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Zahnmedizinanwalt

Rechtsschutzversicherung

Hallo allerseits,

 

da ich häufiger danach gefragt, werde, gebe ich mal kurz eine Info zum Thema Rechtsschutzversicherung ab.

 

Ich empfehle generell, vor einer größeren OP - gleich, ob MKG oder irgendein anderes Fachgebiet -  eine RSV abzuschliessen - wenn man allen Ernstes noch keine hat.

 

Denn wenn etwas schiefgeht und man prozessieren will, entstehen im Medizinrecht teilweise abnorm hohe Kosten. Das liegt schon daran, dass in jedem Prozess ein Gutachter beauftragt wird, das sind oft Universitätsprofesoren, und das kostet richtig viel Geld. Und die Anwaltsgebührentabellen sind auch nicht ohne. Auf eigene Kosten im (Zahn)Medizinrecht prozessieren grenzt an Selbstmord, und Prozesskostenhilfe ist auch keine Lösung, denn verliert man, muss man den Gegenanwalt voll zahlen. 

 

Es reicht eine sog. kleine RSV mit Vertragsrechtsschutz drin (denn der Behandlungsvertrag ist ja ein solcher Vertrag).

 

Vorsicht, zwei Fallen:

Die RSV ist keine Rückwärtsversicherung, sie muss also schon zum Zeitpunkt der Behandlung bestanden haben. Und: Oftmals ist eine dreimonatige Wartezeit Vertragsbestandteil.

 

Und damit die Ärzte hier nicht wieder motzen müssen: Eine RSV braucht einfach jeder. Ja, man zahlt manchmal lange ein und braucht sie nicht, aber irgendwann knallt es und dann ist sie essentiell nötig.

 

Greetz,

 

Martin

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Ich weiß nicht, ob ich als einzige ein Störgefühl habe, aber ich finde es etwas irritierend, solche Postings hier im Forum zu lesen.

 

Ich kenne genügend Foren, in denen Werbung und Rechtsberatung -oder vergleichbare Inhalte- streng untersagt sind, da die Betreiber bei solchen Themen extrem vorsichtig sind.

 

Der Aussage, dass jeder eine Rechtsschutzversicherung braucht, würde ich so vorbehaltlos nicht zustimmen. Man kann sich gegen vieles versichern, ob man das im Einzelfall möchte und ob es sinnvoll ist, würde ich persönlich nicht anhand eines solchen sehr pauschal gehaltenen Postings festmachen. Bei Interesse steht es ja jedem frei, sich individuell beraten zu lassen und zu klären, wann welche Versicherung was bezahlt und wann nicht.

 

Nicht zuletzt stellt sich zumindest für mich die Frage, ob so ein Account nicht auch eine etwas dubiose Art der Mandantenakquise ist. Ich will ja keinem was unterstellen, aber auf mich macht das einen komischen Eindruck.

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Naja, so ein Posting sieht für mich nicht nach Mandantenaqkuise aus.

 

Generell finde ich die Empfehlung, dass man grundsätzlich eine Rechtsschutzversicherung abschließen sollte schon in Ordnung. Hier im Forum sind ja auch Zahnärzte/KFOs unterwegs, denen auch nicht unterstellt wird, dass sie Patienten auf sich aufmerksam machen wollen. Beide Seiten sollten sich zu Themen äußern dürfen

 

Ich persönlich würde auch jedem empfehlen eine Berufsunfähigskeitsversicherung vor dem Beginn einer solchen Behandlung abzuschließen. Hier im Forum fallen mir zum Beispiel zwei Patienten ein, die aufgrund dauerhafter Schmerzen nach einer Kieferop ihrem Beruf nicht mehr nachgehen können.

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Puh, also ich finde bei aller Vorsicht sollte man auch nicht in Panikmache verfallen.

 

Jede medizinische Behandlungen birgt Risiken und es ist an jedem selbst, diese abzuwägen und sich zu fragen, ob und wie man sich absichern möchte. Fakt ist dennoch, dass der Worst Case für die meisten Menschen nicht das ist, wogegen sie sich absichern und ich das persönlich auch für übertrieben halten würde. Mit jeder medizinischen Behandlung, die ich auf mich nehme, habe ich auch das Risiko, dass der Behandler etwas fasch macht - bis hin zu meinem Tod oder einer bleibenden Schädigung. Das Risiko ist auch mit dabei, wenn ich mir beim Frauenarzt die Pille verschreiben lasse oder allergisch gegen ein Medikament reagiere, das mir mein Hausarzt verschreibt.

