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Zahnmedizinanwalt

Ausbleiben des erwarteten Erfolgs = Behandlungsfehler?

Liebe Freunde,

 

ich habe in den Wochen meiner Mitgliedschaft im forum folgende (unerwartete) Erfahrung machen müssen:

 

Viele via PM Anfragende sind offenbar von dem Aberglauben besessen, dass das Ausbleiben eines erwarteten Behandlungserfolgs gleichzusetzen ist mit einem sogenannten Behandlungsfehler.

 

Das Ausbleiben eines Erfolgs kann aber schuldhaft-vermeidbar oder eben leider schicksalshaft sein.

 

Nur das erstere verursacht einen ersastzpflichtigen Schaden, d.h. ist ein Behandlungsfehler.

 

Mich würde interesiseren, inwiefern Ihr zur Differenzierung hier bereit seid.

 

Denn das geradezu fanatische Verbreiten einer Meinung, dergemäss alles, was irgendwie subjektiv falsch gelaufen sein könnte oder falsch verlaufen ist, begründe einen Behandlungsfehler, ist nachweisbar zu 100 % falsch.

 

Daher überlege ich auch, mich hier wieder abzumelden, was für Euch kein Schaden ist, da es mich vorher nicht gab und Ihr trotzdem alles überlebt habt.

 

Ich denke zunehmend, dass Anwälte hier nichts zu suchen haben und Interessenten sich neutral beraten lassen sollten, wo auch immer, was allerdings im Fachbereich ZMK/MKG sehr schwierig sein wird.

 

Im besten Sinne,

greetz,

Martin

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Liebe Freunde,

 

ich habe in den Wochen meiner Mitgliedschaft im forum folgende (unerwartete) Erfahrung machen müssen:

 

Viele via PM Anfragende sind offenbar von dem Aberglauben besessen, dass das Ausbleiben eines erwarteten Behandlungserfolgs gleichzusetzen ist mit einem sogenannten Behandlungsfehler.

 

Wenn du wirklich Rechtsanwalt bist, sollte dir die Laieneinschätzung gerade in medizinischen Fragen doch nicht neu sein. Selbstverständlich ist es Alltag jeden Rechtsanwalts, dass ein Laie einen Sachverhalt falsch einschätzt. Dies ist Teil der ganz normalen anwaltlichen Beratung. Wenn man sich hier als Anwalt anmeldet und entsprechende Postings verfasst, darf man sich doch nicht wundern, dass die User mit genau solchen Fragen zu einem kommen.

 

Jemand, der sich einer aufwändigen medizinischen Behandlung unterzieht, wird immer einen bestimmten, gewünschten Erfolg dieser Behandlung erwarten, sonst würde er sich der Behandlung ja nicht unterziehen. Das Nichteintreten genau diesen Erfolgs dürfte vielen medizinrechtlichen Fragestellungen zugrunde liegen, ohne dass damit immer automatisch ein Behandlungsfehler verbunden ist. Dass der Patient sich subjektiv schlecht beraten fühlt und enttäuscht ist, ist bei solchen schwerwiegenden und eingreifenden Behandlungen, wie sie im Bereich MKG stattfinden, "systemimmanent".

 

Ehrlich gesagt erschließt sich mir daher nicht, was du mit Deinem Posting bezwecken möchtest?

 

Die Einschätzung, dass ein Rechtsanwalt in diesem Forum nichts zu suchen hat, teile ich, vor allen Dingen, wenn er als solcher hier auftritt und rechtsberatende Ansichten äußert. Als "normaler" User tut der Beruf ja nichts zur Sache, nicht, dass ich jemandem das Forum verbieten möchte. Aber im Rahmen einer Anmeldung als Anwalt finde ich es eher ungünstig. 

 

In meinen Augen kann in einem so komplexen Rechtsgebiet über ein Internetforum und aufgrund des geschilderten Sachverhalts rechtlicher UND medizinischer Laien überhaupt keine Aussage getroffen werden, die überhaupt eine rechtliche Verbindlichkeit hat oder einen Anspruch auf Seriosität erheben kann. Für die angemeldeten Laien hier im Forum ist überhaupt nicht erkennbar, ob ein rechtlicher Rat (und sei es auch nur über Privatnachricht) etwas taugen kann und ich finde das sehr gefährlich.

 

Am Ende kann ein professioneller Rat nur lauten: Wenn du glaubst, Opfer eines Behandlungsfehlers zu sein, pack dir deine Unterlagen und suche einen Anwalt in deiner Nähe auf. Man kann vielleicht noch ein paar flankierende Tipps geben, das war es dann aber auch. Aussagen zum Sachverhalt selbst, die eine rechtliche Wertung beinhalten, sollte in meinen Augen in einem Forum dieser Art nie erfolgen.

 

Just my two Cents.

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