Roda

Dr. Dr. Wolfgang Kater - 2015|Bimax|Kinn - Bad Homburg - 02.03.2015

Meine Bimax-OP und Kinnplastik im März 2015

 

Ankunft Krankenhaus:

 

An einem Sonntagmorgen kam ich, gut vorbereitet, mit vielen ängstlichen Gedanken, aber auch mit großer Hoffnung, im Krankenhaus an. Leider konnte meinem Wunsch nach einem Einzelzimmer nicht entsprochen werden. Während meiner Wartezeit auf den Anästhesisten erzählte die Frau, die in dem mir zugeteilten Zimmer lag, von ihrer gerade überstandenen OP. Obwohl sie es sehr sachlich und freundlich erzählte, wurde mir mal wieder klar „dies hier ist kein Spaziergang“. Das Gespräch mit dem Anästhesisten flößte mir dann noch mehr Angst ein. Natürlich hatte ich mich vorher mit allen Risiken vertraut gemacht und wusste bestens Bescheid, aber in dem Moment waren sie dann plötzlich so präsent. Ein Zurück gab es jetzt natürlich nicht mehr. Auf meinen Wunsch durfte ich das Krankenhaus am Sonntag wieder verlassen und sollte am nächsten Morgen um 7 Uhr nüchtern erscheinen. Der Nachmittag und der Abend waren ein Zerreißprobe für mich, ich war ziemlich aufgewühlt. In etlichen Berichten hatte ich von der „Henkersmahlzeit“ gelesen. Üppig, lecker und vollwertig sollte sie sein. Dies ist mir leider nicht gelungen. Ich hatte kaum Appetit und quälte mich, ein paar Happen runter zu kriegen. Und das bei dem ohnehin schon niedrigen Gewicht. Eine Sorge holte die nächste ein. Die Nacht war relativ schlaflos. Baldrian, was mir in schlimmen Situationen sonst schon oft geholfen hatte, sollte ich nicht nehmen. Schon morgens hatte ich Hunger und Durst. Zu spät – nun durfte ich nichts mehr zu mir nehmen. Der Vormittag und damit das stundenlange Warten im Krankenhaus war schlimm für mich: Ab 10 Uhr sollte ich meine OP-Kleidung anziehen. In diesem „Outfit“ lag ich dann nochmal 3 Stunden bis gegen 13 Uhr in dem Krankenbett. Dann wurde ich geholt. Da ich vorher noch nie operiert wurde, wusste ich nicht, was jetzt geschieht. Ich kam in einen Raum mit ganz vielen Betten. Darin lagen unzählige Leute, die nicht sehr gesund aussahen. Ich gehe davon aus, dass es der Aufwachraum war. Vor lauter Anspannung musste ich, obwohl ich vorher erst war, auf die Toilette. Zum Glück gaben sie mir Überziehschuhe und ich durfte nochmal auf die Toilette. Die Leute waren sehr nett zu mir, aber die erhoffte LMAA-Tablette bekam ich nicht. Ich sagte, dass ich große Angst hätte und bekam dann den Zugang gelegt und damit auch etwas Beruhigungsmittel. Ab diesem Zeitpunkt war ich zumindest ein bisschen ruhiger. Ich kam in eine Schleuse: es kam mir vor wie ein breites und warmes Fließband, über das ich klettern musste. Dann lag ich auf einem Bett/Tisch und wurde angeschnallt. Ich wurde ruhiger. Der Operateur sprach noch kurz über die Vorgehensweise bei der OP, dann kam auch schon der Anästhesist, der mir die Maske gab. Er sagte zu mir „das ist jetzt so, als wenn sie drei Prosecco zu viel getrunken hätten“. So war es tatsächlich – in 10 Sekunden zum Vollrausch. Mir war schwindelig und weg war ich.

