operiert werde, hat mich dein Bericht natürlich sehr interessiert.

Bist du 100% mit ihm zufrieden gewesen? Ich hätte noch die Option Uni-Klinik, aber meine KFO hat mir davon abgeraten. Hab auch schon von anderen gehört, dass das Krankenhaus und die Krankenschwestern nicht so toll sein sollen...wobei ich viel, viieeelll mehr Angst vor der Narkose und dem Einschlafen habe :(

 

 

Liebe Grüße

 

moodle

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Hallo moodle,

 

Also, ich muss sagen, mit Dr. Dr. Neubert selbst bin ich (bisher) sehr zufrieden. Ich hatte von Anfang an das Gefühl, dass er wirklich weiß, was das Problem und was dagegen zu tun ist, und das obwohl ich befürchtet hatte, dass es bei mir eine komplizierte Angelegenheit würde. Er meinte auch, wenn man schon was machen muss (funktional), dann macht man es so, dass es auch ästhetisch optimal wird, das fand ich auch sehr beruhigend!

Was mir besonders wichtig war, dass er sich viel Zeit genommen hat, mir ausführlich und immer freundlich auf Fagen zu antworten, auch jetzt noch, bei jedem Nachbehandlungstermin.

 

Auch mit dem OP-Ergebnis bin ich (wieder bisher ;)) sehr zufrieden, meine KFO betont immer, dass sie nicht gedacht hätte, dass es schon so gut wird/man so wenig noch zahntechnisch-kieferorthopädisch korrigieren müsste, er hätte wirklich gut operiert!

Das mit dem Krankenhaus/den Krankenschwestern, dazu muss ich allerdings sagen, war für mich die negativste Erfahrung. Also, prinzipiell fand ich, konnte man es dort durchaus ein paar Tage aushalten, nur die Schwestern waren wirklich zum Großteil (nicht alle!) eher unmotiviert und teils auch echt unfreundlich! Essen war auch mies (s.o.); aber das war mir - auch im Nachhinein - im Vergleich nicht sooo wichtig, Hauptsache, die OP wird gut! Während der fünf Tage Krankenhaus war's halt nicht so doll, was das betrifft...

 

Meine größte Angst war auch die Narkose, war meine erste OP und ich war da echt RICHTIG am Zittern! Aber ich bin wirklich gut und schnell eingeschlafen und auch wieder gut aufgewacht, habe mich wirklich gut gefühlt! Bergab ging's erst danach... ;)

 

Ich drück dir die Daumen für deine weitere Behandlung, wer weiß, vielleicht begegnet man sich ja mal in Offenbach im Wartezimmer ;)

 

Liebe Grüße, Irrrrris :)

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Hallo Irrrrris,

 

Dass du mit ihm zufrieden bist beruhigt mich wirklich sehr, denn es ist mir viel wichtiger einen guten Kieferchirurgen als ein tolles Krankenhaus oder -schwestern zu haben. Ja klar, man ist für ein paar Tage ans Bett gefesselt und da ist es natürlich schon von Vorteil, wenn man mit seiner Umgebung zufrieden ist, aber zuerst möchte ich die OP gut überstehen.

Bei meinem ersten Beratungsgespräch habe ich auch sofort den Eindruck bekommen, dass er sich bemüht mir alles ausführlich zu erklären, inklusive kleinen Zeichnungen :biggrin: Er hatte mich zunächst gefragt, was mich persönlich an meinem Kiefer stört und wie was gemacht werden müsste, damit es am Ende auch gut aussieht.

Für mich wäre es auch meine allererste OP, deswegen die große Panik vor der Narkose. Man wird mir schon 2 oder 3 von den Beruhigungstabletten geben müssen :biggrin:

 

Da es bei dir jetzt nun etwas über einen Monat her ist - wie fühlst du dich? Wie sieht dein Gesicht aus und wie schlimm ist es mit der Taubheit? Das ist auch etwas, was mir große Angst macht...

 

Ja, vielleicht sieht man sich mal, das wäre ja total witzig :biggrin: Kommst du direkt aus Offenbach/Frankfurt oder aus der Umgebung?

 

Liebe Grüße,

 

moodle

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Hallo moodle,

 

ja, bei mir greift er auch immer sofort zum Modellschädel, wenn ich eine Frage habe, und erklärt es dann in allen Einzelheiten ;)

 

WIe gesagt, bei mir war die Narkose auch die größte Angst, habe das auch hier im Forum geäußert und eine ganze Menge beruhigender Antworten darauf bekommen - ich konnte mir überhaupt nicht vorstellen, die OP irgendwie zu überstehen, und jetzt sind es schon fast sechs Wochen :D

 

Insgesamt fühle ich mich schon wieder ziemlich gut, mein Gesicht ist mittlerweile sehr weit abgeschwollen; die Wangen sind noch pausbäckig, aber wer mich nicht kennt, würde das vermutlich nicht merken. Man konnte schon nach drei Wochen etwa die Gesichtsform wieder erkennen, sodass der Gesamteindruck schon wieder relativ 'normal' war, wenn auch etwas 'voluminöser' als ich es gewohnt bin ;)

