Philipp181

Prof. Dr. Dr. Alexander Schramm - Bimax - Ulm - 18.06.2015

Nachdem ich bereits seit mehreren Jahren als stiller Mitleser im Forum unterwegs bin und nun seit etwa 2 Jahren angemeldet bin, weis ich wie viel Kraft und Zuversicht dieses Forum den Leidensgenossen geben kann und wie wichtig es sein kann von Gleichgesinnten Berichte zu lesen. Deshalb verfasse auch ich einen Bericht über meine Bimax.

Am 17.06.15 ist es endlich soweit. Nach 16 Monaten KFO-Vorbehandlung und langem warten, werde ich heute Stationär aufgenommen.
Operiert werde ich im Bundeswehrkankenhaus in Ulm. Da ich momentan noch Zeitsoldat bin, habe ich nicht die möglichkeit, mir mein Krankenhaus bzw meinen Arzt auszusuchen. Ist aber auch nicht weiter schlimm!

 

Anfangs war ich skeptisch. Jedesmal eine Strecke von 250 Km einfach zwischen Wohnort und Krankenhaus. Auch für Angehörige keine einfache Sache. Aber mittlerweile, nach dem ich meinen Arzt Dr. (OFA) H. kennengelernt habe (Prof. Dr. Dr S. war der Stationsleiter und auch täglich anwesend) und mittlerweile desöfteren bei Ihm war, fühle ich mich enorm wohl und in fähigen Händen. Noch... ;)

Die Aufnahme erfolgte schnell und unproblematisch. 5 Minuten Warten und schon war ich an der Reihe, dann ab auf Station, Zimmer zugewiesen bekommen, Fragen beantwortet und Aufklärung durchgelesen.
Im Anschluss dann Narkosegespräch, Röntgen, Untersuchung und Mittagessen.
Heute wurde mir mitgeteilt, dass ich nach der neuesten Technik mit irgendwelchen vorgefertigten Platten operiert werde. Habe noch nie was davon gehört aber ich werde später den Operateur noch Löchern...

Nun heißt es warten und Zeit tot schlagen. Meine OP ist für Donnerstag 18.06.15 0700 geplant...
Übrigens: Durchgeführt wird eine Bimax. UKRV etwa 2,5 mm und OKVV etwa 6 mm
Zudem das Übliche.. Schwenken, Anpassen und Ausrichten.

OP wurde am 18.06.15 wie geplant durchgeführt. Wie so oft im Krankenhaus, ging alles sehr schell. Als hätte man nicht seit wochen gewusst, dass an diesem Tag gegen 7 Uhr die OP beginnt. Ich wurde eingeschläust, festgeschnallt, noch einen Zugang bekommen und wurde dann in den OP geschoben. Plötzlich einige Leute, jeder stellt sich mir noch vor und es gibt Sauerstoff und ich darf mir meinen Traum aussuchen. Plötzlich war ich weg. 9 Stunden später wache ich auf der Intensvstation auf, angeschlossen als hätte ich einen schweren Unfall überlebt. Aber war schließlich so geplant.

Sauerstoff, ständige Herzüberwachung und gefühlt 5 Zugänge. Es war abends. Ich bekam noch Schmerzmittel und wurde wieder mit Beruhigungmittel schlafen gelegt. Ich wachte noch einige Male auf. Atmen viel mir durch den geschlossenen Mund (Splint) und die verstopfte Nase enorm schwer. Am nächsten Tag wurde ich auf Normalstation verlegt. In dem Moment bereute ich alles.

Mir ging es wie vorhergesagt einfach nur elend. Atmung null, ich war total träge, der Mund war zu ich hatte Hunger. Aber als ich klingelte bekam ich was ich brauchte. Kein Schnitzel aber Flüssignahrung, Wasser und meine automatische Kühlmaske lief in einer Tour.

Es war Freitag ich dachte mir, einfach schlafen dann geht es schneller vorbei.

Ich wollte die ersten Tage niemanden sehen. Ich war zude knapp 250 km von zuhause entfernt. Ich nahm es niemandem Übel dass man mich nicht besuchte. So wollte ich es und der Besuch der für Sonntag angekündigt war, dem sagte ich auch ab. Ich schlief sehr viel. Ich hatte ständig erhöhte Werte, erhöhte Temperatur und plötzlich, am Sonntag nachmittag geht es mir besser. Ich bin fitter habe wieder Elan kann etwas besser Atmen. Wurde jeden Tag von einem Facharzt kontrolliert und man war sehr zufrieden. Am Montag, 4 Tage PostOP wurder der Splint etwas gelockert aber er bleibt, wegen der langen Verlagerungsstrecke, vorerst drin. Dienstag geht es Heim. Mittlerweile bereue ich nichts mehr. Die ersten Tage hätte ich mich am liebsten vom Netz genommen.

Aber das Krankenhaus, die Ärzte und die gesamte Station inkl Personal kann ich nur empfehlen und ich würde mich jederzeit wieder in die Hände des sehr fähigen Personals begeben.
Die Schwellung geht ganz langsam zurück. Ich hoffe dass ich in 2 oder 3 wochen wieder so gut es geht ohne äußere Spuren unters Volk kann. Und wenn es nur zum Einkaufen oder in die Stadt ist.

Bilder werde ich auch gerne hochladen. Doch erst möchte ich für mich mein Ergebnis abwarten und sehen wie ich mich verändert habe.

