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JaneLane

Eine Bimax plus Krankenhausaufenthalt ganz allein durchstehen?

Hallo zusammen,

 

bei mir ist am 08.06. eine Bimax im Marienhospital in Stuttgart geplant. KFC wird Dr. Faßnacht aus Ludwigsburg sein, der im Marienhospital Belegbetten hat.

Es ist so, dass ich extrem gut über die OP an sich aufgeklärt bin und auch glaube, dass ich bestimmt schnell wieder genesen werde, weil ich ganz gute Selbstheilungskräfte habe (was ich schon nach meiner GNE letztes Jahr gemerkt habe) und mich bei Dr. Faßnacht in guten Händen weiß.

Was mir wirklich Sorge macht, ist die Tatsache, dass ich das alles ganz alleine durchstehen muss. Ich habe eine feste Freundin, die dummerweise weiter weg wohnt, nämlich in Dresden. Sie promoviert gerade und macht zusätzlich noch eine Therapeutenausbildung, sprich sie hat sehr wenig Zeit. Unter der Woche wird sie sowieso nicht bei mir sein können, eben wegen ihrer Verpflichtungen und gerade an dem Wochenende, an dem ich ins Krankenhaus komme, hat sie einen wichtigen Workshop. Ich werde also wohl ohne sie, als mir am nahe stehendsten Menschen diese Sache durchstehen müssen. Zu meinen Eltern habe ich kein gutes Verhältnis, bzw. wohnen die auch etwas weiter weg, aber ich glaube, die würde ich dann auch gar nicht da haben wollen. Hinzu kommt dann noch, dass ich selbst in Karlsruhe wohne, meine Freunde dementspechend eben auch, weswegen es auch eher schwierig wird, dass mich dann mal jemand in Stuttgart besuchen wird nach der OP.

Gibt es hier jemanden, der so eine OP auch allein überstanden hat und vielleicht ein paar gute Ratschläge für mich hat?

Die Angst davor mit dieser Sache ganz alleine dazustehen, macht mir noch mehr Angst, das ist gerade ein Teufelskreis, den ich selbst nicht lösen kann. Mir würde es vielleicht helfen, mich da ein bisschen auszutauschen. Vielleicht Menschen, die diese OP schon erlebt haben und mir sagen können, dass es überstehbar ist, vielleicht sogar ohne jemanden, der da ist? (Bei dem letzten Satz kommen mir schon wieder die Tränen, ihr seht, es ist Ernst..)

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Hi du! Also im Krankenhaus kommt man auch zurecht, wenn niemand mit dabei ist oder zu Besuch kommt. Zumal heutzutage Handy erlaubt ist und man trotzdem Kontakt haben kann - zum Beispiel nach Dresden. Nachdem das reden eh schwer fällt und man recht müde ist, habe ich Besuch als sehr anstrengend empfunden. Ok, ich gebe zu, dass es schon schön war die Hand meines Mannes zu halten... Aber geschafft hätte ich das - wobei alles gut lief - auch ohne Besuch.

 

Hast du denn für daheim dann jemand, der dir einkaufen kann oder mal mit dir spazieren geht? Das fand ich nämlich eher wichtig. Hatte anfangs schon Angst dass ich zusammenklappe unterwegs...

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bei mir war es auch echt schwierig, aber ich habe

jetzt die Tage zum KH und danach daheim abgedeckt!

 

Frag doch mal bei der KK ob es eine Hilfe gibt für die Tage nach dem KH?

 

Und vor allem trau dich jeden zu fragen, den Du Dir vorstellen könntest, ob er für dich da sein kann.

 

Alles Gute

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Hey,

also ich sehe das wie Nambi, Besuch zu bekommen ist zwar schön, aber irgendwo auch anstrengend weil man so eingeschränkt ist, ich habe mich die Ersten Tage wirklich gefreut als der Besuch wieder ging :D

Ist halt auch doof wenn alle wegen einem kommen und man sich schlecht mit ihnen unterhalten kann ;)

Also ich fands alleine mit meinem Handy und einem Buch schon angenehmer die Zeit zu überbrücken...

Also, ja es ist alleine machbar, wobei ich bisher nur ne Gne hatte...

