Trusty

Zahnspange mit verkürzten Zahnwurzeln

Guten Morgen,

 

mit meiner Tochter (gerade 13) bin ich seit ca. 6 Monaten in kieferorthopädischer Behandlung. Beim letzten Termin erfahre ich erstmals davon, dass einige Zähne verkürzte Zahnwurzeln haben und es sein kann, dass die Behandlung jederzeit abgebrochen werden muss.

 

Sowas wüsste man als Mutter eigentlich ganz gerne zu Behandlungsbeginn, vermutlich hätte ich dann die normalen Kassenbrackets gewählt und nicht die teuren Spezialbrackets. Vielleicht auch nicht - aber ich hätte zumindest gerne die Wahl gehabt, wenn nach nur 6 Monaten das erste Mal darüber gesprochen wird, die Zahnspange wieder zu entfernen.

 

Jetzt soll an der Behandlung "gezogen" werden, so dass wir möglichst nach den Sommerferien fertig sind.

 

Ich spüre einen erheblichen Vertrauensverlust und weiß nicht, ob das "Ziehen an der Behandlung" jetzt nur der nächste Plan ist, uns abzuzocken. Dazu kommt, dass ich leider erst jetzt festgestellt habe, dass die Ärztin gar keine richtige Fachärztin für Kieferorthopädie ist. Wir sind auf Empfehlung zu ihr hin und ich hatte mich durch den Master of Science wohl blenden lassen bzw. den Titel mit dem Facharzt gleichgestellt.

 

Lange Rede kurzer Sinn - meine Fragen:

 

1. Ist der Röntgenbefund wirklich so dramatisch wie geschildert? (gegenüber dem ersten Röntgenbild zu Behandlungsbeginn sind keine Veränderungen bei den Zahnwurzeln sichtbar)

 

2. Besteht innerhalb einer angefangenen Behandlung die Möglichkeit den Kieferorthopäden zu wechseln? Die Krankenkasse hat keine Bedenken - die Frage zielt eher auf die Richtung ab: Findet man überhaupt jemanden? Immerhin hat die jetzige Ärztin schon das große Geld kassiert.

 

3. Sehen Sie aufgrund der Situationsschilderung den Bedarf eines Arztwechsels? Oder soll ich mich "wieder einkriegen"? ;-)

 

Vielen Dank für Ihre Mühe

Trusty

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Guten Morgen,

 

1. keineswegs. Man sieht zwar, dass die Wurzeln an einigen Zähnen kürzer sind, aber nicht dramatisch. Auf der anderen Seite hast du recht, das hätte man auch vor einer Behandlung sehen und sagen können.

 

2. Wechseln kann man immer (freie Arztwahl), die Frage ist ob das 3. nötig ist ? Der Kollege hat ja nichts falsch gemacht. Die Wurzeln sind nunmal so, dafür kann der nichts.

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Vielen Dank für die Antwort.

 

Natürlich kann der Arzt nichts für die Wurzeln. :-) 

 

Falsch finde ich, die fehlende Information zu Behandlungsbeginn. Ob es jetzt falsch ist, die Behandlung schnell durchzuziehen, weiß ich nicht. Meiner Tochter würde es gefallen ;-) Aber ich möchte natürlich lieber ein gutes, nachhaltiges Ergebnis. 

 

Und wenn ich jetzt lese, dass es sooooooo dramatisch nicht ist, komme ich wieder ins Grübeln.

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Ich würde ja eher denken, je langsamer = vorsichtiger man vorgeht, desto besser bzw. schonender ist die Behandlung für die Zahnwurzeln, aber das kann nur ein Fachmann beantworten. Von daher wäre eine Zweitmeinung vielleicht gar nicht verkehrt.

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Huhu!

 

Ich dachte auch, dass, je schneller und gewaltsamer man die Zähne bewegt, umso eher verkürzen sich die Wurzeln. Ich als Laie hätte getippt, dass man eher langsamer behandeln sollte....

 

Mir hatte mein KFO am Anfang der Behandlung gesagt, dass wohl meine Wurzeln verkürzt sind. Aber er meinte das könnte gut von der Spange kommen, die ich mit 12 schon mal hatte... beim letzten Röntgenbild, nachdem die größten Zahnbewegungen erledigt sind, hat er aber nix mehr davon gesagt. Also gehe ich davon aus, dass sich nix verändert hat...