 

Nach der OP:

 

An einen Aufwachraum kann ich mich nicht erinnern. Ich war auf der Intensivstation, in einem Raum ganz allein. Mein Mann kam kurze Zeit später dazu. Es war dunkel draußen. Ich lag da und spürte, dass alles irgendwie anders war. Eine Schwester fragte, wie es mir ginge und fragte, ob es mir übel wäre. Ich sagte „ein bisschen“. Ich bekam sofort eine Infusion und damit war das Thema Übelkeit vorbei. Darüber hatte ich mir im Vorfeld große Sorgen gemacht. Ich fragte, was ich machen solle, wenn ich mich übergeben müsse. Sie sagte „machen Sie sich keine Sorgen, das wird nicht passieren und wenn es doch mal sein sollte, dann haben sie hier dieses Tuch“. Das war für mich beruhigend. Dann musste ich auf die Toilette. Die nette Schwester brachte mir eine Bettpfanne. Es klappte nicht. Ich war so blockiert, dass es nicht ging. Über Stunden ging es nicht und irgendwann sagte sie, dass sie mir dann demnächst einen Blasenkatheder setzen müssten. Das wollte ich auf keinem Fall, da ich um die Risiken eines Blasenkatheders wusste. Ich konzentrierte mich, jedes Mal so, dass mein Puls Alarm schlug. Irgendwann klappte es. Was für eine Erleichterung. Ich schlief etwas, wachte auf und war ganz allein, da es inzwischen Nacht war. Meine Nase war verstopft, mein Hals und Mund völlig ausgetrocknet. Ich klingelte nach der Schwester, die sich wirklich toll um mich kümmerte. Sie sagte, dass ich jetzt noch nicht trinken könne, da die Gefahr von Übelkeit sonst zu groß wäre. Sie gab mir stattdessen Nasentropfen, die etwas halfen. Irgendwann hatte ich das Gefühl keine Luft mehr zu bekommen. Ich bekam über ein Nasenloch Sauerstoff zugeführt, was mir etwas mehr Ruhe gab. So lag ich da die ganze Nacht. Alle paar Minuten ging das Blutdruckmessgerät an und das Gerät für die Kühlmaske brummte alle 10 Minuten. Ich schaute immer auf die Uhr und wartete auf den Morgen. Die nette Schwester machte einen sehr erfahrenen Eindruck. Genau zum richtigen Zeitpunkt zog sie die Magensonde und nach einiger Zeit gab sie mir, ganz vorsichtig mit der Spritze, einen Schluck zu trinken. Das Ziehen der Magensonde tat nicht weh und es war auch nur ein ganz kurzer Moment. Schichtwechsel bei den Schwestern: es kam eine andere nette Schwester, die mich ebenfalls toll betreute. Bei Sonnenaufgang durfte ich auf den Toilettenstuhl, was gegenüber der Bettpfanne schon ein großer Fortschritt war. Sie bezog das Bett neu und gab mir eine Schüssel mit Wasser zum Waschen. Das tat gut. Sie sagte, ich soll ganz langsam machen wegen des Kreislaufs. Aber ich muss sagen, ich hatte zu keiner Zeit Probleme mit dem Kreislauf. Am Vormittag kam ich auf die normale Station. Im Nachhinein muss ich sagen, dass es gut war, zunächst auf der Intensivstation gelegen zu haben, da ich dort eine verlässliche, gute und einfühlsame Betreuung hatte.

 

Tag 2: Meine Nase war so verstopft, dass ich nachts kaum Luft bekommen habe. Man darf ja leider nicht die Nase putzen. Mein Hals schmerzte, dass ich kaum schlucken konnte. Ich atmete durch den Mund und dadurch wurden meine Halsschmerzen immer schlimmer. Ich fragte nach Sauerstoff, was ich auf der Intensivstation in der Nacht zuvor bekommen hatte. Sie lehnten es ab und sagten, dass ich da jetzt durch müsste und bisher noch kein Patient erstickt sei. So eine Antwort kann man als hilfloser Patient wirklich nicht gebrauchen. Also lag ich die ganze Nacht da und versuchte mir irgendwie mit Nasenspray zu helfen. Blut lief mir immer wieder aus der Nase, genauso Speichel aus dem Mund. Ich habe den ganzen Tag nicht gegessen, aber mit der Spritze getrunken. Ich hatte Angst vor Übelkeit und auch keinen Appetit. Die Schwestern sagten, wenn ich nicht essen würde, würde ich nicht wieder auf die Beine kommen. Im Nachhinein denke ich aber, dass es gut war auf meinen Körper gehört zu haben und nichts zu essen. Mein Mann war fast den ganzen Tag bei mir, was mir sehr gut tat. Ich habe immer alles aufgeschrieben, da das Sprechen sehr wehtat.