Und wenn du niemanden hast aber jemanden brauchst, sag Bescheid dann kann ich ja mal als Leidgenosse vorbeikommen :)

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Hallo JaneLane,

 

glaube mir, es ist auf alle Fälle auch alleine durchzustehen, sowohl die Bimax als auch der KH-Aufenthalt, ich habe es so gemacht. Ich bin auch im MH operiert worden, aber von einem der dortigen Ärzte der MKG. Ich hatte nach der Bimax einmal kurz Besuch von einem Bekannten, den ich im Prinzip so halb verpflichtet habe. Er hatte dummerweise seinen 6-jährigen Sohn mitgebracht, was etwas ungeschickt war, da ich sowohl mit Kühlmaske als auch ohne ziemlich zum Fürchten aussah. Und mein KC ist dann auch noch in den Besuch reingeplatzt für eine letzte Kontrolle unten in der Ambulanz vor seinem Urlaub, so dass sich der Besuch ziemlich schnell wieder verabschiedet hat. Und meine Mutter war einmal für ca. 2 Stunden da, mehr/öfter war nicht möglich, da sie sich zu diesem Zeitpunkt um meinen Vater kümmern mußte. Das war aber wirklich alles an Besuch und bei der ME hatte ich überhaupt keinen Besuch.

 

Und je nachdem, wie es einem geht, ist Besuch doch relativ anstrengend, gerade eine Bimax sollte man bezüglich der Erschöpfung danach nicht unterschätzen. Ich war gerade letzte Woche im KH wegen einer OP am Sprunggelenk und da hatte ich einen mehrstündigen Besuch, den ich auch sehr genossen habe, aber nach der Bimax wäre mir diese Sorte von Besuch am Tag nach der OP zu viel gewesen.

 

Bei mir ging es von Anfang an mit dem Reden extrem gut, eine Freundin von mir hat mich täglich angerufen und das tat mir auch gut. Du kannst ja mit Deiner Freundin schon etwas ausmachen, und es gibt ja nicht nur reden, sondern auch SMS und E-Mail, ... Das MH hat ein (relativ teures) W-Lan, ich habe damals einen Surfstick benutzt.

 

Außerdem habe ich gerade mal bei der Bahn nachgeschaut. Wenn sie denn fährt, braucht man ca. eine halbe bis eine Stunde von Karlsruhe nach Stuttgart. Und mit einem Baden-Württembergticket kommt es auch relativ günstig, Nahverkehr Stuttgart ist dann auch mit dabei und man kommt gut mit der U14 bis zum MH.

 

Klar, es gibt sicher angenehmeres, als eine Bimax und den KH-Aufenthalt alleine durchzustehen und Du solltest Dir auf alle Fälle Beschäftigung mitnehmen, aber auch nicht erwarten, dass Du wirklich drauf Lust hast, aber es ist auf alle Fälle machbar. Und im Notfall kannst Du wahrscheinlich im Forum immer noch eine Art Notruf starten, ich habe den Eindruck, es sind doch einige auch ziemlich direkt aus Stuttgart unterwegs.

 

Liebe Grüße!

 

Irene

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Ich habe den Krankenhausaufenthalt auch allein überstanden und wollte es auch so. Glaub mir, nach einer Bimax bist du wirklich froh wenn du nicht reden musst. Das ist nochmal eine ganz andere Hausnummer als so eine GNE, denn die Muskeln der Lippen sind einfach nur schachmatt gelegt.

 

Sich mit Freunden und Verwandten nur gegenseitig anstarren bereitet auch keine echte Freude. Daher habe ich von vorne herein gesagt dass ich keinen Besuch möchte. Lediglich eine Freundin hier aus dem Forum kam zu Besuch, aber da war entsprechendes Verständnis vorhanden dass ich eben nicht sprechen konnte, denn sie hatte schließlich schon das gleiche hinter sich :)

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Ich wollte nach meiner OP auch niemanden sehen und habe Besuchsangebote ausgeschlagen. Kommunikation per WhatsApp ist nach einer Bimax auch viel angenehmer :). Wenn du nach der OP allein zu Hause bist, kauf ordentlich ein, gibt hier im Forum einige Listen mit Zeug, was man so braucht.