 

Das heißt nicht, dass der Ratschlag nicht sinnvoll sein kann. Aber in der Absolutheit finde ich es einfach überzogen. Bei den aller-allermeisten Leuten geht die Behandlung gut und ist das Ergebnis gesundheitlich eine Verbesserung. Erfahrungsberichte im Internet sind selten repräsentativ, da vermehrt die Leute posten, die schon vorher erhebliche Probleme haben bzw. die mit dem Ergebnis nicht zufrieden sind.

 

Mir geht es nicht darum, hier aus Prinzip gegenzuschießen, aber ich fände es nun auch überzogen, wenn bei jedem Zahnspangenträger, der hier reinstolpert, der Eindruck entsteht, er bräuchte zig Versicherungen, um seine Behandlung abzusichern. Aber das muss jeder selbst wissen.

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Ich kann dazu nur folgendes sagen.

Schon das erste posting zeigt, wie unklar die Sachlage ist. Obwohl ich es klipp und klar dargestellt habe oder es wenigstens versucht habe, darzustellen.

Ich habe Arbeit bis unter die Decke.

Und werde andauernd von gefragt, das letzte mal heute, Montag um gestoppt 16:31 h, was man tun kann, wenn ... man habe den ersten Prozess schon in zweiter Instanz selbst betrieben, da keine Versicherung besteht usw. usf.

Also in Summe: ich weiß nicht, ob ich mir einen Gefallen getan habe, mich hier helfend anzumelden, und erneut: wenn ich hier verduften soll. geht o.k.

Aber dann bitte nicht motzen, wenn Ihr massenweise bei Anwälten aller Art abblitzt oder sie Euch wie Weihnachtsgänse ausnehmen und Ihr verliert, und zwar nicht nur den Prozess, sondern auch Euer Geld.

Mal ganz klar und freundlich so gesagt.

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Ich finde es auch nicht überzogen hier auf eine Rechtsschutzversicherung hinzuweisen. Bei meiner Behandlung ist auch einiges schief gegangen und ich habe de facto jetzt keine Handhabe da irgendwie gegen vorzugehen. Ich werde wohl tausende Euro für Implantate und eine erneute Behandlung selber zahlen dürfen. Ich werde mit Sicherheit nicht ohne eine Rechtsschutzversicherung vor ein Gericht ziehen.

Außerdem ist es in einem Forum immer praktisch verschiedene Fachleute zu haben die man auch einfach mal fragen kann wenn einem Dinge unklar sind. Ich glaube nicht das er hier Kunden aus dem gesamten deutsprachigen Raum um sich scharen möchte. Kaum ein Anwalt arbeitet gerne mit Mandanten die hunderte Kilometer entfernt wohnen.

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Hi,

Main hat recht. Mal abgesehen davon, das ich mit Mandanten von Kiel bis Garmisch zusammenarbeite:

Ich will nur euer bestes.

Macht eine RSV und wenn die OP folgenlos verheilt ist, kündigt sie wieder. Wenn ihr meint, keine zu brauchen. 

Just my 10 cents.

Klar bin ich vorgeprägt, weil sich bei mir täglich das Elend des Deutschen Zahnmedizinsystems zusammen findet. Klar kann ich da kaum noch objektiv sein. Gebe ich auch nicht vor.

Ich gehe also nur mal von statistischen Durschnittswerten aus.

Und die deuten darauf hin, dass immer mehr Leute ihre RSV kündigen. 

Aus meiner Sicht: Fataler Fehler.

Es mag pervers klingen: ich rate inzwischen, vor einer großen OP einen Anwalt aufzusuchen.

Wenn Ihr wüsstet, auf was man alles achten sollte. OK, eher selten geht was richtig schief.

Aber wenn dann habt Ihr die Ar***karte.

Bis die Tage ...

Martin

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Wobei ich es eigentlich bedenklich finde, vor einer bestimmten Behandlung/OP eine Versicherung für den Fall abzuschließen, dass dabei gravierende Fehler unterlaufen.

 

In dem Fall sollte man sich die Sache vielleicht doch noch einmal gründlich überlegen, sich genau informieren, eventuell weitere Meinungen einholen und versuchen, wirklich kompetente Behandler zu finden (manchmal schwierig, ich weiß, und kann auch weite Wege bedeuten).

