Elfenzauber

Gefahren einer OP bitte nicht unterschätzen!

Hallo, ich habe Euch vor ca. drei Jahren nach meiner Unterkiefervorverlagerungs-OP meinen Leidensweg geschildert.

Jetzt bin ich EU-Rentnerin geworden. Vielleicht bin ich die eine von den 2%, die es erwischt hat. Es nennt sich Triegeminusneuropathie beidseitig und bedeutet Schmerzen ein Leben lang. Es bedeutet auch Tabletteneinnahme ein Leben lang und mit deren Nebenwirkungen zu leben. Mit Antiepileptikum und Tramadol in Höchstdosierung lässt es sich leben auf Rentenniveau. Ich habe so gerne gearbeitet! Bitte, bitte überlegt es Euch zwei-, drei-, ja hundert Mal, ob eine OP wirklich notwendig ist. Lasst den blöden Schönheitswahn an Euch vorbei gehen und pfeift auf das Argument, so kann man Geld sparen, denn die Kassen bezahlen so nur bei erwachsenen Patienten. Denkt daran, alle wollen an Eurer Behandlung Geld verdienen. Was da bei mir schief gelaufen ist, kann ich Euch nicht sagen. Die Ärzte wollen es mir auch nicht sagen. Der OP-Bericht bleibt unter Verschluss und da gibt es kein Mittel ihn zu bekommen, wenn der Arzt es nicht will. Entschuldigen wird sich auch keiner bei Dir, denn das käme einem Schuldgeständnis gleich. Ich lebe jetzt am Existenzminimum. Also überlegt es Euch, bitte! Die Ärzte sagen Dir nicht genügend, was der schlimmste Fall sein kann. Aber es gibt meinen Fall, ein Einzellfall, aber dahinter stecke ich, eine Frau, die viele Träume hatte und viel Zeit braucht, sich neue aufzubauen. Noch weiß ich nicht, wohin die Reise gehen wird.

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Ohhh das tut mir sehr leid für dich.

kann gut nachvollziehen wie es dir geht hatte nach meiner rezidiv op auch einige Monate trigneminusneuralgie artig Symptome die kommen und gehen ja wie nichts und sind unausstehlich mein Chirurg konnte es sich nicht erklären. Heute 14 Tage Post op nach einer daumen op leide ich wieder Höllen Qualen nur durch nervenschmerzen in der Hand meine Nerven sind leicht irretierbar. Kinn und Lippe sind noch taub hoffe das passiert nicht am daumem denn kann ich meinen job an den Nagel hängen als ergo.

Denke du bist weniger noch als 2% ist es eventuell möglich das die Neuralgie unabhängig von der op entstand durch nervenentzündung oder ähnlichen.

Habe in der Ausbildung auch eine pat kennengelernt. Diese jedoch halbtags noch arbeitet sie sagte ohne würde sie durchdrehen ohne Ablenkung. Auch als Rentner darf man auf 450 Euro Basis arbeiten.

Vielleicht leichte Aufgaben ohne wechseln arbeitsbedingung um nicht die neuralgie durch Wind ect zu reizen.

Alles Gute dir. Und recht hast op sollte gut überlegt sein so Pech ist sehr selten aber leider schützt vermeiden nicht immer

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Oh mein Gott.......

Du Arme ich wünsche Dir viel Kraft und Energie das Du damit zurecht kommen wirst.

Wirst Du vor Gericht gehen?

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Tut mir sehr leid für dich und ich würde dir wünschen, dass eines Tages doch noch Besserung eintritt.

 

Es stimmt, dass Ärzte zu wenig über mögliche Nebenwirkungen aufklären. Und wenn man nach der Op ein Problem hat, dann wird man abgewimmelt und wirklich kümmern tut es keinen. Zudem kommt noch hinzu, dass wohl kein Beruf vom Rechtlichen her so gut geschützt ist wie der Arzt/Zahnarztberuf.

 

Haben sich denn mal Neurologen mit deinem Fall befasst? Könnte man nicht eventuell den Unterkiefernerv durchtrennen, um den Schmerz zu stoppen? Hast du dir mal Meinungen von so renommierten Leuten wie Dr. Triaca aus der Schweiz eingeholt?

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@ Tiefbiss

Man kann durchaus zur Rentnerin werden ohne ALLE Ärzte ausprobiert zu haben!