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Genau, WhatsApp fand ich auch super. Dort hab ich dann alle über Bilder auf dem Laufenden gehalten. Reden ist einfach nur total unangenehm mit Splint, geschwollenem Rachen, undurchgängiger Nase und hängenden Lippen.

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Das schaffst du! War auch oft froh wenn der Besuch im KH wieder weg war weil es doch mehr anstrengend als schön war :-D

Mach dir nicht so einen großen Kopf, so kannst du dich richtig ausruhen und regenerieren!

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Ach mensch, danke erst mal, Ihr seid wirklich super nett. :) Mir hilft es gewaltig zu lesen, dass das Menschen schon vor mir geschafft haben (die eigentliche OP und teilweise auch ohne Besuch). Inzwischen hat sich eine Kleinigkeit bei mir geändert: Meine Freundin hat ihr Seminar an dem Wochenende, an dem ich ins Krankenhaus komme, abgesagt, um bei mir zu sein. Ich bin so unendlich dankbar und froh darüber. So wird sie zumindest bei mir sein, wenn ich im Krankenhaus aufgenommen werde und die Tage davor. Das wird mich sehr beruhigen. Sie fährt dann zwar an meinem Aufnahmetag schon wieder nach Hause, aber wahrscheinlich ist das auch gut so. Am OP-Tag werde ich ja wahrscheinlich eh nicht viel mitkriegen. Und vielleicht kommen mich dann doch ein paar Freunde besuchen, also in der Woche, in der ich im Krankenhaus liege. Das kann ich mir dann frei halten. Wenn ich dann denke, dass ich das möchte, kann ich Bescheid geben und dann kommt bestimmt jemand und wenn ich nicht mag, ist das auch ok. :) Das ist schon alles sehr tröstlich. 

Was sich leider noch nicht geändert hat, ist meine Angst vor der OP an sich und vor der Zeit danach. Es ist für mich alles so ungewiss, wie das werden wird, wie ich es verkraften werde und auch wie mein Umfeld reagieren wird. Vielleicht könnt ihr mir auch hier noch mal von euren Erfahrungen berichten: Ab wann wurde das Leben nach der OP langsam wieder normal? Wann kann man wieder Sport machen, Arbeiten, Freunde treffen, seine Freizeit planen und was ich mich zur Zeit auch frage: Ab wann kann man nach so einer OP eigentlich wieder Sex haben? O.o So etwas traut man sich ja dann doch nicht den Chirurgen zu fragen... 

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Hallo JaneLane,

 

das ist sehr schön, dass Du die Zeit vor der OP nun doch nicht allein durchstehen musst. Ich denke auch, dass Dich das beruhigen wird. Und nach der OP bist Du ja dann auch nicht eine Woche ganz allein. Das ist doch schon mal sehr hilfreich. Kann ja auch sein, dass Du froh bist, ein bisschen für Dich zu sein. Da ist ja jeder anders. Vielleicht hast Du ja auch eine nette Zimmernachbarin, dann fühlst Du Dich sowieso nicht allein. Ich hatte das Glück, dass ich eine liebe Zimmernachbarin hatte, die auch schon fitter als ich war und das hat die Zeit im Krankenhaus angenehmer gemacht.

 

Ich kann so gut verstehen, dass Du Angst hast. Ich hatte auch Angst. Aber die Angst vor der Angst ist schlimmer als die OP - wirklich! Du wirst das auch schaffen und dann bist Du froh, wenn Du es hinter Dir hast.

 

Gerne kann ich Dir von meinen Erfahrungen berichten. Aber eins vorab: Du musst ganz viel Geduld haben. Ich musste das erst lernen, denn ich habe wirklich gedacht, dass ich eines Tages aufwache und alles ist "ganz normal".

 

Sport machen kann man, so wurde mir gesagt, sechs Wochen nach der OP wieder. Es kommt natürlich auf den Sport an. Ich bin fast 3 Monate Post-OP und möchte demnächst langsam wieder anfangen zu joggen. Wahrscheinlich wäre es schon früher möglich gewesen, aber ich habe mich einfach noch nicht getraut.