 

Außerdem habe ich inzwischen so eine Art chronisches Mistrauen gegenüber Versicherungen und hatte schon mehrfach den Eindruck, dass die manchmal genau dann nicht zahlen, wenn man sie braucht ...

Muss aber natürlich jeder für sich selbst entscheiden.

 

"Wenn Ihr wüsstet, auf was man alles achten sollte."

Vielleicht könnten Sie da etwas zu sagen, speziell auf den Bereich Zähne/Kiefer bezogen? Das könnte einige hier interessieren.

 

(Als Werbung hatte ich Ihren Beitrag nicht aufgefasst, denn das Sie viel zu tun haben, kann ich mir gut vorstellen).

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Klar bin ich vorgeprägt, weil sich bei mir täglich das Elend des Deutschen Zahnmedizinsystems zusammen findet. Klar kann ich da kaum noch objektiv sein. Gebe ich auch nicht vor.

 

Elend ? Was soll das sein ?

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Also,

ich komme eben von einem (kleinen) Kongress für CMD Behandlung: MKG versus minima-invasiv zurück und habe dennoch die Zeit, kurz zu antworten.

Man sollte auf alles achten. Fragliche Behandlungsfehler, Diagnosfehler, Befunderhebungsfehler, Aufklärungsfehler und vieles

andere mehr.

Das ist zu viel, um alles hier zu schreiben.

Es ist pervers, aber ich muss angesichts des untergegangen deutschen Medizinsystems jedem empfehlen,den Anwalt vor der OP und nicht danach aufzusuchen.

Zu viele machen, was sie nicht können, aber müssen, um die Praxis am Laufen zu halten.

Jedes etwa zweite deutsche Krankenhaus ist nur noch am Rettungsfaden der Banken.

Zu viele MKG-ler tun, was sie nicht können, um überleben zu können.

Das Risiko ist in Unikliniken idR wesentlich geringer.

Ach, die Frage nach Elend. Ich lade Sie zur Hospitierung für eine Woche in einer meiner Kanzleien ein. Danach wird Ihr Weltbild ein anderes sein. Aber ich glaube, das wollen Sie gar nicht.

Vielleicht der letzte Beitrag und falls dann viele Grüße und viele gute Wünsche im MKG-Wahnsinn der Behandlungsvarianten der CMD

greetz

Martin

(der noch nicht eine einzige MKG-OP zur veritablen Sanierung einer CMD erlebt hat, da MKG im viel zu großen Toleranzbereich arbeitet - aber das sieht Herr Dr. Dr. K. sicher ganz anders).

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Ach, die Frage nach Elend. Ich lade Sie zur Hospitierung für eine Woche in einer meiner Kanzleien ein. Danach wird Ihr Weltbild ein anderes sein. Aber ich glaube, das wollen Sie gar nicht.

Hört sich spannend an. Im Gegenzug dann eine Woche bei mir in der Praxis  :483: ?

Mal im Ernst: Ich denke Sie bekommen den geballten Mist ab, der so passiert. Das polarisiert natürlich und lässt einen gerne übersehen, dass

im Großen und Ganzen von Vielen sehr gute Zahnmedizin praktiziert wird.

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Hallo Steve,

ich hatte versucht, zu erläutern, dass sich bei mir das gesamte Eelend des Deutschen Zahnmedizinrecnts zusammen ballt.

Ist mir absolut klar!

nur eben, jede versaute leben durch eine versaute op ist mir eines zu viel, auch nach 20 jahren beruf immer noch.

lesen sie die abstancts der dgfdt zum thema mkg-behandlung versus kfo- bzw. minimal-invasive behandlung, oder, sie kennen sie wahrscheinlich.

und ich versuche ja, zu differenzieren. routinierte unikliniken versus hin und wieder - sagen wir mal so - profitorientierte privatkliniken, die bei der staatsanwaltschaft schon bestens bekannt sind. 

die letzten beiden cmd-prozesse heute. für sie als fachman: noch kompensierte cmd-fälle, denen durch wenig ze (dazu falschen) das fass zum überlaufen gebracht wurde. ich finde das einfach tragisch. fal bei der 01 falsch durchgeführt pp.

naja, wa soll´s. ich muss meinen missionarsgeist aufgeben.

greetz,

martin  

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