 

Tag 3: Die Drainagen kamen raus. Das war ein weiterer Fortschritt. Ich durfte duschen, was ich auch machte. Noch etwas schwach, habe ich es schließlich geschafft. Den linken Armen mit dem Zugang musste ich raushalten, damit nichts nass wurde. Es ist wirklich erstaunlich wozu man, trotz Entkräftung, noch in der Lage ist. Das erste Mal habe ich an diesem Tag etwas gegessen, was sich als sehr schwierig herausstellte. Ich habe es mit der Spritze irgendwie geschafft. Die Hälfte floss immer wieder aus meinem Mund. Leider konnte ich den Mund nicht schließen, was leider bis heute noch mein Problem ist. Es war alles taub und angeschwollen. Nur meine Zunge fühlte sich glücklicherweise normal an. An diesem Tag musste ich zum Röntgen und war das erste Mal bei der Lymphdrainage, was mir sehr gut tat.

 

Tag 4: Am schlimmsten waren die Nächte. Erstaunt war ich, wie lange man doch ohne Schlaf auskommen kann. Gefühlt lag ich jede Nacht wach da und sehnte mir den nächsten Morgen herbei. Das Geräusch des Kühlgerätes für die Kühlmaske raubte mir den letzten Nerv. Essen klappte nicht besser und nicht schlechter als am Vortag. Aber ich habe alles aufgegessen, was es gab, weil ich jetzt einfach hungrig war. Es dauerte allerdings ewig. Das Essen an sich fand ich völlig ungeeignet: Schokoladensuppe zum Frühstück, dazu Joghurt. Ich dachte an den ganzen Zucker an meinen Zähnen, die ich ja nun doch nur eingeschränkt reinigen konnte. Und bei Joghurt bin ich mir bis heute nicht sicher, ob es bei einer Antibiotikabehandlung (ich bekam jeden Morgen eine Infusion mit Antibiotika) geeignet ist.

 

Tag 5: Mein Mund wurde untersucht und mir gezeigt, wie ich die Gummis einhängen soll. Essen klappte nicht gut. Ich fragte nach einer Spritze, die an den Vortagen immer daneben lag. Mir wurde gesagt, dass ich jetzt mit dem Löffel essen muss. Ich habe es probiert, aber es ging gar nicht gut. Verzweifelt und hungrig ließ ich die Hälfte des Essens zurückgehen. Nachts hatte ich ziemliche Schmerzen. Hinzu kamen noch Ohrenschmerzen. Die Kühlmaske war für mich sehr unangenehm, da sie mir einfach zu kalt war. Ich fragte nach Schmerzmitteln. Eine Infusion wurde abgelehnt, da ja schließlich schon Tag 5 wäre. Mir wurde ein Zäpfchen angeboten. Ich ärgerte mich am meisten über die Art und Weise wie einem so etwas gesagt wurde. Am Anfang sagte mir der Arzt, ich bräuchte keine Schmerzen zu ertragen, es gäbe für alles ein Mittel. Am Ende stellte sich dann aber raus, dass man darum betteln musste und man den Schwestern lästig war.

Ich hatte an dem Tag noch einen Termin in der Praxis. Dort wurden mir die kleinen Schrauben, die zur Befestigung der Gummis, angebracht wurden, entfernt. Erstaunlicherweise tat dies nicht weh. Mir wurde weiterhin noch erklärt wie ich die Gummis zu spannen habe. Alles etwas ungewohnt, aber es klappte.

 

Tag 6: Entlassungstag: Leider war mein Unterkiefer nicht in der Position, in der er eigentlich sein sollte. Für mein Gefühl lag er viel zu weit zurück. Daher hatte ich einen Kontrolltermin für die folgende Woche bekommen. Zu Hause habe ich mir erstmal eine leckere, gesunde Suppe gemacht. Ich habe sie mit der Spritze gegessen.

 

Zwar war ich glücklich zu Hause zu sein, aber war, was mein Gesicht und meinen Mund angeht, sehr eingeschränkt. In der oberen Etage haben wir Teppich und ich bin nun immer mit einem Tuch vor dem Mund rumgelaufen, weil ständig Blut aus der Nase oder Speichel aus dem Mund tropfte. Ich empfand es als unangenehm, dass ich es nicht spürte. Es war wirklich „alles“ taub und angeschwollen.