 

@ Elfenzauber

Es tut mir sehr leid, dass es dir so schlecht geht. Du hast ein Recht auf Akteneinsicht und daher ist  der Arzt dazu verpflichtet dir den OP Bericht in Kopie auszuhändigen. Wenn er das nicht macht solltest du dir einen Anwalt nehmen.

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das tut mir sehr leid. solches oder ähnliches höre ich mindestens einmal die woche. 

jede kch-op ist eine gefahr, bestes beispiel: die oft verharmlosten weisheitszähne.

grundregel: op gleich welcher art nur wenn keine alternative besteht + der leidensdruck derart gross ist,

dass man ohne op schlichtweg nicht mehr leben kann.

kiefer-op´s heißt op´s am knochen und das ist immer und ausnahmslos ekelhaft.

also richtig: überlegt es euch hundertfach.

liebe gruesse und gute besserung!

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@Elfenzauber:

Ich weiß nicht, ob Du schon bei mehreren Ärzten warst oder immer nur bei demselben, aber gerade bei schwierigen Sachverhalten, bei denen unter Umständen mehrere Fachdisziplinen beteiligt sind, kann es sich unter Umständen lohnen, sich in einem Universitätsklinikum vorzustellen.

Sehr seltsam finde ich, dass Du den OP-Bericht nicht sehen durftest, aber das wäre eine gute Frage für einen Anwalt...

 

@Zahnmedizinanwalt:

grundregel: op gleich welcher art nur wenn keine alternative besteht + der leidensdruck derart gross ist,

dass man ohne op schlichtweg nicht mehr leben kann.

kiefer-op´s heißt op´s am knochen und das ist immer und ausnahmslos ekelhaft.

 

Das ist eine Meinung, die man vertreten kann, aber meines Erachtens nur der Gegenpol von "auf jeden Fall alles machen, was geht, wenn es irgendwie vertretbar ist". Beides sind Extrempositionen, und ich sehe nicht, dass die eine besser wäre als die andere.

Leben kann man auch mit schwersten Dysgnathien, so wie man auch ohne Zähne lange leben kann. Eine OP an einer Trümmerfraktur eines Unterschenkels könnte man mit demselben Argument ablehnen: OP am Knochen, ekelhaft und unbestreitbar nicht überlebensnotwendig.

 

also richtig: überlegt es euch hundertfach.

 

Das wiederum kann nicht schaden. Löchert Eure Ärzte mit Fragen, holt Euch alle Informationen und entscheidet aufgrund einer Einschätzung von Risiken und Nutzen, die so fundiert ist, wie es nur geht.

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@Elfenzauber danke, dass du dieses Thema ansprichst!

es ist in der Tat keine Hilfe zu finden, wenn eine Op schiefgelaufen ist. kein Arzt kontrolliert das tatsächliche Ergebnis seiner op (haben Sie irgendwelche Beschwerden?), feedback von Patienten ist unerwünscht. Kritik und verbesserungsvorschläge könnten doch aber dabei helfen, die Häufigkeit von bestimmten Komplikationen zu verringern, die Qualität des Arztes zu vebessern, so werden aber immer wieder die gleichen fehler begangen, weil Folge-Beschwerden gar nicht erst notiert werden..klar will kein Arzt gleich seinen Job verlieren , nur weil ein Patient durch eine op nicht mehr arbeitsfähig ist und nicht immer trägt der Arzt die alleinige schuld für eine missglückte op, aber es muss endlich eine Klinik in dtl geben, die geschädigte opfer, die durch eine korrektur-op zu retten wären, aufsuchen können, ohne gleich aggressivst abgelehnt zu werden.

außerdem: wo sind weibliche mkg-Chirurgen? das wär auch mal wichtig, da Frauen gerade in Sachen kinn-ops oder profil-korrekturen ein ästhetisch besseres wahrnehmungempfinden besitzen als männliche Chirurgen..

 

Patienten werden sogar "ausgeschimpft" und psychisch nieder gemacht, damit sie sich nicht weiter wehren, damit die "betroffenen" Ärzte für ihren eigenen schutz alles schön untern Teppich kehren können. kann man dann noch auf den beruf Chirurg stolz sein?

