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nieves

OP - Unterschiedliche Auskünfte bzgl. Vorverhandlung

Liebe Forums-Teilnehmer,

 

ich wurde im September 2011 bei mehreren Kieferchirurgen vorstellig, die mir alle bestätigten, eine Dysgnathie-OP sei bei mir vonnöten. Einer dieser Chirurgen verwies mich an einen KFO weiter, der jedoch der Überzeugung war, die Kieferfehlstellung (linke Kieferhälfte ist nach unten gezogen), mithilfe einer normalen Zahnspange zurechtrücken zu können. Im September 2012 begann ich die Behandlung, die ich im März 2014 abschloss. Mir wurden bis zum heutigen Tage keine Retainer eingesetzt, stattdessen trage ich bis heute Kauschienen, die meine Zähne vor dem, ich nenne es mal umwuchern, abhalten sollen, bis die Retainer eingesetzt werden können. Dies ist jedoch nicht der Fall. Meine Vorderzähne (sowohl unten als auch oben) verschieben sich Stück für Stück immer weiter in die Ausgangsposition). 

 

Die Asymmetrie bestand weiterhin, sodass ich ihn noch einmal daraufhin ansprach und er mir nur entgegnete: "Ja, kann man machen wenn man will". Er empfahl mir jedoch zwei andere Kieferchirurgen und nicht wieder den, der mich an ihn verwies. Da ich mir bzgl. dieses Hin- und Hers sehr unsicher wurde suchte ich einen anderen Kieferchirurgen auf, der mir sagte, er könne so erst einmal nicht operieren, da müsse noch eine Behandlung vorher stattfinden und verwies mich an eine Kieferorthopädin, die mich nach der Kontrolle total entgeistert anschaute und mir sagte, die ganze vergangene Behandlung sei unnötig gewesen, ich müsse noch einmal eine Zahnspange tragen, wieder ca. 1 1/2 Jahre und diese Kosten können mir auch nicht von der Krankenkasse übernommen werden, erst dann könne operiert werden. Ich solle mich zudem um ein Gutachten bei der Zahnärztlichen Ärztekammer bemühen, da der KFO wohl nicht so behandelt hat, wie er hätte behandeln müssen.

 

Ich begab mich daraufhin zu einem Anwalt für Medizinrecht, der mir vorschlug, noch einmal zu dem Kieferchirurgen zu gehen, der mich zunächst an meinem behandelnden KFO verwiesen hatte. Das tat ich. Dieser schaute sich nun meine Zähne an und war zwar nicht begeistert, sagte aber, er könne das operieren, indem er die eine Seite hoch, die andere Seite runter"setzen" würde (so hat er sich nicht ausgedrückt, aber ich habe es mir so gemerkt), sodass die Zähne dann schließen würden (denn auf der Seite, auf der sich die Asymmetrie befindet, haben die Zähne auch keinen Kontakt). Für die Asymmetrie würde er die piezochirurgisch vorgehen und einen Teil des Knochens abschleifen. 

 

Ich bin nun ziemlich verwirrt und weiß nicht, ob ich mich auf den 1.) oder auf den 2.) Chirurgen verlassen soll, bzw. auf die KFO, die mir eine erneute Therapie angeraten hat oder mir noch einmal eine Drittmeinung einholen soll, wüsste aber nicht wie und von wem, da ich wohl kaum sagen kann, ich war bereits bei zwei Chirurgen und jeder hat mir etwas anderes erzählt (bzw. beide Chirurgen waren sich relativ einig darüber, dass operiert werden muss, aber hinsichtlich der Vorverhandlung unterschieden sich die Meinungen).

 

Vor lauter Meinungen schwirrt mir nun der Kopf und es wäre sehr nett, wenn sich Menschen, die sich ebenfalls mit dem Thema auseinandergesetzt haben, mir einen Rat zukommen lassen könnten.

 

Ich danke recht herzlich für die Antworten und verbleibe mit herzlichen Grüßen.

nieves

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Wie soll man das aus der Ferne ohne jegliche Bilder, Behandlungsplan, etc. sagen können? Es sind genug Leute hier im Forum, die dir anhand von Fotos Tips geben können, aber ohne geht das schlecht.

 

Wie es sich liest, hat der Kieferorthopäde bei dir versucht die skelettale Fehlstellung der Kiefer dental zu kompensieren. Sprich wenn der Oberkiefer z.B. hinter dem Unterkiefer liegt, dann kann man die oberen Frontzähne nach vorne kippen und die unteren nach hinten.

 

Eine kieferorthopädische Behandlung vor einer Kieferumstellungs-Op soll aber diese dentale Kompensation aufheben/rückgängig machen. Man kann natürlich auch operieren ohne dass die Zähne in der richtige Position stehen. Besser hört sich der Vorschlag von der anderen KFO an, dass die vorherige Behandlung umsonst war und dass man das wieder rückgängig machen müsste. Dann erzielst du theoretisch das beste Ergebnis.

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