Der Kreislauf hingegen machte mir gar nicht zu schaffen. Ich konnte Treppen laufen, alles gar kein Problem. Auch fühlte ich mich nicht übermäßig müde oder geschafft.

 

Eine Sache wiederum machte mich sehr glücklich: der immense Druck, diese Angst vor der OP, war weg !!!! Das war sehr einschränkend in den Wochen und Monaten davor. Das mache ich mir jetzt immer wieder bewusst und es hilft mir ein bisschen über die anderen Einschränkungen hinweg zu sehen.

 

Hier im Forum wurde mehrfach über die Dinge gesprochen, die man unbedingt im Krankenhaus haben muss. Vielen Dank hierfür! Ohne diese Listen hätte ich bestimmt einige Dinge vergessen. Ganz besonders wichtig waren mir trockene Tücher. Davon kann man gar nicht genug haben. Man benötigt sie für die Nase und vor allem beim Essen. Wattestäbchen/Kosmetikstäbchen zum vorsichtigen Reinigen der Nase hatte ich auch dabei. Mit diesen, eingetaucht in antibakterielle Mundspülung, habe ich auch, nach dem Zähneputzen, ganz behutsam die Bereiche unterhalb des Zahnfleisches bzw. die Bereiche, die ich mit der Zahnbürste nicht erreichen konnte,  gereinigt. Eine Munddusche hatte ich auch dabei, aber im Krankenhaus nicht eingesetzt. Die Ärzte sagten, dass es zu früh wäre.

 

Fazit: ich habe hier im Forum diverse OP-Berichte gelesen. Alle haben mir für die Vorbereitung sehr geholfen. Jeder Bericht war eine Bereicherung. Aber diese Berichte können immer nur eine Orientierungshilfe sein, denn jeder Mensch ist anders. Dinge, die anderen Probleme bereitet haben, hatte ich nicht und umgekehrt. Ganz klar muss ich sagen, dass die Ängste, die ich vorher hatte, in keinem Verhältnis zu den Erlebnissen, die zwar nicht schön, aber annehmbar waren, standen. Ich hatte mal eine Grippe mit tagelangem hohen Fieber, die ich als weitaus schlimmer in Erinnerung habe. Schön wäre ein einfühlsamerer Umgang der Schwestern mit den Patienten gewesen.

 

Ich muss sagen, dass ich die Zeit nachher, auch heute noch, als ziemlich unangenehm empfinde. Anfangs habe ich immer gedacht, dass ich eines Tages aufwache und mich „normal“ fühle, aber das ist leider nicht so. Mittlerweile habe ich mich etwas damit abgefunden, dass es Geduld braucht. Viel Geduld! Zwar kann ich überall hingehen und keiner würde etwas merken oder mich komisch anschauen. Aber die Taubheit und die Schmerzen sieht man eben nicht. Der fehlende Mundschluss macht mir außerdem zu schaffen. Auch die Schwierigkeiten beim Essen sieht (zum Glück) nur meine Familie. Mit diesen Einschränkungen kann man zwar leben, aber man sollte sich vorher darüber im Klaren sein, dass es so ist und sehr lange dauert.

 

Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit der Durchführung der OP und der Betreuung durch das Ärzteteam nach der OP.

 

Ich wünsche allen, die es noch vor sich haben ganz viel Mut und Kraft! Ihr schafft das auch!

 

Roda

 

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Hey Roda :)

 

Nochmal nachträglich Glückwunsch zur überstandenen OP, schön zu lesen, dass es zwar langsam, aber immerhin bergauf geht!

Kann mich noch erinnern, wie wir beide hier im Forum vor unseren nahenden OPs gezittert haben - und jetzt ist das alles Vergangenheit! :)

 

Was hat denn der KFC dazu gesagt, dass dein UK noch so weit zurück lag nach der OP, hat sich das mittlerweile gegeben? Würde mich sehr interessieren...

Und wenn du 'mangelnder Mundschluss' sagst, sind das dann die Lippen oder passen allgemein die Zähne auch noch nicht richtig aufeinander?