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Man erkennt schon, dass an manchen Zähnen die Zahnwurzeln verkürzt sind. Soweit ich weiß wäre aber eine Zahnfilmaufnahme der Zähne besser als das Panoramaröntgen, um die Wurzellänge zu beurteilen.

 

Wenn sich die Zahnwurzeln aber im Vergleich zu vorher nicht verkürzt haben, dann ist es meiner Meinung nach nicht so tragisch. Laut Literatur sollte man bei einsetzender Wurzelresorption keine Kraft mehr auf den Zahn einwirken lassen. Wenn aber gar keine Wurzelverkürzung im Vergleich zu vorher vorhanden ist, dann sehe ich da weniger ein Problem. Und wichtig wäre halt auch, dass man den Lockerungsgrad der Zähne beobachtet.

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Vielen Dank für die Antworten!

 

Ja, das mit dem "langsam wäre doch dann besser" ging mir als Laie auch als erstes durch den Kopf.

 

Ich habe jetzt einen Termin bei einem anderen Arzt - erstmal für eine Zweitmeinung - abgemacht. Wenn dort alles bestätigt wird, kann ich immer noch überlegen, ob ich auch wechsle. Der Arzt würde auch eine angefangene Behandlung übernehmen (was offenbar nicht selbstverständlich zu sein scheint....)

Wobei ich schon (immer noch) angefressen bin, dass das Thema bei Behandlungsbeginn nicht angesprochen wurde.  :481:  

 

Wenn wir nächste Woche den Termin hatten, schreibe ich das Ergebnis mal hier rein. Interessiert dann vielleicht auch andere Leser.

 

Liebe Grüße

(Un)trusty    

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Hallo Trusty,

 

klar interessiert es uns wie die Zweitmeinung ausfällt. Also bitte berichten.

 

Was du noch fragen könntest, was mit den Weisheitszähnen deiner Tochter ist.

Ob die das Ergebnis gefähreden könnten oder ob der Kiefer ausreichend Platz hat und die gerade durchbrechen würden.

Meine lagen so bescheiden (45° Winkel), dass sie alles zusammgeschoben hatten.

Nicht das deine Tochter ein hübsches Ergebnis hat und sich das dann später wieder verschiebt, weil die zu schräg wachsen?

 

Und ich würde auch sagen langsamer und gezielter ist besser als alles übers Knie brechen - mein Kfo hat mir das zumindest gesagt.

 

Gutes Gespräch dir :)

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Vielen Dank, das ist auch noch ein guter Hinweis.

Nächsten Dienstag bin ich hoffentlich schlauer

LG

Trusty

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So, nun war heute Vormittag der Termin.

 

Langsam *ist* besser. Das Gefühl hat mich und euch nicht getäuscht. 

 

Außerdem ist dem bisherigen Arzt wohl auch nicht aufgefallen, dass sich meine Tochter ein falsches Schlucken (Zunge nach vorne) angewöhnt hat, so dass sich da auch schon etwas am Biss "getan" hat. Wenn man dem nicht Einhalt gebietet, wird der Behandlungserfolg gefährdet bzw. nach erfolgreicher Behandlung kann das auch wieder zu einer neuen Fehlstellung führen. Sie muss jetzt selber das richtige Schlucken wieder üben, wenn das nicht gelingt, kommt der Logopäde ins Boot.

 

Der Wurzelbefund ist aber nicht so dramatisch, dass man ihr die Spange entreißen müsste. ;-)  Es sollte jetzt schonend und langsam in Richtung Ergebnis gearbeitet werden. Also genau das Gegenteil von dem Plan des alten Arztes.

 

Die Weißheitszähne werden irgendwann raus müssen.

 

Ich kann nur jedem Mitleser hier anraten, auf die Spezialisierung des Arztes zu achten. Theoretisch (und praktisch) darf jeder Zahnarzt auch Kieferorthopädie anbieten. Master of Science Kieferorthopädie hört sich aber leider nur wichtig an, ist aber mit der echten Facharztausbildung nicht zu vergleichen.

 

Sicherlich sollte man nicht alle in einen Topf schmeißen, aber gerade wenn es um unsere Kinder geht, sollte man vielleicht doch eher dem Profi vertrauen, der sein Fachgebiet über Jahre theoretisch und praktisch erworben hat und nicht dem, der ein paar theoretische Ausbildungseinheiten absolviert hat.

 

LG und Danke für eure Mithilfe

Trusty - jetzt wieder glücklich ;-)

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