 

Was die tauben Stellen angeht, die sind auch sehr weit zurückgegangen; ursprünglich waren ja Oberkiefer, Wangen, Nase und Kinn taub - wobei eigentlich nichts vollkommen 'tot' war, eher etwas stumpf und kribbelig -, übrig ist davon noch der Oberkiefer 'außen', also das Zahnfleisch um die Zähne herum, das ist beim Zähneputzen etwas irritierend, und eine münzgroße Stelle am Kinn, die mich aber nicht weiter stört. Seit ich meine Nase wieder fühle, ist die Welt schon wieder viel schöner ;)

Und meine Physiotherapeutin meinte, es kann manchmal ein Jahr dauern, bis sich die Nerven vollständig erholt haben, also ist da noch Zeit für Optimismus... die Taubheit hat mich aber auch eigentlich nie so sehr gestört, das war wie nach ner ordentlichen Spritze beim Zahnarzt, die halt sehr lange braucht, bis sie weggeht.

 

Ich komme von außerhalb, aber ich studiere in Frankfurt, deshalb ist das für mich ganz praktisch, mit dem Studententicket immer nach Offenbach rüberzufahren :) wie ist das bei dir?

Ich denke mir auch immer, wenn ich im Wartezimmer sitze und mich umschaue, theoretisch könnte die Hälfte der dort herumsitzenden Leute auch hier unterwegs sein, man weiß es ja nicht ;)

 

Liebe Grüße, Irrrrris

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Hallo Irrrrris,

 

Klingt ja so, als ob ich mir wirklich nicht solche riesigen Sorgen machen müsste. Wenns bei mir so verläuft wie bei dir ist alles gut :D Ich wohne und studiere ebenfalls in Frankfurt und wie du sagtest ist es dank des Semestertickets super praktisch mal eben so nach Offenbach zu fahren. Physiotherapie - hast du das von dir aus gemacht oder "gehört es dazu"?

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Hallo moodle,

 

also, ich denke, dass ich bei meinem bisherigen Verlauf relativ viel Glück hatte, gibt natürlich auch solche, die damit mehr Probleme haben... ich drück dir natürlich die Daumen, dass es bei dir läuft wie bei mir oder noch besser... ;)

 

Was die Physiotherapie betrifft: Ich weiß, dass nicht alle KFOs darauf Wert legen; meine achtet sehr auf eine 'ganzheitliche' Behandlung, das heißt in meinem Fall eben auch Physiotherapie und Logopädie. Das ist allerdings in den meisten Fällen ziemlich sinnvoll, denn durch die OP wird ja der Kiefer in eine neue Position gebracht, wobei die Muskeln noch die alte gewöhnt sind und dementsprechend - zumindest zu Beginn - versuchen, den Kiefer wieder zurückzuziehen. Ich weiß nicht, ob das bspw. bei ner reinen Bimax-OP auch ein Problem ist, bei mir wurde aber zusätzlich der UK ein Stück nach vorne bewegt - und der darf jetzt nicht wieder zurückgezogen werden. Es geht also darum, das neue System zu stabilisieren, insofern - finde ich zumindest - 'gehört es dazu'. :)

Das Gleiche gilt (bei mir) auch für Logopädie, weil mein falsches Schluckverhalten die Fehlstellung herbeigeführt oder zumindest unterstützt hat... Frag doch mal deinen KFO, wie er/sie das so sieht?

 

Dann sind wir ja schon mal zwei 'Schneekettenträger' an der Uni, das ist doch was ;) ist die Spange bei dir schon drin?

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Heyho Irrrrris,

 

Witzig, dass du das erwähnst, denn ich fange in 2 Wochen firekt zum Semesterstart mit Logopädie an :D Meine KFO war die Einzige, die mein falsches Schluck- und Sprechverhalten sofort erkannt hat. Als ich jünger war (so zwischen 8 und 10 irgendwann) hatte ich so eine Zungensperre von meinem alten (schrecklichen) KFO bekommen und das ist mir da dann erst wieder eingefallen.

Das mit der Physiotherapie werde ich definitiv ansprechen, denn ich geh mal nicht davon aus, dass meine KFO mir da nicht zusprechen würde. Ich denke auch, dass es sinnvoll ist, den Kiefer zu unterstützen. Ist das ganze eine Kassenleistung?

Meine Spange ist seit 2 Wochen drin. Von meinen Kommilitonen hat es bisher nur einer gesehen aber er hat da auch nichts groß zu gesagt. Oben Keramik, unten Minibrackets, dazu noch einen Gaumen- und Lingualbogen. Laut KFO werd ich sie ca. 2 Jahre tragen müssen. Die OP findet ca. 6 Monate vor Entnahme der Spange statt, stimmt das so? Ich müsste das dann auch direkt auf Beginn der Semesterferien legen. Wie lange ist deine Spange jetzt schon drin bzw wann kommt sie raus? Hast du ne stinknormale oder Keramik/Lingual?

Es ist schon "anders", wenn man mit 24+ eine Zahnspange trägt, aber wir machen es ja für uns, nicht wahr? :)

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