 

Finde auch wirklich, dass die Schwestern im KH, v. a. bei so heftigen Eingriffen, mal ein wenig in sozialer Kompetenz geschult werden sollten; das macht sooo viel aus, wie man sich behandelt fühlt ... 

 

Ich drücke dir die Daumen, dass du dich ganz schnell wieder 'normal' fühlst :)

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Hallo Irrrris,

 

vielen Dank für die guten Wünsche :-). Oh ja, natürlich kann ich mich an die Zeit vor der OP erinnern, wie wir vor der OP gezittert haben. Ich glaube, oder hoffe, dass ich vor der Metallentfernung nicht so große Angst haben werde. Immerhin habe ich mich entschieden, die Metallentfernung zu gegebener Zeit machen zu lassen. Das hatte ich mir vor der OP offen gehalten, weil ich ja nicht wußte wie es mir ergehen würde.

 

Mein UK liegt leider immer noch einige mm zuviel zurück. Der KFC hat es mir aber so erklärt: der richtige Biss wird an den Backenzähnen gemessen, nicht wie von mir gedacht, an den Frontzähnen. Die Backenzähne greifen wirklich richtig ineinander. Nichtsdestotrotz gefällt mir das nicht. Meiner Meinung nach hängt der mangelnde Mundschluss damit zusammen, da die OK-Zähne weiter vorne stehen. Hinzu kommt noch, dass der Bereich zwischen Nase und Oberlippe so dick aussieht. Mir wurde gesagt, dass das an der Schwellung bzw. an der Naht liegt, die nach einer Zeit flacher wird. Ich hoffe sehr, dass das wirklich noch flacher wird, denn es sieht wirklich sehr merkwürdig aus. Die Unterlippe sieht außerdem viel schmaler aus als die Oberlippe. Ich weiß nicht, ob die Unterlippe noch eine andere Form bekommt, denn es ist ab Unterlippe abwärts alles taub.

 

Aber es ist auch nicht alles schlecht: Das Kinn, das vorher stark fliehend war, hat nun eine richtig schöne Form bekommen. Das Gummy-Smile ist ebenfalls verschwunden. Ich denke, das der KFC wirklich gute Arbeit geleistet hat, da ich wirklich viele Fehlstellungen hatte. Ich hoffe nun, dass der KFO die Zähne nun noch so kippen kann, dass es gerade aussieht und vor allem, dass ich gut damit essen kann.

 

Zur Zeit kämpfe ich noch mit dem Essen. Im Moment kann ich mir wirklich nicht vorstellen, jemals wieder in ein Restaurant gehen zu können.

 

Wie schaut es bei Dir mittlerweile aus? Wie geht es Dir? Kannst Du schon wieder richtig essen? Musst Du noch Gummis einhängen?

 

Viele Grüße

 

Roda

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Hallo Roda,

ich kann gut verstehen, wie du dich fühlst. Bei mir war der Bereich zwischen Oberlippe und Nase auch sehr lange mega dick, ist bei jeder Kleinigkeit wieder mehr angeschwollen und war insgesamt total steif. Ich konnte überhaupt nicht mehr lächeln, das sah einfach nur schlimm aus. Psychisch hat mich das echt fertig gemacht, weil ich ja nicht wusste, ob sich das überhaupt ändern wird....Die Leute haben mich auch immer ganz entsetzt angesehen und gefragt, wo denn mein Lächeln hin sei....:(

Aber ich kann dir sagen: Es hat mega lange gedauert, ich habs auch fast nicht geglaubt, aber es ändert sich wirklich! Ich bin inzwischen 6 Mon postop und immer noch tut sich echt viel und die Narben werden flacher. Bis jedoch mal ein Zustand erreicht war, in dem ich das Lächeln und den Bereich zwischen Oberlippe und Nase nicht mehr ganz so wulstig fand, sind mindestens 4 Monate vergangen!!!

 

Auch Essen und Kauen ging anfangs überhaupt nicht, auch wenn die Zahnstellung schon recht gut war. Aber irgendwie muss man auch Kauen wieder lernen und auch das ist bei mir noch längst nicht abgeschlossen, wird aber auch immer besser!

Deshalb versuch dich nicht so fertig machen zu lassen (auch wenn es schwer fällt)- es braucht wirklich viel viel Geduld! Das muss ich sogar heute immer noch lernen!