 

sicher hätte man bei dir so einige fehler vermeiden können. man kann inzwischen ops richtig gut planen, mitels ct und dvt zur abschätzung des nerbverlaufs, aber kein Arzt will sich dafür zeit nehmen selbst wenn man ihm 100.000 euro fdfür bietet

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Ich danke Euch für Euer Mitgefühl. Es ist nun drei Jahre her, aber manchmal schmerzt es nicht nur an Kinn und Unterlippe, sondern auch in der Seele. Hat meine Lebenssituation völlig verändert und ich finde einfach nicht einen neuen Anfang, der meiner Leristungsfähigkeit entspricht und der mir so viel Spaß macht wie meine Arbeit als Dozentin und Theaterpädagogin. Aber damit muss ich abschließen, nach hinten gucken hilft nicht. Ich habe eine Neuropathie und keine Neuralgie. Manche Ärzte verwechseln das noch. Ich habe permanent Schmezen und nicht Anfallsartig. Damit will ich nicht sagen, dass eines besser ist als das andere ;-). Natürlich war ich bei allen Ärzten - Neurologen, Chirurgen und Alternativheiler aller Art. Danke für die Schweizer Empfehlung, bei diesem Arzt war ich noch nicht. Ich habe meine Krankenkasse meinen "Fall" übergeben, weil sie mir sagten, sie könnten den OP-Bericht nicht anfordern, aber ein Gutachter. Also wurde ein Gutachten in Aufrag gegeben und erstellt. Der Gutachter befand, dass es ein tragischer Fall ist. Das ich aber klug genug bin, das Risiko richtig einzuschätzen und damit alles rechtens verlaufen ist. Schade fand er, dass er den OP-Bericht nicht bekommen hat, merkte er zum Schluss noch an. Nun wäre nur noch der Anwalt möglich. Aber wenn ein Gutachter ihn nicht bekommt, bekommt ihn auch kein Anwalt. Er hat strafrechtlich gar nix in der Hand, was für den Arzt relevant werden könnte. Ich ärgere mich immer noch darüber, weil die Aufklärung eben nicht ausführlich genug verlief. Natürlich könnte ich die Nerven rechts und links durchtrennen lassen. Aber davon hat mir die Neurologin abgeraten, weil trotzdem noch ein Phantomschmerz bestehen bleiben kann. Ich selber müsste noch mal essen lernen und die Zunge anders benutzen lernen. Wer weiß, wie es ist an Kinn und Lippe taub zu sein, würde sich das vielleicht auch nicht als Alternative vorstellen. Ich war es nach der OP für 4 Wochen und habe immer in irgend einer Ecke getrunken und gegessen, weil ich nicht wusste ob ich es im Mund habe oder auf dem KInn. Ist eben alles wie totes Fleisch. So, nun aber die allerbesten Wünsche für Euch! Und wer noch nicht operiert ist, überlege einfach, ob er/sie mit dem schlimmsten Fall leben könnte.

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Nun wäre nur noch der Anwalt möglich. Aber wenn ein Gutachter ihn nicht bekommt, bekommt ihn auch kein Anwalt

 

ein offenbar nicht ausrottbarer irrtum.

bgh ständige rechtsprechung = gegenteil.

au weia, hier besteht aber dringendster aufklärungsbedarf ...

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. . . gern lasse ich mich aufklären. sollte sich ein prozess nach über drei jahren (vom op-termin aus gerechnet) lohnen, müsste ich prozesskostenhilfe beantragen. laut deiner auskunft muss ich sie dafür bekommen. außerdem haben ich persönlich, der gutachter und andere behandelnde ärzte den bericht auf nachfrage nicht bekommen. ein prozess wäre die letzte möglichkeit.

 

lg Elke

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Liebe Elke,

 

es tut mir wahnsinnig leid was du durchmachen mußtest! Es ist absolut dreist, daß nichtmal der Gutachter den OP-Bericht bekommt. Schalte einen Anwalt ein, es lohnt sich definitiv!!! Du bekommst Pozeßkostenbeihilfe, da du ja Rentner bist. Du würdest aber auch Prozeßkostenbeihilfe bekommen, wenn du am Existensminimum lebst, heißt wenn du gerade so deinen Lebensunterhalt bestreiten könntest. Zögere nicht, mach einen Termin beim Anwalt, nimm alles mit was du hast und du wirst sehen, es gibt immer Mittel und Wege um an sein Recht zu gelangen. 

 

Ich denke die meisten Chirurgen wissen, daß die Patienten sich nicht die Mühe machen und einen Anwalt einschalten und solange machen die weiter mit ihren OP´s auch wenns halt manchesmal daneben geht. Sowas sollte sich keiner gefallen lassen!!! Ich wünsche dir ganz viel Kraft, lass von dir hören.

 

LG Susi

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