 

LG

Philipp
 

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Hallo Philipp,

 

schön, dass man hier auch mal einen Bericht aus dem Ulmer BWK zu lesen bekommt.

Das BWK hat allgemein einen sehr sehr guten Ruf.

 

Ich wünsche dir weiterhin einen sehr guten Heilungsverlauf und alles Gute für deine Zukunft.

 

Viele Grüße

Sanne

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Vielen Dank Sanne.

Ja das BwK ist Super :)

 

Habe da mal direkt eine Frage,

wie gesagt, bin diret mit Kühlmaske aufgewacht und habe dann auch die folgenden drei Tage fast ununterbrochen gekühlt. Tag und Nacht. Jedoch hing mir das Ding iwann zum Hals raus. Zumal ich eines Nachts aufgewacht bin und enorme Halsschmerzen hatte. Außerdem hatte ich immer das Gefühl ich bekäme nach dem vielen Kühlen schlechter Luft durch die Nase, da sich die Atemwege iwann zusammenziehen.

 

Mittlerweile bin ich es einfac Leid, außerdem durfte ich das Kühlgerät nicht mir nach Hause mitnehmen :483: . Spaß :485:

Denkt ihr eine ununterbrochene Kühlung durch Akkus etc ist jetzt noch notwendig bzw Sinnvoll oder soll ich einfach der Dinge verhaaren. Meine Haut verfärbt sich momentan in richtung Gelb, was durchaus normal ist...

 

Für infos wäre ich schon mal Dankbar :)

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Moin Philipp, 

 

zuerst Glückwunsch zur überstandenen OP!

Ich hatte selbst vor drei Wochen eine Bimax bei der wurde das selbe gemacht wie bei dir .

 

Also kühlen bringt in der Regel nur die ersten 3-5 Tagen etwas danach hat das kühlen keinen nutzen mehr weil in der Zeit die Schwellung halt zu nimmt. Was du aber vermeiden solltest ist Wärme. Falls es die Tage so richtig warm werden sollte nicht direkt in die Sonne.

 

MfG Dennis

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Wünsche dir auch gute Besserung und bin gespannt auf dein Ergebnis. Mit deiner Ausgangslage müsstest du ein fantastisches Ergebnis bekommen. Ich drücke dir die Daumen, dass du zufrieden sein wirst. 

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Hallo Philipp,

 

da schließe ich mich Dennis' Aussage an. Längere Zeit zu kühlen bringt nix mehr!

 

Lymphdrainagen hingegen sind klasse. Man merkt direkt dabei, wie die angestaute Flüssigkeit im Gesicht abfließen kann.

Rezepte dafür gibts vom Doc (ZA, KFO oder BWK). Du musst aber danach fragen, freiwillig bietet das keiner an.

Du solltest dich aber vorher erkundigen, wer solch eine sanfte Massage im Gesicht "gelernt" hat. Nach einer Kiefer-OP möchte man nicht jeden an sein Gesicht ran lassen.

 

Prima sind auch gekühlte Getränke. Vor allem wenn es jetzt draußen richtig warm wird.

 

Viele Grüße

Sanne

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Vielen Dank für de den guten Zuspruch.

Das mit der Lymphdrainage ist eine gute Idee. Jedoch bin ich jetzt ziemlich genau 1 Woche PostOP (auf die Minute :D) und bin bisher sehr zufrieden wie die Schwellung zurückgeht. Bin eigentlich generell unheimlich zufrieden mit der Situation. Mir geht es unerwartet sehr gut und ich bin Fit. Nur eben durch die Schwellung etwas Spannung im Bereich der Nase/Nasennebenhöhlen. Aber auch das Blut beim Schnäuzen wird weniger. Bin guter Dinge bald wieder voll auf dem Damm zu sein :). Hoffe nächste woche kommt der Splint raus und die KFO Behandlung geht weiter.

LG

Philipp

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Hallo Philipp,

 

eigentlich gibt es ein Schnäuzverbot für mehrere Wochen, vor allem da bei Dir auch am OK gearbeitet wurde. Wurde Dir dahingehend nichts gesagt?

 

Viele Grüße!

 

Irene

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Hey Irene,

ich weis, eigentlich sollte es so sein und so wurde es auch durch das Pflegepersonal gesagt. Jedoch habe ich bei der Entlasseung extra noch mal mit dem Chirurgen geredet und er meinte, es wäre niemals auf jeden Patienten auszulegen sondern eher auf den Verlauf der OP und dass ich schon langsam wieder damit anfangen könnte. Ich vertrau Ihm da einfach mal. Ich weis noch, nach der Weisheitszahnextraktion wurde mir noch gesagt, die Kieferhöhle wurde nicht verletzt und ich könnte Schnäuzen. Am abend dann das Bedürfniss gehabt, einmal ins Taschentusch geschnäuzt und mein Mund lief voller Blut. Naja, ab da hatte ich dann 2 Wochen verbot :D. Ich hoffe einfach der Arzt weis was er sagt und bisher hatte ich damit keine Probleme... :)

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Nich schnäuzen! Egal was der Chirurg sagt... hält man doch aus für ein paar Wochen. Einfach vorsichtig sein für ein paar Wochen.

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Sieht sehr gut aus. Etwas Restschwellung ist noch vorhanden, evtl. lässt du dir mal Lymphdrainagen verschreiben.

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Jetzt mit der neuen Kieferstellung sieht man, wie attraktiv du eigentlich wirklich bist. Der Rest war vorher schon klasse, jetzt ist es komplett. Optisch einfach klasse.

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