 

Direkt nach dem Krankenhaus habe ich schon längere Spaziergänge gemacht. Zwei Wochen nach der OP habe ich für die Familie gekocht und im Haushalt auch fast alles erledigt. Einkäufe hat mein Mann in der ersten Zeit meistens erledigt. Mir waren die Einkäufe unangenehm wegen des Nasenblutens und der Schwellungen. Aber praktisch wäre es möglich gewesen.

 

Freunde treffen kannst Du doch bestimmt schon wieder 2 - 3 Wochen nach der OP, solange Du nicht ins Restaurant gehen möchtest. Ich bin nicht so gerne irgendwo hingegangen, aber Besuch habe ich schon empfangen.

 

Unterwegs war ich trotzdem viel, zur Logopädie und zur Physiotherapie, was mir sehr gut getan hat. Auch einfach um mal raus zu kommen und Abwechslung zu haben.

 

Mit dem Sex ist es ähnlich. Sobald Du Dich wieder halbwegs fit fühlst, sollte es möglich sein. Ich würde mich allerdings nicht unter Druck setzen, vielleicht bist Du erstmal lange mit Dir und der neuen Situation beschäftigt, dass Dir gar nicht danach ist.

 

Ich habe hier so viele Berichte gelesen und war erstaunt, wie schnell manche Leute wieder fit sind. Ich glaube, dass es auch sehr viel am Alter liegt: Jüngere sind schneller wieder fit. Bei mir dauert es lange, vielleicht weil ich schon älter bin.

 

Die Reaktionen des Umfeldes irritieren mich oft. Viele Leute sagen "Du siehst ganz anders" aus. Und ich weiß nicht wie ich "anders" verstehen soll, schlechter oder besser? Manche sagen auch gar nichts.

 

Ich wünsche Dir für Deine OP alles Gute und hoffentlich schaffst Du es, Dir nicht zu viele Gedanken und Sorgen zu machen.

 

Roda

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Ich war nach meinen beiden OPs wieder relativ zügig auf den Beinen, auch wenn die größere OP anstrengender war, als die GNE. Ich hatte meine UKVV am Donnerstag vor Halloween und wurde am Montag entlassen.

 

Zum Sport durfte ich erst wieder nach 6-8 Wochen, ich habe zwei Monate gewartet. Als ich dann wieder gegangen bin, war es anstrengend, aber es ging.

 

Ein einigermaßen normales Leben hatte ich aber zügig wieder. Gut eine Woche nach der OP war Sankt Martin, da war ich schon mit auf dem Zug und Sonntag auf einem Markt. Ich konnte zwar nichts naschen, habe aber einen Kakao geschlürft und eine weiche Waffel gelutscht. Den Splint durfte ich ja dann schon rausmachen.

 

Ich war zwei Wochen nach der OP auch schon auf Weihnachtsfeier in der Firma, es war zwar anstrengend, aber es ging! Und Weihnachten war die OP schon so gut wie vergessen.

 

Ich würde rückblickend sagen: Die erste Woche nach dem Krankenhaus ist die härteste. Aber es geht täglich bergauf. Rüste dich vorher mit guten Serien und Computerspielen aus, damit du hinterher was hast, worauf du dich freust! Ich hatte z.B. extra meine Elder Scrolls Online Mitgliedschaft vor der OP wieder angeschmissen, damit ich mich nach dem Krankenhaus darauf freuen kann. ;) Genauso habe ich mir Serienstaffeln bereit gelegt. Das kann ich auch fürs Krankenhaus empfehlen - ein Laptop und eine schöne Serie, damit kann man gut Zeit rumkriegen! Auf den Krankenhaustischchen kann man den Laptop ablegen, sich selbst hochbocken und in Eis einwickeln und dann mit kleinen Ohrstöpseln hören - tut sehr gut und lenkt enorm ab.