Halte durch und weiterhin gute Besserung

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Hallo Roda,

 

Ja, ich habe mich auch für die Metallentfernung entschieden, hatte mir das auch noch so offengehalten ;) 

zwar wieder Narkose, aber naja, das hab ich ja mittlerweile schon mal hinter mich gebracht.

Das Gute ist, bei mir wird die ME ambulant gemacht, also nicht noch einmal Krankenhaus :)

 

Hmm, und allgemein die Schneidezähne ein kleines Stück weiter nach hinten setzen geht nicht? wobei das Kippen ja auch schon einiges ausmachen müsste...

Meine Oberlippe war auch einige Wochen lang noch relativ dick und steif, sah auch ganz komisch aus, v. a. mit Lächeln war dann nicht viel ;) das war dann aber ganz plötzlich weg!

 

Ich muss die Gummis seit zwei Wochen nur noch nachts reinmachen, das fühlt sich sooo gut an, tagsüber nicht immer den ganzen Kram im Mund zu haben! Essen geht jetzt auch viel besser; habe mich lange nicht getraut, wieder richtig zu kauen, dann hieß es aber, dass das sogar wichtig ist für die Gelenke (eigentlich logisch) und seitdem gebe ich mir sehr viel Mühe! Die Muskulatur ist halt noch sehr verkrampft, aber na ja, war alles schon mal schlimmer!

In der Öffentlichkeit essen ist aber noch mal was ganz anderes, wirklich vornehm sieht das bei mir auch noch nicht aus ;) aber bin schon froh, dass nicht mehr alles gleich wieder rausläuft ;)

Darfst du denn schon wieder kauen, wie ist das bei dir? Wenn die Lippen vollständig abgeschwollen sind, sollte das Essen auch um einiges leichter werden :)

 

Lippenschluss habe ich übrigens auch nicht, frage mich, wie viel die Logopädie da noch ausrichten kann...

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Hallo Irrrrris, hallo Pusteblümchen,

 

es beruhigt mich ein wenig, dass es nicht nur mir so geht.

 

Dann gibt es also berechtigte Hoffnungen, dass der Bereich zwischen Nase und Oberlippe noch dünner wird? Das wäre sehr schön, denn vorstehende Zähne in Kombination mit dem dicken Bereich zwischen Nase und Lippe sieht wirklich nicht schön aus und ich bin ziemlich unglücklich darüber. Bei mir ist es eher so, dass lächeln, sofern das möglich ist, ganz gut aussieht, aber alles andere leider nicht.

 

Ich glaube auch, dass man das Kauen wirklich neu erlernen muss. Ja, ich darf schon wieder kauen, seit ca. 3 Wochen. Zwar versuche ich zu kauen, aber es fällt soooooo schwer und mein armer Magen muss nun teilweise mit größeren Stücken zurecht kommen. Die Logopädin hat mir gesagt, dass ich unbedingt kauen üben soll, da sonst die Muskulatur irgendwann gar nicht mehr möchte. Wie habe ich mich auf eine Pizza gefreut - am Wochenende war es dann soweit, doch die Ernüchterung folgte gleich: zwar war es sehr lecker, aber mir war es etwas zu hart. Ich musste alles mit der Gabel klein drücken um es essen zu können. Ich glaube auch, dass mir die Kinnplastik das Essen zusätzlich schwer macht, da bei jeder Kaubewegung irgendwie auch das Kinn mit bewegt wird und ich das Gefühl habe, dass alles zu kurz ist. Aber......ich übe natürlich weiter.

 

Bzgl. der Zahnstellung bleibe ich auch am Ball, ggfs. muss ich mir eine zweite Meinung einholen. Ich denke immer, dass es doch möglich sein muss die Zähne zu kippen. Das würde wirklich schon ganz viel ausmachen, sofern ich das beurteilen kann.

 

Ich weiß auch nicht, wie viel die Logopädie bzgl. Lippenschluss ausrichten kann. Man muss wohl ziemlich lange üben, damit sich evtl. eine Veränderung zeigen wird. Ich werde nichts unversucht lassen, denn mich stört das sehr.

 

Ich wünsche Euch weiterhin gute Besserung.

 

Viele Grüße

 

Roda :473:

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