Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Folgen diesem Inhalt 0
weisnixe

Trauma Bimax OP Verbesserungsvorschlaege für Intensivpflege

Hallo,

ich habe eine Bimax Op hinter mir, die ziemlich anstrengend war.Vieles hätte verhindert werden können, mit einer besseren medizinischen Pflege.Es geht mir nicht um das OP Ergebnis, sondern um die Tage nach der OP.

Da mich einige angeschrieben haben, dass es bei ihnen genau so abgelaufen ist, habe ich mir gedacht wenn ich genuegend Verbesserungsvorschläge bekomme, würde ich sie an einer geeigneten zustandigen Stelle einreichen.

Ich plädiere für:

Längere Beatmung\Zufuhr mit Sauerstoff

Gerat das die Atemzüge überwacht und Alarm schlägt bei Atemaussetzer( mehrere Tage)

Absaugen oder Reinigen der Nase vom Wundsekret, Gänge freihalten( da der Schleim alles auch im Hals verstopft) in regelmäßigen Abständen vom Intensivpfleger

Eventuell mehr Drainagen legen, damit die Wundflussigkeit besser abfließt und nicht immer den Hals runter und geschluckt wird.

Immer einen Pfleger in Rufweite haben, fals man sich übergibt

Kühlung sollten die Pfleger übernehmen, bis man es selber kann.

mehrere Sorten flüssigen Schmerzmittel, Tropf oder Oral, keine zerstoßenen Tabletten, (weil man oft die angebotenen nicht verträgt)

Antibiotika in Form von Sirup, fals die Zugänge für den Tropf verstopfen.(keine zermoerserten Tabletten, da die im lädierten Kehlkopf...steckenbleiben und den zum Brechen reizen)

Hochwertige frische Nahrung, Kraftbrühen, frische Gemüsesuppen, Obstshakes, 100% Saft, um den Kreislauf zu stärken, da er sonst kolabiert.

Ansage ab wann man wieder Zähne putzen soll, kleine Zahnbürsten, Mundwasser zur Verfügung stellen.

Erste Gehversuche assistieren (wenn man niemanden hat, der einem hilft, wird der Katheter auch nicht gezogen)

Zwei Tage Intensivstation auf 5 Tage verlängern, als Standard (außer man möchte selber schon verlegt werden)

Sicherlich ist in einigen Kliniken dies alles schon Standard, aber nicht in allen. Ich finde es gehört zwingend zur Nachbetreung dazu.

Sonst hat man Todesangst, eher gesagt man geht folgende Risiken ein:

zu ersticken, da Atemwege nicht frei,

zu ersticken am Erbrochenen

zu ersticken an der schlaffen Zunge und Gaumensegel

Kreislaufprobleme durch Atemaussetzer, Sauerstoffmangel

Schlafentzug, Gefahr von psychischem "Durchdrehen"Schädigung von Nerven und Körper

Grausame Schmerzen

Ich finde dies alles muss nicht sein heutzutage und kann sich verhindern lassen.

Gott sei Dank mussten nicht alle dieses Trauma und Risiko durchlaufen, aber es gibt genügend die es tun.

Bitte listet auch ihr eure Verbesserungsvorschläge auf.

Vielen Dank

Sollte ich nicht im richtigen Forum posten, bitte ich um Entschuldigung und um Verschiebung.

LG

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

-Werbung-

-Werbung-

Tut mir leid, dass man beim Management deines Falls irgendwie versagt hat. Für mich waren 3 Tage Krankenhausaufenthalt ohne Magensonde, Drainagen oder Katheter allerdings vollkommen ausreichend.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Am Gesundheitssystem kann man teilweise wenig machen und leider läuft es eben nicht in jedem Krankenhaus gut. Für mich war die Betreuung nach meiner GNE in einem gewissen Maß auch traumatisierend, zumindest rede ich heute noch viel drüber und bin völlig fertig, wenn ich daran denke - obwohl es "nur" eine GNE war.

 

Was einfach enorm wichtig ist und was ich jedem raten möchte, der die Möglichkeit habt: Bereitet euch vor und mobilisiert Freunde und Angehörige! Ich habe vor meiner OP darauf bestanden, dass jeden Tag jemand kommt und meinen Leuten klargemacht, dass das jetzt einmal die Situation ist, wo ich Menschen um mich brauche, die mich aufmuntern, betüddeln und versorgen.

 

Ich weiß, dass das je nach Job und familiärer Lage schwer ist, aber versucht es einfach.

 

Und kauft vorher ein. Ich hatte eine große Box Taschentücher und Kosmetiktücher, feuchte Waschlappen aus der Packung, Wattestäbchen, cortisonhaltiges Nasenspray [extra vorher noch beim HNO besorgt, hilft enorm beim Atmen] (!!), kleine Kinderzahnbürsten (mehrere, bei dem ganzen Zeug, was man nach der OP im Mund hat, kann man die dann auch mal wechseln). Man kann auch eine Flasche Chlorhexamed vorher kaufen und benutzen, wenn man im Krankenhaus keins bekommt.  

 

Mein Freund war die ersten Tage dauernd bei mir und hat mich durchgängig mit Kühlmitteln versorgt. Mir Tee gebracht, mich abgetupft und mir was Schönes erzählt. Sowas ist wirklich extrem hilfreich.

 

Viele Leute im Umfeld sind wenig hilfreich, da hilft es, vorher auch mal Randale zu machen. Zu verstehen geben, dass man jemanden braucht, dass man Angst hat und danach jemandem am Bett sitzen haben möchte, der Händchen hält. Wenn man immer einen auf "wird schon gut werden" macht, nimmt keiner die Tragweite dieser Eingriffe ernst und jeder glaubt, dass es halb so wild ist.

 

Mir tut es für jeden leid, der Opfer einer schlechten Betreuung wird. Vergesst nicht, hinterher an die Klinik zu schreiben, die haben ein Beschwerdemanagement. Nicht immer hilft es was, aber Missstände müssen irgendwo erfasst werden. Mir hat es nach meiner GNE sehr geholfen, dort nochmal für ein Gespräch eingeladen zu werden und die Dinge zu klären und eine persönliche Entschuldigung zu bekommen. Einfach zum Verarbeiten.

 

Ich drücke dir jedenfalls die Daumen, dass du bald wieder auf die Beine kommst und deine Erfahrungen schnell verarbeitest.

1 Person gefällt das

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!


Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.


Jetzt anmelden
Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Folgen diesem Inhalt 0