 

Was körperliche Vergnügen angeht, muss ich sagen, dass das für mich auch ein großes Thema war. Alleine, sich zu fragen, ab wann man nach so einer Kiefer-OP wieder einsatzfähig angeht, was Mund und Lippenbewegungen angeht - fürchterlicher Gedanke, fand ich. Hat mich sehr belastet, auch im Gedanken daran, beim Küssen erstmal nichts zu spüren. Das kam aber schnell wieder. Und "Schatz, wir müssen ein bisschen rumknutschen, ich muss gucken, ob mein Gefühl wiederkommt" ist doch eine herrliche Ausrede. Sex hatte ich glaube ich so 1,5 Wochen nach der OP wieder. Nicht als sportliche Höchstleistung nehmen und auf die eigenen Signale hören.Wenn das Blut zu sehr in Wallung gerät, klopft es nach so einer OP schnell im Kopf und man merkt, wann es genug ist. Diese Grenze sollte man auch dringend beachten! Trost ist: Wenn es dir richtig schlecht geht, hast du da auch keinen Bock drauf. ;)

 

Mach dir einfach klar, dass es zwar kein Spaziergang wird, aber auch kein Weltuntergang. Und ich kann dir eins sicher sagen: Die Angst VOR der OP ist mit Aufwachen aus der Narkose weg. Das war bei mir so ein Aha-Erlebnis, sich sagen zu können: "Da hattest du Angst vor und nun ist es weg!" Und danach wird es ja nur noch besser, nicht mehr schlechter. Wenn man sich das vor Augen führt, wird auch der lästige Weg nach der OP erträglich.

 

Und ganz ehrlich: Sei dir nicht zu stolz, auch Gesellschaft einzufordern. Mach deinen Leuten klar, dass jetzt mal ein guter Zeitpunkt wäre, für dich da zu sein und fordere den Besuch ein, wenn du dich nach der OP alleine fühlst. Ich habe meinen Leuten das sehr deutlich gemacht und hatte täglich jemanden da - und ich war froh drum. Jeder Mensch ist anders, aber wenn dir nach Besuch ist, keine falsche Scheu!

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Grüß dich,

 

ich halte mich ganz kurz: ich wurde auch im MH Stuttgart operiert, es geht sehr gut ohne Besuch aus dem Bekanntenkreis.

Zudem besuchte mich spontan und ohne Vorankündigung eine Dame aus dem "ansässigen Besuchsdienst" des MH.

Das fand ich zwar sehr aufmerksam, da ich aber auch so gut wie gar nicht sprechen konnte, war ich auch realtiv froh, als sie sich wieder freundlich verabschiedet hat.

 

Ich finde, man ist auch den ganzen Tag irgendwie beschäftigt, so dass man keinen Besuch vermisst.

 

Im MH sind die Schwestern und Pfleger sehr nett und aufmerksam. Verlasse dich einfach auf sie und ihre Erfahrungen, mach gut mit, bewege dich so viel wie möglich und trinke viel Wasser. Du wirst sehen, je mehr du dich bemühst, umso besser gehts auch voran!!

 

Du wirst das auch gut schaffen.

Alles Gute für dich,

Sanne

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Danke auch euch für's Teilen eurer Erfahrungen. Das hilft wirklich sehr. :)

Mal wieder ein Update von meiner Situation: Mein OP-Termin wurde vom 08.Juni auf den 22. Juni verschoben, weil das Krankenhaus wohl an dem 08. ganz dringend einen Tumor-Patienten operieren muss. Versteh ich natürlich, aber blöd war das für mich schon. Man hat natürlich alles um die OP herum organisiert und geplant und die zusätzliche Warterei ist auch nicht gerade schön. Aber inzwischen habe ich mich damit abgefunden..

Meine Freundin kann mich zwar wegen des neuen OP-Termins nicht ins Krankenhaus begleiten, dafür wird sie mich dann dort abholen, wenn ich entlassen werde. Und eine gute Freundin hat mir angeboten, dass sie mich auch in der Woche besuchen kommen kann, wenn ich das möchte. Ich muss dann einfach nur Bescheid geben, also habe ich diese Option im Hinterkopf und das allein finde ich schon beruhigend.

 

 

 

Die Reaktionen des Umfeldes irritieren mich oft. Viele Leute sagen "Du siehst ganz anders" aus. Und ich weiß nicht wie ich "anders" verstehen soll, schlechter oder besser? Manche sagen auch gar nichts.

 

Roda, ich glaube, wenn du es genau wissen willst, wie andere dein Gesicht empfinden, dann musst du wahrscheinlich einfach konkret fragen. Aber ich vermute, dass es bestimmt besser aussieht. Ist doch eigentlich immer so, nach so einer OP ;)

 

 

 

Was körperliche Vergnügen angeht, muss ich sagen, dass das für mich auch ein großes Thema war. Alleine, sich zu fragen, ab wann man nach so einer Kiefer-OP wieder einsatzfähig angeht, was Mund und Lippenbewegungen angeht - fürchterlicher Gedanke, fand ich. Hat mich sehr belastet, auch im Gedanken daran, beim Küssen erstmal nichts zu spüren. Das kam aber schnell wieder. Und "Schatz, wir müssen ein bisschen rumknutschen, ich muss gucken, ob mein Gefühl wiederkommt" ist doch eine herrliche Ausrede. Sex hatte ich glaube ich so 1,5 Wochen nach der OP wieder. Nicht als sportliche Höchstleistung nehmen und auf die eigenen Signale hören.Wenn das Blut zu sehr in Wallung gerät, klopft es nach so einer OP schnell im Kopf und man merkt, wann es genug ist. Diese Grenze sollte man auch dringend beachten! Trost ist: Wenn es dir richtig schlecht geht, hast du da auch keinen Bock drauf.  ;)

 

Na dann lasse ich mich einfach mal überraschen, wie das bei mir so wird. Ist wahrscheinlich wirklich bei jedem auch ein bisschen anders, was das angeht. Ich sehe meine Freundin zwar direkt bei der Entlassung nach einer Woche Krankenhaus, aber ich bin jetzt mal so realistisch und glaube, dass es zu dem Zeitpunkt wahrscheinlich noch nicht gehen wird. :D Da wir ja eine Fernbeziehung führen und uns dann wahrscheinlich erst wieder zwei Wochen später sehen werden, habe ich aber Hoffnung, dass ich da vielleicht wieder "einsatzfähig" bin. Mal schauen :) Allein schon, um sich mal über solche Themen auszutauschen, bin ich heilfroh, dass es dieses Forum gibt. Das kann einem wahrscheinlich auch kein Arzt genau sagen, letztendlich haben die ja die Erfahrung auch nicht gemacht, wie es ist, sich von so einer OP wieder zu erholen.

 

 

ich halte mich ganz kurz: ich wurde auch im MH Stuttgart operiert, es geht sehr gut ohne Besuch aus dem Bekanntenkreis.

Zudem besuchte mich spontan und ohne Vorankündigung eine Dame aus dem "ansässigen Besuchsdienst" des MH.

Das fand ich zwar sehr aufmerksam, da ich aber auch so gut wie gar nicht sprechen konnte, war ich auch realtiv froh, als sie sich wieder freundlich verabschiedet hat.

 

Was ist denn der "Besuchsdienst"? O.o Ich will nicht von einer fremden Person besucht werden. Kann man das verhindern? :/

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Natürlich kannst du den "Besuchsdienst" ganz höflich nach draußen komplimentieren.

Ich war damals auch ziemlich überrascht, aber das war eine sehr nette Dame, die mir angeboten hatte, mit ihr zu sprechen, sie hat mich gefragt, ob es mir gutgeht, ob ich was brauche..... also einfach ganz freundlich. Da ich aber eh nicht reden konnte, ist sie auch bald wieder gegangen.

 

Was aber ganz toll war, war die "hauseigene" Lymphdrainage - frag mal danach, ob es das dort noch gibt. Ich meine das war die Physio-Tante vom MH. Das war sehr entspannend und tut sehr sehr gut !

 

Es ist natürlich erstmal ärgerlich, wenn ein OP Termin verschoben wird. Mir ging es vor kurzem erst so, dass ich schon wegen eines anderen Eingriffes im Krankenhaus war, die KO-Tablette bereits hinter mir hatte und mir dann gesagt wurde, ich käme "heute" doch nicht mehr dran. Tja - da war jemand anderer wichtiger oder dringender. Dafür hab ich richtig gut geschlafen und am nächsten Tag hats dann geklappt mit der OP.  :-)

 

Vieles muss man eben auf sich zukommen lassen!

 

Alles Gute weiterhin für dich,

Sanne

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